NRW Kongress 2026

Referent*innen und Sprecher*innen

Franziska Beus

Kurzvita:

Franziska Beus absolvierte ihr sportwissenschaftliches Bachelorstudium „Bewegung und Gesundheit“ (B.Sc.) an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, wo sie sich grundlegendes Ernährungswissen aneignete. Der anschließende Master „Leistung, Training und Coaching im Spitzensport“ (M.Sc.) an der Deutschen Sporthochschule Köln weckte ihr großes Interesse für den interdisziplinären Bereich der Sporternährung.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Sporternährung umfasst ihr Aufgabenbereich die Ernährungsberatung von (Nachwuchs-)Kaderathlet*innen durch Einzelberatungen und Workshops, die Mitwirkung in der Lehre sowie die aktive Mitarbeit an Forschungsprojekten, insbesondere hinsichtlich REDs und Energieverfügbarkeit.

Abstract:
Die Rolle von Social Media bei der Umsetzung sportspezifischer Ernährungsempfehlungen

Soziale Medien (SoMe) sind zu stetigen Begleitern des alltäglichen Lebens geworden und spielen auch im Alltag von Nachwuchsathlet*innen eine bedeutende Rolle. Hierbei sind Beiträge zu den Themen Fitness und Sport sowie Ernährung und Gesundheit besonders beliebt. Während der einfache Zugang zu Rezeptideen, Ernährungswissen oder Trainingsinhalten die Verhaltensweisen von Athlet*innen positiv beeinflussen kann, bergen die Strukturen von SoMe auch gewisse Risiken. Insbesondere Nachwuchsathlet*innen stellen aufgrund ihrer Entwicklungsphase eine vulnerable Gruppe dar, sodass die Nutzung von SoMe die Selbstwahrnehmung, das Körperbild sowie die Essgewohnheiten langfristig prägen kann. Auch die ungezielte Einnahme potenziell risikobehafteter Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Influencer*innen-Marketing birgt ein weiteres Gesundheitsrisiko. Daher ist eine zielgruppenspezifische Sensibilisierung für den Nutzen und die Gefahren der SoMe essentiell. Der Workshop beabsichtigt den aktuellen Stand der Forschung zu beleuchten sowie Herausforderungen von SoMe anhand praxisnaher Beispiele der gängigen SoMe-Plattformen aufzuzeigen. Darüber hinaus werden Lösungsansätze für den gewissenhaften Umgang mit SoMe im Kontext sportspezifischer Ernährungsempfehlungen erarbeitet.

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bloch

Kurzvita

Bloch ging in Mainz zur Schule und studierte an der örtlichen Johannes Gutenberg-Universität danach bis 1986 Medizin und Philosophie. In den Jahren 1987 und 1988 leistete er seinen Wehrdienst ab und absolvierte anschließend von 1988 bis 1991 ein Zweitstudium im Fach Physik.

Von 1991 bis 2004 war Bloch als wissenschaftlicher Assistent beziehungsweise Oberassistent am Anatomischen Institut der Universität zu Köln tätig. Dort schloss er 1994 seine Doktorarbeit und 2004 seine Habilitation ab. 2004 trat Bloch am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) eine Professorenstelle für Molekulare und Zelluläre Sportmedizin an. Seit 2024 ist er Prorektor für Ressourcen und nachhaltige Entwicklung.

Bis Juni 2016 war Bloch Vorsitzender des Wissenschaftsrats der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Seit 2019 ist er Vorsitzender von Exercise in Medicine Deutschland e. V.

Schwerpunkte Blochs Forschungsarbeit sind die medizinische und zellbiologische Anpassung von Geweben und Organen auf körperliche Belastung. Er befasst sich unter anderem auch mit der Auswirkung von körperlicher Betätigung auf Krebspatienten, dem Thema Epigenetik, Intervalltraining als Mittel zur Verlangsamung des Verlaufs der Krankheit Multiple Sklerose, die Auswirkungen von anabolen Steroiden auf das Herz und mitochondrialen Anpassungsprozesse durch Ausdauertraining.

Alper Bozkurt

Alper Bozkurt

Landestrainer Baseballverband NRW

Akademischer Lebenslauf:

1984 - 1987 Carlo Mierendorff-Schule (Griesheim)
1987 1997 Georg Büchner-Schule (Darmstadt)
1997 Abitur
1997 1998 Zivildienst bei der Caritas (Mainz)
1998 2001 Staatlich anerkannte Berufsausbildung zum Werbekaufmann (Mainz und Frankfurt)
2001 2007 Studium der Sport- und Publizistikwissenschaft an der Johannes Gutenberg – Universität (Mainz)
2001 Baseball Trainer C Lizenz
2003/2004 Berufspraktikum bei ISDF Managing, Marketing & Economic Research als Key Account Manager (Kapstadt, Süd-Afrika)
2007 Baseball Trainer B-Lizenz
2007 Abschluss des Studiums mit Magister Artium
2021 DOSB Zertfikatsausbildung „Nachwuchsleistungssport“

Beruflicher Lebenslauf:

1992 - 1995 Spieler der Darmstadt Rockets (Jugend und Junioren)
1994 Spieler der Junioren-Hessenauswahl
1995 Spieler der Rheinland-Pfalz Juniorenauswahl
1995 Spieler im erweiterten Kader der Juniorennationalmannschaft
1995 - 2005 Spieler der Mainz Athletics 1. Bundesligamannschaft
1998 Head Coach der Mainz Athletics Jugendmannschaft
1999 Spieler der Herren-Nationalmannschaft BRD
2001 Journalistische Tätigkeit während der Baseball EM (Bonn)
2001 - 2003 Leiter der Spielerpasstelle des DBV
2002-2003 Ass. Coach der hessischen Juniorenauswahlmannschaft
2004 Head Coach der hessischen Juniorenauswahlmannschaft
2003/2004 Spieler der Devonshire Rovers (Kapstadt, Süd-Afrika)
2005 Volontariat bei der Deutschen Baseball Akademie e. V.
2005 MLBI Envoy Coach in der Instructional Leagü bei den Milwaukee Brewers (Phoenix AZ, USA)
2005-2009 Manager der türkischen Nationalmannschaften, nationaler Trainerausbilder, Hauptverantwortlicher für die nationale Spielentwicklung
2006-2010 Baseball Head Coach am Kent State College
(Grundschule in Istanbul, TR)
2006/2007 Englischlehrer am Kent State College (Istanbul)
2006/2007 Gründer der Baseball Academy Titans e. V.
Türkischer Meister U13 in 2008 und 2009,
Türkischer Meister U16 in 2008 und 2009,
Türkischer Meister Seniors 2010
2007-2012 Trainerausbilder der Confederation European Baseball (C.E.B.) und Major League Baseball International (MLBI)
2007 Envoy Coach beim Schweizer Baseball Verband im Auftrag der CEB
2007 Pitching Coach der Schweizer Jugend Nationalmannschaft während der EM Qualifikation in Reggio Calabria, Italien
2007 Trainerausbilder für den Schweizer Baseball Verband
2008 Gründer und Präsident der Little Leagü Baseball Turkiye
2008 - 2012 Vorsitzender der CEB Trainerkommission
2009 Life-Kommentator bei der Baseball WM auf Eurosport 2
(Istanbul, Türkei)
2010 Sportlicher Leiter der Attnang-Puchheim Athletics
Staatsmeister der ABL 2010 (höchste Spielklasse Österreichs)
Vizestaatsmeister U13 2010
Seit 2011 Leitender Landestrainer des Baseball und Softball Verbands e. V. Nordrhein-Westfalen
Seit 2011 Ausbilder der Deutschen Baseball Akademie e. V.
Seit 2012 Sportlicher Leiter der Abteilung Baseball des Sportinternats 4
Paderborn
Seit 2012 Head Coach der U21-Mannschaft der Untouchables Paderborn
Seit 2012 Lehrbeauftragter des Universität Paderborn, WPU Baseball/Softball
2013-2019 Talent Scout der Cincinatti Reds (Cincinatti, USA)
Seit 2014 Ass. Coach der U18 Nationalmannschaft BRD
Seit 2020 Nachwuchskoordinator der Untouchables Paderborn

Abstract:
 

Der Relative-Age-Effekt im deutschen Baseball

Der Relative-Age-Effekt (RAE) beschreibt ein strukturelles Selektionsphänomen im Nachwuchsleistungssport, bei dem Athletinnen und Athleten, die nahe an einem festgelegten Stichtag geboren wurden, systematisch begünstigt werden. Insbesondere in körperbetonten Sportarten wie Baseball kann eine altersbedingte physische Überlegenheit zu besseren Leistungsbewertungen, häufigeren Selektionen und verstärkter positiver Rückmeldung führen. Dadurch entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der langfristig zu einer Verzerrung der Talentidentifikation beiträgt.

Die Analyse nationaler und internationaler Beispiele sowie empirischer Daten aus dem deutschen Baseball zeigt eine deutliche Überrepräsentation von im ersten Halbjahr geborenen Athleten. Gleichzeitig weisen später geborene Talente erhöhte Drop-out-Tendenzen auf oder scheiden frühzeitig aus Selektionsprozessen aus. Kurzfristige Leistungsbewertung begünstigt häufig biologisch frühreife Athleten, während spätentwickelte Spieler strukturell benachteiligt werden.

Ein zentraler Bestandteil der Untersuchung ist der Einsatz leistungsdiagnostischer Verfahren wie Sprint- und Wurfgeschwindigkeitsmessungen sowie die Reifegradbestimmung nach der Mirwald-Methode. Ziel ist die Differenzierung zwischen biologischer Entwicklung und tatsächlichem Leistungspotenzial. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass kurzfristiger Erfolg kein verlässlicher Prädiktor für langfristige Leistungsentwicklung ist.

Abschließend werden praxisorientierte Lösungsansätze diskutiert, darunter quartalsbasierte Quotenmodelle, Bio-Banding, eine Reduktion früher Vorselektionen sowie die Sensibilisierung von Trainerinnen und Trainern für die Auswirkungen des RAE. Eine nachhaltige Talententwicklung erfordert eine Neubewertung von Erfolgskriterien zugunsten langfristiger Athletenentwicklung anstelle unmittelbarer Wettkampfergebnisse.

Dr. Björn Braunstein

Dr. Björn Braunstein

Deutsche Sporthochschule Köln

Fabian Conradt

Fabian Conradt

Landestrainer Para Leichtathletik, BRSNW

BERUFSERFAHRUNG
Landestrainer Para Leichtathletik , 02/2024 - heute
Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.
V. (BRSNW), - Duisburg / Bochum
• Periodisierung und Durchführung von Trainingseinheiten
• Sportwissenschaftliche Betreuung der Kaderathlet"innen
• Leistungsdiagnostig und Talentsichtung

Sportwissenschaftler, 08/2021 - 01/2024
Hey Ortho - Dr. Ulf Heydenreich - Dortmund
• Sportmedizinische Trainingstherapie
• Durchführung & Auswertung von Bewegungsanalysen
• Return To Sport Diagnostik

Bereichsleiter der Trainingsfläche, 07 /2019 - 08/2021
B9! Fitness - Bonn
• Konzipierung, Implementierung und Realisierung von Trainingsp länen
& Diagnostikverfahren
• Umsetzung von Individual- & Gruppentrainings
• Trainingswissenschaftliche Schulung des Personals

Athletiktrainer, 04/2018 - 07 /2019
Speedfußball Akademie - Köln
• Neurozentrierte Fußball- und Athletikeinheiten
• Planung, Durchführung & Leitung von Feriencamps, Speed-Tagen &
Workshops
• Durchführung und Analyse von Leistungsdiagnostiken

Personal Trainer, 03/2018 - 07 /2019
Daniel Philipp Personal Training - Köln
• Planung & Durchführung von Personal Trainings
• Betriebliches Gesundheitsmanagement
• Vorträge zu den Thematiken Sport, Ernährung & Stress

AUSBILDUNG
Master of Science: Diagnostik und Intervention, 2017 2019
Ruhr-Universität Bochum - Bochum
Bachelor of Science: Sport und Le istung, 2013 2017
Sporthochschule Köln - Köln

WEITERBILDUNGEN
• DOSB-Trainer B Leistungssport Leichtathletik
• Para Sport: Spezialisierung Para Leichtahtletik
• EXOS Performance Specialist

 

Boris Dragutinovic

Boris Dragutinovic

Deutsche Sporthochschule Köln

Kurzvita:
Boris Dragutinovic schloss 2021 den Masterstudiengang „M.Sc. Leistung, Training und Coaching“ an
der Deutschen Sporthochschule Köln ab. Seitdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für
Kreislaufforschung und Sportmedizin in der Abteilung für Molekulare und Zelluläre Sportmedizin
sowie Mitglied des momentum-Teams. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt auf der
Weiterentwicklung von Wearables für gesundheitsbezogene und sportpraktische Anwendungen. Im
Rahmen seiner Promotion beschäftigt er sich zudem mit Kraft-Geschwindigkeits-Profilen und deren
Einsatz zur Individualisierung von Krafttrainingsinterventionen.

Abstract:
App-basierten Anwendungen für feldnahe Diagnostik und Trainingssteuerung
Boris Dragutinovic1,2 & Inga Schifferdecker1,3

1 Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln, Deutschland
2 Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln, Deutschland
3 Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, Abteilung Leistungsphysiologie, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln, Deutschland


App-basierte Anwendungen haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung für die feldnahe Diagnostik und Trainingssteuerung gewonnen. Sie ermöglichen eine niederschwellige, flexible und häufig kosteneffiziente Erfassung leistungsrelevanter Parameter (z. B. Sprung- und Sprintleistung) direkt im Trainings- und Wettkampfkontext. Insbesondere zur feldnahen Erfassung von Parametern, wie Sprung- und Sprintleistung, werden entsprechende Anwendungen zunehmend sowohl in der sportpraktischen Betreuung als auch im wissenschaftlichen Kontext eingesetzt. In der Praxis wie auch in der Wissenschaft stellt sich dabei jedoch die zentrale Frage, welche Anwendungen tatsächlich valide und reliable Daten liefern. Der Workshop bietet einen strukturierten Überblick über aktuelle Einsatzmöglichkeiten app-basierter Tools im Sportkontext. Ausgehend von den Ergebnissen einer vorab durchgeführten Umfrage werden gezielt jene Anwendungen aufgegriffen, die von den Teilnehmenden bereits genutzt werden oder für die praktische Arbeit als besonders relevant eingeschätzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Bewertung der Validität und Reliabilität der jeweiligen Anwendungen. Dabei sollen app-basierte Verfahren nicht nur hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit, sondern auch in Bezug auf ihre wissenschaftliche Belastbarkeit eingeordnet werden. Dadurch soll herausgearbeitet werden, für welche Anwendungsfelder einzelne Apps geeignet erscheinen, wo ihre Grenzen liegen und in welchen Fällen ein Einsatz in Praxis oder Forschung sinnvoll ist. Der Workshop richtet sich an Personen aus Sportpraxis und Wissenschaft, die app-basierte Anwendungen reflektiert einsetzen, oder deren Nutzung künftig planen, und soll eine evidenzbasierte Grundlage für die fundierte Bewertung und Auswahl geeigneter Anwendungen bieten.

 

Dr. Jan Goldmann

Dr. Jan Goldmann

Deutsche Sporthochschule Köln

Kurzvita

  • Institut für Biomechanik und Orthopädie 
  • Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln 
  • Spezialisiert auf die Biomechanik in den Trainings- und Bewegungswissenschaften
  • Forschungsschwerpunkte: Funktion des menschlichen Fußes und initiales Beschleunigungsverhalten von Athlet*innen im Spitzensport
  • Dozent in universitären Bachelor- und Masterstudiengängen 
  • Autor zahlreicher Publikationen in internationalen Fachzeitschriften und Konferenzbänden
  • Erfinder des Total Toe, eines Krafttrainingsgeräts für die kurze Fußmuskulatur
  • Gewinner des Wettbewerbs „Technologien für eine gesunde Bewegung“

Abstract

 

Dr. Thomas Gutschlhofer

Dr. Thomas Gutschlhofer

Berufliche Tätigkeit
Abteilungsvorstand der Bundessportakademie Graz (BSPA)
Die BSPA Graz ist die staatliche Trainerausbildung in Österreich und in ihrer Funktion mit
der Trainerakademie Köln vergleichbar.
Mitgründer von Strykerlabs
Strykerlabs ist ein Sports-Tech-Unternehmen, das sich auf datenbasierte Analyse und
Entscheidungsunterstützung im Profifußball spezialisiert hat. Das Unternehmen arbeitet
mit über 50 Mannschaften aus neun verschiedenen Ländern zusammen und deckt zentrale
Bereiche wie Trainingssteuerung, taktische Analyse und Scouting ab.
Ausbildung
Doktoratsstudium Sportwissenschaften (Dr. rer. nat.)
Diplomstudium Sportwissenschaften (Mag. rer. nat.)
Diplomstudium Lehramt Bewegung und Sport (Mag. rer. nat.)
Diplomstudium Geschichte (Mag. phil.)
Ingenieur (Ing.)
Zweifache staatliche Trainerausbildung
Sportliche Erfahrung und Praxis
Profifußball: Erfahrung im Athletiktraining und in der Trainingssteuerung,
darunter mehrere Jahre in der österreichischen Bundesliga sowie in
Nachwuchsleistungszentren.
Internationale Bewerbe: Teilnahme an der UEFA Europa League (Erreichen des
Sechzehntelfinales), nationales Cup-Finale und Platz 3 in der Bundesliga.
Leistungssport-Betreuung: Betreuung vonWeltmeister und Jugendweltmeisterin sowie
Athlet*innen beiWM/EM in fünf unterschiedlichen Sportarten.
Autorentätigkeit
Mitautor der Publikation „Angewandte Trainingslehre – Eine Expertise der
Bundessportakademie“ (über 10.000 verkaufte Exemplare).
Publikationen in Fachzeitschriften wie Leistungssport und Fußballtraining.

Abstract:
Trainingssteuerung im Teamsport
Im Teamsport stellt die Trainingssteuerung eine zentrale Herausforderung dar, da individuelle
Leistungsentwicklung und mannschaftliche Anforderungen kontinuierlich in Einklang
gebracht werden müssen. Ziel ist es, Trainingsprozesse so zu gestalten, dass sowohl die
kurzfristige Performance im Wettkampf als auch die langfristige, nachhaltige Entwicklung der
Athlet*innen optimal unterstützt werden. Dabei gilt es, individuelle Unterschiede in
Leistungsniveau und Belastbarkeit innerhalb des engen Rahmens eines dichten
Wettkampfkalenders präzise zu berücksichtigen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Trainingssteuerung ist das Belastungs- und
Verletzungsmanagement. Um die Verfügbarkeit der Athlet*innen über die gesamte Saison
hinweg sicherzustellen, sind gezielte Maßnahmen in den Bereichen Prävention und
Regeneration sowie eine strukturierte und datengestützte Belastungsdosierung erforderlich.
In den letzten Jahren haben digitale Tools und neue Technologien die Möglichkeiten zur
Erfassung und Analyse von Leistungsdaten deutlich erweitert. Für die Praxis entscheidend
ist jedoch nicht die reine Datenmenge, sondern die Fähigkeit, relevante Informationen zu
identifizieren, zu interpretieren und in konkrete Maßnahmen zu überführen. Erst durch diese
Ableitung lassen sich Trainingsprozesse zielgerichtet und wirksam steuern.
Letztlich ist erfolgreiche Trainingssteuerung im Teamsport immer das Ergebnis einer engen
interdisziplinären Zusammenarbeit. Die abgestimmte Koordination zwischen Trainer*innen,
Athletiktrainer*innen, medizinischem Personal und weiteren Beteiligten bildet die Grundlage
für eine konsistente, zielgerichtete und praxisnahe Umsetzung der Trainingsinhalte.

Verena Hagedorn

Verena Hagedorn

Cheftrainerin U21-Frauen des 1. FC Köln, Frauen- Regionalliga-West

Diplom-Sportwissenschaftlerin

Mai 2011: Lizenz: UEFA Pro Level

Beruflicher Werdegang

2006 bis Dezember 2007:            

Trainerin am Calvarienberg in Bad Neuenahr (Eliteschule des Fußballs)

Oktober 2007 bis Juli 2016:         

Verbandssportlehrerin im Fußball-Verband Mittelrhein e.V.

August 2016 bis April 2017:         

Co-Trainerin der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft

April 2017 bis Juni 2019:              

Cheftrainerin der 1. Frauenfußballmannschaft von Bayer 04 Leverkusen, 1. Frauen-Bundesliga

Juli 2019 bis Juni 2023:                

Verbandssportlehrerin im Fußball-Verband Mittelrhein e.V.

Seit Juli 2023:                                 

Cheftrainerin U21-Frauen des 1. FC Köln, Frauen-Regionalliga-West

 

Sportlicher Werdegang

1999-2005:                                       SC 07 Bad Neuenahr, 1. Frauen-Bundesliga

2005-2007:                                       FCR Duisburg, 1. Frauen-Bundesliga

2000, 2001:                                      U18 Europameisterin, U19 Europameisterin

Achim Heck

Achim Heck

Dipl. Sport- und Ernährungswissenschaftler

Achim Heck ist Diplom Sportlehrer (Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln), sowie Diplom Ernährungswissenschaftler (Studium an der Universität Bonn).

Seit 1998 ist er Seminarleiter und Referent für Gesundheitssteuerungsseminare und BGM-Maßnahmen (betriebliches Gesundheitsmanagement) für Firmen.

Seit 2003 ist Achim Heck Inhaber und Leiter des Institutes für Sport & Gesundheit (ISG-Bonn). Ein wichtiger Teil dieser Tätigkeit, besteht in der Vermittlung von Zusammenhängen zwischen Sport, Gesundheit und einer leistungsgerechten Ernährung.

Achim Heck bildete für die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) die Absolventen der Ernährungsberaterlehrgänge im Bereich „Sport und Ernährung“ aus.

Seit 2012 hat er einen Lehrauftrag an der Deutschen Sporthochschule Köln am Institut für Biochemie.

Seit 2016 hat er einen Lehrauftrag an der IST – Hochschule in Düsseldorf für den Bereich Sporternährung.

Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie der DSHS.

Desweiteren ist er für die Universitäre Weiterbildung der DSHS als Referent u.a. beim „DSHS Coach für Sporternährung“, „DSHS Athletiktrainer“, „Master Sport, Ernährung und Bewegung“ tätig.

Abstract:
Sporternährung und Nachhaltigkeit – praxisnahe Umsetzung

Sporternährung steht im Spannungsfeld zwischen Leistungsoptimierung, Regeneration und Gesundheitsförderung. Gleichzeitig rückt die ökologische Dimension unserer Ernährung zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskussionen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erkenntnisse zu Klimawandel, planetaren Grenzen und dem erheblichen Anteil des Ernährungssystems an den globalen Treibhausgasemissionen stellt sich die Frage: Wie lässt sich eine leistungsorientierte Sporternährung nachhaltig gestalten?

Der Vortrag beleuchtet zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen nachhaltiger Ernährung, einschließlich der aktuellen DGE-Empfehlungen mit einem überwiegend pflanzenbasierten Ansatz sowie der „Planetary Health Diet“ als globalem Referenzmodell.

Darauf aufbauend werden zentrale ökologische Kenngrößen wie CO₂-Fußabdruck, Wasserverbrauch und Ressourcenintensität ausgewählter Lebensmittel praxisnah eingeordnet.

Im Mittelpunkt steht die konkrete Umsetzung im sportlichen Alltag:
Welche proteinreichen, leistungsfördernden und zugleich klimafreundlichen Optionen stehen Athlet*innen zur Verfügung? Welche Rolle spielen pflanzliche Alternativprodukte? Wie sind neue Proteinquellen (z. B. Insekten, kultiviertes Fleisch) ernährungsphysiologisch und ökologisch zu bewerten? Und wie lassen sich nachhaltige Strategien in Trainings- und Wettkampfphasen realistisch integrieren?

Ziel des Workshops ist es, evidenzbasierte Empfehlungen mit praktikablen Handlungsempfehlungen zu verbinden. Teilnehmende erhalten konkrete Orientierungshilfen zur Gestaltung einer leistungsadäquaten, ressourcenschonenden Sporternährung und diskutieren Chancen sowie Grenzen einer nachhaltigen Ernährungsweise im Leistungssport.

Denn Klimaschutz ist zugleich Gesundheitsschutz – und damit auch Teil einer zukunftsfähigen Sporternährung.

Rainer Kiefer

Rainer Kiefer

Projektleiter Exzellenzcluster Ausdauer (DBS)

2023 – heute
Projektleiter Exzellenzcluster Ausdauer (DBS)

  • Netzwerk für Ausdauersport: Das ECA ist ein seit Anfang 2023 bestehendes,deutschlandweites Projekt (mit Schwerpunkt in Freiburg), das verschiedene Disziplinenund Experten vernetzt, um Para-Athleten im Ausdauersport gezielt zu fördern und ggf. einen Talenttransfer oder eine Zwei-Sportarten Periodisierung zu unterstützen.
  • Ganzheitliche Förderung: Ziel ist es, durch die Bündelung von Wissen aus Sportwissenschaft, Medizin und Trainerpraxis neue Wege für den sportlichen Erfolg zuebnen und die Leistungsfähigkeit der Athleten nachhaltig zu stärken.
  • Inklusive Nachwuchsarbeit: Ein zentraler Baustein ist das "Sportartenkarussell", das Kindern und Jugendlichen mit Behinderung ermöglicht, verschiedene Ausdauersportarten unverbindlich auszuprobieren und den passenden Verein zu finden.

2021 – 2023
Autor Rahmentrainingskonzeption Para Ski Nordisch (DBS)

  • Entwicklung praxisnaher Leitlinien für Trainerinnen und Trainer
  • Darstellung eines Konzepts für den mehrjährigen Leistungsaufbau zu finden unter parasport.de/training

2012 – 2021
Referent & Trainer in Bildungsformaten

  • Inhaber Nordic-Schule Notschrei & A-Lizenz Trainer Leistungssport
  • Dozent an der Universität Konstanz für Outdoorsport
  • Sportpsychologe in verschiedenen Nationalmannschaften
  • Leiter der Trainerausbildung Nordisch im Skiverband Schwarzwald

Abstract:
Nachhaltige Nachwuchsgewinnung- förderung im Para Sport:
Strategien, Strukturen, Zugänge und Chancen am Beispiel Exzellenzcluster Ausdauer

Die systematische Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchstalenten im Para Sport ist durch verschiedene strukturelle Barrieren erschwert, darunter eine geringe Sichtbarkeit der Sportarten, heterogene Behinderungsbilder, regionale Ungleichverteilungen von Angeboten sowie begrenzte Inklusionsmöglichkeiten im organisierten Sport (allg. Vereinssport). Die Plattform parasport.de trägt dazu bei, Sichtbarkeit und Zugänglichkeit zu verbessern, indem sie bundesweit Informationen zu Veranstaltungen, Einstiegsangeboten und Mitmachformaten bündelt. Ergänzend ermöglicht ein Vereinsfinder Sportanbietern eine größere Reichweite, während ein Sportartenfinder Interessierten eine Orientierung bietet, indem individuelle Interessen und Voraussetzungen mit geeigneten Para-Sportarten abgeglichen werden.

Deutschlandweit organisierte Einstiegsangebote schaffen zusätzliche Zugänge für Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Para Sportarten. Aus zahlreichen dieser Formate haben sich nachhaltige Folgeangebote wie regelmäßige Trainingsgruppen, Lehrgänge und regionale Förderstrukturen entwickelt, die langfristige Entwicklungsperspektiven bis hin zum Leistungssport eröffnen.

Das seit 2023 modellhaft umgesetzte Exzellenzcluster Ausdauer (ECA) des Deutschen Behindertensportverband adressiert diese Herausforderungen mit einem interdisziplinären und sportartenübergreifenden Ansatz. Im Fokus stehen verschiedene Para-Ausdauersportarten, darunter Para Schwimmen, Para Kanu, Para Ski Langlauf/Biathlon, Para Radsport, Para Rudern, Para Leichtathletik (Ausdauer) sowie Para Triathlon. Eine eigene Projekt-Homepage erhöht die Transparenz der Maßnahmen und erleichtert den Zugang für Talente, Trainer*innen und Vereine.

Zu den zentralen Strategien zählen niedrigschwellige Einstiegsformate wie das DBS-Sportartenkarussell, multisportive Schnupperwochenenden für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren, crosssportliche Trainingscamps zur Förderung grundlegender motorischer Fähigkeiten, systematische Maßnahmen zur Talentidentifikation sowie Talentransfer zwischen Sommer- und Winterdisziplinen, beispielsweise im Rahmen eines Zwei-Sportarten-Modells. Ergänzend wird durch die enge Vernetzung von Vereinen, Landesverbänden und Olympiastützpunkten der Aufbau durchgängiger Förderstrukturen unterstützt.

Der Vortrag von L.Neumair und R.Kiefer analysiert zentrale Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und die Übertragbarkeit des ECA-Modells auf weitere Bereiche des Para Sports. Im Fokus stehen insbesondere die Erweiterung von Angebotsstrukturen, Ansätze inklusiver und leistungsorientierter Talententwicklung sowie die Qualifizierung und Entwicklung von Trainer*innen. Ziel ist die Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen und situativer Best-Practice-Beispiele für eine nachhaltige und chancengerechte Nachwuchsarbeit im deutschen Para Sport.

Dr. Wolfgang Killing

Dr. Wolfgang Killing

DBS-Projektkoordinator, DBS-Bildungsreferent Leistungssport

* 12.2.1953      Radevormwald

Sportliche Erfolge als Hochspringer

1976                Olympiateilnehmer

1978                Hallen-Europarekord mit 2,28 m, 3. Platz HEM, Mitglied Europaauswahl

Ausbildung

1980-1983       Trainerlizenzen C, B und A, Studium Trainerakademie Köln

1983-1987       Studium Sozialwissenschaften Uni Wuppertal

1988-1993       Promotion Sportwissenschaften und Lehrauftrag Sporthochschule Köln

Berufs- und Nebentätigkeiten

1975-2026       Vereinstrainer Leichtathletik

1982-2026       Autor von Fachpublikationen und -büchern

1987-2006       Bundestrainer Leichtathletik Hochsprung, Dreisprung, Teamleiter Sprung

1985-2026       Referent auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene

1988-2021       Organisator des internationalen Hoch-/Stabhochsprungmeetings Wuppertal

1989-2019       Initiierung und Durchführung von Forschungsprojekten

2006-2018       Leiter DLV-Trainerakademie Mainz, Wissenschaftskoordinator

2021-2026       DBS-Projektkoordinator, DBS-Bildungsreferent Leistungssport

Abstract:
Neues DBS-Bildungsformat „Weiterbildung Para Sport“

Ein Großteil der für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) tätigen Trainer*innen kommen aus den olympischen Verbänden und haben dort Trainerlizenzen erworben. Beim Wechsel in die Strukturen des DBS, sei es auf Bundes- oder Landesebene, haben sie zunächst wenig Kenntnisse von den Besonderheiten des Para Sports bzw. zum Coaching von Para Athleten. Diese Lücke wurde bisher durch Einweisung der Cheftrainer*innen und kollegiale Gespräche mit erfahrenen Trainer*innen überbrückt. Durch strukturelle und personelle Weiterungen im Para Sport erschien den Verantwortlichen die allein informelle Weitergabe trainingsrelevanter Informationen nicht mehr ausreichend, so dass nach einem professionellen Format gesucht wurde.

Nach Erprobung anderer Formate wie einer eigenständigen A-Trainer-Ausbildung im Para Sport wurde die Weiterbildung Para Sport ins Leben gerufen, die neue Trainer*innen in kompakter Form auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Die Weiterbildung steht auf drei Säulen:

a. sportartübergreifende Einführung, in der die Strukturen des DBS, zentrale Motive des Para Sports wie Inklusion und Chancengleichheit, verschiedene Formen von Behinderung und die Klassifikation vorgestellt werden;

b. sportartspezifische Ausbildung, in der die einzelnen Startklassen, die Bewegungsabläufe und besonderen Trainingsinhalte, nicht zuletzt das jeweilige Wettkampfsystem in den einzelnen Sportarten erläutert werden; und

c. Hospitationen bei erfahrenen (erfolgreichen) Coaches, sogenannten Mentoren der eigenen Sportart im Rahmen des Heimtrainings oder zentraler Maßnahmen.

Im Jahre 2025 fand die erste Weiterbildung für die Sportarten Para Schwimmen, Para Leichtathletik und Para Ski mit insgesamt 23 Teilnehmer*innen statt, von denen bisher 17 alle Prüfungsteile erfolgreich absolviert haben. Nach ausführlicher Evaluation wird die Weiterbildung zum Standard der Trainerqualifikation im DBS und 2026ff in modifizierter Form für andere Para Sportarten fortgeführt.

Dr. Timo Klein-Soetebier

Dr. Timo Klein-Soetebier

Deutsche Sporthochschule Köln

Academic Positions
Since 06/2014: Lecturer, Institute of Training Science and Sport Informatics, Department of
Cognition and Game Research, German Sport University Cologne.
Teaching and research focus: Table tennis, motor control, perception, and sport games.
10/2011 – 06/2014: Research Associate, Department of Sport and Health, Section of Sport
Psychology, University of Paderborn.
06/2010 – 09/2011: Research Associate, Institute of Sport Science, Section of Sport
Psychology and Movement Science, Saarland University.
Education
Ph.D. (Dr. phil.) in Sport Psychology, University of Paderborn, 2014.
Dissertation: The Fitts’ Law in Partner Interaction – Emergent Coordination Patterns and
Systematic Interaction Effects in Cooperative Tasks.
M.Sc. Intelligence and Movement, Bielefeld University, 2010.
B.A. Health and Management, Bielefeld University, 2007.
Research Interests
• Table tennis performance and pedagogy
• Cognitive and perceptual processes in sport games
• Motor learning and coordination under constraints
• Match analysis and tactical behaviour
• Sport-based rehabilitation (e.g., Table Tennis and Parkinson’s disease)

Abstract:
Tischtennisunterricht an Schulen – Wie können wissenschaftliche Erkennt-nisse in die (Unterrichts-)Praxis überführt werden?

Sportlehrkräfte berichten seit Jahren von einer rückläufigen sportmotorischen Leistungsfähig-keit ihrer Schüler:innen. Empirische Langzeituntersuchungen zur körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext stützen diesen Befund und verweisen auf deutliche Defizite in koordinativen und konditionellen Kompetenzbereichen (z. B. Bucksch et al., 2020). Vor diesem Hintergrund erscheinen insbesondere technisch-koordinativ anspruchs-volle Rückschlagsportarten wie Tischtennis im schulischen Setting als herausfordernd. Die Umsetzung entsprechender Unterrichtsvorhaben scheitert nicht selten an strukturellen Rahmen-bedingungen (z. B. eingeschränkte materielle Ausstattung) sowie an einer ausgeprägten intra-individuellen und interindividuellen Leistungsheterogenität (Klein-Soetebier, 2019).

Der Workshop greift diese Problemlage auf und zeigt auf, wie sich Tischtennis unter Berück-sichtigung sportdidaktischer und trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse auch unter restrikti-ven Bedingungen lernwirksam implementieren lässt. Anhand ausgewählter Übungs- und Spiel-formen werden methodische Vereinfachungsstrategien, Differenzierungsmaßnahmen sowie adaptive Aufgabenarrangements vorgestellt, die eine systematische Anbahnung technisch-tak-tischer Kompetenzen ermöglichen (Klein-Soetebier & Klingen, 2024).

Ergänzend wird ein strukturierter Überblick über aktuelle Entwicklungen im Tischtennissport und deren Implikationen für schulische Vermittlungsprozesse gegeben. Diskutiert werden unter anderem moderne Anfängermodelle, integrative Vermittlungskonzepte sowie technologische Innovationen zur Analyse und Optimierung von Schlagtechniken (z. B. sensorgestützte Diag-nostik, videobasierte Feedbacksysteme).

Literatur:

Bucksch, J., Häußler, A., Schneider, K., Finne, E., Schmidt, K., Dadacynski, K., & Sudeck, G. (2020). Bewegungs- und Ernährungsverhalten von älteren Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse der HBSC-Studie 2017/18 und Trends. Die Kinder- und Jugendgesund-heitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) der Weltgesundheitsorganisa-tion – Nationale Survey-Ergebnisse 2017/18, 22-38.

Klein-Soetebier, T. (2018). Tischtennis in der Schule vermitteln. Sportunterricht, 67(12), 66-71.

Klein-Soetebier, T. & Klingen, P. (2024). Tischtennis im Schulsport. Anregungen und Konzepte zur Gestaltung der eigenen Praxis. Springer Essentials, Springer Spektrum Berlin, Heidelberg.

Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert

Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert

Prorektor DSHS Köln

Kurzvita

Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert, Dipl.-Sportlehrer; approb. Arzt; Leiter der Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln; Trainerlizenzen im Hallenhandball und Schwimmen; Arbeitsschwerpunkte Motivations- und Emotionspsychologie, Team- und Gruppenforschung, Sport und psychische Störungen; Psychologie der Sportverletzung; 2004 2006 Professur für Sport und Gesundheit am Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg; seit 2006 Professur für Sport- und Gesundheitspsychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Lothar Linz

Lothar Linz

Leiter Trainerakademie Köln

Vita

  • Geboren 25.08.1965
  • 1986-92 Studium der Psychologie in Bochum (Abschluss: Diplom-Psychologe)
  • Mehrjährige Ausbildungen in Pädagogischer Psychosynthese und in Systemischer Therapie nach Hellinger; Weiterqualifikation in Wingwave-Coaching, Entspannungstechniken, Meditation und Imaginationstechniken sowie zu sportpsychologischen Themen
  • 1992-93 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FernUniversität Hagen und der Ruhr-Universität Bochum
  • 1994-97 Selbstständiger Psychotherapeut im Rahmen der Gemeinschaftspraxis remedium in Bergisch Gladbach
  • 1997-2020 Inhaber der Firma SportsGeist, einem sportpsychologischen Beratungsbüro für Spitzensportler und Trainer. U.a. Verbandspsychologe beim Deutschen Handball-Bund, beim Deutschen Hockey-Bund, beim Deutschen Ringer-Bund und bei Swiss-Volley. Von 2004 2024 leitender Sportpsychologe des Olympiastützpunkts Rheinland
  • 2012 Zusammenschluss mit Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann, Prof. Dr. Jan Mayer und Markus Flemming zur Coaching Competence Cooperation
  • 2020-24 Trainer-Mentor an der Trainerakademie Köln
  • Seit 2024 Direktor der Trainerakademie Köln
Laura Löffler

Laura Löffler

Kurzvita:

  • Seit 09/2025 Abteilungsleiterin Leistungssportentwicklung, Deutscher Behindertensportverband e.V.
  • 10/2017-08/2025 Bereichsleiterin Leistungssport, Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen
  • 01/2017-06/2019 Geschäftsführerin WM 2018 Rollstuhlbasketball gGmbH
  • 02/2011-09/2017 Referatsleiterin Service & Beratung, Deutscher Rollstuhlsportverband
  • Mitglied im Kuratorium von Momentum / DSHS

Abstract:
Neues DBS-Bildungsformat „Weiterbildung Para Sport“

Ein Großteil der für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) tätigen Trainer*innen kommen aus den olympischen Verbänden und haben dort Trainerlizenzen erworben. Beim Wechsel in die Strukturen des DBS, sei es auf Bundes- oder Landesebene, haben sie zunächst wenig Kenntnisse von den Besonderheiten des Para Sports bzw. zum Coaching von Para Athleten. Diese Lücke wurde bisher durch Einweisung der Cheftrainer*innen und kollegiale Gespräche mit erfahrenen Trainer*innen überbrückt. Durch strukturelle und personelle Weiterungen im Para Sport erschien den Verantwortlichen die allein informelle Weitergabe trainingsrelevanter Informationen nicht mehr ausreichend, so dass nach einem professionellen Format gesucht wurde.

Nach Erprobung anderer Formate wie einer eigenständigen A-Trainer-Ausbildung im Para Sport wurde die Weiterbildung Para Sport ins Leben gerufen, die neue Trainer*innen in kompakter Form auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Die Weiterbildung steht auf drei Säulen:

a. sportartübergreifende Einführung, in der die Strukturen des DBS, zentrale Motive des Para Sports wie Inklusion und Chancengleichheit, verschiedene Formen von Behinderung und die Klassifikation vorgestellt werden;

b. sportartspezifische Ausbildung, in der die einzelnen Startklassen, die Bewegungsabläufe und besonderen Trainingsinhalte, nicht zuletzt das jeweilige Wettkampfsystem in den einzelnen Sportarten erläutert werden; und

c. Hospitationen bei erfahrenen (erfolgreichen) Coaches, sogenannten Mentoren der eigenen Sportart im Rahmen des Heimtrainings oder zentraler Maßnahmen.

Im Jahre 2025 fand die erste Weiterbildung für die Sportarten Para Schwimmen, Para Leichtathletik und Para Ski mit insgesamt 23 Teilnehmer*innen statt, von denen bisher 17 alle Prüfungsteile erfolgreich absolviert haben. Nach ausführlicher Evaluation wird die Weiterbildung zum Standard der Trainerqualifikation im DBS und 2026ff in modifizierter Form für andere Para Sportarten fortgeführt.

Claus Lufen

Claus Lufen

Moderator

Kurzvita

Der gebürtige Niederrheiner arbeitet als Fernseh-Sportjournalist für die ARD.
Nach dem Abitur studierte er an der Deutschen Sporthochschule mit Schwerpunkt Sportpublizistik. Im entsprechenden Institut war Lufen als studentischer Mitarbeiter tätig. Seine Diplomarbeit machte er zum Thema "psychoregulative Maßnahmen im Profitennis".
Seit 30 jahren berichtet Claus Lufen von großen Sportereignissen wie Fußball-Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen.
Seine sportlichen Schwerpunkte sind dabei Fußball, leichtathletik, Beachvolleyball und Wintersport.

Lotte Meyberg

Lotte Meyberg

Deutsche Sporthochschule Köln

Vita

Lotte Meyberg hat ihr ernährungswissenschaftliches Bachelorstudium in Nutrition Science (B.Sc.) in den Vereinigten Staaten von Amerika (Georgia State University) absolviert. Durch ihre Begeisterung für den Leistungssport und eigene Erfahrungen im Laufsport ist sie daran interessiert, Athlet*innen durch eine individuell optimierte Ernährung und Nährstoffzufuhr bestmöglich zu unterstützen.  

Ihre aktuellen Tätigkeiten in der Abteilung Sporternährung (Institut für Biochemie) umfassen unter anderem die Betreuung von (Nachwuchs-) Kaderathlet*innen (Initiative Momentum & OSP Rhein-Ruhr), sowie die Mitarbeit an verschiedenen Forschungsprojekten. Im Rahmen ihrer Masterarbeit (M.Sc.-Leistung, Training und Coaching im Spitzensport) befasst sie sich mit den ernährungsphysiologischen Aspekten eines relativen Energiedefizits im Sport (REDs) und den methodischen Ansätzen hierfür potenziell geeigneter Indikatoren.

Abstract

Die Rolle von Social Media bei der Umsetzung sportspezifischer Ernährungsempfehlungen
Soziale Medien (SoMe) sind zu stetigen Begleitern des alltäglichen Lebens geworden und spielen auch im Alltag von Nachwuchsathlet*innen eine bedeutende Rolle. Hierbei sind Beiträge zu den Themen Fitness und Sport sowie Ernährung und Gesundheit besonders beliebt. Während der einfache Zugang zu Rezeptideen, Ernährungswissen oder Trainingsinhalten die Verhaltensweisen von Athlet*innen positiv beeinflussen kann, bergen die Strukturen von SoMe auch gewisse Risiken. Insbesondere Nachwuchsathlet*innen stellen aufgrund ihrer Entwicklungsphase eine vulnerable Gruppe dar, sodass die Nutzung von SoMe die Selbstwahrnehmung, das Körperbild sowie die Essgewohnheiten langfristig prägen kann. Auch die ungezielte Einnahme potenziell risikobehafteter Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Influencer*innen-Marketing birgt ein weiteres Gesundheitsrisiko. Daher ist eine zielgruppenspezifische Sensibilisierung für den Nutzen und die Gefahren der SoMe essentiell. Der Workshop beabsichtigt den aktuellen Stand der Forschung zu beleuchten sowie Herausforderungen von SoMe anhand praxisnaher Beispiele der gängigen SoMe-Plattformen aufzuzeigen. Darüber hinaus werden Lösungsansätze für den gewissenhaften Umgang mit SoMe im Kontext sportspezifischer Ernährungsempfehlungen erarbeitet.

Lina Neumair

Lina Neumair

Abstract:
Nachhaltige Nachwuchsgewinnung- förderung im Para Sport:
Strategien, Strukturen, Zugänge und Chancen am Beispiel Exzellenzcluster Ausdauer

Die systematische Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchstalenten im Para Sport ist durch verschiedene strukturelle Barrieren erschwert, darunter eine geringe Sichtbarkeit der Sportarten, heterogene Behinderungsbilder, regionale Ungleichverteilungen von Angeboten sowie begrenzte Inklusionsmöglichkeiten im organisierten Sport (allg. Vereinssport). Die Plattform parasport.de trägt dazu bei, Sichtbarkeit und Zugänglichkeit zu verbessern, indem sie bundesweit Informationen zu Veranstaltungen, Einstiegsangeboten und Mitmachformaten bündelt. Ergänzend ermöglicht ein Vereinsfinder Sportanbietern eine größere Reichweite, während ein Sportartenfinder Interessierten eine Orientierung bietet, indem individuelle Interessen und Voraussetzungen mit geeigneten Para-Sportarten abgeglichen werden.

Deutschlandweit organisierte Einstiegsangebote schaffen zusätzliche Zugänge für Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Para Sportarten. Aus zahlreichen dieser Formate haben sich nachhaltige Folgeangebote wie regelmäßige Trainingsgruppen, Lehrgänge und regionale Förderstrukturen entwickelt, die langfristige Entwicklungsperspektiven bis hin zum Leistungssport eröffnen.

Das seit 2023 modellhaft umgesetzte Exzellenzcluster Ausdauer (ECA) des Deutschen Behindertensportverband adressiert diese Herausforderungen mit einem interdisziplinären und sportartenübergreifenden Ansatz. Im Fokus stehen verschiedene Para-Ausdauersportarten, darunter Para Schwimmen, Para Kanu, Para Ski Langlauf/Biathlon, Para Radsport, Para Rudern, Para Leichtathletik (Ausdauer) sowie Para Triathlon. Eine eigene Projekt-Homepage erhöht die Transparenz der Maßnahmen und erleichtert den Zugang für Talente, Trainer*innen und Vereine.

Zu den zentralen Strategien zählen niedrigschwellige Einstiegsformate wie das DBS-Sportartenkarussell, multisportive Schnupperwochenenden für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren, crosssportliche Trainingscamps zur Förderung grundlegender motorischer Fähigkeiten, systematische Maßnahmen zur Talentidentifikation sowie Talentransfer zwischen Sommer- und Winterdisziplinen, beispielsweise im Rahmen eines Zwei-Sportarten-Modells. Ergänzend wird durch die enge Vernetzung von Vereinen, Landesverbänden und Olympiastützpunkten der Aufbau durchgängiger Förderstrukturen unterstützt.

Der Vortrag von L.Neumair und R.Kiefer analysiert zentrale Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und die Übertragbarkeit des ECA-Modells auf weitere Bereiche des Para Sports. Im Fokus stehen insbesondere die Erweiterung von Angebotsstrukturen, Ansätze inklusiver und leistungsorientierter Talententwicklung sowie die Qualifizierung und Entwicklung von Trainer*innen. Ziel ist die Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen und situativer Best-Practice-Beispiele für eine nachhaltige und chancengerechte Nachwuchsarbeit im deutschen Para Sport.

Dr. Jeannine Ohlert

Dr. Jeannine Ohlert

Deutsche Sporthochschule Köln

Kurzvita

Dr. Jeannine Ohlert, Diplom-Psychologin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln und zudem Teil des momentum Teams. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Prävention interpersonaler Gewalt im Sport, Gruppenprozesse sowie Persönlichkeitsentwicklung von Athlet*innen. Zudem ist sie als Referentin in der Aus- und Weiterbildung zum Thema Prävention interpersonale Gewalt in Vereinen und Verbänden tätig.

 

Abstract
„Meet the Expert“ – Führung im Teamsport

Die Führung von Teams im Mannschaftssport stellt eine komplexe und vielschichtige Herausforderung dar, die insbesondere im Nachwuchsleistungssport besondere Anforderungen an Trainer*innen und Führungspersonen stellt. Die Expertenrunde widmet sich diesem Themenfeld aus interdisziplinärer Perspektive und verbindet praxisnahe Erfahrungen mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Im Zentrum der Veranstaltung steht eine moderierte Diskussion mit drei Expert*innen, die die Perspektive der Trainer*innen, der Spieler*innen sowie der Wissenschaft einbringen. Dabei werden zentrale Fragestellungen zur Entwicklung und Veränderung von Führungsphilosophien, zu spezifischen Anforderungen im Nachwuchs- versus Spitzensport sowie zu notwendigen Kompetenzen von Trainer*innen behandelt. Ergänzend wird die Perspektive von Athletinnen integriert, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Führungsspieler*innen sowie potenzielle Konfliktfelder zwischen Trainer*innen und Teammitgliedern.

Weiterhin wird ein wissenschaftliches Konzept von „erfolgreicher“ Führung im Sport, der Bedeutung von Motivation und Leistungsdruck sowie der Persönlichkeitsentwicklung junger Athlet*innen vorgestellt. Zudem werden aktuelle gesellschaftlich relevante Themen wie psychische Gewalt und Machtmissbrauch im Kontext von Führungsprozessen kritisch reflektiert.

Die Expertenrunde greift praxisrelevante Herausforderungen auf, etwa sinkende Motivation im Nachwuchsleistungssport, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Teamführung sowie Möglichkeiten der Trainer*innenfortbildung. Durch die Öffnung für Publikumsfragen wird ein dialogischer Austausch gefördert, der unterschiedliche Perspektiven integriert und zur Entwicklung konkreter Lösungsansätze beiträgt.

Insgesamt zielt die Expertenrunde darauf ab, ein vertieftes Verständnis von Führung im Mannschaftssport zu vermitteln und Impulse für eine reflektierte, verantwortungsvolle und entwicklungsfördernde Führungspraxis zu geben.

Klaus Pabst

Klaus Pabst

Berufliche Tätigkeiten
07/2025 – heute Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) Stellvertretender Vorsitzender Verbandsgruppe Nordrhein
04/2003 - heute Deutsche Sporthochschule Köln Lehrbeauftragter Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten
09/1998 - heute 1. Jugend-Fußball-Schule Köln e.V./Fußball-Internat Köln 2. Vorsitzender
10/1996 - heute Philippka-Sportverlag - Fester freier Mitarbeiter Redaktion Fußballmedien Associate Editor "Success in Soccer"
04/1996 - heute taxofit 1. Jugend-Fußball-Schule Köln Geschäftsführender Trainer und Inhaber
03/2023 – 07/2025 Macromedia Akademie Lehrbeauftragter Sportwissenschaften, Neue Geschäftsfelder im Fußball
08/2012 – 06/2013 Viktoria Köln Sportlicher Leiter Nachwuchs
07/2005 – 06/2012 1. FC Köln Sportlicher Leiter U15 - U8
01/1994 - 06/1998 1. FC Köln Trainer im Basisbereich (U10, U9, U8)

Abstract:

Einzel-/Kleingruppentraining: Detail-Coaching im Fußball

„Mein Trainer sagt, mein Spielaufbau ist schlecht!“ Mit dieser Aussage kontaktierte uns der junge U17-Bundesligaspieler und suchte Rat. Was sich erstmal nach einer erheblichen technisch-taktischen Baustelle anhörte, stellte sich letztlich als Fehler im Detail heraus. Beim einfachen beidfüßigen Passspiel gegen eine Wand zeigte sich, dass die Fußspitze des jeweiligen Standbeines meist schräg stand und nicht in Passrichtung zeigte. Nach einigen Wochen Detailtraining folgte die Belohnung für den Spieler durch seinen Trainer: „Dein Spielaufbau hat sich zuletzt deutlich verbessert, Klasse, weiter so!“

Einzel- oder Kleingruppentraining ist also vor allem Detailcoaching, wozu ein Trainer im Mannschaftstraining normalerweise weder Zeit noch Kapazitäten hat. Hinter jeder Technik stecken eine Vielzahl Details, die es gilt zu erkennen, zu korrigieren und zu trainieren.

Effektiv für das Detail-Coaching sind Gruppen von einem bis zu vier Spielern, die ein ähnliches Leistungsniveau haben. Eine 75minütige Trainingseinheit gliedert sich dabei in folgende Teile:

  1. Technisches Aufwärmen und technisches Detailtraining: ca. 45 Minuten
  2. Positionstraining mit technisch-taktischen Hinweisen: ca: 30 Minuten
  3. Ggfs. Motivations-/Wettkampfaufgabe (Challenge): ca. 10 Minuten

Die Trainingsdemonstration zeigt verschiedene Trainingsformen zum technischen Detailtraining und fokussiert sich somit auf Teil 1 eines Einzel-/Kleingruppentrainings.

 

 

Bernhard Peters

Bernhard Peters

Viele Jahre hat Bernhard Peters als Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft
erfolgreich gewirkt und unter anderem zwei Weltmeistertitel mit den Herren
gewonnen. Ab 2006 war er im Profifußball als Direktor Sport bei der TSG 1899
Hoffenheim und später beim Hamburger SV tätig. Dort arbeitete er täglich mit
Athleten, Trainern und Experten zusammen, um Werte, inhaltliche Leitlinien und
strategische Prozesse als Grundlage nachhaltigen Erfolgs zu etablieren. Während
seiner gesamten Laufbahn im Spitzensport hat Bernhard Strategie und Führung als
zwei zentrale Erfolgsfaktoren definiert. Mittlerweile gründete Bernhard Peters mit
BPTC Sports und dem High Performance Sports Institute mehrere Unternehmen zur
Entwicklung und Begleitung von Sportorganisationen, Führungskräften und Trainern.


LEBENSLAUF
• Ehem. Bundestrainer der deutschen Hockey-Nationalmannschaft (2000-
2006)
• Weltmeister 2002 und 2006
• Direktor Profifußball bei TSG 1899 Hoffenheim (2006–2014)
• Direktor Sport beim Hamburger SV (2014–2018)
• Gründer & Initiator des High Performance Sports Institute (HPSI) und von
BPTC Sports
• Berater, Speaker & Dozent im Bereich wertebasierte Führung und
strategische Sportentwicklung
ERFOLGE
• 2× Hockey-Weltmeister als Bundestrainer (2002, 2006)
• Aufbau der sportlichen Struktur bei TSG Hoffenheim in der Bundesliga
• Entwicklung und Etablierung strategischer Nachwuchskonzepte im
Profifußball
• Konzeption und Mitgestaltung des HSV Campus – eines der modernsten
Nachwuchsleistungszentren Deutschlands
• Einer der prägenden Köpfe für sportstrategisches Denken im deutschen
Leistungssport
• Gründungsmitglied und Teil der Hall of Fame der deutschen Trainerinnen
und Trainer des DOSB

Helena Pietsch

Helena Pietsch

Bundestrainerin Nachwuchs in der Para Leichtathletik Deutscher Behindertensportverband e.V.

2006-2009 Studium Diplom Sportmanagement
2009 2019 Hauptamtliche Nachwuchstrainerin beim TSV Bayer 04 Leverkusen Verschiedene Referententätigkeiten
2010 B-Trainerin Leichtathletik (DLV)
2015 2019 Blocktrainerin Nachwuchs beim DBS (Honorarbasis)
ab 2019 Bundestrainerin Nachwuchs (Para Leichtathletik)
2020 2022 A-Trainerin Leistungssport Leichtathletik (DLV)
2024 Mitwirkung an der Para Leichtathletik Online Weiterbildung als Referentin zum Thema „Nachwuchssport“ und „Sprint mit Prothese“

Univ.-Prof. Dr. Georg Predel

Univ.-Prof. Dr. Georg Predel

Deutsche Sporthochschule Köln

Dr. Lena Riemer

Dr. Lena Riemer

Deutsche Sporthochschule Köln

Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin

Lizenziertes Untersuchungszentrum des DOSB

Miryam Roper

Miryam Roper

Miryam Roper ist Athletiktrainerin im Nachwuchsleistungssport des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes und Spitzenjudoka. Als dreifache Olympionikin für Deutschland und Panama, ehemalige Weltranglisten-Erste und WM-Bronzemedaillengewinnerin kennt sie die Anforderungen und Herausforderungen des internationalen Leistungssports aus eigener Erfahrung – inklusive des Umgangs mit Verletzungen und dem Weg zurück auf Topniveau. Heute gibt sie dieses Wissen an junge Athlet:innen weiter und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der athletischen Entwicklung.

Abstract:
Als ehemalige Spitzensportlerin im Judo und Athletiktrainerin im Nachwuchsleistungssport verbinde ich trainingswissenschaftliche Ansätze mit eigenen Erfahrungen aus dem Hochleistungssport.
Ich habe in meiner aktiven Karriere selbst schwere Verletzungen, einschließlich einer Schulteroperation, die meine weitere sportliche Karriere in Frage gestellt hat, erlebt. Diese Phase hat mir gezeigt, dass Verletzungen nicht nur körperliche Traumata sind, sondern immer auch eine erhebliche psychische Komponente mit sich bringen. Diese Erfahrung prägt heute meine Arbeit mit jungen Athlet:innen.
In meiner Tätigkeit beim Nordrhein-Westfälischen Judoverband verfolge ich eine ganzheitliche Trainingsphilosophie mit dem Ziel, robuste und belastbare Athlet:innen zu entwickeln. Verletzungen betrachte ich dabei als Teil der sportlichen Karriere, auf den Athlet:innen langfristig vorbereitet werden müssen – sowohl körperlich als auch mental.
Ein zentraler Baustein unserer Arbeit sind halbjährliche Screenings ab der U18. Diese dienen dazu, potenzielle Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, die Athlet:innen zu sensibilisieren und objektive Leistungsdaten zu erfassen. Diese Werte bilden im Verletzungsfall eine wichtige Grundlage für den Return-to-Play-Prozess und ermöglichen eine Orientierung am individuellen Vorverletzungsniveau.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Phase nach einer Verletzung, die weit über die körperliche Rehabilitation hinausgeht. Eine Verletzung bedeutet häufig auch eine mentale Herausforderung und kann eine Identitätskrise auslösen: Wer bin ich ohne meinen Sport? Wie kann ich meinem Körper wieder vertrauen? Deshalb ist eine begleitende Betreuung durch sportpsychologische Expert:innen sinnvoll.
Überdies zeigen Studien, dass Athlet:innen während Verletzungsphasen ein deutlich erhöhtes Risiko für depressive Symptome haben. Soziale Einbindung spielt eine zentrale präventive Rolle, so dass der Kontakt zur Trainingsgruppe, die häufig einen zentralen Teil des sozialen Umfelds darstellt, nicht verloren gehen darf.
Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Training, Medizin, Physiotherapie und Sportpsychologie ist entscheidend für einen erfolgreichen Return to Sport. Ziel ist es, Athlet:innen nicht nur zurück in den Sport zu führen, sondern sie langfristig widerstandsfähiger zu machen.

Michael Scharf

Michael Scharf

Direktor Leistungssport beim Landessportbund NRW e.V.

geb. 19.07.1961 in Bonn, wohnhaft in Bornheim-Hersel (bei Bonn)

2 Kinder Franziska 31 und Marie 28
verheiratet mit Katja Speelmans

Dipl. Sportlehrer und Dipl. Psychologe (Studium 1983 – 1992 Uni Köln und Uni Bonn)
Mitglied der evangelisch freikirchlichen Gemeinde Bonn

Berufliche Vita:
Leiter Olympiastützpunkt Rheinland von Juli 2004 bis Aug. 2018

Bundestrainer Frauen Moderner Fünfkampf 2002 2004 (Kim Raisner 5. Platz Athen 2004)
Geschäftsführer der Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 e.V. (Sportverein mit über 8500 Mitgliedern) (1993-2002)
Landestrainer Moderner Fünfkampf 1989 1992

Sportliche Vita:
Olympiakader 1988
Deutscher Meister 1987
Deutscher Mannschaftsmeister 1981, 1985,1987,1988
4 facher WM Teilnehmer (beste Platzierung im Einzel 9. Platz 1986)

Bronze Europapokal 1983
Bronze Militär Weltmeisterschaft 1983

Deutscher Junioren-Mannschaftsmeister 1982

sonstiges (Ehrenämter):
Vorsitzender der SSF Bonn 1905 e.V. von 1996 bis 2012 sowie 2024 2026

„Ehrenvorsitzender“ der SSF Bonn 1905 e.V.“ seit 2012

Präsident des Deutschen Verbandes für Mod. Fünfkampf von 2016 bis 2021

Mitglied im Präsidium des Landesverbandes für Mod. Fünfkampf NRW seit 1985 davon

Präsident des Landesverbandes für Mod. Fünfkampf NRW von 1997 2007
Vorsitzender des Stadtsportbundes Bonn von 2013 bis 2019

Vorstand der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG Rheinland) von 2004 bis 2018

Vorstand des Vereins Partner Sport und Bildung im Rhein Kreis Neuss von 2012 bis 2018

Mitglied im Beirat Leistungssportentwicklung des DOSB 2009 2014

Mitglied im Direktorenkreis des DOSB von 2009 2016

Sprecher der Olympiastützpunkte in Deutschland von 2008 2016

Inga Schifferdecker

Kurzvita 

Inga Schifferdecker absolvierte ihr sportwissenschaftliches Bachelorstudium „Sport und Leistung“ (B.Sc.) an der Deutschen Sporthochschule Köln, wo sie sich grundlegendes Wissen zu den biologischen Einflussfaktoren der körperlichen Leistungsfähigkeit aneignete. Der anschließende Master „Leistung, Training und Coaching im Spitzensport“ (M.Sc.) weckte ihr großes Interesse an den Themen sportartspezifische Trainingsgestaltung und Individualisierung im Trainingsprozess.

Seit ihrem Masterabschluss ist sie Mitarbeitende und Promovierende am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik in der Abteilung Leistungsphysiologie. Im Rahmen ihrer Tätigkeit beschäftigt sie sich unter anderem mit der Weiterentwicklung leistungsdiagnostischer Methoden, deren nachhaltiger Überführung in die Sportpraxis sowie der Ableitung individueller Trainingsempfehlungen.

Im Zentrum ihrer Promotion steht die Identifikation physiologischer Leistungsdeterminanten im Radsport. Dabei widmet sie sich insbesondere der Frage, wie Disziplin, Leistungsniveau und biologisches Geschlecht die Relevanz dieser Determinanten beeinflusst.

Abstract:
App-basierten Anwendungen für feldnahe Diagnostik und Trainingssteuerung
Boris Dragutinovic1,2 & Inga Schifferdecker1,3

1 Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln, Deutschland
2 Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln, Deutschland
3 Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, Abteilung Leistungsphysiologie, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln, Deutschland


App-basierte Anwendungen haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung für die feldnahe Diagnostik und Trainingssteuerung gewonnen. Sie ermöglichen eine niederschwellige, flexible und häufig kosteneffiziente Erfassung leistungsrelevanter Parameter (z. B. Sprung- und Sprintleistung) direkt im Trainings- und Wettkampfkontext. Insbesondere zur feldnahen Erfassung von Parametern, wie Sprung- und Sprintleistung, werden entsprechende Anwendungen zunehmend sowohl in der sportpraktischen Betreuung als auch im wissenschaftlichen Kontext eingesetzt. In der Praxis wie auch in der Wissenschaft stellt sich dabei jedoch die zentrale Frage, welche Anwendungen tatsächlich valide und reliable Daten liefern. Der Workshop bietet einen strukturierten Überblick über aktuelle Einsatzmöglichkeiten app-basierter Tools im Sportkontext. Ausgehend von den Ergebnissen einer vorab durchgeführten Umfrage werden gezielt jene Anwendungen aufgegriffen, die von den Teilnehmenden bereits genutzt werden oder für die praktische Arbeit als besonders relevant eingeschätzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Bewertung der Validität und Reliabilität der jeweiligen Anwendungen. Dabei sollen app-basierte Verfahren nicht nur hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit, sondern auch in Bezug auf ihre wissenschaftliche Belastbarkeit eingeordnet werden. Dadurch soll herausgearbeitet werden, für welche Anwendungsfelder einzelne Apps geeignet erscheinen, wo ihre Grenzen liegen und in welchen Fällen ein Einsatz in Praxis oder Forschung sinnvoll ist. Der Workshop richtet sich an Personen aus Sportpraxis und Wissenschaft, die app-basierte Anwendungen reflektiert einsetzen, oder deren Nutzung künftig planen, und soll eine evidenzbasierte Grundlage für die fundierte Bewertung und Auswahl geeigneter Anwendungen bieten.

Prof. Dr. med. Romain Seil

Prof. Dr. med. Romain Seil

Short CV Prof. Dr. med. Romain Seil, Luxembourg

Prof. Seil is a Luxembourg-native knee surgeon. He trained in Luxembourg, Belgium, Germany and USA. He was appointed professor in orthopaedic surgery at the University of Saarland, Germany in 2007. Prof. Seil has been working at the Centre Hospitalier de Luxembourg from 2004 where he served as CMO of the Division of Neurosciences and Musculoskeletal Diseases from 2015 to 2025.

Prof. Seil is co-director of the IOC-accredited French-speaking Research Centre for Prevention of Injury and Protection of Athlete Health Network ReFORM. He is co-founder of ESSKA’s Pediatric ACL registry. He received several awards for his scientific work, co-edited several books, (co-)authored several hundred peer-reviewed publications and book chapters. He is a founding member of ESSKA’s Journal of Experimental Orthopaedics, co-editor, editorial board member and reviewer of several scientific journals in orthopaedic surgery and sports medicine.

Prof. Seil is a member of the Health, Medicine and Science commission of the International Olympic Committee (IOC) and of many national and international societies, among which ISAKOS and the ACL study group. He has been appointed honorary member of several scientific societies in Europe. He is past president of ESSKA (www.esska.org) and GOTS (www.gots.org) and president of LIROMS (www.liroms.lu). He chairs the medical and scientific commission of the Luxembourgish Olympic Committee (COSL) and is a member of the board of directors of the Sports Medicine Society in Luxembourg and the Luxembourg Institute of High Performance in Sports (LIHPS). He was an ESSKA-AOSSM travelling fellow in 2001 and godfather in 2019.

Dr. Sebastian Staacks

Dr. Sebastian Staacks

Kurzvita:

Sebastian Staacks ist Physiker und promovierte in experimenteller Festkörperphysik. Er ist Entwickler der Smartphone-App "phyphox", die weltweit in Lehre und Forschung eingesetzt wird um Smartphone-Sensoren als Messinstrumente zugänglich zu machen. Als Akademischer Oberrat am 2. Physikalischen Institut A der RWTH Aachen University arbeitet er insbesondere an der Weiterentwicklung digitaler Werkzeuge für die Physiklehre. Sein Fokus liegt auf innovativen didaktischen Konzepten, die moderne Technologien sinnvoll in den Schulunterricht und die Hochschullehre integrieren.

 

Thomas Stöggl

Thomas Stöggl

ACADEMICS:

1996-2001           University studies of a) Sports Science at the Philosophical Faculty at the University of Salzburg and b) Mathematics at the Faculty of Natural Sciences at the University of Salzburg

2001                      Masters degree in both studies (Diploma Mag. Phil.)

2001-2006           Ph.D. study in the field of Sport Science and Kinesiology; University of Salzburg (passed with distinction on 21st Dec. 2006)

2004-2012           Member of the Christian Doppler Laboratory "Biomechanics in Skiing"

2006-2007           Practical year as a teacher at the BORG Nonntal in Mathematics (7th class, advised by Ms. Weidenholzer) and Physical Education (5th class, advised by Andreas Oberhauser)

2007-2011           University Assistant at the Department of Sport Science and Kinesiology, University of Salzburg. Post Doc Study

12th April 2011   Habilitation University of Salzburg - Associate Professor.
Venia Docendi: “Training Science” and “Biomechanics”

Since 2011:         Associate professor at the University of Salzburg - Department of Sport Science and Kinesiology – permanent full position

2011-2014           Part time employment as a guest researcher/professor at the Midsweden University Östersund (Swedish Winter Sports Research Centre)

2020-2022           Sport Scientific Consultation of the Austrian Cross-Country Skiing National Team

2019-2023           Full Professor in Sport Science University of Salzburg

2019-2025           President of the International College of Science and Skiing (ICSS)

2019-2024           Head of Research & Development /Science and Diagnostics Team at the Red Bull Athlete Performance Center

2024                      Ordinationsassistenz

Since 2023           Private Docent Department Sport and Exercise Science – University of Salzburg

Since 2025           Head of Global Performance Innovation /Science at the Red Bull Athlete Performance Center

 

PERSONAL SPORT HISTORY:

1993-2008           Austrian National Team Cross-Country Skiing: 14 times Austrian Champion; Top 20 rankings in the World Cup; World Championships Oberstorf 2005 and Sapporo 2007

2000-2014:          Inline Speedskating Marathon: Austrian Champion Marathon 2013; Former Austrian record holder Marathon Distance (53:40,0).

1987 ff:                Academic champion in decathlon; Regional champion youths “Land Salzburg, Bezirk Pinzgau” in Running, Athletics, Alpine skiing, Tennis, Swimming and Gymnastics.

 

 

 

Dr. Marion Sulprizio

Dr. Marion Sulprizio

Diplom Psychologin, Deutsche Sporthochschule Köln

Abstract:

Leistung unter Druck
Viele Athlet:innen können ihre optimale Leistung im Wettkampf häufig nicht abrufen und berichten davon, dass der Druck zu groß gewesen sei. Im Workshop werden sportpsychologische Basics zum Thema „Leistung unter Druck“ vermittelt. Die Teilnehmenden lernen dabei sowohl psychologische Grundlagen als auch exemplarisch praktische Tools kennen, die sie mit ihren Athlet:innen oder Teams trainieren und auch für sich selbst nutzen können. Vor allem mit Blick auf die psychische Gesundheit von jungen Athlet:innen sollen folgende Fragen im Workshop beantwortet werden: Was ist Leistungsdruck? Warum versagen manche Athlet:innen im entscheidenden Moment? Welche Faktoren erhöhen den Druck? Wie kann im Training Druck simuliert werden? Welche mentalen Techniken können helfen?

Dr. Alexander Törpel

Dr. Alexander Törpel

Kurzvita:

Dr. Alexander Törpel ist Sportwissenschaftler und arbeitet seit Ende 2019 als Bundestrainer Diagnostik für den Deutschen Schwimm-Verband e. V. (DSV). Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität in Magdeburg sowie als Gastwissenschaftler an der University of Canberra, Research Institute for Sport and Exercise in Australien tätig. In Magdeburg sowie in Australien legte er seinen wissenschaftlichen Fokus auf das Höhentraining respektive das simulierte Höhentraining und behält diesen bis heute bei. Im DSV liegt bei ihm die Verantwortung für die Themenfelder der sportwissenschaftlichen Strategie im Becken- und Freiwasserschwimmen. Die Nationalmannschaften des DSV werden von ihm sowohl bei Trainingslagern als auch bei Wettkampfmaßnahmen begleitet, bei denen er mit seinen Betreuungs- und Beratungsleistungen die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlägt.

Univ.-Prof. Dr. Patrick Wahl

Univ.-Prof. Dr. Patrick Wahl

Deutsche Sporthochschule Köln

Kurzvita

Patrick Wahl hat nach seinem Studium der Sportwissenschaften (Dipl.; DSHS Köln) und der Biologie (Sekundarstufe II, Universität zu Köln) 2011 an der Deutschen Sporthochschule Köln promoviert (Dr. rer. nat.). Der Titel der kumulativen Dissertation lautete „Die Effekte von Laktat und H+-Ionen auf die Hormonantwort und ihr Transport während hoch-intensiven Belastungen“. 2017 habilitierte er an der DSHS Köln zum Thema „Acute responses and long-term training adaptations to different metabolic and mechanical stimuli“ und erhielt die Lehrbefähigung und Lehrbefugnis für „Trainingswissenschaft“.

Von 2007 bis 2020 bekleidete er die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin) und war zudem bis 2017 am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik angestellt. Seit Gründung des „Deutschen Forschungszentrums für Leistungssport“ („momentum“)  im Jahre 2006 bis 2020 war er verantwortlich für die Leistungsphysiologie und Leistungsdiagnostik. Zum Oktober 2020 wurde er auf die Professur für „Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung„ und zum Oktober 2021 auf die Forschungs-Professur für „Leistungsphysiologie und Trainingswissenschaften„ an die Medical School Hamburg berufen. Seit April 2022 hat Herr Wahl die Professur für Leistungsphysiolgie an der DSHS Köln angetreten.

Forschungsschwerpunkte

Patrick Wahl befasst sich sowohl mit grundlagen- als auch anwendungsorientierten Forschungsfragen. Ein wichtiges, verbindendes Paradigma auf einer allgemeinen Zielebene ist die Aufrechterhaltung und Verbesserung von psycho-physischer Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Die integrative Strategie im Bereich Grundlagenforschung ist die Identifizierung metabolischer, mechanischer und neuronaler Stimuli, bzw. deren Intensität und Volumen im Training, für das o.g. Paradigma. Im Speziellen untersucht er akute hormonelle, zelluläre, (epi-) genetische und immunologische, aber auch physiologische Reaktionen und langfristige Trainingsadaptationen in der Folge unterschiedlicher Trainingsreize im Ausdauer- (High-Intensity Training; High-Volume Training; Sprint-Interval Training) und Kraftbereich.

In der Anwendungs- und Praxisforschung beschäftigt er sich mit der Weiterentwicklung leistungsdiagnostischer Methoden, der Quantifizierung von Trainingsbelastungen mittels belastungsabhängigen Biomarker (u.a. durch Point-of-Care-Testing (POCT) aus Kapillarblut), Ermüdung und Regeneration, Trainings- und Belastungsmanagement, Hypoxie und Elektromyostimulation.

Sowohl im Grundlagenbereich wie auch in der anwendungsorientierten Forschung bestehen interdisziplinäre Ansätze und (internationale) Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen wie Universitäten und Spitzensportverbänden.

 

Dr. Johannes Wohlers

Dr. Johannes Wohlers

seit Okt. 2017 Referent an der Trainerakademie in Köln zur Pädagogik im Leistungssport Köln

Okt 2012 Promotion zum Dr. phil. Universität Hamburg

seit März 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Sportwissenschaft Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2009-2011 Referendariat an der Reformschule Winterhude in Hamburg, 2. Staatsexamen Lehramt an Gymnasien Hamburg

2005-2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bewegungs- und Sportpädagogik Universität Hamburg

2003-2008 Lehrer an der Ganztagsrealschule St. Georg in Hamburg Hamburg

1998-2004 Studium in den Fächern Pädagogik, Geographie, Sport und Philosophie Universität Hamburg

seit 1998 Trainer- und Referententätigkeit im Kanusport auf Vereins-, Landes- und Bundesebene Hamburg, S-H

1991-2005 Leistungssport: Kanu-Wildwasserrennsport international, Kanurennsport national Hamburg, S-H

Abstract:
Autonomieentwicklung und Emanzipation im Leistungssport

Autonomie und Emanzipation gelten als zentrale Entwicklungsaufgaben nicht nur im Jugendalter (Baacke, 2003, Havighurst, 1979, Hurrelmann & Quenzel, 2016). Im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs wird die Entwicklung dahin in der Regel als dynamischer, subjektiver und sozial vernetzter Prozess angesehen (Conzelmann & Schmidt, 2020, S. 350). Nach Kant ist die dabei entstehende, also im Erwachsenenalter erreichte Emanzipation an sittliche Selbstbestimmung gebunden (vgl. Geukes, Hanrahan & Back, 2020): Der Mensch führt sein Leben autonom, bleibt aber an gesellschaftliche Normen rückgebunden. Voß (1991) ergänzt diese Perspektive: Mit dem Begriff „Lebensführung“ beschreibt er die Sicht von außen auf das aktive Zusammenführen von gesellschaftlicher Prägung (Konstitution) und individuellem Gestaltungsprozess (Konstruktion). Sie muss sowohl subjektiv als auch sozial „passen". Auf der Innenseite kann dabei das Gefühl von Identität für die Person
entstehen. Krappmann (1997) betont, dass Identität angesichts widersprüchlicher gesellschaftlicher Erwartungen aber immer wieder neu ausbalanciert werden muss. Beide Dimensionen – Lebensführung und Identität – verbinden sich in der biografischen Erzeugungslogik: einer im Rückblick sichtbaren, latenten Logik des Lebensverlaufs, die soziale und subjektive Passung miteinander verknüpft (Voß, 1991, S. 165f.).

Leistungssport mit dem Fokus auf Überbietung anderer und auf Selektion im Fördersystem stellt für diese Entwicklungsaufgaben besondere Herausforderungen. Er bietet aber auch, werden weitere, immanente Aspekte der Leistung hinzugezogen, interessante Chancen für die Persönlichkeitsentwicklung.

In dem Beitrag hier wird es vor allem um diese Chancen gehen. Es werden Ansätze zur Gestaltung der Trainingspraxis und Wettkampfanalyse präsentiert, die vor allem jugendlichen Leistungssportler*innen die Möglichkeit bieten, ihre subjektiven Bewegungserlebnisse mit Erwartungen und Normen ihres sozialen Umfeldes in Einklang bringen. Ausgangspunkt für die Ergebnisse ist eine qualitative Interviewstudie mit erfolgreichen, jugendlichen Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern. Sie bieten in ihren Erzählungen Einblicke in Herausforderungen, Chancen und Grenzen der Interpretationsmöglichkeiten von Erfolg und Misserfolg, von gelingendem und misslingendem Bewegungsleistungen und vor allem auch in die Besonderheiten des Wettkampfsports (Wohlers, 2013).


Es zeigt sich, dass für die Gestaltung der Lebensführung und Identitätsentwicklung die Trainerin bzw. der Trainer als vermittelnde Instanz und anerkennende Bezugsperson eine entscheidende Rolle spielen können. In der Arbeit mit ihr bzw. ihm ist die Reflexion von Leistung aus verschiedenen Perspektiven Ausgangspunkt, um über den reinen Sieg-Niederlage-Code hinaus individuelle Sinnstiftung für die Autonomieentwicklung und Emanzipation zu finden. Beispielhaft wird die
Reflexion von Leistung auf der Grundlage der Individualnorm, Sozialnorm, Sachnorm und des grenzevaluierenden Handelns beschrieben. Außerdem werden die verschiedenen Formen und Wirkungen von Anerkennung im Leistungssport hinsichtlich ihres Potentials für die Entwicklung von
Autonomie und Emanzipation hinterfragt. In einem praxisbezogenen Ausblick wird auf der Grundlage der Ergebnisse sichtbar, wie durch dialogische Begleitung und eine Förderung von Rollendistanz und Eigenständigkeit der Sportlerinnen und Sportler eine pädagogisch tragfähige Perspektive im Leistungssport geschaffen werden kann, die auch die Faszination von Leistung und Leistungsentwicklung integriert. Damit wird Leistungssport zu einem dynamischen Interaktionsprozess, in dem Lebensführung und Identitätsbildung mit dem Fokus auf Autonomie und Emanzipation gelingen kann.

Literatur
Baacke, D. & Vollbrecht (2003) Die 13- bis 18-jährigen. Einführung in die Probleme des Jugendalters.
(9. Aufl.). Weinheim: Beltz.
Conzelmann, A. & Schmidt, M. (2020). Persönlichkeitsentwicklung durch Sport. In J. Schüler, M.
Wegner & H. Plessner (Hrsg.), Sportpsychologie: Grundlagen und Anwendung (S. 337-354). Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg. doi:10.1007/978-3-662-56802-6_14
Geukes, K., Hanrahan, S. J. & Back, M. D. (2020). Person, Situation und Person-Situation-Interaktion
im Sport. In J. Schüler, M. Wegner & H. Plessner (Hrsg.), Sportpsychologie: Grundlagen und
Anwendung (S. 309-336). Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg. doi:10.1007/978-3-662-56802-6_13
Havighurst, R. J. (1948/1981). Developmental tasks and education. New York: k. A. (vgl. Geukes, Hanrahan & Back, 2020)
Hurrelmann, K. & Quenzel, G. (2016) Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die
sozialwissenschaftliche Jugendforschung. Weinheim: Beltz.
Voß, G.-G. (1991) Lebensführung als Arbeit. Über die Autonomie der Person im Alltag der
Gesellschaft. Stuttgart: Enke.
Wohlers, J. (2013) Autonomieentwicklung und Emanzipation im Leistungssport. Göttingen: Cuvillier.

Michael Wolf

Michael Wolf

Schulleiter Elsa Brändström Realschule

Eliteschule des Sports

NRW-Sportschule

Eliteschule des Fußballs

Mitglied Lenkungsgremium der NRW-Sportschulen

A – Lizenz – Trainer Handball

Seit 2003 begleite ich das Verbundsystem Essen als Schulleiter. Als Mitglied des geschäftsführenden Regionalteams bin ich an der Organisation und Durchführung der Prozesse beteiligt. Die institutionalisierten Kommunikationsstrukturen, die Talententwicklung uns die Unterstützungsmechanismen  des Verbundsystems zu leben und weiterzuentwickeln sind wesentliche Bestandteile meiner täglichen Arbeit. Die letzte Publikation (Dr. R. Rienhoff, M. Wolf et. al.) in der „Leistungssport“ (01/2023) beschäftigt sich genau mit diesem Thema.

(weitere folgen)

Projektteam

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bloch (Projektleitung und wissenschaftliche Leitung, DSHS Köln)

Dr. Eva Engelmeyer (Projektmanagement und Gesamtorganisation, DSHS Köln)

Aldo Sommer (Techn. Umsetzung, Regie Bild & Ton, Administration Streaming)

Cornelia Beissler (Techn. Umsetzung, Bildtechnik) 

Tim Junge (Techn. Umsetzung, Tontechnik)

Valentin Holowitz (Kommunikation und Helfer:innenbetreuung, DSHS Köln)

Alexandra Wolke (Veranstaltungsmanagement)