Semesterticket

Wie funktionieren die beiden Tickets?

Wichtig ist insbesondere sich klar zu machen, dass es sich um 2 verschiedene Tickets handelt: 

  • das Semesterticket, das wir seit 1993 haben und das ab dem WiSe 16/17 123,50 € kostet und
  • das NRW-Ticket, das an der SpoHo seit dem 1. Oktober 2008 eingeführt ist, auf das bisherige Semesterticket aufsattelt und ab dem WiSe 16/17 49,50 € kostet.

Das Prinzip beider Tickets besteht darin, dass alle Studierenden einer Hochschule das gesamte ÖPNV-Angebot in NRW nutzen können. Im Gegenzug verpflichtet sich die beteiligte Studierendenschaft (vertreten durch Studierendenparlament und AStA) zu einer hundertprozentigen Abnahme dieser Tickets. Alle Studierenden bezahlen also bei der Rückmeldung mit dem Sozialbeitrag zunächst einmal automatisch diese Tickets.

Die Tickets sind ausschließlich StudentInnen der SpoHo vorbehalten, allerdings nicht

  • GasthörerInnen
  • ZweithörerInnen
  • Wehr- und Zivildienstleistenden
  • beurlaubten StudentInnen, die keinen oder einen ermäßigten Sozialbeitrag zahlen.

Damit bekommen also nur die ErsthörerInnen die Tickets. 

Die Fahrausweise und was mache ich, wenn ich sie verloren habe?

Das VRS-SemesterTicket

Das SemesterTicket (VRS) ist der Aufdruck "Fahrausweis im VRS-Netz", welchen Ihr auf dem Thermostreifen Eures Studierendenausweises (der Chipkarte) findet, zusammen mit einem Lichtbildausweis (oder dessen amtlich beglaubigter Kopie).
Eine Immatrikulationsbescheinigung reicht nicht aus, 
 

Das SemesterTicket NRW

Um auch außerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) in NRW fahren zu können, benötigt Ihr noch das "ticket2print", dass Ihr über Euren LSF-Zugang ausdrucken könnt. Es gilt nur zusammen mit dem gültigen VRS-SemesterTicket (s.o.). Das Einschweißen oder Laminieren des Ausdrucks macht die Fahrberechtigung unwirksam. 
 

Gibt es Schwierigkeiten, z.B. sollte wider Erwarten das Personal nicht oder nur unvollständig über Existenz und Leistungsumfang der Tickets informiert sein: Personalien aufnehmen lassen, unter keinen Umständen vor Ort das "erhöhte Beförderungsentgelt" bezahlen und sich umgehend an das betreffende Verkehrsunternehmen wenden.
Habt Ihr aus Versehen einen alten Studierendenausweis dabei, oder nur eine Studienbescheinigung – seid also „eigentlich“ im Besitz der Fahrtberechtigung, müsst Ihr mit einem erhöhten Beförderungentgelt von 60,-€ rechnen. Ihr könnt allerdings innerhalb einer Woche (manchmal habt Ihr auch 2 Wochen Zeit) bei dem jeweiligen Verkehrsunternehmen nachweisen, dass Ihr zum Zeitpunkt der Fahrausweiskontrolle im Besitz eines gültigen Tickets ward. In diesem Fall zahlt Ihr aber nach wie vor ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ in Höhe von 7 €.

Sollte es trotz allem Schwierigkeiten geben, wendet Euch an den Ersteller dieser Infos: Thomas vom AStA an tt2356nospam-­gmx.de.

 

    

Studiausweis verloren?

Kommt es zum Verlust Eures Studierendenausweises – damit auch der Fahrausweise – habt Ihr die Möglichkeit beim Infopoint der SpoHo eine neue Chipkarte zu beantragen, welche 10 Euro kostet.
Dazu braucht Ihr allerdings Stempel und Unterschrift des AStA, die Ihr im AStA-Kopier-Service (IG III) bekommt. 

Der Geltungsbereich der Tickets

Jetzt wird deutlich, dass es sich bei SemesterTicket und NRW-Ticket um zwei unterschiedliche Tickets handelt, denn einige Leistungen gibt es nur im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Das NRW-Semesterticket 
gilt in sämtlichen Stadt-, Straßen- und U-Bahnen, S- und Regionalbahnen, Regionalexpressen und auf allen Buslinien in NRW, und zwar jeweils für die 2. Klasse.
Die Benutzung von IC-, EC- und ICE-Zügen, sowie fahren in der 1. Klasse ist grundsätzlich nicht möglich, auch nicht gegen Zahlung eines Zuschlags. Einzige Ausnahme: ein Zugbegleiter oder "Kundenbetreuer im Nahverkehr" (KiN) (früher: "Schaffner") gibt den Zug frei, was meistens über Lautsprecher am Bahnhof durchgesagt wird. 

Das VRS-Semesterticket
gilt im gesamten VRS-Netz jeweils für die 2. Klasse. Zum VRS-Netz gehören alle Städte und Gemeinden des VRS-Verbundraumes sowie einige an den Verbundraum angrenzende Städte und Gemeinden.
In den kariert dargestellen Städten und Gemeinden gilt der VRS-Tarif nur auf einzelnen Linien.

Auf der Flughafenlinie 670 zum Flughafen Köln/Bonn muss vor Fahrtantritt der Schnellbuszuschlag entrichtet werden.
Das SemesterTicket gilt nicht in ICE, IC, Thalys und EC. oder in der 1. Klasse. Das SemesterTicket gilt ebenfalls nicht im Busverkehr des Kreises Altenkirchen.

Ausnahmeregelung für bestimmte Bereiche an den VRS-Grenzen 
Anstelle des früheren Übergangstarifbereiches zwischen den Verkehrsverbünden Rhein-Sieg (VRS) und Rhein-Ruhr (VRR) wurden im Februar 2005 ein „Kleiner Grenzverkehr“ und ein „Großer Grenzverkehr“ eingeführt
Der Kleine Grenzverkehr zwischen den Verkehrsverbünden Rhein-Sieg (VRS) und Rhein-Ruhr (VRR) umfasst die Stadt Dormagen, die Stadt Grevenbroich, die Stadt Langenfeld, die Stadt Monheim, die Stadt Remscheid, die Gemeinde Rommerskirchen und die Stadt Solingen. In diesen Städten und Gemeinden gilt das SemesterTicket, wie im VRS-Gebiet, für alle und auf allen Linien.

Die folgenden Ausführungen zum Großen Grenzverkehr gelten nur für Leute, die ihren Erst- oder Zweitwohnsitz in einem der unten aufgeführten Orte haben. Diese können das SemesterTicket als Pendelticket für die direkte Fahrt zum Wohnort zur Heimfahrt nutzen. Die Strecke zwischen der Grenze des VRS und dem Wohnort muss auf direktem Weg zurückgelegt werden.
Der Große Grenzverkehr umfasst

  • die Stadt Breckerfeld,
  • die Stadt Düsseldorf,
  • die Stadt Ennepetal,
  • die Stadt Erkrath,
  • die Stadt Gevelsberg,
  • die Stadt Haan,
  • die Stadt Hilden,
  • die Gemeinde Jüchen,
  • die Stadt Kaarst,
  • die Stadt Korschenbroich,
  • die Stadt Mönchengladbach,
  • die Stadt Neuss,
  • die Stadt Schwelm und
  • die Stadt Wuppertal.

Nach Süden hin gilt die bisherige Regelung für den Übergangstarifbereich Ahrtal.
Da es für manche Städte Besonderheiten gibt und sich insbesondere für das Ahrtal in nächster Zeit einiges ändern wird, sei für Fragen auf den SemesterTicketbeauftragten Thomas (im AStA) oder direkt an den VRS verwiesen.
Als Fahrausweis gilt auch im Großen Grenzverkehr der Studierendenausweis, hier aber in jedem Fall in Verbindung mit einem gültigen Lichtbildausweis, aus dem der Wohnsitz hervorgeht, bzw. mit einer Meldebescheinigung (nicht älter als 1 Jahr!) als Nachweis für die Fahrtberechtigung außerhalb des VRS.

Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Leistungen der Verkehrsunternehmen

Hierbei werden die Unterschiede zwischen Semester- und NRW-Ticket besonders deutlich:

Das SemesterTicket - Leistungen des VRS

Neben den allgemeinen Tarifbestimmungen des VRS gibt es einige Besonderheiten für das SemesterTicket:

  • Die Fahrradmitnahme ist im VRS-Gebiet unentgeltlich möglich. Ausnahmen bei Überfüllung u.ä.; Kinderwagen und Rollstühle haben in jedem Fall Vorrang. Andere Fahrgäste dürfen nicht behindert werden! Das kann heißen, dass man mit seinem Fahrrad aussteigen muss, bevor die Bahn voll wird. Im Zweifel haben die FahrerInnen immer das letzte Wort!
  • Kinder unter 6 Jahren werden generell kostenlos befördert.
  • Hunde dürfen kostenlos mitfahren.
  • Seit Sommersemester 2006 berechtigt das SemesterTicket wochentags von 19 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, sowie an Wochenenden und an Feiertagen ganztägig zur unentgeltlichen Mitnahme einer Person über 14 Jahren und bis zu drei Kindern von 6 Jahren bis einschließlich 14 Jahren.
  • Diese Regelung gilt auch für Pendelfahrten im Großen Grenzverkehr (siehe oben). Die Mitnahme eines Fahrrades ist für den/die Mitfahrer/in jedoch nicht möglich.
  • Die Rheinfähre Rhein-Kripp GmbH erlaubt die unentgeltliche Mitnahme eines Autos, Motorrades oder eines Fahrrades. Weitere Personen dürfen jedoch nicht mitgenommen werden.
  • SemesterTickets werden im genehmigten Linienbedarfsverkehr (AST-Verkehr) als Zeittickets anerkannt. Hier ist dann lediglich der Zuschlag für Zeitkarteninhaber zu zahlen. Dieser Zuschlag wird auch von Fahrgästen im Rahmen der unentgeltlichen Mitnahmeregelung erhoben.

Das NRW-Ticket – Leistungen der anderen Verkehrsverbünde

Außerhalb des VRS-Gebietes und innerhalb von NRW können alle Beförderungsmittel des ÖPNV genutzt werden (also beispielsweise keine IC/ICEs).

Die obigen Besonderheiten gelten nur im Geltungsbereich des VRS-Semestertickets. Das NRW-Ticket berechtigt also weder zur Mitnahme eines Fahrrades, noch zur Mitnahme einer weiteren Person!

Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.

    

Befreiungen und Härtefälle

Bei den Semestertickets handelt es sich um Solidarticket, d.h. alle Ersthörer/innen einer Hochschule müssen das Ticket abnehmen. Nur so ist der günstige Preis möglich.

Jeder Student und jede Studentin muss, damit die Rückmeldung bzw. Einschreibung wirksam ist, den vollen Semesterbeitrag zahlen. Bei Nichteinzahlung droht in jedem Fall die Exmatrikulation!

Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann bis zum Ende des ersten Semestermonats (also der 30.4. bzw. 30.10.) ein Antrag auf Rückerstattung des Teilbeitrages für die Tickets gestellt werden.

  • Einen Befreiungsantrag kann stellen, wer das Ticket nicht nutzen kann, zum Beispiel wegen Schwerbehinderung, weil er/sie exmatrikuliert wurde oder weil er/ sie sich weit außerhalb NRWs aufhält. (Ein Klassiker: Keine Kurse mehr - Diplomarbeit wird in Konstanz oder Lübeck geschrieben. -- Kein Grund wäre, wenn Ihr nah an der Hochschule wohnt oder begeisterte RadfahrerInnen seid und das Ticket nicht nutzen wollt)
  • Ein Erstattungsantrag kann wegen einer finanziellen Härte gestellt werden. Der Betrag kann dann erstattet werden, ohne dass die Tickets ihre Gültigkeit verlieren.

Beide Anträge sind auf einem eigenen Formblatt (gibt’s im AStA, im AStA-Service und im Downloadbereich) zu stellen und innerhalb der oben genannten Fristen beim BSofA (im AStA - nicht beim Studierendensekretariat !!!) einzureichen. Der Antrag muss jedes Semester fristgemäß (= vor Ablauf des ersten Semestermonats) neu gestellt werden. Für weitere Informationen wendet Euch bitte an den Befreiungsausschuss:

Befreiungsantrag

3 Dinge müssen vorgetragen / belegt werden:

  • Ihr dürft nicht aktiv studieren, also derzeit keine Seminare / Vorlesungen besuchen (häufig wenn Ihr bereits das Studium beendet habt oder eine "Pause" einlegt).
  • Ihr dürft Euch nicht in NRW aufhalten (dies wird häufig belegt durch Praktikumsbescheinigungen, Flugtickets, Untermietverträge, Abmeldungen).
  • Eine grobe Übersicht Eurer finanziellen Verhältnisse muss beigefügt werden (es soll vermieden werden, dass "gut" verdienende Studierende sich wegen einer durchschnittlichen monatlichen Belastung von unter 25€ aus der Solidargemeinschaft Semesterticket "ziehen" - dies wird häufig durch eine Verdienstbescheinigung oder einen Praktikumsvertrag belegt).

Wird ein Befreiungsantrag positiv beschieden, wird die Fahrtberechtigung auf dem Thermostreifen der Chipkarte ungültig gemacht und der entsprechende Teilbetrag gegen Semesterende überwiesen. (Also bitte die Chipkarte dem Antrag beifügen oder nachliefern sobald Ihr sie bekommt). Damit verliert Ihr für dieses Semester automatisch die Fahrtberechtigung für VRS- und NRW-Ticket.

Aufgrund eines Softwareproblems auf der Chipkarte kann es vorkommen, dass die Fahrtberechtigung bei der Validierung im darauf folgenden Semester nicht automatisch wieder aufgedruckt wird. In solchen Fällen bitte den Studiausweis wieder beim Befreiungsausschuss einreichen. Wir korrigieren das dann schnellstmöglich! 

Befreiungsantrag  

Erstattungsantrag

Hierbei wird davon ausgegangen, dass die finanzielle Belastung durch die beiden Tickets eine "unzumutbare soziale Härte" bedeuten würde. Entsprechend detaillierter müssen die finanziellen Verhältnisse dargestellt und belegt werden.Wird ein Erstattungsantrag positiv entschieden bleiben beide Tickets gültig und der entsprechende Teilbetrag wird gegen Semesterende (aus einem Sozialfond) überwiesen. 

Erstattung  

Mitglieder

Die Mitglieder des BSofA (Befreiungsausschuss) entscheiden über Anträge auf Rückerstattung des Teilbetrages für die Tickets. Sie werden, ebenso wie der Semesterticketbeauftragte, vom Studierendenparlament (StuPa) gewählt.

Semesterticket NRW & Studienausweis