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Dass Sport während der Schwangerschaft viele positive Vorteile für Mutter und Fetus mit sich bringt und dass aus wissenschaftlicher Sicht allen voran Sport im Wasser während der Schwangerschaft empfohlen wird, ist längst bekannt. Aber warum ist das überhaupt so?
Ein großer Vorteil von Sport im Wasser während der Schwangerschaft ist der Auftrieb im Wasser, der durch den hydrostatischen Druck erzeugt wird. Das Wasser trägt das Körpergewicht der Schwangeren und die Gelenke werden geschont. Aus diesem Grund fällt es schwangeren aktiven Frauen auch während der Schwangerschaft nicht schwer, noch kurz vor der Geburt sportlich aktiv zu bleiben und ihre körperliche Fitness aufrecht zu erhalten. Auch das Risiko sich an Sehnen und Bändern zu verletzen, ist bei Sportarten im Wasser als minimal einzustufen. Gerade während der Schwangerschaft sorgt die Ausschüttung des Botenstoffs Relaxin für eine erhöhte Verletzungsgefahr, die somit umgangen werden kann. Aus orthopädischer Sicht ermöglicht das Ganzkörpertraining der Muskeln die Prävention bzw. Verminderung von Rückenschmerzen und einen guten Ausgleich für alltägliche Belastungen.
Diurese (Wasserlassen) und Natriurese (vermehrte Ausscheidung von Natrium durch Wasserlassen) werden im Wasser angeregt, was auch die Reduktion von Ödemen (Wassereinlagerungen) begünstigt. Der kühlende Effekt im Wasser ist vorteilhaft, da der Fetus vor Überhitzung und somit einer gleichzeitigen möglichen Blutunterversorgung geschützt wird. Die Atmungsmuskulatur wird stärker beansprucht, was der Schwangeren auch später bei der Geburt zugute kommt.
Außerdem wird durch den hydrostatischen Druck die Pulsfrequenz gesenkt. Auf den Körper wirkt der Wasserdruck, der eine Verschiebung des Blutvolumens aus der Periphere zur Körpermitte erzeugt. Demnach wird nun das Herz besser mit Blut versorgt, d.h. das Schlagvolumen nimmt zu und die Herzfrequenz sinkt, so dass das Herzminutenvolumen gleich bleibt. Um sich nicht zu überfordern, sollte man deshalb maximal bei 110-120 Schläge pro Minute liegen und auch Belastungen im Wasser mit einer Pulsuhr kontrollieren. Natürlich gilt auch hier, dass der Körper vorgibt, welche Bewegungen er als angenehm empfindet und ob erschöpft ist oder nicht.
Von den vier Grundschwimmarten Rücken, Kraul, Brust und Schmetterling, sollte nur letzteres vermieden werden, da hier hohe motorische und konditionelle Fähigkeiten abverlangt werden und schnell die Gefahr besteht, sich zu sehr zu verausgaben bzw. den Fetus zu schädigen. Denn sowohl im Wasser als auch an Land gilt, dass Maximalbelastungen bzw. anaerobes Training während der Schwangerschaft vermieden werden sollten! Bei hoher Belastung schaltet der Körper auf anaerobe Energiebereitstellung um, weil der Sauerstoff für den Verbrennungsprozess nicht ausreicht. Dabei kann es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Kindes kommen.
Gerade für Anfänger empfiehlt sich Brust- oder Rückenschwimmen, da hier die Atmung unabhängig vom Schwimmrhythmus ist. Gerade Wasserkurse bieten einen hohen Abwechslungsreichtum (Aquajogging, Aquagymnastik, Aquaspinning etc.) und die Möglichkeit mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Für die Vermeidung einer Pilzinfektion sollte man sich in Schwimmbädern nicht auf die Fliesen, sondern immer nur auf ein mitgebrachtes Handtuch setzen. Fußwärtige Sprünge ins Becken sollten ebenfalls vermieden werden. Auch ein in Joghurt oder Olivenöl getränkter Tampon ist eine gute Möglichkeit, um sich besser zu schützen. Wenn man in Seen oder Flüssen badet, sollte man sich zuvor bereits nach der Wasserqualität erkundigen. Allgemein sollte man auch darauf achten, immer genug zu trinken und Badeschuhe aufgrund der Rutschgefahr zu tragen! Außerdem sollten Schwangere zwischen den sportlichen Aktivitäten mindestens 24 Stunden regenerieren. Es empfiehlt sich an 2-3 Tagen wöchentlich im Umfang von 20-30 Minuten Schwimmen zu gehen. Wenn die Frauen bereits vor der Schwangerschaft aktiv und geübte Schwimmerinnen sind, können sie auch längere Trainingsdistanzen ausüben.
Quellen:
Katz, V.,L. (2003). Exercise in water during pregnancy. Clinical obstetrics and gynecology. 46 (2), 432-441.
Vallim, A.L., Osis, M.L., Cecatti J.G., Baciuk, E.P., Silveira, C. & Cavalcante, S.R. (2011). Water excercise and quality of life during pregnancy. Reproductive Health, 1-7.
Hartmann, S., Kölbe, N., Rake, A., Bung, P., Huch, A. & Huch, R. (2001). "Aqua-Fit" in der Schwangerschaft. Maternale und fetale hämodynamische Reaktionen bei einem Trainingsprogramm im Wasser. Geburtshilfe Frauenheilk, 61(12): 977-982.
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Die gesundheitlichen Effekte von Sport in der Schwangerschaft sind bei moderatem Sport wissenschaftlich nachgewiesen. Aber wie sieht es bei Sportarten im Schnee aus? Kann eine schwangere Frau trotzdem Skifahren, Snowboarden und Langlaufen oder sollte man prinzipiell auf den Skiurlaub verzichten? Und wie sieht es mit der Verletzungsgefahr aus bzw. sind schwangere Frauen eher gefährdet als andere Skifahrer?
Laut aktuellem Stand ist unter Berücksichtigung "allgemeiner Trainingshinweise, Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen" ein moderates Training während der Schwangerschaft wünschenswert. Bei eher ungewöhnlicheren Sportarten sollte eine "individuelle Sportempfehlung" ausgesprochen werden bzw. die schwangere Frau sollte selbst entscheiden, ob sie sich das Fahren zutraut. Neben Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, etc. wird in der Wissenschaft auch Ski-Langlaufen als geeignete Sportart angesehen, wobei beim Alpin-Ski und Snowboarden aufgrund der erhöhten Sturzgefahr geteilte Meinung herrscht. Allerdings fehlt es hier an Differenzierung, da bei der Empfehlung nicht zwischen Anfängerinnen und routinierten Skifahrerinnen unterschieden wird.
Laut Ärzte-Zeitung ist Skifahren heute so sicher wie nie zuvor. Die Zeitung beruft sich auf österreichische Studien, die das Verletzungsrisiko beim Ski-und Snowboardsport näher untersucht haben. Es kam heraus, dass Ski und Snowboard zu den sichersten Sportarten gehören, wenn man dabei die auftretenden Verletzungen an der Anzahl der Fahrer relativiert. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit heutzutage eine Skiverletzung zu erleiden bei 0,7 Prozent, sagt Dr. Erwin Aschauer vom Landeskrankenhaus Bad Ischgl in Österreich. Auf Personen übertragen wäre von 145 Menschen, die durchschnittlich 15 Abfahrten am Tag machen, eine Person betroffen. Auch der Unfallzeitpunkt beim Skifahren spielt für die Verletzungsgefahr keine Rolle; allerdings steigt das Risiko sich zu verletzen bei Snowboardern im Laufe des Tages an. Laut den Angaben der befragten Personen entstehen ein Drittel der Unfälle durch eine Kollision oder bei dem Versuch diese zu umgehen.
Skifahren bzw. Snowboarden muss nicht sofort ausgeschlossen werden, wenn die schwangere Frau eine geübte Fahrerin ist und ihr Können und technisches Geschick gut einschätzen kann. Trotzdem sollte man die Entscheidung immer abwägen und das Sturz- und Verletzungsrisiko so gering wie nur möglich halten.
Es sollte vermieden werden, außerhalb der präparierten Piste zu fahren oder gar ohne Begleitung. Auf Tiefschnee-Fahren sollte generell verzichtet, weil man nur schlecht die Bodengegebenheiten, wie Unebenheiten, Sträucher, Wurzeln, etc. erkennt. Stürze müssen vermieden werden und man sollte beim Fahren sowohl eine gute Ausrüstung, als auch ein Handy besitzen. Auch das Trinken und kurze Pausen dürfen nicht vergessen werden, denn in Höhen entsteht ein erhöhter Wasserverlust, der wieder ausgeglichen werden muss.
Schwierig Pistenverhältnissen und Schlechtwetter hatten einen enormen Einfluss auf die Zahl der Tagesverletzten. So ist das Risiko sich zu verletzten doppelt so hoch, wenn schlechte äußere Bedingungen bestehen (Risiko 1,12%). Außerdem spielen nicht zuletzt Fremdeinwirkungen eine wesentliche Rolle in puncto Sicherheit. Es gibt genügend unvorsichtige Skifahrer bzw. Snowboarder, die wenig Rücksicht nehmen. Deshalb spielt auch die richtige Auswahl des Skigebiets eine wesentliche Rolle.
Wie bereits angesprochen ist der klassische Stil des Langlaufs während der Schwangerschaft sehr geeignet, da hier durch gleitende Bewegungen die Bänder und Gelenke minimal belastet werden (im Gegensatz zum Skating). Durch die richtige Streckenwahl und eine Pulsuhr kann das Training der Schwangerschaft sehr gut angepasst werden. Trotzdem sollte auch hier die Sturzgefahr vermieden werden, denn gerade in der Frühschwangerschaft ist der Fetus noch nicht optimal geschützt!
Der Skiort beziehungsweise die Routen sollten die Grenze von 2500 Höhenmetern nicht überschreiten, da sich ansonsten die Sauerstoffversorgung des Ungeborenen bereits ohne große körperliche Anstrengung verringern könnte. Es ist belegt, dass eine leichte Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) das fetale Herz um 5 bis 25 Schläge pro Minute schneller schlagen lässt. Aus diesen Gründen rät der Medizinerausschuss der Union Internationale des Associations d`Alpinisme (UIAA) sich vor Anstrengungen über 2500 Metern über dem Meer drei bis vier Tage zu akklimatiseren.
Es empfiehlt sich sowohl in der Schwangerschaft, also auch generell, den Körper vor dem Urlaub an die anstehenden Belastungen im Skiurlaub zu gewöhnen. Leistungsdefizite auf der Piste, die zu Verletzungen führen, könnten in vielen Fällen durch Skigymnastik vorgebeugt werden.
Quellen:
Kagan, K.O. & Kuhn, U. (2004). Sport und Schwangerschaft. Herz, 29, 426-434.
Korsten-Reck, U., Marquardt, K., Wurster, K.G. (2009). Schwangerschaft und Sport. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 60 (5): 117-121
O'Toole, M.L. (2003). Physiological aspects of exercise in pregnancy. Clin Obstet Gynecol. Maternal physiology. 46: 379-389.
Wolfe, L.A. & Davies, G.A. (2003). Canadian guidelines for exercise in pregnancy. Clin Obstet Gynecol 46: 488–95.
Aschauer, E., Ritter, E., Resch, H., Thoeni, H. & Spatzenegger, H. (2007). Verletzungen und Verletzungsrisiko beim Ski- und Snowboardsport. Der Unfallchirurg, 110 (4), 301-306.
Empfehlungen der medizinischen Kommision der UIAA Nr 12. Medizinische Aspekte beim Aufenthalt von Frauen in großer Höhe. Letzter Zugriff, 15.02.2011http://www.high-mountains.de/Alpinmedizin/Nr12.pdf
Ärzte-Zeitung. Trotz vieler Berichte über Unfälle: Skifahren ist sicher wie nie. Letzter Zugriff 01.03.201
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/article/483710/trotz-vieler-berichte-unfaelle-skifahren-sicher-nie.html
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Das wohl größte beim Klettern ist die steile Wand,
ein Ziel fest im Auge zu haben, seine eigene Route zu wählen
und die Sekunde, in der man nach einem festen Halt sucht –
Adrenalin pur.
Und nicht nur
der Adrenalin Kick macht den Sport mehr und mehr populär. Denn
er ist gesund, trainiert den ganzen Körper und verhilft zu
einer besseren Körperhaltung.
Eigenschaften die auch in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle
spielen. Aber ist Klettern während der Schwangerschaft
bedenkenlos?
Es gilt, wenn der Wohlfühlfaktor gegeben ist und moderat
geklettert wird, dann darf man auch weiterhin in der Schwangerschaft
mit dem Sport fortfahren. Auch der Arzt sollte die sportliche
Betätigung vorher absegnen. Außerdem sollte der
Sport vorher regelmäßig betrieben worden sein,
sodass gewisse Erfahrungswerte bestehen und man sich, seine Grenzen und
Möglichkeiten und die jeweiligen Routen gut
einschätzen kann. Auf was jede schwangere Kletterin
während des Trainings immer achten sollte, ist der Herzschlag.
Dieser sollte nicht langfristig 140 Schläge pro Minute
überschreiten. Natürlich braucht man sich keine
Sorgen machen, wenn man mal kurz über diesen Wert hinaus
schießt, allerdings sollte man sich an diesem Richtwert stets
orientieren und im aeroben Bereich trainieren.
Bei einer zu vermeidenden anaerober
Belastung fällt Laktat im Blut an, welches schädlich
für den Fetus sein kann. Außerdem könnte
die vermehrte Durchblutung der Muskulatur auf Kosten der
Plazentadurchblutung des Kindes gehen und die Sauerstoffversorgung
gefährden. Auch von Trainingseinheiten die in der
Schwangerschaft 7 Stunden überschreiten ist abzuraten.
Die Routen sollten einer individuellen Belastungsgrenze angepasst
werden und nach dem Sicherheitsprinzip Toprope geklettert werden. Was
den Gurt angeht, so kann man auf einen Brustgurt oder einen Gurt, der
vorne gepolstert ist, umsteigen. Für das Ungeborene ist der
vom Gurt ausgehende Druck nicht schädlich.
Falls der Bauch stört oder ein Ziehen verspürt wird,
sollte das Training reduziert bzw. eine Trainingseinheit ausgelassen
werden. Für Tina Sirher, die noch bis zum 8. Monat geklettert
ist, hat diese Sportart vor allem in der Schwangerschaft einen
großen Vorteil: „Für das
Körpergefühl ist Klettern wahnsinnig gut und man kann
sein Training selbst dosieren."[1] Denn wie sie weiß,
hängt das Training vor allem in der Schwangerschaft von der
Tagesform ab. Die
Entscheidung welche Route man wählt, ob man bouldert, sollte
die werdende Mutter nach Fitnesszustand selbst entscheiden. Wichtig ist
auch ein guter Kletterpartner, bei dem man sich wohl fühlt und
dem man vertraut.
Und obwohl es viele Möglichkeiten während der
Schwangerschaft gibt aktiv zu bleiben, so ist das Klettern für
Sirher doch was ganz Besonderes:"[2] Jeder Sport tut gut, aber ich
finde alleine mit sich und der Wand zu sein, neues auszuprobieren und
zu knobeln, das macht den Sport aus.“ Und das gilt auch
für Frauen mit einem Baby-Bauch.
Quellen:
Clapp, J.F, Kim,
Hyungjin, K., Burciu, B. & Lopez, B, B., (2000). Beginning regular exercise in
early pregnancy. Effect on fetoplacental growth. American Journal of
Obstretrics and Gynecology, 183 (5), 1484- 1488
Kagan,
K.o. & Kuhn, U. (2004). Sport und Schwangerschaft. Herz, 29 (4), 426-434. Interview mit
Tina Sirher geführt von Dipl. Psyh. Marion Sulprizio am
13.09.2007
"Klettertraining.de“,
http://www.klettertraining.de/kondition/kraftausdauer.html, 11.08.2010
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Längst
überholt ist die Vorstellung, dass Bewegung und Sport
während der Schwangerschaft für Mutter und Kind
schlecht sei. Nachgewiesenermaßen gibt es eine Menge von
guten Gründen, warum eine schwangere Frau sich sportlich
betätigen sollte.
In Studien
wurde beobachtet, dass aktive schwangere Frauen viel schmerzresistenter
waren als nicht aktive Schwangere. Hinzu kommt, dass die Geburt von den
Frauen, die während der Schwangerschaft Sport betrieben haben,
als angenehmer und leichter empfunden wurde. Auch Schwangerschafts-
beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen und
Kreislaufprobleme können so minimiert werden. Und obwohl
„moderater“ Sport während der
Schwangerschaft prinzipiell immer zu bejahen ist, so gibt es doch
gewisse „exotische Sportarten“, die eher mit
Vorsicht zu genießen sind.Insbesondere Schwimmen gilt als
idealer Sport während der Schwangerschaft, aber wie sieht es
mit einer Sportart aus, die zwar auch im Element Wasser trainiert wird,
aber doch noch mehr in die Tiefe geht?
Die Rede ist
vom Sporttauchen, das in den letzten Jahren auch beim weiblichen
Geschlecht an Interesse und Bedeutung gewonnen hat. Mit diesem
Umschwung stellt sich zugleich die Frage, ob man auch während
der Schwangerschaft bedenkenlos tauchen sollte.
Bereits vor
über 100 Jahren (1908) gingen Boycott, Haldane
und Damand dieser Frage auf die Spur und
simulierten Tauchgänge mit trächtigen Schafen. Sie
stellten fest, dass sich bei einer Dauer von 15 bis 240 Minuten und
einer Tiefe von bis zu 70 Metern, Gasbläschen in den
Blutgefäßen bildeten. Hier stellt sich allerdings
die Frage, inwieweit diese Ergebnisse relevant und übertragbar
auf den Menschen sind, da das Zirkulationssystem des Menschen nicht mit
dem mütterlichen und fetalen Organismus eines Tieres
übereinstimmt. Es gibt bis heute natürlich keine
Experimente mit schwangeren Frauen, jedoch gibt es Beobachtungen die
sich mit den Folgen und Auswirkungen des Tauchens von schwangeren
Frauen beschäftigt haben.
Vor 30 Jahren berichtete Bolton
über Untersuchungen an amerikanischen Taucherinnen. Von 109
schwangeren Probandinnen gebaren 6 Frauen ein Kind mit verschiedenen
Missbildungen. Jedoch konnte hier kein Zusammenhang zwischen der
jeweiligen Missbildungsrate und dem Tauchprofil (Tiefenmeter pro Zeit)
erstellt werden. Nun stellt sich die Frage, inwieweit ein Tauchprofil
bzw. Gasblasen für die Missbildungsrate verantwortlich sind
und ob
man präventiv entgegenwirken kann. Der Fetus wird von der
Mutter
über große Gefäße der Nabelschnur
mit Sauerstoff
und Nährstoffen aus dem Mutterleib versorgt. Auch die
Entsorgung
der jeweiligen Abfallprodukte erfolgt auf diesem Weg.
Durch die Gasblasen, die bei einer Dekompression
entstehen können, besteht die Gefahr einer
Beeinträchtigung dieser Gefäße. Das
hätte die unzureichende Versorgung auf Seiten des Fetus zur
Folge.
Aber gibt es eine Möglichkeit, als
erfahrene Taucherin, die Bildung dieser Blasen zu vermeiden?
Die FTU- Partnerorganisation geht der Frage,
welche Tauchgänge mehr oder wenig verantwortlich für
eine Blasenbildung sind, seit 1995 mit einer Felduntersuchung an
nichtschwangeren Tauchern nach.In dem ersten Versuch wurden 477
Tauchgänge ausgewertet, bei der Hälfte der Taucher
wurden nach dem Tauchgang Gasbläschen im venösen
System festgestellt.
Im 2.Teil der Studie wurden Tauchprofile
(20m/60min, 30m/16min, 40m/10min) und eine Serie von drei
30m-Tauchgängen in der Druckkammer durchgeführt.
Anschließend wurde mit einem
Ultraschall–Blasenscheck die Blasenbildung untersucht, und
ein Vergleich zwischen „Low Bubbling Stopps“ bzw.
tiefer und längeren Sicherheitsstopps gezogen.
Dieser Vergleich zeigt deutlich, dass
zusätzliche Pausen in der Tiefe und längere Stopps
die Blasenentwicklung reduzieren. Es gilt aber nicht umso tiefer, umso
besser. Auch von der beliebten Methode, erst in der Hälfte von
der Maximaltiefe einen Stopp einzulegen, ist abzuraten.
Wichtig für Sie zu wissen ist, dass die
meisten Gasblasen auch erst circa eine halbe Stunde nach dem Tauchgang
entstehen.
Auch die Atemhäufigkeit und die mit sich
bringende körperliche Anstrengung haben keinen Einfluss auf
die Bildung. Das schnelle Auftauchen ist ebenfalls nicht der
Auslöser, wobei hingegen die Missachtung bzw. die
Abkürzung von einer kontrollierten Druckverminderung
(Dekompression) die Chance von der Gasblasenbildung in die
Höhe treibt. Auch die richtige Hauttemperatur und individuelle
genetische Faktoren wirken sich auf die Bläschenentstehung
aus. Mit einem Auftauchverfahren, dass sich um 10 bis 20 in die
Länge zieht, sind nach dem Tauchgang praktisch keine Blasen
da. Trotzdem sind diese Erkenntnisse kein Garant
für eine einwandfreie Schwangerschaft. Und da man sich auch in
Zukunft nur auf empirische Befunde stützen kann, so
lässt sich festhalten, dass das Tauchen für Mutter
und Kind ein erhöhtes Risiko während der
Schwangerschaft darstellt und vermieden werden sollte.
Trotzdem sollten Sie nicht in Panik geraten, wenn
Sie eine aktive Taucherin sind und gemerkt haben, dass Sie nun
schwanger sind.
Wenn sie trotzdem nicht auf das Sporttreiben im
Wasser verzichten wollen, umso besser.
Denn viele alternative Möglichkeiten, wie
z.B Wassergymnastik, Aquafit und Aquajogging, sind vorhanden und sehr
sinnvoll während der Schwangerschaft. Und vielleicht macht es
ja auch mal Spaß den Kopf nicht in die Tiefe, sondern in die
Höhe zu strecken.
Quellen
(letzer Zugriff 06.05.09):
-
http://www.taucher.net
-
http://www.born-to-be-deep.de
-
http://www.ftu.ch
-
Lochmüller, E.-M. Tauchen und Schwangerschaft: Ein
vertretbares Risiko?
1. Frauenklinik, Klinikum Innenstadt,
Ludwig-Maximilians-Universität München
- Williams
& Wilkins, Clinical Obstetrics and Gynecology, Exercise in
Water During Pregnancy
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Miriam Ritter ist
Dipl.-Sportwissenschaftlerin und arbeitet im Springs Pilates Studio
Köln. Nach Auskunft der Betreiber ist das Studie die
größte und innovativste Einrichtung für
Pilates in Deutschland: Täglich trainieren dort eine Vielzahl
von Frauen jeden Alters. Aber auch Männer sind vereinzelt
anzutreffen.
Bei der Frage was Pilates überhaupt
sei, erklärt die Diplom-Sportwissenschaftlerin und
Studiomanagerin, dass Pilates gar nicht in einem Satz zusammengefasst
werden könne. Es ist eine Art Ganzkörpertraining zur
Kräftigung der Muskulatur, bei der die Flexibilität
und Kraftausdauer der Muskeln sowie die Körperbeherrschung
trainiert werden. Die Symbiose von Atmung und Bewegung, Kraft und
Beweglichkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Pilates ist also eine
einmalige Verbindung von Training für Körper und
Geist und ist in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil
des Fitness-Trainings und der Rehabilitation geworden. Demnach ist
Pilates „einfach eine intelligente Art seinen Körper
zu bewegen und zu trainieren“, so Frau Ritter.
„Pilates ist einfach eine
intelligente Art seinen Körper zu bewegen und zu
trainieren!“
Auch während einer Schwangerschaft
ist Pilates zu empfehlen, denn es trainiert exakt die Bauch- und
Beckenbodenmuskulatur, die in der Schwangerschaft stark belastet ist.
Viele Übungen bei Pilates werden im
Vierfüßlerstand ausgeführt. Speziell in der
Schwangerschaft ist das eine optimale Position, die hilft, Stress aus
dem Rücken- und Beckenbereich abzuleiten. In dem
Kölner Studio können schwangere Frauen in der Regel
bis zum 6.Schwangerschaftsmonat die regulären Pilates-Kurse
besuchen bevor Sie dann auf ein sanfteres Einzeltraining umsteigen.
„Ab dem 6. Monat sollte man eigentlich ein bisschen weniger
machen. Pilates trainiert die Körpermitte, die
Bauchmuskulatur, die Rumpfmuskulatur, den Beckenboden und je weiter
fortgeschritten die Schwangerschaft ist, desto mehr sollte man auch mal
lernen, loszulassen, damit das Baby Platz hat“,
erklärt Frau Ritter. Generell ist das Training
natürlich vom Gesundheitszustand der Frau und dem Baby sowie
vom Trainingszustand abhängig, so Frau Ritter.
"Schwangere müssen beim
Pilates selbst entscheiden, in welcher Körperposition sie sich
wohlfühlen!"
In der Schwangerschaft sollten gewisse
Körperpositionen allerdings vermieden werden. Dazu
gehört z.B. die Rückenlage, denn hierbei
drückt das zunehmende Gewicht der Gebärmutter auf die
untere Hohlvene und kann somit die Blutrückströme zum
Herzen verhindern. Letztendlich muss aber jede Schwangere für
sich selber nachempfinden, in welcher Körperposition sie sich
wohl fühlt.
Nach der Entbindung hilft das
Pilates-Training ebenfalls, die ausgedehnten Beckenboden- und
Bauchmuskeln wieder in Form zu bringen. Man kann seinen Körper
also schon während der Schwangerschaft auf ein Training nach
der Geburt vorbereiten. Miriam Ritter erklärt, dass sich durch
das Pilates-Training die inter- und intramuskuläre
Koordination stark verbessert. Auch wenn nach der Schwangerschaft die
Muskelkraft in der Bauchdecke, dem Rücken und Beckenboden
gering ist, bleibt die erlernte Koordination erhalten und der Einstieg
in das Training fällt den Frauen häufig leichter.
„Nach der
Schwangerschaft“, erläutert Frau Ritter,
„beginnen die Frauen zunächst mit der
Rückbildungsgymnastik, wie z.B. einem ganz feinen
Pilates-Training. Sobald sich die gerade Bauchmuskulatur geschlossen
hat, kann das Training mit kräftigeren
Pilates-Übungen fortsetzt werden. So wird die
Beckenbodenfunktion wieder hergestellt sowie die Bauch- und die
Rumpfmuskulatur gekräftigt.“
Pilates ist generell ein sehr sanftes
Ganzkörpertraining. Die Frauen können
während der Schwangerschaft sportlich aktiv bleiben und finden
auch nach der Entbindung schnell wieder in den Sport zurück.
Bei Risikoschwangerschaften ist, wie bei allen anderen Sportarten auch,
allerdings Vorsicht geboten, ansonsten gilt im sportlichen Bereich:
Alles ist erlaubt, solange es gut tut und zum Wohlbefinden
beiträgt.
Interessierte sind herzlichst Willkommen!
Springs Pilates Studio Köln.
Krefelder Str. 18
50670 Köln
0221/1679467
info@pilates-studio-koeln.de
www.pilates-studio-koeln.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 08.00-20.30 Uhr
Sa u. So 10.00 -14.00 Uhr
Das Interview
führte Anna Gerhard.
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Stress und Hektik bestimmen oftmals unseren Alltag. Doch dies sind
Dinge, die eine werdende Mutter möglichst vermeiden sollte.
Sie beeinträchtigen nicht nur den Schwangerschaftsverlauf,
sondern können möglicherweise sogar dem ungeborenen
Kind Schaden zufügen.
Die
Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit, in der man sich
ausreichend Entspannung gönnen sollte. Im ersten und letzten
Trimester überkommt die meisten Frauen ein Gefühl der
Müdigkeit. Dies ist eine Reaktion des Körpers auf die
Veränderungen des Hormonspiegels. Besonders im letzten Drittel
der Schwangerschaft benötigt der Körper viel Ruhe.
Man sollte Gelegenheiten wahrnehmen, um sich auszuruhen und nicht gegen
dieses Gefühl ankämpfen. Auch wenn man sich topfit
fühlt, sollten öfter Pausen eingelegt werden,
besonders dann, wenn man noch beruftätig ist.
Körperliche Überanstrengung ist ähnlich
schädlich wie Alkohol und Nikotin.
In der
Schwangerschaft ist es deshalb wichtig ausreichend Schlaf zu bekommen.
Mindestens 8 Stunden pro Nacht sind zu empfehlen. Anzeichen von
Müdigkeit erkennt man an zunehmender Ungeduld, Reizbarkeit
oder auch Konzentrationsschwächen. Oftmals bekommt der
Körper nachts nicht ausreichend Schlaf. Man sollte sich als
Schwangere nicht scheuen, tagsüber einen kurzen Mittagsschlaf
zu halten oder für einen Moment die Beine hochzulegen und zu
entspannen. Dabei reichen meist schon wenige Minuten.
Das Beherrschen
bestimmter Entspannungstechniken kann außerdem sehr
nützlich sein. In Schwangerschaftskursen wird viel Zeit
für Entspannungsübungen und das Erlernen
verschiedener Atemtechniken verwandt. Hierbei ist es wichtig,
verschiedene Stufen der Atmung zu erlernen, damit sie
später beim Einsetzen der Wehen genutzt werden
können, um sich zu entspannen und den Schmerz zu
kontrollieren. Atemübungen können aber auch gut in
den Alltag integriert werden und als kurze Verschnaufpause genutzt
werden.
Auch Massagen
können zur Entspannung in der Schwangerschaft beitragen. Viele
Frauen leiden an Rückenschmerzen
und Verspannungen, ihre Beine oder Füße tun weh und
sie können nicht lange gehen oder stehen. Eine Massage kann
dazu beitragen, Verspannungen zu lösen, das Wohlbefinden zu
stärken und Beschwerden zu lindern. Ob in Form einer Selbst-
oder Partnermassage, beispielsweise mit dem Igelball oder
ätherischen Ölen bleibt dabei individuell jeder Frau
selbst überlassen. Wenn der Bauch größer
wird, können gewohnte Sitz- oder Liegepositionen unbequem
werden. Eine gute Haltung ist aber auch in der Schwangerschaft wichtig.
Man kann Kissen nutzen, um Liege- oder Sitzpositionen zu vereinfachen.
Das Übereinanderschlagen der Beine sollte während der
Schwangerschaft vermieden werden, da dies zur Verschlimmerung von
Krampfadern führen kann.
Viele
Entspannungsübungen lassen sich insbesondere dem Yoga
entnehmen. Sie kräftigen, dehnen und entspannen den
Körper gleichermaßen. Yoga hält nicht nur
den Körper fit, sondern schenkt auch innere Ruhe und Kraft.
Unter all den Entspannungsmöglichkeiten sollte jede Frau einen
oder mehrere Favoriten für sich herausfinden. Jeder Mensch hat
andere Vorlieben. Das gilt auch für die Entspannungstechniken.
Dabei gilt: Alles, was ein Wohlgefühl schenkt, tut auch gut.
(CC)
Quellen:
Gienger, W. & Gienger,
Z.. Ganz entspannt schwanger.
Cantieni, B. &
Altpeter-Weiss, K.; MamaFitness
Stoppard, M. Das
große Buch der Schwangerschaft.
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Ein dosiertes Bewegungstraining ist in der Schwangerschaft für
Mutter und Kind in vielerlei Hinsicht sehr positiv. Nicht nur die
körperliche, emotionale und mentale Belastbarkeit werden
gesteigert. Sport macht einfach Spaß und fördert das
körperliche wie auch das psychische Wohlbefinden.
Sprechen keine medizinischen Gründe
gegen eine sportliche Aktivität, ist Sport in der
Schwangerschaft sehr empfehlenswert. Schwangerschaftstypische Begleit-
erscheinungen, wie Krampfadern, Rückenprobleme und
Wassereinlagerungen lassen sich lindern oder sogar vermeiden. Die
beanspruchte Rückenmuskulatur sowie die Bauch- und
Beckenmuskulatur wird sensibilisiert und stabilisiert. Durch die
erhöhte Sauerstoffaufnahme der Mutter während des
Sports profitiert auch das Kind von einer sportlichen Mutter.
Außerdem werden das körperliche und das psychische
Wohlbefinden durch den Sport verbessert, was sich wiederum in den
Alltag übertragen lässt.
Wichtig ist jedoch, dass man sich
während des Sports wohl fühlt. Neben der richtigen
Belastungsdosierung gehört hierzu unbedingt auch gute und
bequeme Kleidung!
Die Zunahme des Bauchumfangs ist bei jeder
Schwangerschaft sehr unter- schiedlich, so dass keine verallgemeinerten
Hinweise gegeben werden können. Zu Beginn der Schwangerschaft
jedoch, wenn das Kind im Bauch der Mutter noch wenig Platz einnimmt,
kann problemlos die Sportkleidung aus der Zeit vor der Schwangerschaft
getragen werden. Ab dem Zeitpunkt, an dem das Baby und somit auch der
Bauch immer größer werden, die Brust sich auf die
Stillzeit vorbereitet und der Körper sich immer mehr
verändert, löst die Umstandsmode die
„normale“ Kleidung ab. Glücklicherweise
bietet die heutige Schwangerschaftsmode für jeden Geschmack
und für jede Gelegenheit etwas. Ähnlich wie bei
normaler Bekleidung macht die neue Mode auch bei der Umstandsmode nicht
halt. Schwangere können zwischen modernen Tunikas, bequemen
Belly-Hosen und Jeans auswählen.
Viele Anbieter von Schwangerschaftsmode
führen in ihrem Sortiment auch Sportbekleidung. Werdende
Mütter, die sich auch noch während der
Schwangerschaft sportlich betätigen wollen, sollten darauf
achten, dass auch ihre Sportkleidung bequem sitzt und nicht kneift. Man
muss keine große Auswahl im Kleiderschrank haben, aber eine
passende Sporthose, ebenso wie ein passender Sport-BH sollten nicht
fehlen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die
Bekleidung mit dem Bauch „mitwachsen“ kann. Bei der
Wahl der Sportschuhe muss darauf geachtet werden, dass die
Dämpfung noch intakt ist. Der erhöhten
Gelenkbelastung durch die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sollte
durch geeignete Sportschuhe Rechnung getragen werden. So
können schlecht gedämmte Schuhe, die zum Joggen,
Walken oder Nordic Walken getragen werden, zu Rückenschmerzen
führen.
Oft fühlen sich viele Frauen zum Ende
der Schwangerschaft unwohl und nicht mehr weiblich genug, weil sich der
Körper sehr verändert. Gerade in dieser Zeit sollten
sich Schwangere hübsch kleiden, aber vor allem bequeme
Kleidung tragen, die zum Wohlbefinden beitragen kann.
Wohl am wichtigsten ist bei Umstandsmode die
Qualität. Da man nicht eine zu große Auswahl an
Kleidung benötigt, sollte man verstärkt auf gutes
Material achten. Baumwolle und Leinen sind angenehm und gut
verträglich für die Haut. Manchmal lohnt es sich, ein
wenig mehr für die Schwangerschafts-Bekleidung auszugeben, da
sie durch häufiges Waschen auch stärker belastet
wird. Umstandsmode wird oft auch einige Wochen nach der Entbindung
getragen, wenn die gewohnte Figur noch nicht ganz wieder gewonnen wurde.
Um die alte Form wieder zu
erlangen, ist Sport die richtige Wahl und die in der Schwangerschaft
angeschaffte Sportkleidung wird dazu beitragen, dass die junge Mutter
angemessen und bequem gekleidet ist und sich vor allem in ihrer
Kleidung und somit auch beim Sport wohl fühlt. (ck)
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Das erstgeborene Kind steht zunächst allein im Mittelpunkt der
Familie. Der Alltag wird in vielerlei Hinsicht nach dessen
Bedürfnissen ausgerichtet. Es ergeben sich Neuerungen im
Tagesablauf und eine veränderte Organisation ist erforderlich.
Meist findet sich genügend Zeit, das Kind zu sportlicher
Aktivität anzuregen oder mit ihm gemeinsam sportlich aktiv zu
sein. Dies ist wichtig, da Sport und Bewegung die
körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten
eines Kindes fördern.
Somit ist die
Integration von Sport- und Bewegungsaktivitäten in den Alltag
notwendig, unabhängig davon, ob es sich um die Teilnahme an
organisierten Gruppenaktivitäten (z.B. Eltern-Kind-Turnen oder
Babyschwimmgruppe) oder um selbst organisierte Aktivitäten
(z.B. Spaziergänge im Wald oder Besuch eines Spielplatzes)
handelt.
Vieles
ändert sich aber mit der Geburt des zweiten
Kindes.
Nun gilt es,
zwei Kindern gerecht zu werden. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo,
beide Kinder brauchen Unterstützung und Aufmerksamkeit.
Während es mit dem ersten Kind kein Problem war, allein einen
Ausflug ins Schwimmbad zu unternehmen oder an einer Babygruppe
teilzunehmen, ist mit zwei Kindern schon mehr Organisationstalent
gefragt. Schließlich ist es eine Herausforderung, als Vater
oder Mutter allein mit zwei kleinen Kindern zum Schwimmen zu gehen oder
alleine mit zwei Kindern an einer Gruppenaktivität
teilzunehmen, die nur für eines der Kinder passend ist.
Für die Eltern bedeutet das oft vermehrten Stress und die
Folge ist, dass bestimmte Aktivitäten, die mit dem ersten Kind
regelmäßig unternommen wurden, mit dem zweiten Kind
viel seltener auf dem Programm stehen. Hinzu kommt, dass der Alltag mit
zwei Kindern vollgepackter ist als vorher und es dann am einfachsten
erscheint konkrete sportliche Aktivitäten
wegzulassen.
Aber Bewegung
ist wichtig für die Entwicklung der Kinder. Dies gilt es sich
auch bei der Geburt des zweiten Kindes bewusst zu machen. Es ist
notwendig, nach Möglichkeiten zu suchen die sportliche
Aktivität in den Alltag der ganzen Familie zu integrieren.
Jedes Kind muss entsprechend seiner Möglichkeiten die
Gelegenheit haben, sich bewegen und austoben zu können.
Daher sollten
Eltern nach der Geburt weiterer Kinder gezielt nach
Aktivitäten Ausschau halten, die mit mehreren Kindern
unterschiedlichen Alters möglich sind. Dabei kann es sich um
einfache Spaziergänge handeln, die allen Kindern
genügend Anregungen bieten können oder auch um die
Teilnahme an organisierten Gruppenangeboten, die für Kinder
unterschiedlicher Altersgruppen ausgezeichnet sind und nicht
voraussetzen, dass ein Elternteil sich permanent um ein Kind
kümmern muss. Stellt sich heraus, dass verschiedene Angebote
tatsächlich nur für ein Kind allein passend sind,
dann ist es notwendig, nach Unterstützung bei der Betreuung zu
suchen. In diesem Zusammenhang sollte versucht werden, bestimmte Zeiten
für sportliche Aktivitäten und die Sicherstellung der
Betreuung bereits von Beginn an langfristig festzusetzen. Es gilt dann
mehr also vorher, andere Personen mit einzubinden, die die Betreuung
bzw. Anregung zur Aktivität des einen Kindes
übernehmen können, während man selbst mit
dem zweiten Kind etwas anderes unternimmt.
Was man sich
abschließend vor Augen führen sollte, ist die
Tatsache, dass zwei oder mehr Kinder nicht Verzicht für das
einzelne Kind bedeuten. Schließlich lernen Geschwister auch
voneinander und können sich gegenseitig unterstützen
und zur Aktivität anregen. Nicht nur die Kleineren lernen
durch das Vorbild der größeren Geschwister. Auch die
älteren Kinder erfahren, was es heißt, Verantwortung
zu übernehmen und merken, dass sie den jüngeren
Kindern in einigen Dingen voraus sind, was zur Stärkung des
Selbstbewusstseins beitragen kann. Für Eltern gilt es, diesen
gegenseitigen positiven Einfluss zwischen den Geschwistern bewusst zu
fördern und bei der Anregung zur sportlichen
Aktivität zu nutzen. (sj)
Hinweise zum Thema
„Kinderbetreuung“ und „Sport für
Kinder“ auch unter: http://www.elternimnetz.de
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Unter seelischer Gesundheit wird nach einer
Definition der Weltgesund- heitsorganisation ein „Zustand des
Wohlbefindens, in dem sich die Menschen ihrer eigenen
Fähigkeiten bewusst sind, mit normalen Stresssituationen
umgehen, produktiv und erfolgreich arbeiten können und
fähig sind, einen Beitrag zur Gemeinschaft zu
leisten“ bezeichnet. Dabei bestehen enge Wechselwirkungen
zwischen biologischen, psychischen und sozialen Gesundheitsprozessen.
Speziell für Frauen in der Schwangerschaft ist dieser Zustand
seelischer Gesundheit keineswegs leicht zu erreichen oder
aufrechtzuerhalten.
Während das Auftreten von schweren
psychischen Störungen, zum Beispiel affektiven oder
schizophrenen Psychosen in der Schwangerschaft (glücklich-
erweise) selten ist, berichten Schwangere häufig von
depressiven Verstimmungen und Ängsten, aber auch Euphorie und
schnellen Stimmungswechseln.
Befürchtungen und Ängste
beziehen sich hierbei besonders auf den Verlauf der Schwangerschaft und
der kommenden Geburt. Außerdem sind schwangere Frauen
häufig mit ihrem Körper unzufrieden. Die starke
Gewichtszunahme und häufig auftretende
Rückenschmerzen werden als belastend empfunden. Auch
Schlafprobleme werden in der Schwangerschaft häufig beklagt
und beeinflussen die Stimmungslage der werdenden Mütter in
starkem Ausmaß.
Letztlich wird durch die Geburt selbst eine
starke, manchmal auch negative, Veränderung des
Körper- und Selbsterlebens ausgelöst.
Psychische Veränderungen stehen mit
körperlichen Veränderungen in Wechselwirkung.
Beispielsweise wirkt sich die Wahrnehmung körperlicher
Veränderungen (Gewichtszunahme, sinkende Fitness) auf die
Stimmung oder das Selbstkonzept aus. Andersherum ist auch anzunehmen,
dass ungünstige psychische Faktoren sich auf
körperliche Prozesse negativ auswirken. Dies konnte
interessanterweise am Beispiel der Plazentainsuffizienz nachgewiesen
werden.
Es wird davon ausgegangen, dass sportliche
Betätigung das Wohlbefinden, das
Körpergefühl, das Selbstwertgefühl und das
Selbstvertrauen stärkt. Aktive Frauen beschreiben sich
psychisch ausgeglichener und schildern seltener Stimmungs-
schwankungen. Schwangere Frauen, die gleichzeitig an einem
Ausdauertraining teilnahmen, gaben an, sich besser zu fühlen
als Frauen ohne ein derartiges Training.
Außerdem
können positive Veränderungen von
Einstellungen auftreten. Bezogen auf Einstellungen zum eigenen
Körper gelingt beispielsweise der Umgang mit Anstrengung und
mit Beschwerden den aktiven Schwangeren besser. Insbesondere das
körperlich sehr anstrengende letzte Schwangerschaftsdrittel
wird dadurch leichter erträglich. Bei gesundheitsorientierten
Einstellungen steht die sportliche Aktivität mit der
Einstellung zu Nikotin, Alkohol oder Koffein zusammen. Sport
wäre in diesem Sinne ein Mittler für
grundsätzlich positive Gesundheits- einstellungen. Dies
würde sich auch auf andere Gesundheitsverhaltensweisen, wie
beispielsweise Ernäherung, Erholungsverhalten oder auch
Schlafverhalten auswirken.
Derartige
grundsätzliche Gesundheitseinstellungen und wahrgenommene
Aufwand- und Effektkalkulationen von Bewegungsaktivität
(Birmingham & Kirkby, 1999) sind letztlich mitverantwortlich
für die Zuwendung zu aktivem Verhalten in der Schwangerschaft
(ms)
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Viele Frauen
leiden während der Schwangerschaft unter
Rückenschmerzen. Diese treten häufig bereits zu
Beginn der Schwangerschaft auf und können mit zunehmendem
Gewicht und Bauchumfang stärker werden. Die Gründe
dafür sind sehr vielfältig. Ein möglicher
Grund für die Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich ist zum
Beispiel die hormonbedingte Veränderung der Brust.
Insbesondere zu Beginn der Schwangerschaft wird die Brust empfindlicher
und nimmt an Gewicht zu. Entsprechend werden die Schultern nach hinten
genommen, um das Gewicht auszugleichen. Diese Haltung wiederrum kann zu
schmerzhaften Verspannungen führen.
Im
Verlauf der Schwangerschaft werden Schmerzen häufig im
gesamten Rücken und besonders im
Lendenwirbelsäulenbereich wahrgenommen. Aufgrund der
hormonellen Gewebsauflockerung von Sehnen, Bändern und
Gelenken kommt es an der Wirbelsäule zu einer verringerten
Stabilität, die durch eine zusätzliche Muskelkraft
ausgeglichen werden muss. Die Folgen sind zum einen eine schnelle
Ermüdung der Muskeln und zum anderen schmerzhafte
Verspannungen. Zusätzlich nehmen Schwangere
veränderte, ungewohnte Körperhaltungen aufgrund des
anwachsenden Bauchumfangs ein. Der Körperschwerpunkt verlagert
sich nach vorn in Richtung des Bauchnabels. Diese Vorderlastigkeit
versuchen viele Frauen durch eine sogenannte „dorsale
Rückenlage“, die auch „Enten- oder
Schwangerengang“ genannt wird, auszugleichen.
Um
Rückenschmerzen während der Schwangerschaft
möglichst gering zu halten, ist eine frühzeitige
Stärkung des Rückens sehr sinnvoll. Sowohl ein
bewusstes und rückengerechtes Verhalten als auch eine gezielte
sportliche Aktivität können die Schmerzen lindern. Im
Alltag sollten starre Bewegungsformen, wie stundenlanges Sitzen oder
Stehen, vermieden werden. Es sollte Wert auf die
„gesunde“ Abwechslung der Bewegungsform gelegt
werden. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass keine schweren
Gegenstände gehoben oder getragen werden. Hier ist es ratsam,
die Hilfe der Mitmenschen anzunehmen oder schwere Lasten, wie z.B. die
Einkäufe, in Etappen zu tragen.
Der
optimale Sport gegen Rückenschmerzen während der
Schwangerschaft ist das Schwimmen, das bei einer gesunden
Schwangerschaft bis zur Geburt betrieben werden kann. Der Auftrieb des
Wasser entlastet den gesamten Stütz- und Bewegungsapparat, was
ein Training über eine längere Zeitdauer ohne
Belastung der Gelenke möglich macht. Die
Rückenmuskulatur wird gelockert und gekräftigt.
Insbesondere Bewegungen in der vertikalen Position dienen der
Stabilität des Rückens. Des Weiteren kann eine
gezielte Gymnastik zur Kräftigung der
Rückenmuskulatur und Entlastung der Wirbelsäule
durchgeführt werden. Sinnvoll ist es aber, dass Sie diese
zunächst unter Anleitung z.B. einer Hebamme oder einem
dafür ausgebildeten Kursleiter, durchführen, um auf
die korrekte Ausführung zu achten. Yoga und Pilates
können ebenfalls helfen, den Körper zu
kräftigen aber auch zu entspannen.
Neben
dem rückengerechten Verhalten und der sportlichen
Aktivität gibt es noch weitere Maßnahmen, um das
Rückenleiden zu mindern. Zum einen dienen Massagen mit
Arnikaöl der Muskellockerung zum anderen können das
Kirschkernkissen und die Wärmflasche manchmal Wunder wirken.
Bei akuten Schmerzen ist es zusätzlich empfehlenswert, sich zu
schonen und hinzulegen. Halten die Schmerzen über eine
längere Zeit an, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht
werden.
Literatur:
Appel-Schiefer,
M. (1998). Bodytrainer Schwangerschaft. Reinbek:
Rohwolt.
Karven,
U., Schweiger, D., Schulte, A., Bode, A. & Emcke, K.
(2006). Das große Schwangerschaftsbuch. Reinbeck: Rowohlt.
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