Leitbild der Abteilung Pädagogik

Die Pädagogik hat in den letzten Jahren im Spannungsfeld interner Ansprüche und externer Erwartungen eine dynamische Entwicklung genommen. Ihre Einheit ist heute mehr denn je nur als Differenz zu haben, als Differenz vielfältiger und z.T. widersprüchlicher Leistungsbeziehungen (Politik, Erziehung, Gesundheitswesen etc.), relevanter Gegenstandsfelder (schulisch/außerschulisch), diesbezüglicher Fragehorizonte (normativ/empirisch) sowie paradigmatischer Orientierungen (theoretisch/qualitativ/quantitativ). Leitbild der Abteilung ist eine sozialwissenschaftlich informierte Pädagogik des Sports, die ihren Gegenstand und sich selbst in Beziehung zur modernen Gesellschaft setzt. In der Forschung liegen Schwerpunkte der Abteilung in der Trainingspädagogik (Leistungssport, Polizei, Schule), der Doping- und Evaluationsforschung, der Verbundsysteme Schule / Leistungssport sowie in der Epistemologie der Sportwissenschaft. Der Annahme folgend, dass komplexe Fragen (z.B. Doping, Professionalisierung polizeilichen Einsatztrainings) einer komplexitätsangemessenen Bearbeitung bedürfen, an der unterschiedliche Perspektiven einrasten und sich wechselseitig auf blinde Flecken aufmerksam machen, sind disziplinäre Grenzgänge ebenso selbstverständlich wie ein reflexives Verständnis von Theorie und Empirie. Die Hinwendung zur nonlinear pedagogy, der neueren System- und Netzwerktheorie im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte der Abteilung versteht sich als ein Beitrag zu einer reflexiven Forschung innerhalb einer sozialwissenschaftlich informierten Pädagogik des Sports.