DENKSPORT

Das Projekt DENKSPORT richtet sich an Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Es zielt darauf ab, die Effekte eines gesundheitsorientierten Sport- und Bewegungsprogramms bei älteren Menschen mit beginnender kognitiver Beeinträchtigung - häufig die Vorstufe einer Demenz - zu erfassen. In wissenschaftlichen Studien wird untersucht, wie sich ein moderates einjähriges Ausdauertraining auf die Progression der leichten kognitiven Beeinträchtigung und den Übergang zur Alzheimererkrankung auswirkt.

Um die Öffentlichkeit für das Thema Demenz und Sport zu sensibilisieren und am Ausbau eines nachhaltigen Netzwerks inklusiver und bedarfsgerechter Sportangebote mitzuwirken, organisiert das Projektteam drei große Veranstaltungen, die vom Programm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden.

Kontakt

Email:

denksportnospam-­dshs-koeln.de

Projekttelefon:

0162-2677291


Aktionstag

Aktionstag

Welche Effekte hat ein gesundheitsorientiertes Sport- und Bewegungsprogramm bei Menschen mit einer beginnenden kognitiven Beeinträchtigung? Dieser Leitfrage geht eine Gruppe von WissenschaftlerInnen der Deutschen Sporthochschule Köln im Rahmen des Projektes DENKSPORT nach. Um Hemmschwellen abzubauen und Möglichkeiten des Sporttreibens aufzuzeigen, veranstaltet das Projektteam am 11. März 2017 den Aktionstag "DENKSPORT - Bewegen gegen Demenz".

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Wann?

11. März 2017

10 bis 15 Uhr

Wo?

Deutsche Sporthochschule Köln

Wer?

Projektteam DENKSPORT

Film-Matinée

Film-Matinée

In Kooperation mit dem Kölner Kino CINENOVA laden die Deutsche Sporthochschule Köln und das DENKSPORT-Projektteam alle Interessierten am Sonntag, 18. Juni 2017, ab 10:30 Uhr zu einer Film-Matinée ein. Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider, Projektleiter von DENKSPORT an der Deutschen Sporthochschule Köln, wird der Film „Still Alice“ gezeigt. Hauptthemen des Films sind der Umgang mit der Diagnose Alzheimer und die dadurch verursachten Veränderungen im Leben.


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Wann?

Sonntag, 18. Juni 2017
ab 10:30 Uhr

Wo?

CINENOVA
Herbrandstraße 11
50825 Köln

Wer?

Projektteam DENKSPORT

Thementag

Thementag

Am 21. September 2017 ist Welt-Alzheimertag und seit 1994 finden jedes Jahr an diesem Tag vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Dies ist auch das Ziel des Thementages „Sport und Demenz“, den die Deutsche Sporthochschule Köln am Tag vor dem Welt-Alzheimertag organisiert und an dessen Abend der 13. Kölner Abend der Sportwissenschaft zum Thema Demenz stattfindet.


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Wann?

20. September 2017
13:30 bis 17:15 Uhr / 18:30 bis 21 Uhr

Wo?

Campus der Deutschen Sporthochschule Köln

Wer?

Deutsche Sporthochschule Köln

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Programm

Das aktuelle Programm


Die Veranstaltungen werden von sehr persönlichen Videogeschichten über Bewegung und Sport umrahmt, die einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie mit unserem Kooperationspartner StoryAtelier gGmbH selbstbestimmt erstellt haben. Die Geschichten machen die Botschaft deutlich, dass man mit dem eigenen Tun einer Demenz aktiv entgegentreten kann.


Projektübersicht

Inhaltliche Projektbeschreibung

Inhaltliche Projektbeschreibung

Auswirkung eines moderaten einjährigen Ausdauertrainings auf die Progression der leichten kognitiven Beeinträchtigung und den Übergang zur Alzheimererkrankung 

Das Projekt DENKSPORT richtet sich an Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Es zielt darauf ab, die Effekte eines gesundheitsorientierten Sport und Bewegungsprogramms bei älteren Menschen mit beginnender kognitiver Beeinträchtigung - häufig die Vorstufe einer Demenz - zu erfassen.

Die Ursache einer Demenzerkrankung sind vielfältig und die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. Die familiäre Vorbelastung hat einen großen Einfluss, ebenso Umweltbedingungen und der persönliche Lebensstil.

Neurobiologische und verhaltenswissenschaftliche Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass körperliche Aktivität und Sport die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern und – insbesondere im Alter – zur Steigerung der Lebensqualität und einem selbstständigen Lebensstil beitragen. Neben kurzzeitigen funktionalen Effekten finden sich vermehrt Hinweise darauf, dass ein aktiver Lebensstil auch strukturelle Veränderungen in der Gehirnsubstanz mit sich bringt und damit neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise einer Demenzerkrankung vorbeugen kann, bzw. deren Verlauf positiv beeinflussen kann. Epidemiologische Studien belegen, dass ein körperlich aktiver Lebensstil, insbesondere im mittleren Alter (30 bis 60 Jahre), das Risiko mindert, an einer altersbedingten Demenz zu erkranken.

Zwar zeigen erste Studien eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und Selbstständigkeit von Alzheimerpatienten bereits nach drei Monaten moderater sportlicher Aktivität, jedoch ist derzeit wenig darüber bekannt, wie sich ein kontrolliertes, regelmäßiges Sport- und Bewegungsangebot auf die Progression der Neuropathologie, also auf das Fortschreiten von Erkrankungen des Zentralnervensystems, von Patienten im Frühstadium der Erkrankung auswirkt.

Genau hier setzt das vorgestellte Projekt an: 225 zuvor nicht aktive ältere Menschen, die sich im Frühstadium der Erkrankung befinden, werden für ein Jahr unter Aufsicht ein moderates gesundheitsorientiertes Bewegungsprogramm absolvieren. Das Fortschreiten der Erkrankung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Sportgruppe wird definiert über kognitive Tests, Tests zur Selbstständigkeit ebenso wie über eine strukturelle und funktionale Bildgebung und epigenetische Veränderungen. Diese Ergebnisse werden in Relation gesetzt zu zwei Kontrollgruppen, die ihren Umfang an körperlicher Aktivität im Jahresverlauf nicht oder nur sehr moderat verändern. Angenommen wird, dass eine erhöhte körperliche Aktivität über einen längeren Zeitraum einen positiven Einfluss auf die Progredienz der frühen Demenz haben wird.

Der direkte Nutzen für die Teilnehmer ist die umfangreiche Diagnostik, regelmäßige Beobachtung und aktive Behandlung ihrer kognitiven Beeinträchtigungen. Die Teilnehmern werden durch professionelle Hilfe zur aktiven Selbsthilfe angeleitet. Es ist zu erwarten, dass Sie den Verlauf Ihrer Erkrankung verlangsamen oder sogar aufhalten können. 

Dieser integrative, multidisziplinäre und ganzheitliche Ansatz für prädemente Patienten basiert auf einer Kollaboration zwischen Wissenschaftlern, Therapeuten und Ärzten aus verschiedenen Disziplinen (Klinik, Neuroradiologie, Sport und Genetik) und Ländern (Deutschland, Irland, Niederlande). Dieser multizentrale und multidimensionale Strategie verspricht höchst reliable und valide Daten zu erheben. Die Ergebnisse sollen in das direkte Patientenmanagement  und die Ressourcenplanung im Gesundheitssystem einfließen. Durch präventive als auch therapeutische Bewegungs- und Sportinterventionen lassen sich eventuell im hohen Maße Kosten und Ressourcen im Gesundheitssektor für die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen einsparen.  

Verbundpartner

Verbundpartner 

Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft

Uniklinik Köln, Klinik II für Innere Medizin, Schwerpunkt Klinische Altersforschung

Klinik für Geriatrie, St. Marien-Hospital, Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln

Universität Bonn, Abteilung Psychologie

Universität und Universitätsklinik Bonn, Abteilung Epileptologie

Trinity College Dublin, Institut Neurowissenschaft, NEIL Research Programme

Radboud Universität Nijmegen, Raboud Alzheimer Centrum

 

externe Kooperationspartner

Vrije Universität Brüssel, Fakultät Bewegungslehre und Physiotherapie, Abteilung Humanphysiologie und Sportmedizin

  

Team

Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft 

    Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider (Verbundkoordinator)

    Dr. Vera Abeln  

    Jun.-Prof. Dr. Tobias Vogt  

    Tim Stuckenschneider

    Björn Paulsen

    Stefanie Rüdiger

    Ricarda Baake

Klinik für Geriatrie, St. Marien Hospital, Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln

    Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz

Uniklinik Köln, Klinik II für Innere Medizin, Schwerpunkt Klinische Altersforschung

    Prof. M. Cristina Polidori MD PhD FRCP  

Universität Bonn, Abteilung Psychologie 

    Prof. Dr. Martin Reuter

    PD Dr. Christian Montag 

Universität und Universitätsklinik Bonn, Abteilung Epileptologie 

    Prof. Dr. Bernd Weber

Trinity College Dublin, Institut Neurowissenschaft, NEIL Research Programme

    Prof. Dr. Brian Lawlor 

    Emer Guinan BSc., PhD 

Radboud Universität Nijmegen, Radoud Alzheimer Centrum

    Prof. Dr. Marcel Olde Rikkert    

    Marit Sanders 

 

externe Kooperationspartner 

Vrije Universität Brüssel, Fakultät Bewegungslehre und Physiotherapie, Abteilung Humanphysiologie und Sportmedizin

    Prof. Dr. Romain Meeusen