Forschung [F] + Entwicklung [E]

 

Das Outdoor-Lab versteht sich als Brain-Pool und wissenschaftliche Plattform. Diesem Auftrag stellt sich das Institut aus der Überzeugung, dass nur ein inter- und transdisziplinärer Ansatz dem vielfältigen Phänomen des Natursports gerecht werden kann. Dabei hat die Arbeit der vergangenen zehn Jahre eine Ausdifferenzierung des Instituts in folgende Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte nach sich gezogen:

[ F + E I ]: Wirkungsanalysen + Risikomanagement

Die Arbeitsgruppe "Wirkungsanalysen und Risikomanagement" beschäftigt sich mit der Beeinflussung des Naturhaushaltes durch Natur- und Landschaftssport. Dabei sind für eine objektive Beurteilung der komplexen Wechselwirkungen naturwissenschaftliche Erhebungen ebenso erforderlich wie sportbezogene Nutzungs- und Frequenzanalysen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es demnach, zum einen Risiken und Konsequenzen, aber auch Chancen der sportlichen Praxis für Natur und Landschaft nachzuweisen und darüber hinaus neue Konzepte einer umweltverträglichen und ressourcenschonenden Sportausübung zu generieren.

[ F + E II ]: Angebots- + Produktentwicklung

Die Arbeitsgruppe "Angebots- und Produktentwicklung" setzt sich mit den permanenten Veränderungen auseinander, denen Sport, Erholung und Tourismus in Natur und Landschaft unterliegen. Jüngere Entwicklungen wie das Aufkommen neuer Sportarten [Trail-Running], veränderter Technologien [E-Bike] oder innovativer Angebots- und Produktformen stellen die sporttouristischen Dienstleister und Unternehmen des Sportsektors vor immer neue Herausforderungen. Darüber hinaus beschäftigt sich die Arbeitsgruppe auch mit den Veränderungen im Tourismus und der Naherholung. Ihr besonderer Fokus gilt hier dem Sporttourismus und aktiver Erholung sowie Strategien und Konzepten der nachhaltigen Entwicklung von Raum und Landschaft im Rahmen einer touristischen Inwertsetzung.

[ F + E III ]: Sportgebietsplanung + Raummanagement

Die Arbeitsgruppe "Sportgebietsplanung und Raummanagement" stellt sich den Herausforderungen, die der allgemeingesellschaftliche Wandel und der von diesem induzierte Strukturwandel des Sports mit sich bringen: ein völlig verändertes Verhältnis von Sport und Raum. Ausgehend von den idealen Räumen der genormten Hallen, Stadien und Schwimmbecken drängt der Sport neuerdings vor allem in Natur und Landschaft. Um Interessenkonflikte unterschiedlicher Akteursgruppen [Sportler, Naturschützer, Land- und Forstwirte etc.] sowie ökologische Störungen zu minimieren und um gleichzeitig Erholung und Bewegung in Natur und Landschaft zu optimieren, beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit innovativen Konzepten der Besucherlenkung, Streckenplanung und des Raummanagements. Dabei hat sich der Einsatz Geographischer Informationssysteme [GIS] auch in der Institutsarbeit in so besonderer Weise bewährt, dass mit dem "Sport Area Management System" ein eigenes, zukunftsträchtiges Tool entwickelt wurde.

[ F + E IV ] : Umweltbildung + Kommunikation

Die Arbeitsgruppe "Umweltbildung und Kommunikation" leistet wichtige Grundlagenforschung, indem sie sich mit den Chancen und Potenzialen der Natursportpraxis für den Natur- und Umweltschutz beschäftigt. Zum einen ist der landschaftsgebundene Sport nur dann zukunftsfähig, wenn er sich auch für den Erhalt des Naturraumes engagiert. Zum anderen bietet der Sport als Medium des Natur- und Umweltschutzes vielfältige und bislang nur unzureichend erforschte und kommunizierte Potenziale.

[ F + E V ]: Anwendungsfeld Natursportpraxis

Das Forschungsgebiet "Natursportpraxis" stellt im Bereich der Lehre den Kernarbeitsbereich des Instituts dar. Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe setzen sich mit den Bewegungsmöglichkeiten des Menschen im Raum unter besonderer Berücksichtigung methodisch-didaktischer Konzepte auseinander. Dabei deckt das Institut in Forschung und Lehre, neben einer Vielzahl anderer, so unterschiedliche Natursportarten wie Fechten, Eislaufen und Reiten ab, zeichnet sich darüber hinaus aber auch für die erlebnissportliche Ausbildung der Studierenden verantwortlich. Zudem wird den Studierenden im Rahmen der vom Institut angebotenen Zusatzqualifikation in einem mindestens zwei Semester dauernden Studienmodul Kompetenz im Bereich "Sport und Umwelt-Management" vermittelt.