Tobias Arenz

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Institut für Pädagogik und Philosophie

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Dissertationsprojekt

Recht und Sport der Moderne. Zu den Möglichkeiten gesellschaftlichen Wandels

Dieses Dissertationsprojekt setzt sich zum Ziel, die inhaltlichen Grundannahmen der Gesellschaftstheorie Mediale Moderne (Schürmann) durch einen Vergleich mit der Systemtheorie und der Kritischen Theorie zu schärfen sowie der praktischen Relevanz ihrer abstrakten Übersetzungsmatrix im Kontext interdisziplinärer Diskurse über die Veränderbarkeit der Moderne nachzugehen. Veränderbarkeit ist keine Eigenschaft eines (irgendwie zu fassenden) »Objekts Gesellschaft«, sondern Ausdruck einer Analyseperspektive, die mit der (vormodernen) Annahme vorgegebener Ordnungen gebrochen hat. Die Moderne ist dann ein Ort der „hegemonialen Kämpfe“ (Marchart), welche um die Bestimmung ihres Grundcharakters geführt werden und in ihren feldspezifischen Formen zu untersuchen sind. Im Zentrum der Arbeit steht dabei die Analyse soziologischer und philosophischer Auseinandersetzungen um die Möglichkeit eines anderen Rechts, welches als normative Ordnung ein besonders geeigneter Gegenstand für die Beobachtung der Verschiebung einer gesamtgesellschaftlichen Grundnorm ist. Daneben soll mit der Herausbildung der Neuen Bewegungskulturen ein soziales Phänomen gesellschaftstheoretisch reflektiert werden, das den Wandel der Moderne im einem sozialen Raum anzeigt, der sich geradezu normbefreit aus seinen performativen Praktiken zu konstituieren scheint. Die Frage ist dann, ob die Veränderungen im »Sport« analog zum „Kampf ums Recht“ (Menke 2013) als ein Schauplatz zu verstehen sind, für den agonale Macht- und Herrschaftsverhältnisse konstitutiv sind und somit die Rede vom „Sport als Selbstzweck“ als eine zynische Tautologie entlarvt werden muss.