Fußball WM 2026 und Politik
Workshop im Deutschen Fußball Museum, Dortmund
Datum und Uhrzeit
10. Juni 2026
10:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort
Deutsches Fußball Museum
Platz der Deutschen Einheit 1
44137 Dortmund
Veranstalter
Universität Münster
Sport und Politik sind eng verwoben und ihre Verknüpfung ist nicht neu. Bereits in der Antike suchten Herrscher die Nähe erfolgreicher Sportler. In der Neuzeit bis in die Gegenwart nutzen autoritäre Regime und Herrscher ebenso wie demokratischer Systeme Sportgroß-ereignisse, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Mega Sport Events sind einerseits Schönheitswettbewerbe für Länder und als „Sportwashing“ für Politiker ein außenpolitisches Mittel. Sie spielen andererseits ökonomisch (Branding nach außen, Tourismus) wie sozial (Feel-Good Effekte nach innen) eine wichtige Rolle.
Am Beispiel der Fußball-Weltmeister-schaft 2026 in USA, Mexiko und Kanada setzt sich unsere Tagung mit den Wechselwirkungen zwischen (inter-nationalen) Sport-Großereignissen, den gesellschaftlich politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen auseinander.
Dabei sollen sowohl die Praxis der Vergabe dieser Ereignisse als auch die Dominanz ökonomischer Interessen gegenüber anderen Fragen (Nachhaltigkeit, Sicherheit, Partizipation) in den Blick genommen werden. Beschäftigen wird uns auch die Frage, welchen Einfluss solche internationale Sportgroßereignisse auf das National-gefühl/den Nationalismus haben und wie sich Nationen dort präsentieren.
Wie hat sich die Medienberichterstattung verändert? Wie hat sich die Politisierung der Fußball WM und Nationalmannschaft entwickelt?
Die „quadriennale“ Veranstaltung von Prof. Dr. Norbert Kersting, Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster, wird 2026 in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln, Prof. Dr. Jürgen Mittag, und dem Deutschen Fußballmuseum Dortmund umgesetzt. Die Tagung richtet sich an alle, die sich für den Zusammenhang von Sport und Politik interessieren.
Kontakt
n.kersting@uni-muenster.de, Telefon +49 251 83 253 99
