Rheinrudern gegen Krebs – Spenden für SpoHo-Sportprogramm

Der 28-jährige Student Marco Mattes hat sich ein Ziel gesetzt: Er möchte mit einer außergewöhnlichen Aktion auf die Krankheit Krebs aufmerksam machen und so Spendengelder generieren – und zwar für Sportprojekte, die krebskranke Kinder unterstützen. Dafür befährt er derzeit den kompletten Rhein – 1.100km von Bregenz bis Rotterdam –  alleine in einem Ruder-Coastal-Einer.

Auf seinen insgesamt 17 Etappen hält er immer wieder in größeren Städten entlang des Rheins an und macht mit Hilfe der ansässigen Rudervereine auf sein Projekt aufmerksam. So auch beim Kölner Ruderverein von 1877 e. V. (KRV), an dessen Steg Mattes am 4. Juni gegen 16 Uhr anlegte, seine Tagesetappe beendete und im Bootshaus des KRV übernachtete. Der Verein hatte ihn dazu eingeladen.

Am Steg wurde Mattes von Vertreterinnen und Vertretern des KRV, des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße und der Deutschen Sporthochschule Köln begrüßt. Max Zünkler, Vorsitzender des KRV: „Es ist für unseren Verein natürlich eine Ehrensache, Marco hier willkommen zu heißen und für seine Übernachtung zu sorgen. Solche Gastfreundschaft ist unter Ruderern allgemein üblich.“ Auch Sigrid Krebs, Pressesprecherin der Kliniken Köln, würdigte die sportliche Leistung: „Die enorme sportliche Leistung und der starke Wille, unseren onkologisch erkrankten Kindern und Jugendlichen im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße direkt zu helfen, beeindruckt uns sehr. Wir wünschen Marco Mattes viel Erfolg für die weitere Reise bis an die Nordsee!“ “.

Die Spenden, die Mattes sammelt, gehen im Anschluss der Tour jeweils zu einem Drittel an drei Kinderkrebsprojekte in den Städten Karlsruhe, Mainz und Köln. In Köln fließen dem Sportangebot für krebskranke Kinder und Jugendliche der Deutschen Sporthochschule Köln und des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße Spenden zu. Die Sportwissenschaftlerinnen und SpoHo-Mitarbeiterinnen Dr. Julia Däggelmann und Vanessa Oschwald und ihr Team bieten krebskranken Kindern im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße ein stationäres Sportprogramm während der medizinischen Therapie und ambulante Sportprogramme nach der medizinischen Therapie an.

Im Rahmen des stationären Sportprogramms trainieren die an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen drei Mal wöchentlich, soweit die Erkrankung und die Behandlung es zulassen, um auch während der Therapie möglichst fit zu bleiben. Im Anschluss an die stationäre medizinische Behandlung wird das Training dann einmal wöchentlich ambulant in kleinen Sportgruppen fortgeführt. Durch eine wissenschaftliche Evaluation konnte bereits nachgewiesen werden, dass das ambulante Sportprogramm nach der Therapie sehr erfolgreich ist. Deshalb wurde es auf die stationäre Behandlung ausgedehnt. Mittelfristig ist es nun das Ziel, dass die Krankenkassen die Kosten für das Sportangebot übernehmen.

Regelmäßige Bewegung hilft den jungen Patient*innen nämlich bei der Erhaltung und dem Ausbau der körperlichen Fitness. Die Sportwissenschaftlerinnen wollen die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Sportprogramm sporttherapeutisch fundiert dabei unterstützen, die Belastungen der Therapie besser zu bewältigen und Nebenwirkungen sowie Spätfolgen entgegenzuwirken. So sollen die Kinder und Jugendlichen durch Sport neue Lebensfreude gewinnen und aktiv am Leben teilnehmen.

„Die medizinischen Therapien werden besser vertragen und die Patienten sind schneller wieder bei Kräften. Wir danken sehr für diese Spende, die die Fortsetzung des Programms finanziell unterstützt. So können wir auch weiterhin Kindern und Jugendlichen während und nach der Krebstherapie dabei helfen, körperlich aktiv zu sein“", freut sich Dr. Julia Däggelmann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin.

Weitere Informationen zu "Rheinrudern gegen Krebs“ finden Sie hier.

Informationen zu den Kölner Sportangeboten finden Sie hier.

Die Spenden laufen über das Crowdfunding-Konto der Mainzer Volksbank.