QM-System

Leitbild für Studium & Lehre

Die Deutsche Sporthochschule hat, bezogen auf ihre Aufgaben in Studium und Lehre, die strategischen Ziele, eine anspruchsvolle akademische Bildung zu vermitteln und eine realitätsnahe Qualitätskultur zu leben. Zur Operationalisierung dieser Ziele dienen „Leitsätze Guter Lehre“, die als freiwillige Selbstverpflichtung aller Hochschulangehörigen Grundlage für das lehr- und lernbezogene Handeln sind.

Die Leitsätze Guter Lehre unterliegen einer laufenden Überprüfung durch die Instrumente der Qualitätssicherung, die in der Ordnung für Qualitätsmanagement der Deutschen Sporthochschule vorgesehen sind. Die Struktur der Leitsätze folgt den Qualitätsdimensionen, die im Qualitätsmanagementsystem für Studium und Lehre der Deutschen Sporthochschule abgebildet werden.

Prinzipien Guter Lehre

Den hier formulierten Leitsätzen liegen die folgenden Prinzipien Guter Lehre zugrunde:

Gute Lehre an unserer Hochschule basiert darauf, dass ...

  1. das Verhältnis der an Lehr-Lern-Prozessen Beteiligten bei Achtung der fachlichen Asymmetrien ein Verhältnis gleichberechtigter Personen und insofern von wechselseitigem Respekt getragen ist;
  2. die Spezifika einer wissenschaftlichen Ausbildung institutionalisiert sind und im Studienverlauf kenntlich gemacht werden;
  3. der erfolgreiche Abschluss eines Studiengangs eine gute Ausbildung und damit gute Berufschancen gewährleistet;
  4. die Ausbildung die Bildungsdimension beinhaltet;
  5. allen Beteiligten bewusst ist, dass Studium und Lehre öffentliche Angelegenheiten sind und insofern nicht ausschließlich durch die Hochschule gestaltet werden. Dies bedingt unterschiedliche, in der Regel ambivalente Anforderungen, die es in dieser Ambivalenz zu reflektieren und aktiv zu gestalten, nicht aber - im Namen guter Anliegen - zu verleugnen gilt.

Leitsätze Guter Lehre

Qualitätsdimension: Würdige Beziehungen

Diese Qualitätsdimension umfasst sowohl Interaktionen der an den Lehr-Lern-Prozessen Beteiligten als auch die individuelle Haltung, die für jede Person das lehr-lernbezogene Handeln bestimmt.

Gute Lehre ...

  1. ist für Lehrende von dem Bewusstsein getragen, sich als Lehrende überflüssig zu machen – sie fördern die Selbstlernkompetenzen der Studierenden.
  2. heißt für Lehrende, in den Lehrveranstaltungen offen zu sein für eigenes Lernen.
  3. setzt auf Seiten der Studierenden eine Verpflichtung zum Selbststudium voraus.
  4. ist getragen von einem guten kollegialen Klima sowohl unter den Lehrenden als auch zwischen Lehrenden und den Beteiligten an der Lehr-Administration.
Qualitätsdimension: Ziele der Lehre

Diese Qualitätsdimension umfasst sowohl den Prozess der Zielfestlegung als auch die inhaltliche Definition der Ziele des lehr-lernbezogenen Handelns auf allen Ebenen des universitären Bildungsprozesses.

Gute Lehre ...

  1. setzt voraus, dass Lernziele für alle Ebenen des universitären Bildungsprozesses definiert, abgestimmt und den beteiligten Akteuren bekannt sind. Lernziele werden regelmäßig neu diskutiert und ihre Transparenz sichergestellt.
  2. vermittelt Forschungsstand und  -schwerpunkte in Theorie und Praxis der Sportwissenschaft und assoziierter Felder auf aktuellem wissenschaftlichem Niveau und sichert gleichzeitig die Anschlussfähigkeit der Inhalte außerhalb der Universität.
  3. ermöglicht „forschendes Lernen“ und begleitet Studierende in selbstgesteuerten Lernprozessen zu eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen, die eine Nachhaltigkeit über das Studium hinaus haben.
  4. unterstützt die Persönlichkeitsbildung und -entfaltung indem sie den Studierenden Freiräume zur (Weiter)Entwicklung individueller Interessen und Begabungen anbietet.
  5. regt zu konstruktiv-kritischer Auseinandersetzung mit vermittelten Inhalten an und fordert vorausschauendes und initiatives Denken und Handeln aller beteiligten Akteure ein.
Qualitätsdimension: Lehr-Lernbeeinflussende Ressourcen

Diese Qualitätsdimension definiert die personellen und sachlichen Ressourcen die seitens der Universität und seitens der Studierenden in den Lehr-Lern-Prozess eingebracht werden.

Gute Lehre ...

  1. basiert auf der Auswahl geeigneten Personals, auf dessen kontinuierlicher Qualifizierung und auf der langfristigen Bindung der geschaffenen Kompetenz.
  2. setzt eine kontinuierliche wissenschaftliche Tätigkeit und Weiterentwicklung der Lehrkräfte voraus.
  3. knüpft lernzielorientiert an den Vorerfahrungen und dem fachlichen Kenntnisstand der Studierenden an.
  4. findet in einer Lehr-Lern-Umgebung statt, die aufgrund ihrer Ausstattung vielfältige Zugänge zur akademischen Bildung ermöglicht und Kreativität fördert.
Qualitätsdimension: Lehr-Lernbeeinflussende Strukturen

Diese Qualitätsdimension umfasst sowohl die strukturelle Gestaltung des Lehr-Lern-Prozesses als auch die begleitenden Kommunikations- und Koordinationsstrukturen.

Gute Lehre ...

  1. zeichnet sich dadurch aus, dass Lehrveranstaltungen und Module aufeinander aufbauen und sich sinnvoll ergänzen.
  2. stellt hohe und transparente Leistungsanforderungen an die Studierenden. Kontinuierliches Feedback ermöglicht die individuelle Reflexion von Leistungsstand und Lernfortschritt.
Turnunterricht
Das Ziel: eine anspruchsvolle akademische Bildung