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Kalziumantagonisten

Eine vorzeitige Muskelermüdung tritt nicht auf. Auch der Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel sowie wesentliche regulierende Hormone bleiben im Gegensatz zu Betablockern unbeeinflusst.
Die Ausbildung von Trainingseffekten wird ebenfalls nicht behindert. In entsprechenden Studien fanden sich nach mehrwöchigem regelmäßigem Training unter Kalziumantagonisten ähnliche Veränderungen der Leistungsfähigkeit wie unter Placebobedingungen (2).

Infolge der Hemmung des Sinusknotens wird die Herzfrequenz durch Verapamil und Diltiazem bei submaximaler Belastung um ca. 10 bis 15 Schläge pro Minute gesenkt, während die maximale Herzfrequenz nur tendenziell niedriger liegt.
Dieser Effekt sollte bei der Dosierung der Trainingsintensität berücksichtigt werden!

Die erheblichen strukturellen und funktionellen Unterschiede zwischen Skelett-, Herz- und glattem Muskel lassen auch aus theoretischer Sicht eine wesentliche Minderung der Leistungsfähigkeit nicht erwarten.

Die Hemmung des transmembranösen Kalziumtransports wirkt sich in Abhängigkeit vom Muskeltyp unterschiedlich aus.
Während die Aktivierung des kontraktilen Systems im Herzmuskel und glatten Muskel wesentlich vom transmembranösen Kalziumtransport abhängt, hat dieser Mechanismus für den Skelettmuskel nur untergeordnete Bedeutung. Auch ohne Kalziumeinstrom ist der zytoplasmatische Kalziumpool im Skelettmuskel groß genug, damit Kalziumionen ihre Funktion als Mittlersubstanz zwischen Membranerregung und Muskelkontraktion erfüllen können.


Die körperliche Leistungsfähigkeit (maximale Sauerstoffaufnahme als auch auf die Ausdauerleistungsfähigkeit) wird durch Kalziumantagonisten nicht beeinflusst (7, 10, 15).


 

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