Kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining

Athletinnen und Athleten verschiedener Sportarten, die spezifische Anpassungen sowohl im Kraft- als auch Ausdauerbereich zur Leistungssteigerung und Verletzungsprävention anstreben, führen häufig ein gleichzeitiges Kraft- und Ausdauertraining durch.

Das Phänomen des „Interference Effects“ beschreibt die verminderten Anpassungseffekte eines simultanen Kraft- und Ausdauertrainings im Vergleich zu den Anpassungen durch ein isoliertes Ausdauer- oder Krafttraining. Bisher ist nur unzureichend untersucht, inwiefern mögliche Fehlanpassungen lokaler oder systemischer Natur sind. Deshalb sollen in dieser Studie die Adaptionen in Abhängigkeit der trainierten Muskeln (Ober-/Unterkörper) und Art des Trainings (Kraft-/Ausdauertraining) untersucht werden.

Einschlusskriterien:

  • Frauen und Männer im Alter von 18-40
  • Frauen mit einem natürlichen Menstruationszyklus (keine hormonelle Verhütung)
  • Keine akuten und chronischen Erkrankungen bei denen Medikamente eingenommen werden, die den Stoffwechsel beeinflussen könnten
  • Keine Verletzungen oder Einschränkungen, die eine Gefährdung des Probanden durch die Untersuchung beinhalten oder durch das Training hervorgerufen / verstärkt werden

Ablauf:

In der Studie sollen insgesamt 36-60 Teilnehmende eingeschlossen werden. Alle Teilnehmende werden per Zufall in drei gleich große Gruppen aufgeteilt:

  • Gruppe A: Ganzkörperkrafttraining
  • Gruppe B: Kraft- und Ausdauertraining des Unterkörpers
  • Gruppe C: Oberkörperkrafttraining und Unterkörperausdauertraining

Entsprechend führt jeder Teilnehmende ein seiner Gruppenzugehörigkeit entsprechendes 12-wöchiges Training durch.

Das Training findet in den Räumlichkeiten der Deutschen Sporthochschule Köln statt.

Vor und nach der Intervention wird das 1-Wiederholungsmaximum (1RM) beim Bankdrücken und in der Kniebeuge ermittelt. Innerhalb dieser Kraftdiagnostik kann durch die kontinuierliche Erhöhung des zu bewältigenden Gewichts ein individuelles Kraft-Geschwindigkeits-Profil erstellt werden. Zusätzlich wird eine Diagnostik der Ausdauerleistungsfähigkeit in Form einer Spiroergometrie durchgeführt. Die Teilnehmenden fahren auf einem Radergometer ein Stufenprotokoll wobei die Atemgase analysiert werden. Zusätzlich zur Kraft- und Ausdauerleistungsfähigkeit wird das Muskelvolumen der Brust- und Beinmuskulatur gemessen.

Studienbetreuer und Kontakt:

Joshua Feuerbacher ()

Studienleitung:

Dr. Moritz Schumann