Schichtarbeiter*innen-Studie

Wie wird die physische und kognitive Leistungsfähigkeit durch stressvolles Arbeiten wie die Schichtarbeit beeinflusst? Die Abteilung für Leistungsphysiologie untersucht die Regulationsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems und die Kognitionsfähigkeit während körperlicher Belastung, um Anpassungsmechanismen an einen spontan erhöhten Energiebedarf beurteilen zu können.

Folgende Einschlusskriterien müssen die Proband*innen erfüllen:

  • Nachtschicht in teilkontinuierlicher Schichtarbeit, d.h. mindestens drei, besser wären fünf Tage Nachschicht und zwei Tage frei ODER eine Kombination aus Früh- und Spätschicht, wobei die Frühschicht vor 5 Uhr morgens beginnen sollte.
  • Alter zwischen 26 und 50 Jahren
  • ärztliches Unbedenklichkeits-Attest für eine körperliche Ausbelastung
  • keine chronischen oder akuten Erkrankungen/Verletzungen

Folgende Messungen werden hierfür vorgenommen:

  • Fragebögen zur körperlichen Aktivität
  • Fahrrad-Spiroergometrie mit wechselnden Belastungen zwischen 30 und 80 Watt über insgesamt 30 Minuten und abschließende stufenweise Ausbelastung
  • EKG-Messung während der Belastung
  • Blutdruckmessung vor und während der Belastung
  • Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) Messung während der Belastung
  • Kognitiver Test (Flanker-Task) während der Belastung und in Ruhe

Vorteil für die Proband*innen

Ein individuelles Feedback zum physiologischen Einfluss der Nachschichtarbeit. Insbesondere deren Einfluss auf

  • die maximale Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems und die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max)
  • die Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems an Belastungen (Kinetiken)
  • Daten über Reaktionszeiten bei kognitiven Aufgaben

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Trainingsbereiche für ein Ausdauertraining zu geben.

Ansprechpartnerin:
Elena Jacobi
Abteilung Leistungsphysiologie