SportlehrerInnenausbildungszentrum

Hier finden Sie eine Übersicht aktueller Forschungsprojekte.

Professionsforschung

Fachbezogenes Professionswissen angehender Sportlehrkräfte

Fachbezogenes Professionswissen angehender Sportlehrkräfte

Forschungsziel

Die Zielsetzung des Forschungsvorhabens ist die Pilotieren eines Testinstruments zur Erfassung fachbezogenen Professionswissens – Fachwissen, fachdidaktisches und curriculares Wissen – angehender Sportlehrkräfte. 

Projektmitarbeitende: Malte BegallStefan Meier (Projektleitende)

Eigenmittel

Höher, schneller, weiter? Fachdidaktisches Wissen angehender...

Höher, schneller, weiter? Fachdidaktisches Wissen angehender Sportlehrkräfte (FDW-S): Konzeption, Messung, Validierung

Forschungsziel

Das fachdidaktische Wissen gilt als zentrale kognitive Komponente der professionellen Kompetenz von Lehrkräften. So sind Ansätze zur Konzeptualisierung und Messung von fachdidaktischem Wissen für angehende und berufstätige Lehrkräfte in den vergangenen Jahren verstärkt entwickelt worden, wobei ein eindeutiger Schwerpunkt auf Mathematik als Unterrichtsfach liegt (z.B. im Rahmen der DFG-geförderten Studien TEDS-M, TEDS-FU). In jüngerer Zeit rücken auch weitere Unterrichtsfächer in den Fokus, z.B. Deutsch und Englisch im Rahmen der BMBF-geförderten Studie Teacher Education and Development Study: Learning to Teach (TEDS-LT). Entsprechende Arbeiten im Bereich der Lehrerforschung für das Fach Sport stehen dagegen noch sehr am Anfang. Ziel dieser Studie ist es daher, unter Berücksichtigung des theoretischen Ansatzes der TEDS-Studien, fachdidaktisches Wissen angehender Sportlehrkräfte empirisch zu erfassen, das die Grundlage für einen Sportunterricht darstellt, der über funktionale Aspekte sportlichen Bewegungshandelns im Sinne eines höher, schneller, weiter hinausgeht. Zu diesem Zweck soll ein bildungstheoretisch und bereichsdidaktisch ausgewiesenes Testinstrument entworfen, in kleineren Stichproben pre-pilotiert, anschließend didaktisch und empirisch optimiert sowie in einer breiteren Stichprobe (inkl. Kontrastpopulation) pilotiert werden. An ausgewählten Standorten Nordrhein-Westfalens sollen Stichproben unterschiedlicher Ausbildungsstadien bzw. Expertise gezogen werden. Durch diese Pilotierung des Testinstruments an einer breiteren Stichprobe soll ein Beitrag zur sportdidaktischen Theoriebildung im Bereich der Lehrerprofessionsforschung vorgelegt werden. Das Testinstrument soll darüber hinaus für Vergleichsuntersuchungen (z.B. zur Überprüfung der Wirksamkeit sportdidaktischer Lerngelegenheiten in der Sportlehrerbildung) einsetzbar sein.

Projektmitarbeitende: Stefan Meier (Projektleitung), Janina Kölsch

DFG-Geschäftszeichen: ME 4534/1-1 

InKö-L: Was macht die Inklusion mit Kölner Lehrerinnen und Lehrern?...

InKö-L: Was macht die Inklusion mit Kölner Lehrerinnen und Lehrern? Stress, Persönlichkeit und Unterrichtsbedingungen.

Forschungsziel

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, zum Erkenntnisgewinn im Themenbereich der Belastung und Beanspruchung im inklusiven Unterricht - hier gefasst als Unterricht in Klassen mit Schülerinnen und Schülern, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben - einen Beitrag zu leisten. Der Anspruch eines inklusiven Bildungssystems, als Forderung der Sicherung der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen mit und ohne Behinderung, ist in Deutschland hoch aktuell. Für Lehrerinnen und Lehrer dürften damit vielfach verschiedene neue Anforderungen einhergehen, die zu einer negativen Beanspruchung des Einzelnen werden können. Bei entsprechend dispositionierten Menschen besteht - gerade bei einer Summation von belastenden Faktoren - die Gefahr einer Manifestation von psychischen und physischen Erkrankungen (Weiß & Kiel, 2013) sowie letztlich negativen Auswirkungen auf die Unterrichtstätigkeit.

Folgende Fragestellungen sollen im Rahmen des Forschungsprojekts beantwortet werden: 1. Unterscheidet sich das Beanspruchungserleben zwischen Regelschullehrkräften, die in inklusiven Klassen unterrichten von Regelschullehrkräften, die in nicht inklusiven Klassen unterrichten? 2. Nehmen Regelschullehrkräfte im inklusiven Unterricht andere Belastungsfaktoren wahr als Regelschullehrkräfte im nicht inklusiven Unterricht? 3. Unterscheiden sich Regelschullehrkräfte, die in inklusiven Klassen unterrichten hinsichtlich ihrer personalen Ressourcen (Selbstwirksamkeitserwartungen, Engagement, Distanzierungsfähigkeit) und ihrer sozialen Ressourcen (sozialer Selbstkonzept, kollegiale Selbstwirksamkeitserwartung) von Regelschullehrkräften, die in nicht inklusiven Klassen unterrichten? Zudem soll untersucht werden, ob sich diesbezüglich fachspezifische Unterschiede finden lassen. Um Besonderheiten des Sportunterrichts zu erfassen, sollen hierbei Sportlehrkräfte mit einem anderen klassischen Unterrichtsprofil (Deutsch) verglichen werden.  

Antragssteller/-innen: Dr. Britta Fischer, Prof. Jens Kleinert, Dr. Sebastian Barsch, Jan Springob 

RheinEnergie Stiftung 

Lernen durch Studienprojekte fördern - Schulsport erforschen (LeSpo)

Lernen durch Studienprojekte fördern - Schulsport erforschen (LeSpo)

Im Rahmen des Projekts soll eine Lehr-Lernkonzeption erarbeitet werden, dessen Ausgangspunkt die Intention ist, einen Beitrag zur Theorie-Praxisverknüpfung in der universitären Lehrerbildung mittels forschendem Lernen zu leisten und vor dem Hintergrund der strukturellen Rahmenbedingungen des Praxissemesters und aktueller Erkenntnisse der Lehr-Lernforschung mit Elementen des Blended Learning und des Peer Learning zu kombinieren, um reflexives und selbständiges Lernen zu fördern. Mit der Konzeption soll die professionelle Entwicklung angehender Sportlehrkräfte und die Verbindung zwischen Forschung und Lehre unterstützt werden. 

Motivationale Orientierungen von Lehramtsstudierenden des Faches Sport

Motivationale Orientierungen von Lehramtsstudierenden des Faches Sport

Vor dem Hintergrund der Relevanz von motivationalen Orientierungen für die professionelle Entwicklung angehender Sportlehrkräfte werden in dem Projekt verschiedene motivationale Facetten erhoben. Hierzu gehört beispielsweise die Studienwahlmotivation. Die Motivation für die Aufnahme eines Studiums spielt „neben kognitiven Lern- und Leistungsvoraussetzungen eine wichtige Rolle in der Frage, auf welche Weise die Lern- und Entwicklungschancen einer Hochschulausbildung genutzt werden“ (Drechsel, 2001, S. 73). Als distaler motivationaler Faktor hat sie einen Einfluss auf die Kompetenzentwicklung und damit auf den Studienerfolg. Außerdem ist zu erwarten, dass unzureichende und unrealistische Annahmen in erhöhtem Maße zu Unzufriedenheit, Frustration bis hin zum Studienabbruch führen können und später das Engagement im Beruf beeinflussen. Weitere Konstrukte, die im Sinne von Lernvoraussetzungen erhoben werden sind das Fachinteresse, Selbstkonzepte und Zielorientierungen. Dies geschieht zunächst im Sinne einer Ist-Standbestimmung, um darauf aufbauend Konsequenzen für die Förderung der professionellen Entwicklung angehender Sportlehrkräfte abzuleiten. 

Ressourcen der Anforderungsbewältigung im Studium

Ressourcen der Anforderungsbewältigung im Studium

Forschungsziel 

Selbstregulative Fähigkeiten werden im Kontext der professionellen Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern auf den Umgang mit den eigenen Ressourcen bezogen. Dieser Umgang hat einen Einfluss darauf, wie objektiv bestehende Belastungen wahrgenommen werden und damit inwiefern sie individuell als negative Beanspruchung bzw. als Stress empfunden werden. Selbstregulative Fähigkeiten sind insofern relevant für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Einzelnen. Empirische Erkenntnisse verweisen zudem darauf, dass sie einen Einfluss auf das Lehrerhandeln und damit auf die Unterrichtsqualität haben. Aus einer Entwicklungsperspektive sind die vorhandenen selbstregulativen Fähigkeiten jedoch nicht erst bei im Beruf stehenden Lehrkräften sondern bereits bei Lehramtsstudierenden von Bedeutung: Zum einen als Zieldimension der professionellen Entwicklung und zum anderen als individuelle Ressource von Studierenden zur Bewältigung von Anforderungen im Studium. Hier setzt das Projekt an, indem es selbstregulative Fähigkeiten von Sportstudierenden erfasst, um darauf aufbauend eine zielgruppenspezifisches Konzept für die berufsbiografische Beratung zu entwickeln. 

Projektmitarbeitende: Britta Fischer (Projektleitung), Miriam Bisterfeld

Eigenmittel

 

 

ESf-Kolleg

Forschungs- und Nachwuchskolleg „Empirische Schulsportforschung“...

Forschungs- und Nachwuchskolleg „Empirische Schulsportforschung“ (ESf-Kolleg)

Ziel des Kollegs ist es, sportdidaktische Forschungsaktivitäten und die Förderung des fachdidaktisch orientierten wissenschaftlichen Nachwuchses an der Deutschen Sporthochschule Köln nachhaltig zu stärken. Im diesem Rahmen werden sowohl qualifizierte Doktorandinnen/Doktoranden als auch Postdoktorandinnen/Postdoktoranden durch die Vernetzung und Einbettung in den umfassenden interdisziplinären Forschungszusammenhang der „Empirischen Schulsportforschung“ systematisch unterstützt und weiterqualifiziert. 

Projektleitung: Günter Stibbe

Kollegiaten des SpAZ: Britta Fischer, Stefan Meier

Gefördert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (2015-2017) 

 

Hier finden Sie eine Übersicht zu bereits abgeschlossenen Forschungsprojekten. 

Leistung – Eine empirische Untersuchung zum Leistungsverständnis von...

Leistung – Eine empirische Untersuchung zum Leistungsverständnis von Sportlehrkräften im Kontext von Inklusion

Forschungsziel

Gewissermaßen seit jeher dürfte Leistung ein zentraler Aspekt von Sport-(Unterricht) sein. In wahrscheinlich wenigen anderen (Lebens-)Bereichen werden Leistungen so offensichtlich, unmittelbar und zugleich künstlich geschaffen – bisweilen inszeniert – wie im Sport-(Unterricht). Was jedoch explizit unter Leistung verstanden oder unter Leistung subsummiert wird, dürfte vielfach im Auge des Betrachters liegen. Auffassungen und Auslegungen von Leistung sind oftmals geprägt durch verschiedene Fachdiskurse und gesellschaftliche Veränderungen oder den Umstand, dass die Begriffe Leisten, Leistung oder Leistungsbewertung stark vom jeweiligen (kulturellen) Kontext abhängen. Besonders vor dem aktuellen Hintergrund der sukzessiven flächendeckenden Einführung der Inklusion im deutschen Bildungssystem ergeben sich veränderte und herausfordernde Rahmenbedingungen für sämtliche Akteure im Schulsystem. Dies dürfte insbesondere auch für das, was unter Leistung firmiert, zutreffen. Insofern soll das Leistungsverständnis von Sportlehrkräften näher beleuchtet werden.     

Projektmitarbeitende: Stefan Meier (Projektleiter)

Hochschulinterne Forschungsförderung 2016