Themenpaket Olympische und Paralympische Spiele Tokio

Die Olympischen und Paralympischen Spiele zählen zu den größten Sportereignissen der Welt. Die sportlichen Leistungen, die Atmosphäre drumherum, die Berichterstattung - alle diese und noch viele weitere Themen sind dann alle vier Jahre in der Öffentlichkeit präsent. Auch die Deutsche Sporthochschule Köln hat in Forschung und Lehre viele Schnittstellen zu diesen Themen. Eine Auswahl an Forschungsprojekten und -ergebnissen von Wissenschaftler*innen der Sporthochschule haben wir hier zusammengestellt.

Anti-Doping-Forschung

Das Institut für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Mario Thevis beheimatet ein durch die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) akkreditiertes Dopinglabor. Arbeitsschwerpunkte des Instituts sind die Präventive Dopingforschung, die Forschung im Bereich der Sporternährung und die Dopinganalytik.

Jedes Jahr werden im Institut ca. 30.000 humane und ca. 4.000 Pferde-Dopingproben analysiert. Für die Forschungsschwerpunkte verfügt das Institut über ein großes Spektrum neuester analytischer Techniken und steuert, besonders durch seine langjährige Erfahrung im Bereich der Massenspektrometrie, regelmäßige richtungsweisende Ergebnisse zur Entwicklung der Dopinganalytik bei.

Auf der Website des Instituts erfahren Sie alles rund um das Thema Doping und die Anti-Doping-Forschung: von der Definition (1) über alle wichtigen Begrifflichkeiten (2) rund um das Thema bis hin zu Formen (3) und Nebenwirkungen (4) von Doping und dem Prozess der Dopingkontrolle (5).


Gender Bias

Seit mehr als 20 Jahren forschen die Wissenschaftler*innen des Instituts für Soziologie und Genderforschung zur visuellen Kommunikation im Sport. Über Längsschnittstudien wollen sie herausfinden, ob sich die Sportberichterstattung über Männer und Frauen unterscheidet und wie sie sich verändert. Im Mittelpunkt ihrer Forschungsarbeit steht ein typisches Ungleichgewicht – der sogenannte „Gender Bias“.

Hier geht's zu den Forschungsergebnissen.


Zentrum für Olympische Studien (Olympic Studies Centre)

Die Olympischen Spiele der Antike sind ein Faszinosum für Archäolog*innen, Altertums-, Geistes- und auch Sportwissenschaftler*innen. Ziel des Forschungsprojektes "Destination Olympia" ist es, die enge Verbindung der Deutschen Sporthochschule Köln mit dem Wissenschaftsort Olympia und der dort aufgebauten Internationalen Olympischen Akademie (IOA) anhand von Dokumenten und Bildern zu beschreiben, die in den Sammlungen des Olympischen Studienzentrums archiviert sind. Die Forschungsergebnisse werden in dem 2017 publizierten Buch Destination Olympia. The Archeological Site and Olympic Studies from the Perspective of the German Sport University Cologne dargelegt.


Die Zusammensetzung des IOC

Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong leitet das Institut für Sportgeschichte und ist Teil der IOC-Kommission "Olympische Erziehung". Im englischen Buch "Routledge Handbook of the Olympic and Paralympic Games" befasst er sich in Kapitel 18 mit der historischen Zusammensetzung des IOC, um die institutionalisierten Strategien des IOC besser zu verstehen, wie sie das internationale Sportgeschehen regieren und die Olympischen Spiele veranstalten.