„Das wäre für mich absolut eine rote Linie“: Wo ziehen Forschende Grenzen in ihrer Medienarbeit?

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Auf der Jahrestagung der ECREA Journalism Studies Section in Groningen haben Jun. Prof. Dr. Daniel Nölleke und Marc Tietjen am 9. April Ergebnisse aus ihrem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekt vorgestellt.

Mithilfe von 26 Experteninterviews mit Wissenschaftler:innen konnte das Team des IKM zeigen, dass sich Forschende bei der Entscheidung über die Annahme oder Absage von Medienanfragen stark an der Wahrnehmung eines Medienangebots orientieren. Dabei bewerten sie Formate anhand der Kriterien Glaubwürdigkeit, Reichweite und Unabhängigkeit.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass traditionelle Medienmarken von vielen Wissenschaftler:innen als besonders glaubwürdig, reichweitenstark und unabhängig wahrgenommen werden. Gleichzeitig ziehen Forschende Grenzen gegenüber Formaten, die sie mit politischen Ideologien oder einer Nähe zu Verschwörungstheorien in Verbindung bringen.

Das Forschungsprojekt „Wissenschaftliche Expert:innen zwischen Kern und Peripherie des (Wissenschafts-)Journalismus“ wird noch bis Monatsende am IKM durchgeführt.

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