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Interview von Marion Sulprizio mit dem SWR

Familienplanung in der aktiven Karriere bleibt für viele Leistungssportlerinnen unvorstellbar. Eine aktuellen SWR-Umfrage unter mehr als 700 Spitzensportlerinnen belegt: Nur jede zehnte Teilnehmerin fühlt sich von ihrem Verein oder Verband dabei unterstützt, ein Kind zu bekommen und weiter am sportlichen Wettbewerb teilzunehmen.

Marion Sulprizio vom Arbeitskreis Sport und Schwangerschaft nimmt im SWR-Interview Stellung zu den Ergebnissen der Umfrage.

Wichtige News und das Interview finden Sie hier.

 

Ein Sportprogramm während der Schwangerschaft verringert das Risiko einer perinatalen Depression

Autoren: Marina Vargas-Terrones, Ruben Barakat, Belen Santacruz, Irene Fernandez-Buhigas, Michelle Mottola

Die perinatale Depression tritt während der Schwangerschaft und bis zu 12 Monate nach der Geburt auf. Je nach Studie sind 5-20% der Gebärenden betroffen. Die vorliegende Untersuchung verglich eine Trainingsgruppe mit einer Kontrollgruppe (ohne Training) in Hinsicht auf die Entwicklung depressiver Symptome.
An der Untersuchung nahmen 124 18- bis 44-jährige, gesunde Frauen teil, von denen 70 in die Trainingsgruppe und 54 in die Kontrollgruppe (kein Training) zugeordnet wurden (Zufallsprinzip). Das Sportprogramm startete zwischen der 12.-16. Schwangerschaftswoche und dauerte bis zur 38.-40. Schwangerschaftswoche an.
Das Training fand dreimal pro Woche für 60 Minuten in Gruppen von 10-12 Teilnehmerinnen statt. Es bestand aus Aufwärmen, Walking, Beweglichkeitsübungen, 25 Minuten Ausdauertraining, 10 Minuten Muskeltraining, Koordinationsübungen, Beckenübungen und Entspannungsübungen. Ein Depressionsfragebogen (CES-D) wurde zu Beginn des Trainings, am Ende der Schwangerschaft und 6 Wochen nach Geburt sowohl in der Sportgruppe als auch in der Kontrollgruppe eingesetzt.
Zu Beginn des Programms gab es keine Unterschiede hinsichtlich der Depression zwischen der Trainingsgruppe und der Kontrollgruppe. Jedoch zeigen sich sowohl am Ende der Schwangerschaft als auch sechs Wochen nach Geburt statistisch verlässliche (d.h. signifikante) Unterschiede: In der Trainingsgruppe waren am Ende der Schwangerschaft 18.6% der Frauen auffällig depressiv gestimmt, während es in der passiven Gruppe 35.6% waren. Auch sechs Wochen nach Geburt war die Quote der Auffälligkeiten in der Trainingsgruppe (14.5 %) niedriger als in der passiven Kontrollguppe (29.8%).
Die Autoren sehen in den Trainingsgruppen eine Möglichkeit perinatale Depression zu vermeiden. Der Grund hierfür kann sowohl in positiven körperlichen Auswirkungen des Trainings, allerdings auch in den psychosozialen Effekten des Trainings (z. B. sozialer Kontakt und soziale Unterstützung) liegen.

Quelle:
Vargas-Terrones, M., Barakat, R., Santacruz, B., Fernandez-Buhigas, I. & Mottola, M.F. (2018). Physical exercise programme during pregnancy decreases perinatal depression risk: A randomised controlled trial. British Journal of Sports Medicine (ahead of print). 0, 1–7. doi:10.1136/bjsports-2017-098926
 

Aktuelle Empfehlungen im Interview mit Marion Sulprizio 

In der Radiosendung Leonardo von WDR5 wurde das Thema Sport in der Schwangerschaft genauer betrachtet. Marion Sulprizio vom Arbeitskreis Sport und Schwangerschaft der Deutschen Sporthochschule Köln stand als Interviewpartnerin zur Verfügung, um aktuelle Empfehlungen zu geben und Risikofaktoren zu beleuchten. Außerdem sollen Schwangere zum Sport in der Schwangerschaft ermutigt werden, wenn sie sich (und das Baby) nicht überfordern oder gefährden. 

Hier finden Sie das Interview

 

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