Beteiligung und Mitbestimmung von Athletinnen und Athleten in der Dopingprävention

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat die Abteilung Trainingspädagogik und Martial Research der Deutschen Sporthochschule Köln damit beauftragt, die europäische Anti-Doping Arbeit zu untersuchen und gemeinsam mit den Akteur*innen weiterzuentwickeln. Für die Befragung in Österreich werden Athlet*innen mit österreichischer Staatsbürgerschaft gesucht, die gegenwärtig im Testpool der NADA Austria sind.

Hintergrund des Forschungsprojekts:

Partizipation ist ein Dauerbrenner politischer Diskurse der Gegenwartsgesellschaft.  In der Dopingprävention sind Beteiligungsformen unterkomplex repräsentiert und institutionalisiert, so besitzen insbesondere (Nachwuchs-)Athlet*innen kein aktives Mitspracherecht an jenen Entscheidungsprozessen, die strukturelle, konzeptionelle und inhaltliche Änderungen der Anti-Doping Arbeit und damit ihre eigene Funktionsrolle im System des Leistungssports betreffen. (Derecik & Menze, 2018; Hedtke, 2016; Gieß-Stüber, 2000; Roßteutscher, 2009; Urban, 2005) Für eine nachhaltige Akzeptanz von Prävention ist Partizipation im umfassenden Sinne ein Schlüsselelement. Partizipation könnte allerdings im Widerspruch stehen zu einem überindividuell auf Selbsterhaltung ausgerichteten System des Spitzensports (Bette & Schimank, 2012; Körner, 2017, 2018). Die neuere Systemtheorie nach Luhmann (1993) bildet den theoretischen Rahmen, in den Blick geraten damit bspw. Strukturen, die Partizipation von Athlet*innen begünstigen oder erschweren (Coelen, 2010). 

Ziel des Forschungsprojekts:

Ziel des Forschungsprojekts ist es, Maßnahmen und Angebote zu entwickeln, um national Athlet*innen in einem verhaltenspräventiven Ansatz für die Anti-Doping Thematik zu sensibilisieren und aufzuklären (Körner et al., 2019).

Gesucht werden:

Für das Projekt suchen wir Athlet*innen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die sich für ein einmaliges Telefon-Interview zur Verfügung stellen. Gegenstand der Befragung, die max. 30 Minuten dauert, sind subjektive Erfahrungen mit und Bewertungen zur österreichischen Anti-Doping Arbeit.

Voraussetzungen:

Teilnehmer*innen-Voraussetzung ist, dass die befragten Athlet*innen gegenwärtig im Testpool der NADA Austria sind.

Ansprechpartner*innen & Kontakt:

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Swen Körner
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Marcel Scharf & Dr. Annika Steinmann
Projektpartner: BISp, Athleten Deutschland e.V. und iNado

Bitte melden Sie sich bei Interesse an einer Teilnahme zur Terminvereinbarung bei Dr. Annika Steinmann.