Hochschul-ABC zum Studienstart


Beim ersten Kontakt mit einer Hochschule trifft man häufig auf Begriffe, die einem noch nicht so geläufig sind, aber im Hochschulalltag ständig benutzt werden. Im Hochschul-ABC zum Studienstart erklärt die Deutsche Sporthochschule den StudienanfängerInnen die wichtigsten Begriffe.

A

Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)

Der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist eines der wichtigsten studentischen Gremien an den Hochschulen. Er setzt sich aus verschiedenen Referaten zusammen und verfolgt das Ziel, die Studierenden bei allen Fragen und Problemen zu unterstützen.  

http://www.asta-spoho.de/ 

Akkreditierung

Die Akkreditierung im Hochschulbereich ist ein länder- und hochschulübergreifendes Verfahren der Begutachtung von Studienangeboten in Bachelor- und Masterstudiengängen (neu eingeführte Studiengänge) staatlicher oder staatlich anerkannter Hochschulen. 

 

 

B

Bachelor

Der Bachelor ist ein akademischer Grad und üblicherweise der erste Abschluss eines  Studiums an einer Hochschule. 

Bachelor of Arts

Der Bachelor of Arts (B.A.) ist einer von mehreren berufsqualifizierenden Studienabschlüssen, den man im Rahmen eines in der Regel 6‑semestrigen Bachelor Studiums an Universitäten, Fachhochschulen oder an privaten Hochschulen erwerben kannst. Er bezeichnet Studiengänge aus Geistes-und Sozialwissenschaften. 

Bachelor of Science

Der Bachelor of Science (B.Sc.) gehört in Deutschland neben dem Bachelor of Arts zu den am häufigsten verliehenen Bachelor Abschlüssen. Er ist einer von acht akademischen Graden, mit denen man ein Bachelor Studium abschließen kannst. Das Studium zum Bachelor of Science vermittelt fachspezifisches Grundlagenwissen und dauert in der Regel 6 bis 8 Semester. Er bezeichnet Studiengänge aus Naturwissenschaften. 

Bachelorarbeit

Die Bachelor Arbeit ist eine schriftliche wissenschaftliche Abschlussarbeit für den Bachelorabschluss (Bachelor Thesis). 

Beurlaubung

Studierende können aus verschiedenen Gründen beurlaubt werden (z.B. Krankheit, Schwangerschaft,Auslandsstudium), man behält seinen Studierendenstatus. 

Bewerbung

Beim Antrag für Bachelor-, Master-, oder Lehramtsstudiengänge geben Studieninteressierte über ein Online-Formular an, welchen Studiengang sie studieren möchten. Die gängigen Bewerbungsfristen sind im Sommersemester vom  01.12.-15.01. und zum Wintersemester vom 01.06.-15.07.. 

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz: BAföG) regelt die staatliche (finanzielle) Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten in Deutschland. Mit dem Kürzel BAföG wird umgangssprachlich auch die Förderung bezeichnet, die sich aus dem Gesetz ergibt. 

https://www.bafög.de/ 

Bildungsinländer

Unter Bildungsinländern sind ausländische Studierende an deutschen Hochschulen zu verstehen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben. 

Bildungsausländer

Unter Bildungsausländern sind ausländische Studierende zu verstehen, die eine ausländische Hochschulzulassungsberechtigung erworben haben. 

Blockveranstaltung

Eine Blockveranstaltung ist eine Lehrveranstaltung, die in konzentrierter Form in einem zusammenhängenden Zeitraum („Block“) von einigen Tagen abgehalten wird. 

C

c.t.

Lehrveranstaltungen mit dem  Zusatz  "cum tempore" (mit Zeit) fangen eine Viertelstunde später an (akademische Viertelstunde). 

Campus

Der Campus beschreibt das Gelände der jeweiligen Hochschule ( siehe Lageplan ). 

Chipkarte

Die Chipkarte ist vielseitig einsetzbar und dient als Studierendenausweis,Bezahlkarte, Bib-Karte und KVB-Ticket. 

Credit Points (CP) - Leistungspunkte (LP)

Credit Points sind die Einheit des Workload - Ein CP = 30 Std Arbeitsaufwand. Dieser Arbeitsaufwand ist ein ungefährer Wert, da er zum einen die Präsenszeit an der Uni und das Selbststudium beinhaltet.  

D

Diploma Supplement

Erklärt den Studienabschluss des Studierenden und dokumentiert seinen persönlichen Studienweg inklusive sämtlicher Kompetenzerewerbungen. 

DSHS-ID

Die DSHS-ID Ist der "Schlüssel" für interne Online-Dienste (Wlan, E-Learning..) der Sporthochschule (besteht aus zwei Buchstaben / vier Ziffern). 

E

Eduroam

Weltweites System zur Nutzung des Internets (Wlan) an den teilnehmenden Einrichtungen (z.B. Hochschulen). 

Eignungstest/Sporteignungsprüfung

Studieninteressierte, als Beispiel der sportwissenschaftlichen Bachelor- und Lehramtsstudiengänge der Deutschen Sporthochschule Köln, müssen zur Bewerbung auf einen Studienplatz im jeweiligen Studiengang die besondere Eignung für das Sportstudium (Sporteignungsprüfung) nachweisen. Die Prüfung dient der Feststellung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit. 

Einschreibung/Immatrikulation

Nach erfolgreichem Bewerbungs- und Vergabeverfahren findet die Einschreibung statt. Der/Die Studieninteressierte wird eingeschrieben/immatrikuliert und ist Mitglied der jeweiligen Hochschule. 

European Credit Transfer System (ECTS)

Als Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen bezeichnet man ein europaweites Instrument, das die Transparenz von Studium und Kursen erhöht und damit hilft, die Qualität der Hochschulbildung zu verbessern. 

Exkursionen

(Ergänzender) Ausflug zur praxisnahen Vermittlung von Wissen, Kenntnissen und Kompetenzen. 

Ersthörer

Im Falle, dass Studierende an zwei Unis immatrikuliert sind (Beispiel: Lehramtsstudierende an der Spoho/Uni Köln), gilt die Uni in der alle administrativen Verwaltungstätigkeiten erledigt werden (Semesterbeitrag, Ticket etc.) als Hauptuniversität und der/die Studierende ist dort Ersthörer.  

Erasmus

Das Erasmus-Programm ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Es wurde zum weltweit größten Förderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universitäten innerhalb Europas. 

F

Fachsemester

Als Fachsemester wird der Zeitraum beschrieben, in dem Studierende in ein und demselben Studiengang immatrikuliert sind. 

G

Grundständiger Studiengang

Als grundständiges Studium werden Studiengänge bezeichnet, die zu einem ersten Hochschulabschluss führen (z.B. Bachelor).

H

Hausarbeit

Schriftliche Überprüfung, ob Studierende selbständig wissenschaftlich arbeiten können.  

Hochschulzugangsberechtigung

Die Hochschulzugangsberechtigung ist das erworbene Zeugnis oder die erworbene Bescheinigung, die zum Studium an einer Hochschule berechtigen (z.B. allgemeine Hochschulreife - Abitur). 

I

Incomings

Incomings sind Studierende aus dem Ausland, die in Deutschland ein Auslandssemester oder Praktikum absolvieren. 

K

Kölner Studierendenwerk (KStW)

Das Kölner Studierendenwerk betreut 84.000 Studierende von sieben Kölner Hochschulen. Zu den Aufgaben zählen unter anderem Themen wie Studienfinanzierung, Zimmer in Studentenwohnheimen, Kindertagesstätten etc..

Kolloquium

Ein Kolloquium, (von lateinisch colloquium „Gespräch“, „Unterredung“) wird heute meist in seiner Bedeutung als wissenschaftliches Gespräch verstanden. 

Kommilitone/Kommilitonin

Ein Kommilitone/Kommilitonin ist ein/e Mitstudent/in. 

Konsekutive Studiengänge

Bezeichnet aufeinander aufbauende Studiengänge die ebenfalls in fachlichem Zusammenhang zueinander stehen. 

Kredit für Wiederaufbau (KFW)

Die KfW oder Kreditanstalt für Wiederaufbau ist die weltweit größte nationale Förderbank. Der KfW-Studienkredit unterstützt Sie während des Studiums mit mindestens 100 und höchstens 650 EUR im Monat, ohne Kreditsicherheiten und unabhängig vom Einkommen/ Vermögen. 

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Direkt-zum-KfW-Studienkredit/ 

Kurs (KS)

Bezeichnen (sport)praktische Lehrveranstaltungen. 

L

Lehre, Studium, Forschung (LSF)

Das LSF ist eine Web-Anwendung, sowie Informations- und Planungssystem u.A. für den Stundenplan oder die Noteneinsicht. 

Leistungspunkte (LP) - Credit Points (CP)

Leistungspunkte sind die Einheit des Workload - Ein LP = 30 Std Arbeitsaufwand. Dieser Arbeitsaufwand ist ein ungefährer Wert, da er zum einen die Präsenszeit an der Uni und das Selbststudium beinhaltet.  

M

Master

Der Master ist ein akademischer Abschlussgrad und eine Weiterführung des grundständigen Studiums (z.B. Master of Arts , Master of Science). 

Masterarbeit

Die schriftliche Abschlussarbeit für den Master (Master-Thesis, siehe auch § 15 Master PO) soll zeigen, dass Studierende innerhalb bestimmter Zeiträume (5 Monate) ein definiertes Thema selbstständig, wissenschaftlich erarbeiten können (50- 80 Seiten).  

Module

Beinhaltet mehrere Lehrveranstaltungen, welche z.T. inhaltlich und thematisch aufeinander aufbauen. Die Module schließen mit einer Prüfung ab, die anteilig in die Endnote eingehen. 

Modulhandbuch

Detaiilierte Beschreibung jeglicher Module/Lehrveranstaltungen, sowie deren Kompetenzvermittlung. 

Modulprüfung

Ist die Abschlussprüfung des jeweiligen Moduls, welche theoretisch oder praktisch sein kann (z.B. Klausur, Hausarbeit, Präsentation etc). 

Modulvoraussetzungen

Bestimmte inhaltliche Voraussetzungen für die Belegung von Modulen (an der Spoho z.B. sicheres, sportliches und sturzfreies Befahren mind. roter Pisten für den Wintersportkurs). 

Moodle

Moodle ist ein E-Learning-System,hier findet man Inhalte zu Seminaren/Kursen/Vorlesungen/Übungen. 

Mensa

Die Kantine einer Hochschule, zumeist mit Vergünstigungen für Studierende und Angestellte. 

O

Outgoings

Outgoings sind Studierende, die im Ausland ein Praktikum oder Auslandssemester absolvieren. 

P

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung ist der rechtliche Rahmen der einzelnen Studiengänge, er beinhaltet Rechte und Pflichten. 

Pflichtmodul

Module, die einer Pflichtbelegung unterliegen und keine Wahlmöglichkeit erlauben. 

R

Regelstudienzeit

In den Prüfungsverordnungen angegebene Zeit, in der das Studium absolviert werden kann/soll. 

Rückmeldung

Am Ende des Semesters müssen sich Studierende zum kommenden Semester rückmelden und den Studienbeitrag zahlen, sonst werden sie exmatrikuliert. 

S

s.t.

Lehrveranstaltungen  mit dem Zusatz "sine tempore" (ohne Zeit) fangen pünktlich an. 

Selbststudium

Bezeichnet die selbstständige Nach-bzw. Vorbereitung aller Studieninhalte. 

Semester

Bezeichnung für das akademische Studienhalbjahr, welches in Sommer-und Wintersemester eingeteilt ist. 

Semesterbeitrag

Variierender Beitrag, der bei der Immatrikulation oder Rückmeldung für die Belange der Studierenden entrichtet werden muss (beinhaltet  ASTA-Gebühr, Ticket etc.). 

Semesterferien

Bezeichnet die vorlesungsfreie Zeit zwischen den Semestern. 

Semesterwochenstunden (SWS)

Beschreibt die Kontaktzeit einer Veranstaltung ohne Selbststudium - Ein SWS = 45 Minuten 

Seminar (SE)

Vertiefung des Grundlagenwissens in kleineren Gruppen , ggbfs. in interaktiver Arbeitsform (Gruppengröße ist i.d.R. 30 Teilnehmer). 

Sommersemester (SoSe)

Das Sommersemester beginnt an der Sporthochschule Anfang April und endet Ende September (01.04 - 30.09.). 

Sozialbeitrag

Im Semesterbeitrag enthalten, dient der Deckung von sozialen Einrichtungen des Studentenwerks (Cafe, Mensa…). 

Studienplan

Übersicht aller zu absolovierender Veranstaltungen (VL/SE/ÜB/KS), während des gesamten Studiums inklusive Thesis und Praktika. 

Studierendenparlament

Das Studierendenparlament oder Studentenparlament, abgekürzt StuPa oder SP, ist in der Regel das höchste beschlussfassende Wahlgremium (Organ) einer verfassten Studierendenschaft in Deutschland. 

Semesterticket

Das Semesterticket ist der Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr, ist i.d.R. in den Kosten des Semesterbeitrags enthalten. 

Studiengangsleitung

Verantwortliche Person für den jeweiligen Studiengang. 

StudiengangskoordinatorIn

AnsprechpartnerInnen für Fragen zu den jeweiligen Modulen eines Studienganges sind die Modulbeauftragten und die StudiengangskoordinatorInnen bzw. die StudiengangsleiterInnen.  

T

Transcript of Records

Dokumentation des Studienverlaufs des Studierenden, Ergänzung des Diploma Supplement um die detaillierte Auflistung von einzelnen absolvierten Modulen. 

TutorInnen (Tutis)

Ein Tutor (von lateinisch tutor ‚Vormund‘, ‚Beschützer‘) ist im akademischen Bereich eine Person, die an Universitäten oder Hochschulen mit der Unterrichtung und Leitung anderer beauftragt ist. An der Sporthochschule sind dies i.d.R Studierende. 

Tutorium

"Nachhilfe" unter Anleitung von höhersemestrigen Studierenden. 

U

Übungen (ÜB)

Aneignung von erworbenem Wissen in Beispielaufgaben, sowohl theoretisch als auch praktisch. 

Urlaubssemester

Das Urlaubssemester ist ein halbes Jahr Pause vom Studium, welches von Studierenden an Hochschulen beantragt werden kann. Der Studierende bleibt zwar immatrikuliert, darf aber je nach Studien- oder Prüfungsordnung teilweise nicht am regulären Lehr- bzw. Prüfungsbetrieb teilnehmen. 

V

Vergabeverfahren

Wenn Sie die allgemeinen Zugangsvoraussetzungen (z.B. Abitur) erfüllt haben, um an einer Hochschule zu studieren, ist es  nicht immer möglich, sich direkt in jeden Studiengang einzuschreiben. Stehen weniger Studienplätze zur Verfügung, als von Studieninteressierten nachgefragt werden, müssen Sie zunächst ein Vergabeverfahren durchlaufen. Die Studiengänge, die einem solchen Zulassungsverfahren unterliegen, sind entweder örtlich zulassungsbeschränkt oder bundesweit zulassungsbeschränkt. An der DSHS muss außerdem ein Eignungstest absolviert werden. 

Vorlesungen (VL)

Vermittlung von Fachwissen, zumeist in großen Hörsälen. 

Vorlesungsverzeichnis

Das Vorlesungsverzeichnis ist die Zusammenstellung der für das Semester an einer Hochschule angebotenen Lehrveranstaltungen. 

W

Wintersemester (WiSe)

Das Wintersemester  beginnt im Oktober und endet im März (01.10 - 31.03.). 

Workload

Der Workload ist die Grundlage des ECTS, er drückt den Arbeitsaufwand (Lehrveranstaltungen / Selbststudium)  in Zeitstunden aus. 

Wahlpflichtmodul

Hierbei gibt es die Möglichkeit der Wahl zwischen einem oder mehreren Modulen. Es muss jedoch eines, oder mehrere dieser Module belegt und abgeschlossen werden. 

Z

Zweithörer

Zweithörer sind Studierende, die an einer anderen Hochschule eingeschrieben sind und sich zusätzlich an einer weiteren Hochschule für dasselbe oder ein anderes Fach / andere Fächer einschreiben wollen. Zweithörer sind wie Ersthörer reguläre Studierende und können anerkannte Leistungsnachweise erwerben und Prüfungen ablegen.