IKM-Studie auf DGPuK-Jahrestagung vorgestellt
Als Expert:in in wissenschaftsskeptischen Medien auftreten? Welche Chancen und Risiken Wissenschaftler:innen im Umgang mit alternativen Medien sehen, haben Jun.-Prof. Dr. Daniel Nölleke und Marc Tietjen am 19. März auf der 71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Dortmund präsentiert.
Für die Wissenschaftskommunikation wird es immer schwieriger, Menschen zu erreichen, die etablierte Medien meiden und wissenschaftlichen Erkenntnissen skeptisch gegenüberstehen. Welche Rolle Medienarbeit in alternativen Umfeldern spielen kann, um diese Zielgruppen anzusprechen, hat das IKM-Team in Leitfadeninterviews mit 26 Wissenschaftler:innen und zwölf Hochschulkommunikator:innen untersucht.
Die Befragten bewerten Medienarbeit in wissenschaftsskeptischen Angeboten als riskanten und limitierten Weg, um skeptische Bevölkerungsteile zu überzeugen. Trotzdem schließen einzelne Befragte es nicht kategorisch aus, diese Form der Wissenschaftskommunikation zu wählen. Es wird die Hoffnung betont, mit diesen Zielgruppen im Dialog zu bleiben, sofern ein fairer Austausch möglich scheint.
Die Studie ist Teil des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts "Wissenschaftliche Expert:innen zwischen Kern und Peripherie des (Wissenschafts-) Journalismus", welches noch bis Ende April 2026 am IKM durchgeführt wird.
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