Institut für Soziologie und Genderforschung - Abteilung Gender- & Diversity Studies

Der Arbeitsbereich Gender- und Diversity Studies geht ursprünglich auf die Professur für Frauenforschung zurück, die der DSHS 1996 im Rahmen des Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW zugewiesenen wurde und durch die Leiterin des Instituts, Univ.-Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews, von Beginn an mit vielfältigen Themen ausgebaut wurde. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Geschlecht (i.S. von gender) eine basale und die Sozialität prägende Kategorie ist, steht im Mittelpunkt der Forschungen die Frage, welche sozialen Strukturen und sozialen Prozesse geschlechtsbezogene soziale Ungleichheiten im Kontext von Sport und Bewegung hervorbringen und Mädchen/ Frauen oder Jungen/ Männer in ihren Entwicklungs- und Teilhabechancen benachteiligen. Empirisch werden diese Fragen bspw. in Untersuchungen zur medialen Repräsentation von Sportler / -innen in der Sportberichterstattung und den sozialen Mechanismen der Konstruktion von Geschlechterdifferenzen bearbeitet, oder auch in wissenschaftssoziologischen Untersuchungen zum Gender Bias in der Sportmedizin. In den vergangenen Jahren haben sich unsere Forschungen zur sozialen Ungleichheit über die Perspektive Geschlecht hinaus um andere soziale Ordnungskategorien erweitert (bspw. soziale Schichtung, Lebensphase Alter/ Jugend). Dieser Entwicklung der Forschung in Richtung Diversität und Intersektionalität wird auch in der Lehre Rechnung getragen und fließt vor allem in die Ausbildung der Schlüsselqualifikation (SQ Diversity Kompetenz) ein.

Aktuelles

2018: Landespreis für Sport und Wissenschaft für Dr. Bettina Rulofs

2018: Landespreis für Sport und Wissenschaft für Dr. Bettina Rulofs

11.12. PuK DSHS

In der Kategorie Sozial-, Erziehungs- und Geisteswissenschaften würdigte die Jury Dr. Bettina Rulofs vom Institut für Soziologie und Genderforschung für ihre Arbeit in den Bereichen „Gender und Diversity im Sport“ sowie „Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport“.

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2018: Outsport - Homophobie im Sport? Ja!

PM1860 | 08.11.2018 DSHS/ Pressestelle

Outsport ist das erste europäische Projekt zur Bekämpfung von Diskriminierung im Sport aufgrund der sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität. Im Rahmen der Outsport-Konferenz in Glasgow hat das Forschungsteam des Instituts für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln – unter der Leitung von Professorin Ilse Hartmann-Tews – erste Ergebnisse der EU-weiten online Befragung zu den Erfahrungen von LGBTI+ im Sport präsentiert.

Neun von zehn Befragten sind der Ansicht, dass es im Sport ein Problem mit Homophobie und Transphobie gibt. 12% derjenigen, die in den letzten zwölf Monaten sportlich aktiv waren, berichten in Bezug auf ihre Hauptsportart von negativen Erfahrungen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität. Dieser Anteil ist unter den Transfrauen (männlich zu weiblich) mit 31% am höchsten. Die häufigsten negativen Erfahrungen beziehen sich auf homophobe und transphobe Verunglimpfungen (82%) sowie Diskriminierungen (75%), wie zum Beipsiel ungleiche Chancen.

Alarmierend ist auch die Häufigkeit, mit der physische Formen von Gewalt (20%) und physische Grenzüberschreitungen (36%) auftreten. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter von Sportorganisationen, der Presse und LGBTI+-Community informierten sich über die Studie, an der mehr als 5.500 LGBTI+-Personen aus allen 28 EU-Staaten teilgenommen haben. Das Alter der BefragungsteilnehmerInnen liegt zwischen 16 und 78 Jahren und beträgt im Durchschnitt 27 Jahre – mit einer sehr hohen Beteiligung von unter 25-Jährigen. Der umfangreiche Datensatz, der auch Auskunft über die Sporterfahrungen von aktuell nicht mehr sportaktiven LGBTI+-Personen gibt, wird derzeit weiter ausgewertet.

Ein ausführlicher Ergebnisbericht wird Anfang des nächsten Jahres unter www.out-sport.eu veröffentlicht. Outsport wird über das Förderprogramm Erasmus+ durch die Europäische Kommission finanziert. Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit von fünf europäischen Partnern durchgeführt: Italian Association for Culture and Sport (AICS), LEAP Sports Scotland, Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC), FRIGO Hungary, Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS Köln).

Kontakt: Institut für Soziologie und Genderforschung: Univ.-Prof.`in Dr. phil. Ilse Hartmann-Tews Tel.: +49 221 4982-3770 i.hartmann@dshs-koeln.de

2018: Sexuelle Übergriffe im Jugendsport "Bist du alleine mit dem...

2018: Sexuelle Übergriffe im Jugendsport "Bist du alleine mit dem Trainer?" (SZ online 19.09.18)

Leiterin des Projektes "Safe Sport", erklärt in der Süddeutschen Zeitung, warum manche Taten jahrelang unbemerkt bleiben.

 

In Weimar hat ein Trainer eines Turnvereins 15 Mädchen sexuell belästigt und missbraucht, ein Gericht hat ihn Anfang der Woche zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt. In Baden-Baden steht ein 34-Jähriger vor Gericht, der als Lehrer in privaten Schwimmschulen 40 Mädchen sexuell genötigt und missbraucht haben soll, ebenfalls über mehrere Jahre hinweg.

Dr. Bettina Rulofs von der Deutschen Sporthochschule Köln forscht seit Langem zum Thema Sexuelle Gewalt im Sport.

SZ: Frau Rulofs, wie groß ist das Problem im deutschen Sport?

Bettina Rulofs: In unserer Studie "Safe Sport" gaben zwei Prozent der etwa 13 000 befragten Vereine an, mit Verdachtsfällen oder konkreten Fällen sexualisierter Gewalt konfrontiert gewesen zu sein. Wir gehen außerdem von einer Dunkelziffer aus. Nicht alle Fälle kommen ans Licht.

Zum online Artikel der Süddeutschen Zeitung

2018: Symposium zum Thema „Vielfalt im Sport“

2018: Symposium zum Thema „Vielfalt im Sport“

(Text: Fabienne Bartsch & Birgit Braumüller; Pressestelle DSHS)

Eingebettet in die „Woche der Vielfalt“ an der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität zu Köln fand am 20. Juni ein Symposium zum Thema „Vielfalt im Sport“ statt.

Rund 90 Interessierte nahmen an der Veranstaltung in Hörsaal 2 teil, die vor allem durch Studierende aus drei Diversity Kompetenz-Seminaren (SQ2) gestaltet wurde.

Die thematischen Schwerpunkte des Symposiums bildeten die Diversitätsdimensionen ‚Flucht-/Migrationshintergrund‘ und ‚Sexuelle Orientierung‘.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für Soziologie und Genderforschung (Birgit Braumüller & Fabienne Bartsch) in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten.

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2018: Nachwuchspreis für die Dissertation von Dr. Theresa Hoppe

2018: Nachwuchspreis für die Dissertation von Dr. Theresa Hoppe

(Pressetext DSHS)

Zur besonderen Förderung des sportwissenschaftlichen Nachwuchses vergibt die Deutsche Sporthochschule Köln jedes Jahr vier Nachwuchspreise im Bereich gesellschafts- und lebenswissenschaftlicher Master-, Examens- und Doktorarbeiten. Einen davon hat Dr. Theresa Hoppe vom Institut für Soziologie und Genderforschung für ihre Dissertation erhalten, in der sie sich aus einer soziologischen Perspektive mit der (In)Aktivität von PflegeheimbewohnerInnen beschäftigt hat.

Link zum Kurier (siehe Seite 4)

2018: Aus den Erfahrungen von Betroffenen lernen: Abschlusskonferenz...

2018: Aus den Erfahrungen von Betroffenen lernen: Abschlusskonferenz des europäischen Projektes VOICE

Pressestelle DSHS. Julia Neuburg

„Deine Stimme – dein Leben – deine Wahrheit“ – mit dieser Botschaft der ehemaligen irischen Schwimmerin Karen Leach wurde am Wochenende die Abschlusskonferenz des Projektes VOICE betitelt. Das von der EU geförderte Projekt „Voices for truth and dignity“ wird von der Deutschen Sporthoch¬schule Köln geleitet und verfolgt das Ziel, sexualisierte Gewalt im Sport wissenschaftlich aufzuarbeiten. Im Fokus stehen dabei die Berichte und Erfahrungen der Betroffenen. 135 Personen aus 16 europäischen Ländern nahmen an der Konferenz teil, um aus den Berichten von Betroffenen zu lernen, wie sexualisierte Gewalt im Sport entsteht, welche Unterstützungen Betroffene benötigen und wie Schutzmaßnahmen gestaltet werden sollten. Hier gehts zur Pressemitteilung 

2017: Ergebnisse der Studie „»Safe Sport« – Schutz von Kindern und...

2017: Ergebnisse der Studie „»Safe Sport« – Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im organisierten Sport in Deutschland“

Pressemitteilung 26.10.17 DSHS:

Sexualisierte Gewalt ist leider überall anzutreffen – auch im Sport. Das belegen die Ergebnisse des Forschungsprojektes »Safe Sport«. Konkrete Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Wettkampf- und Leistungssport sind daher notwendig. Wie Schutzmaßnahmen in Sportorganisationen umgesetzt werden, hat das Projekt »Safe Sport« jetzt untersucht. Beim gemeinsamen Fachforum mit der Deutschen Sportjugend (dsj) werden in Neubrandenburg die aus dem Projekt resultierenden Handlungsempfehlungen mit Verantwortlichen in Sportverbänden diskutiert.

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Kontakt: Dr. Bettina Rulofs

2017: Erasmus+ Projekt ‚OUTSPORT – Innovative and educational...

2017: Erasmus+ Projekt ‚OUTSPORT – Innovative and educational approaches to prevent violence and tackle discrimination in sport based on sexual orientation and gender identity‘

Anfang 2017 startete das Erasmus+ Projekt ‚OUTSPORT – Innovative and educational approaches to prevent violence and tackle discrimination in sport based on sexual orientation and gender identity‘, an dem das Institut für Soziologie und Genderforschung mit seiner Leiterin Prof. Ilse Hartmann-Tews sowie den beiden wissenschaftlichen MitarbeiterInnen Birgit Braumüller und Tobias Menzel involviert sind. Neben der DSHS sind an dem Projekt NGOs aus Schottland, Österreich, Ungarn sowie Italien beteiligt, das auch die Federführung hat.

Das Institut führt im Rahmen dieses Projekts zur Sensibilisierung gegenüber Homophobie und Diskriminierung von LGBTI Personen im Sport die wissenschaftliche Basisforschung durch. Sie umfasst zum einen eine quantitative Bestandsaufnahme von Diskriminierungserfahrungen von LBGTI Personen im Sport in Europa. Zum anderen werden eine qualitative und eine quantitative Studie über den Umgang mit Homophobie und potentielle Präventionsstrategien gegen Diskriminierung aufgrund der Geschlechteridentität auf der Ebene von Sportverbänden und –vereinen durchgeführt. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren, erste Ergebnisse sollen Mitte 2018 veröffentlicht werden.

Kontakt: MMag. Birgit Braumüller, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Soziologie und Genderforschung Deutsche Sporthochschule Köln,  +49 221 4982-2570, b.braumueller@dshs-koeln.de