Kim Eichmann

Dissertationsthema:

Die Vermessung des Körperlichen: Zur Verhältnisbestimmung von Körper und Ich vor dem Hintergrund permanenter Protokollierung eigener Körperparameter mittels sogenannten Self-Tracking Systemen zum Zwecke der Selbstoptimierung

Abstract:

 Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, gesellschaftliche Parameter freizulegen, die einen gesunden und vitalen Körper zum Leitwert der Kultur erheben. Es wird aus kulturhistorischer Perspektive untersucht, welche Formen des sozialen Wandels unser Verhältnis zum eigenen Ich und zur eigenen Körperlichkeit produzieren. Dabei wird die These erhoben, dass mit zunehmender Verfügungsgewalt über den eigenen Körper zahlreiche Manipulationsmöglichkeiten entstehen, aus denen sich eine artifizielle Körperkultur entwickelt. Das Kontrollieren und Messen der eigenen körperlichen Aktivität, die digitale Dokumentation und der Austausch über dieselben sind dabei  Ausdruck eines zerrütteten Verhältnisses von Körper und Ich.