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TOP-News
Geist und Seele stärken!
In der neuen Ausgabe des VDV-Magazins "Wir Profis" gibt Marion Sulprizio, die Geschäftsführung von MentalGestärkt, Einblicke in die präventativen Angebote unserer Initiative und Perspektiven von MentalGestärkt. Besonders junge Sportler sollen in Workshops und Einzelbetreuungen präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen kennen lernen und erfahren. Dieses Ziel ist besonders für Jugendabteilungen von Verbänden und Vereinen sehr interessant.
Das gesamte Interview finden Sie hier.
Weitere Informationen auf www.spielergewerkschaft.de
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Best Practice
Wie kann eine Beratung durch einen Psychologen im Themenfeld des Sports aussehen? Was sind die Unterschiede zwischen einer sportpsychologischen Fachberatung und einer systemischen Prozessberatung? In unserer neuen BestPractice-Veröffentlichung beantwortet Monika Liesenfeld – Mitglied der Lenkungsgruppe von MentalGestärkt und Psychologin am Olympiastützpunkt Berlin – in ihrem Beitrag diese Fragen und gibt einen Einblick in die Beratungskonzepte von Sportlern durch Psychologen. Im optimalen Fall ergänzen sich beide Beratungsformen und unterstützen so den Sportler in der besten Art und Weise. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
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MentalGestärkt – Was ist das?
Leistungssport beinhaltet ein großes Potenzial zur Entwicklung und Förderung der Teamfähigkeit, des Selbstbildes und der Persönlichkeit von Athleten. Gleichzeitig bestehen im Leistungssport nicht nur hohe körperliche, sondern auch hohe psychische und soziale Belastungen, die die psychische Gesundheit von Athleten potenziell gefährden.
Aus diesen beiden Perspektiven ergeben sich zwei wesentliche Ziele der Initiative MentalGestärkt. Zum einen wollen wir psychische Gesundheit im Leistungssport erhalten und fördern. Zum zweiten besteht ein Anliegen von MentalGestärkt darin, psychische Probleme, wie beispielsweise übermäßiger Stress, Depressionen oder Burnout im Profifußball zu verhindern, frühzeitig zu erkennen und Ansprechpartner für die richtige Behandlung zu geben.
An der Deutschen Sporthochschule Köln ist eine Koordinationsstelle eingerichtet worden, die
Experten und Institutionen miteinander vernetzt, so dass zunächst (Profi-) Fußballspieler im Hinblick auf Gesunderhaltung, Krankheitsvermeidung und Behandlung optimal informiert und betreut werden können. Sollte sich dieses Modell bewähren, soll MentalGestärkt allen Leistungssportlern zu Gute kommen.
MentalGestärkt unterscheidet die Arbeitsbereiche Ausbildung, Betreuung und Therapie. MentalGestärkt – Wer ist das? Zum einen besteht MentalGestärkt aus den Mitgliedern der zentralen Organe der Initiative (Lenkungsgruppe, Beirat, Koordination). Zum anderen basiert MentalGestärkt auf der Vernetzung mit Fachleuten, die sich in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen (Ausbildung, Betreuung und Therapie) den Qualitätskriterien und Zielen von MentalGestärkt angeschlossen haben.
Ausbildung
Was bedeutet Ausbildung in MentalGestärkt?
In MentalGestärkt bedeutet Ausbildung im Sinne von "Vermittlung" die Weitergabe von gesundheitsrelevantem Wissen. Dieses Wissen wird als wesentliche Gesundheitsressource verstanden. Im Sinne von "Bildung" meint Ausbildung die Auseinandersetzung mit den eigenen Möglichkeiten und äußeren Anforderungen mit dem Ziel der Selbstreflexion und Sinnfindung. Ausbildung im Rahmen von MentalGestärkt bezieht sich damit auf das Konzept der Salutogenese, bei dem es darum geht, Gesundheitsressourcen zu stärken und damit die Anfälligkeit für die Ausprägung von psychischen Störungen und Erkrankungen zu minimieren.
Ausbildung und psychische Störungen
Im besten Fall beginnt Prävention vor dem Auftreten erster Symptome und auch ohne dass eine problematische Erkrankungsdisposition vorliegt. Ein solcher Betreuungsansatz wird als "primordiale Prävention" bezeichnet. Primordiale Prävention sollte bereits im Nachwuchsbereich ansetzen und ist daher die zentrale Stoßrichtung des edukativen Ansatzes innerhalb von MentalGestärkt.
Zielgruppen der Ausbildung
Zielgruppen des edukativen Ansatzes sind in erster Linie junge Nachwuchsspieler und Nachwuchsspielerinnen. Diese Sportler und Sportlerinnen sind zugleich häufig in Nachwuchsleistungszentren oder Eliteschulen des Sports bzw. des Fußballs anzutreffen. Vor allem richtet sich MentalGestärkt an die Spieler und Spielerinnen der Auswahlmannschaften, da gerade diese Athleten hohen Druck und vielfältige psychische sowie organisatorische Anorderungen bewältigen müssen.
Maßnahmenübersicht
Eine zentrale Maßnahme des Ansatzes der Ausbildung von MentalGestärkt sind Athleten-Workshops, in denen junge Athleten für das Thema Stress und psychische Belastungen sensibilisiert werden. Zudem machen die Spieler und Spielerinnen im Rahmen der Workshops im Kreise der Gleichaltrigen erste Erfahrungen mit Techniken und Strategien zum Umgang mit Belastungen. Neben Workshops vermittelt MentalGestärkt andere Formen von Veranstaltungen, wie beispielsweise Vorträge oder auch die Ausbildung Einzelner. Gleichzeitig ist es wichtig, dass auch Multiplikatoren im Rahmen der Fort- und Weiterbildung edukative Kompetenzen im Umgang mit Stress erwerben.
Betreuung Sportpsychologische Betreuung in MentalGestärktSportpsychologische Betreuung findet seit den 70er Jahren in zunehmendem Umfang und mit wachsender Bedeutung statt. Neben dem Feld des Leistungssports sind sportpsychologische Experten und Expertinnen im Gesundheitssport, im Rehabilitationssport, im Schulsport und im Betriebssport aktiv.
Die sportpsychologische Betreuung im Leistungssport ist idealerweise als kontinuierlich-begleitende Arbeit im Training und Wettkampf organisiert. Die praktische Betreuungsarbeit ist hierbei zielgerichtet, systematisch (methodisch fundiert), wissenschaftlich gesichert und übungsorientiert ("psychologisches Training").
Kurzzeitige Maßnahmen oder Kriseninterventionen bei Sportlern und Sportlerinnen oder bei Mannschaften finden in Einzelfällen auch statt, sind aber eher die Ausnahme.
Sportpsychologische Betreuung und psychische GesundheitSportpsychologische Betreuung dient vom Grundsatz her gleichsam der Entwicklung und Förderung von Leistung, Persönlichkeit und Gesundheit eines Sportlers (entsprechend den Richtlinien der europäischen und deutschsprachigen Fachvertretungen). Neben dem häufig dominant erscheinendem Ziel der Leistungsentwicklung ist es daher ein wichtiges Ziel in der sportpsychologischen Betreuung, Bedingungen zu schaffen, die der psychischen Gesundheit im Rahmen von Training und Wettkampf zuträglich sind. MentalGestärkt tritt daher dafür ein, sportpsychologische Betreuung verstärkt als vermittelnde Instanz zwischen Ansprüchen der Leistungsoptimierung, Persönlichkeitsentwicklung und psychischen Gesundheitsförderung anzusehen. Hierzu gibt MentalGestärkt in Form von Informationsmaterialien, Vorträgen, Veranstaltungen oder Weiterbildungen Expertise und Empfehlungen weiter, wie Akteure diesem Ziel in der Praxis gerecht werden können.Zielgruppen in Hinsicht auf Sportpsychologische BetreuungSportpsychologische Betreuung soll letztlich insbesondere dem Athleten oder der Athletin und dem Trainer oder der Trainerin zu Gute kommen. In dieser Hinsicht stellt MentalGestärkt ein "Expertennetzwerk Betreuung" zur Verfügung, welches sowohl als Kontaktplattform als auch als Expertengremium zur Weiterentwicklung von Maßnahmen und Strategien dient. Daneben besteht die Zielgruppe von MentalGestärkt auch in der Gruppe der sportpsychologischen Betreuer und Betreuerinnen selbst. MentalGestärkt will durch (Mit-) Gestaltung von Veranstaltungen und Weiterbildungs- und Informationsmaterialien für das Thema "Psychische Gesundheit im Leistungssport" sensibilisieren und Wissenskompetenz vermitteln.
MaßnahmenübersichtEine zentrale Maßnahme im Bereich "Sportpsychologische Betreuung" ist der Aufbau eines Expertennetzwerkes. Hierbei kann MentalGestärkt auf bereits bestehende Netzwerke zurückgreifen, beispielsweise auf die Kontakte der Zentralen Koordination Sportpsychologie (ZKS) im Deutschen Olympischen Sportbund sowie auf das Sportpsychologie Portal des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp).
Weiterhin setzt sich MentalGestärkt dafür ein, dass die Themen psychische Gesundheit und psychische Störung im Rahmen der sportpsychologischen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Trainern und Trainerinnen vertreten ist.
Schließlich gilt es im Rahmen der sportpsychologischen Betreuung in angemessenem Maße und auf verschiedenen Ebenen Früherkennung zu betreiben. Dies sollte sich sowohl auf die frühzeitige Feststellung einer mangelnden Stärkung der psychischen Gesundheit beziehen als auch auf Frühsymptome von psychischen Störungen oder sogar Erkrankungen.
Therapie
Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Leistungssport
Ähnlich wie in anderen Anwendungsfeldern liegt auch im Leistungssport die Inanspruchnahme psychiatrischer oder psychotherapeutischer Hilfe deutlich unter dem eigentlichen Bedarf. Während der Gang zum Orthopäden oder zum Internisten für den Sportler oder die Sportlerin selbstverständlich erscheint, ist die Hürde für die Behandlung einer psychischen Krankheit offensichtlich hoch.
Dabei ist es von großer Bedeutung, dass psychiatrische oder psychotherapeutische Expertise genutzt wird, wenn sich bei einem Sportler oder einer Sportlerin die Hinweise auf eine mögliche psychische Störung (z. B. eine Depression oder eine Angsterkrankung) verdichten. Begründet auf einer kompetenten Diagnostik können nur so die richtigen therapeutischen Schritte unternommen werden, um der Athletin oder dem Athleten zu helfen und - wie meist möglich - eine Wiedereingliederung in den Sport kurz-, mittel- oder langfristig zu erreichen.
Während sich die deutsche Psychiatrie und Psychotherapie in den letzten Jahrzehnten kaum mit psychischen Erkrankungen bei Leistungssportlern beschäftigt hat, besteht die Herausforderung des Bereichs Therapie daher vor allem darin, die Akzeptanz psychiatrischer und psychotherapeutischer Arbeit im Feld des Sports zu verbessern sowie kurze Wege in eine auf Leistungssport spezialisierte Therapie für die beteiligten Sportler, Trainer und Funktionäre aufzuzeigen.
Maßnahmenübersicht
Maßnahmen im Arbeitsbereich Therapie betreffen die klinische Versorgung, also die Diagnostik und Therapie bei psychischen Erkrankungen, die Aus-, Fort- und Weiterbildung unterschiedlicher Zielgruppen sowie die Prophylaxe und Beratung in Hinsicht auf psychische Erkrankungen im Feld des Leistungssports.
MentalGestärkt setzt sich dafür ein, dass vermehrt und systematisch professionelle psychiatrisch-psychotherapeutische Angebote für das Feld des Leistungssports entwickelt und bereit gestellt werden. Zur Sicherung der Akzeptanz und Umsetzbarkeit sind solche therapeutischen Angebote zudem niederschwellig konzipiert.
Ein zentrales Ziel von MentalGestärkt im Arbeitsbereich Therapie ist der Aufbau eines Netzwerkes von behandelnden Psychiatern/Psychiaterinnen und Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen im ambulanten und stationären Rahmen.
Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Qualitätssicherung der entsprechenden klinischen Arbeit. Für die zukünftige Entwicklung gilt es herauszufinden, wie die klinische Arbeit mit Leistungssportlern und –sportlerinnen durch spezifische Standards und Leitlinien verbessert werden kann, die speziell auf das Feld des Leistungssports ausgerichtet sind.
Schließlich will MentalGestärkt den Bereich Therapie und klinische Arbeit im Leistungssports nicht nur im Weiterbildungssystem für unterschiedliche Zielgruppen verankern, sondern auch durch die Organisation und Mitgestaltung von Veranstaltungen zur verbesserten Information der Öffentlichkeit und des Fachpublikums beitragen.
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Forschung
Psychische Gesundheit im Leistungssport
Die Anzahl psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft ist seit einigen Jahren steigend. Die Wahrscheinlichkeit einmal im Leben an einer Depression zu erkranken liegt bei 15% bis 20%. Im Kontext des Leistungssports wird in der Literatur die Prävalenz kontrovers diskutiert. weiter...
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