NRW Kongress 2026
Referent*innen und Sprecher*innen

Haitham Abdulhafiz
Deutsche Sporthochschule Köln
Kurzvita
Haitham Abdulhafiz hat sein berufsqualifizierendes Bachelorstudium „Bachelor of Physical Therapy“ (Regelstudienzeit: 10 Semester) an der Fakultät für Physiotherapie der Kairo-Universität in Ägypten im Jahr 2006 abgeschlossen. Im Jahr 2016 erwarb er den Masterabschluss „M.Sc. Sportphysiotherapie“ an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2018 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft tätig und gehört zum Momentum-Team. Derzeit promoviert er im Bereich neuromuskulärer Bewegungsstörungen, mit Fokus auf die Veränderungen der neuronalen Steuerung bei aufgabenspezifischer fokaler Muskeldystonie im Golfsport.
Abstract
Von Höchstleistungen bis Erschöpfung: EMG-basierte Einblicke in die neuromuskuläre Ansteuerung
Die bipolare Oberflächen-Elektromyographie (sEMG) ist eine etablierte, nicht-invasive Methode zur quantitativen Erfassung lokaler neuromuskulärer Aktivierung - mit vielseitigem Einsatz in Sportwissenschaft und Rehabilitation. In diesem praxisorientierten Workshop wird anhand praxisnaher Anwendungsbeispiele die methodisch fundierte Nutzung der sEMG zur Bestimmung der neuromuskulären Aktivierungskapazität sowie zur Analyse neuromuskulärer Ermüdung demonstriert. Besonderer Fokus liegt auf der translationalen Umsetzung der sEMG-Ergebnisse in Trainingsstrategien zur Leistungssteigerung und Verletzungsprävention.

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bloch
DSHS Köln
Kurzvita
Bloch ging in Mainz zur Schule und studierte an der örtlichen Johannes Gutenberg-Universität danach bis 1986 Medizin und Philosophie. In den Jahren 1987 und 1988 leistete er seinen Wehrdienst ab und absolvierte anschließend von 1988 bis 1991 ein Zweitstudium im Fach Physik.
Von 1991 bis 2004 war Bloch als wissenschaftlicher Assistent beziehungsweise Oberassistent am Anatomischen Institut der Universität zu Köln tätig. Dort schloss er 1994 seine Doktorarbeit und 2004 seine Habilitation ab. 2004 trat Bloch am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) eine Professorenstelle für Molekulare und Zelluläre Sportmedizin an. Seit 2024 ist er Prorektor für Ressourcen und nachhaltige Entwicklung.
Bis Juni 2016 war Bloch Vorsitzender des Wissenschaftsrats der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Seit 2019 ist er Vorsitzender von Exercise in Medicine Deutschland e. V.
Schwerpunkte Blochs Forschungsarbeit sind die medizinische und zellbiologische Anpassung von Geweben und Organen auf körperliche Belastung. Er befasst sich unter anderem auch mit der Auswirkung von körperlicher Betätigung auf Krebspatienten, dem Thema Epigenetik, Intervalltraining als Mittel zur Verlangsamung des Verlaufs der Krankheit Multiple Sklerose, die Auswirkungen von anabolen Steroiden auf das Herz und mitochondrialen Anpassungsprozesse durch Ausdauertraining.

Alper Bozkurt
Landestrainer Baseballverband NRW
Akademischer Lebenslauf:
1984 - 1987 Carlo Mierendorff-Schule (Griesheim)
1987 1997 Georg Büchner-Schule (Darmstadt)
1997 Abitur
1997 1998 Zivildienst bei der Caritas (Mainz)
1998 2001 Staatlich anerkannte Berufsausbildung zum Werbekaufmann (Mainz und Frankfurt)
2001 2007 Studium der Sport- und Publizistikwissenschaft an der Johannes Gutenberg – Universität (Mainz)
2001 Baseball Trainer C Lizenz
2003/2004 Berufspraktikum bei ISDF Managing, Marketing & Economic Research als Key Account Manager (Kapstadt, Süd-Afrika)
2007 Baseball Trainer B-Lizenz
2007 Abschluss des Studiums mit Magister Artium
2021 DOSB Zertfikatsausbildung „Nachwuchsleistungssport“
Beruflicher Lebenslauf:
1992 - 1995 Spieler der Darmstadt Rockets (Jugend und Junioren) Abstract: Der Relative-Age-Effekt im deutschen Baseball Der Relative-Age-Effekt (RAE) beschreibt ein strukturelles Selektionsphänomen im Nachwuchsleistungssport, bei dem Athletinnen und Athleten, die nahe an einem festgelegten Stichtag geboren wurden, systematisch begünstigt werden. Insbesondere in körperbetonten Sportarten wie Baseball kann eine altersbedingte physische Überlegenheit zu besseren Leistungsbewertungen, häufigeren Selektionen und verstärkter positiver Rückmeldung führen. Dadurch entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der langfristig zu einer Verzerrung der Talentidentifikation beiträgt. Die Analyse nationaler und internationaler Beispiele sowie empirischer Daten aus dem deutschen Baseball zeigt eine deutliche Überrepräsentation von im ersten Halbjahr geborenen Athleten. Gleichzeitig weisen später geborene Talente erhöhte Drop-out-Tendenzen auf oder scheiden frühzeitig aus Selektionsprozessen aus. Kurzfristige Leistungsbewertung begünstigt häufig biologisch frühreife Athleten, während spätentwickelte Spieler strukturell benachteiligt werden. Ein zentraler Bestandteil der Untersuchung ist der Einsatz leistungsdiagnostischer Verfahren wie Sprint- und Wurfgeschwindigkeitsmessungen sowie die Reifegradbestimmung nach der Mirwald-Methode. Ziel ist die Differenzierung zwischen biologischer Entwicklung und tatsächlichem Leistungspotenzial. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass kurzfristiger Erfolg kein verlässlicher Prädiktor für langfristige Leistungsentwicklung ist. Abschließend werden praxisorientierte Lösungsansätze diskutiert, darunter quartalsbasierte Quotenmodelle, Bio-Banding, eine Reduktion früher Vorselektionen sowie die Sensibilisierung von Trainerinnen und Trainern für die Auswirkungen des RAE. Eine nachhaltige Talententwicklung erfordert eine Neubewertung von Erfolgskriterien zugunsten langfristiger Athletenentwicklung anstelle unmittelbarer Wettkampfergebnisse. |

Dr. Björn Braunstein
Deutsche Sporthochschule Köln
Vita
Abstract
Technikanalysen im Spitzensport: Wenn der Goldstandard versagt!
Station 1: Technikanalysen im Spitzensport werden zunehmend von modernen Sensoren begleitet, um bspw. Bewegungsausführungen, Laufwege, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen oder Rotationsverhalten von Menschen und Sportgeräten zu beschreiben. Dabei ist ihre Validität oft fraglich und nur selten werden von Herstellern Informationen zur Evidenz bereitgestellt. Wir möchten helfen, an spezifischen Beispielen die Grundprinzipien der Ergebnisgenerierung von Software/Apps besser beurteilen und einschätzen zu können.
Station 2: Wenn der „Goldstandard“ für Technikanalysen im Spitzensport versagt, liegt die Ursache häufig in den biologischen Besonderheiten der sporttreibenden Person (z.B. Steifigkeit von Muskeln, Sehnen, Bändern). Eine hohe Varianz in den funktionellen Eigenschaften der Körpersegmente zwischen den Athlet*innen erschwert die Technikanalysen nach Lehrbuchmeinung. Wie deutlich sich die biologischen Strukturen zwischen vermeintlich „gleich guten“ Athlet*innen voneinander unterscheiden können, wird am Beispiel des Fußes verdeutlicht. Station 2 unseres Workshops bringt uns die funktionellen Eigenschaften des Fußes nah. Wir überprüfen gemeinsam die Leistungsfähigkeit sportlicher Füße und bringen diese in den Gesamtkontext „Foot-Ground-Interface“. Diese Schnittstelle aus Fuß/Einlage/Schuh/Boden ist der Flaschenhals der Kraftübertragung und damit Determinante der sportlichen Leistungsgenerierung.

Boris Dragotinovic
Deutsche Sporthochschule Köln

Dr. Jan Goldmann
Deutsche Sporthochschule Köln
Kurzvita
- Institut für Biomechanik und Orthopädie
- Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln
- Spezialisiert auf die Biomechanik in den Trainings- und Bewegungswissenschaften
- Forschungsschwerpunkte: Funktion des menschlichen Fußes und initiales Beschleunigungsverhalten von Athlet*innen im Spitzensport
- Dozent in universitären Bachelor- und Masterstudiengängen
- Autor zahlreicher Publikationen in internationalen Fachzeitschriften und Konferenzbänden
- Erfinder des Total Toe, eines Krafttrainingsgeräts für die kurze Fußmuskulatur
- Gewinner des Wettbewerbs „Technologien für eine gesunde Bewegung“
Abstract
Technikanalysen im Spitzensport: Wenn der Goldstandard versagt!
Station 1: Technikanalysen im Spitzensport werden zunehmend von modernen Sensoren begleitet, um bspw. Bewegungsausführungen, Laufwege, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen oder Rotationsverhalten von Menschen und Sportgeräten zu beschreiben. Dabei ist ihre Validität oft fraglich und nur selten werden von Herstellern Informationen zur Evidenz bereitgestellt. Wir möchten helfen, an spezifischen Beispielen die Grundprinzipien der Ergebnisgenerierung von Software/Apps besser beurteilen und einschätzen zu können.
Station 2: Wenn der „Goldstandard“ für Technikanalysen im Spitzensport versagt, liegt die Ursache häufig in den biologischen Besonderheiten der sporttreibenden Person (z.B. Steifigkeit von Muskeln, Sehnen, Bändern). Eine hohe Varianz in den funktionellen Eigenschaften der Körpersegmente zwischen den Athlet*innen erschwert die Technikanalysen nach Lehrbuchmeinung. Wie deutlich sich die biologischen Strukturen zwischen vermeintlich „gleich guten“ Athlet*innen voneinander unterscheiden können, wird am Beispiel des Fußes verdeutlicht. Station 2 unseres Workshops bringt uns die funktionellen Eigenschaften des Fußes nah. Wir überprüfen gemeinsam die Leistungsfähigkeit sportlicher Füße und bringen diese in den Gesamtkontext „Foot-Ground-Interface“. Diese Schnittstelle aus Fuß/Einlage/Schuh/Boden ist der Flaschenhals der Kraftübertragung und damit Determinante der sportlichen Leistungsgenerierung.

Verena Hagedorn
Cheftrainerin U21-Frauen des 1. FC Köln, Frauen- Regionalliga-West
Diplom-Sportwissenschaftlerin
Mai 2011: Lizenz: UEFA Pro Level
Beruflicher Werdegang
2006 bis Dezember 2007:
Trainerin am Calvarienberg in Bad Neuenahr (Eliteschule des Fußballs)
Oktober 2007 bis Juli 2016:
Verbandssportlehrerin im Fußball-Verband Mittelrhein e.V.
August 2016 bis April 2017:
Co-Trainerin der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft
April 2017 bis Juni 2019:
Cheftrainerin der 1. Frauenfußballmannschaft von Bayer 04 Leverkusen, 1. Frauen-Bundesliga
Juli 2019 bis Juni 2023:
Verbandssportlehrerin im Fußball-Verband Mittelrhein e.V.
Seit Juli 2023:
Cheftrainerin U21-Frauen des 1. FC Köln, Frauen-Regionalliga-West
Sportlicher Werdegang
1999-2005: SC 07 Bad Neuenahr, 1. Frauen-Bundesliga
2005-2007: FCR Duisburg, 1. Frauen-Bundesliga
2000, 2001: U18 Europameisterin, U19 Europameisterin

Achim Heck
Dipl. Sport- und Ernährungswissenschaftler
Achim Heck ist Diplom Sportlehrer (Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln), sowie Diplom Ernährungswissenschaftler (Studium an der Universität Bonn).
Seit 1998 ist er Seminarleiter und Referent für Gesundheitssteuerungsseminare und BGM-Maßnahmen (betriebliches Gesundheitsmanagement) für Firmen.
Seit 2003 ist Achim Heck Inhaber und Leiter des Institutes für Sport & Gesundheit (ISG-Bonn). Ein wichtiger Teil dieser Tätigkeit, besteht in der Vermittlung von Zusammenhängen zwischen Sport, Gesundheit und einer leistungsgerechten Ernährung.
Achim Heck bildete für die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) die Absolventen der Ernährungsberaterlehrgänge im Bereich „Sport und Ernährung“ aus.
Seit 2012 hat er einen Lehrauftrag an der Deutschen Sporthochschule Köln am Institut für Biochemie.
Seit 2016 hat er einen Lehrauftrag an der IST – Hochschule in Düsseldorf für den Bereich Sporternährung.
Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie der DSHS.
Desweiteren ist er für die Universitäre Weiterbildung der DSHS als Referent u.a. beim „DSHS Coach für Sporternährung“, „DSHS Athletiktrainer“, „Master Sport, Ernährung und Bewegung“ tätig.
Abstract:
Sporternährung und Nachhaltigkeit – praxisnahe Umsetzung
Sporternährung steht im Spannungsfeld zwischen Leistungsoptimierung, Regeneration und Gesundheitsförderung. Gleichzeitig rückt die ökologische Dimension unserer Ernährung zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskussionen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erkenntnisse zu Klimawandel, planetaren Grenzen und dem erheblichen Anteil des Ernährungssystems an den globalen Treibhausgasemissionen stellt sich die Frage: Wie lässt sich eine leistungsorientierte Sporternährung nachhaltig gestalten?
Der Vortrag beleuchtet zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen nachhaltiger Ernährung, einschließlich der aktuellen DGE-Empfehlungen mit einem überwiegend pflanzenbasierten Ansatz sowie der „Planetary Health Diet“ als globalem Referenzmodell.
Darauf aufbauend werden zentrale ökologische Kenngrößen wie CO₂-Fußabdruck, Wasserverbrauch und Ressourcenintensität ausgewählter Lebensmittel praxisnah eingeordnet.
Im Mittelpunkt steht die konkrete Umsetzung im sportlichen Alltag:
Welche proteinreichen, leistungsfördernden und zugleich klimafreundlichen Optionen stehen Athlet*innen zur Verfügung? Welche Rolle spielen pflanzliche Alternativprodukte? Wie sind neue Proteinquellen (z. B. Insekten, kultiviertes Fleisch) ernährungsphysiologisch und ökologisch zu bewerten? Und wie lassen sich nachhaltige Strategien in Trainings- und Wettkampfphasen realistisch integrieren?
Ziel des Workshops ist es, evidenzbasierte Empfehlungen mit praktikablen Handlungsempfehlungen zu verbinden. Teilnehmende erhalten konkrete Orientierungshilfen zur Gestaltung einer leistungsadäquaten, ressourcenschonenden Sporternährung und diskutieren Chancen sowie Grenzen einer nachhaltigen Ernährungsweise im Leistungssport.
Denn Klimaschutz ist zugleich Gesundheitsschutz – und damit auch Teil einer zukunftsfähigen Sporternährung.
Rainer Kiefer
Projektleiter Exzellenzcluster Ausdauer (DBS)
2023 – heute
Projektleiter Exzellenzcluster Ausdauer (DBS)
- Netzwerk für Ausdauersport: Das ECA ist ein seit Anfang 2023 bestehendes,deutschlandweites Projekt (mit Schwerpunkt in Freiburg), das verschiedene Disziplinenund Experten vernetzt, um Para-Athleten im Ausdauersport gezielt zu fördern und ggf. einen Talenttransfer oder eine Zwei-Sportarten Periodisierung zu unterstützen.
- Ganzheitliche Förderung: Ziel ist es, durch die Bündelung von Wissen aus Sportwissenschaft, Medizin und Trainerpraxis neue Wege für den sportlichen Erfolg zuebnen und die Leistungsfähigkeit der Athleten nachhaltig zu stärken.
- Inklusive Nachwuchsarbeit: Ein zentraler Baustein ist das "Sportartenkarussell", das Kindern und Jugendlichen mit Behinderung ermöglicht, verschiedene Ausdauersportarten unverbindlich auszuprobieren und den passenden Verein zu finden.
2021 – 2023
Autor Rahmentrainingskonzeption Para Ski Nordisch (DBS)
- Entwicklung praxisnaher Leitlinien für Trainerinnen und Trainer
- Darstellung eines Konzepts für den mehrjährigen Leistungsaufbau zu finden unter parasport.de/training
2012 – 2021
Referent & Trainer in Bildungsformaten
- Inhaber Nordic-Schule Notschrei & A-Lizenz Trainer Leistungssport
- Dozent an der Universität Konstanz für Outdoorsport
- Sportpsychologe in verschiedenen Nationalmannschaften
- Leiter der Trainerausbildung Nordisch im Skiverband Schwarzwald
Abstract:
Thema: Nachhaltige Nachwuchsgewinnung- förderung im Para Sport: Strategien, Strukturen, Zugänge und Chancen am Beispiel Exzellenzcluster Ausdauer Referent*in: L.Neumair & R.Kiefer, DBS
Die systematische Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchstalenten im Para Sport ist durch verschiedene strukturelle Barrieren erschwert, darunter eine geringe Sichtbarkeit der Sportarten, heterogene Behinderungsbilder, regionale Ungleichverteilungen von Angeboten sowie begrenzte Inklusionsmöglichkeiten im Regelsport. Die Plattorm parasport.de trägt dazu bei, Sichtbarkeit und Zugänglichkeit zu verbessern, indem sie bundesweit Informatonen zu Veranstaltungen, Einstiegsangeboten und Mitmachformaten bündelt. Ergänzend ermöglicht ein Vereinsfinder Sportanbietern eine größere Reichweite, während ein Sportartenfinder Interessierten eine Orienterung bietet, indem individuelle Interessen und Voraussetzungen mit geeigneten Para-Sportarten abgeglichen werden.
Deutschlandweit organisierte Einstiegsangebote schaffen zusätzliche Zugänge für Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Para-Sportarten. Aus zahlreichen dieser Formate haben sich nachhaltge Folgeangebote wie regelmäßige Trainingsgruppen, Lehrgänge und regionale Förderstrukturen entwickelt, die langfristige Entwicklungsperspektiven bis hin zum Leistungssport eröffnen.
Das seit 2023 modellhaft umgesetzte Exzellenzcluster Ausdauer (ECA) des Deutscher Behindertensportverband adressiert diese Herausforderungen mit einem interdisziplinären und sportartenübergreifenden Ansatz. Im Fokus stehen verschiedene Para-Ausdauersportarten, darunter Para Schwimmen, Para Kanu, Para Ski Nordisch/Biathlon, Para Radsport, Para Rudern, Para Leichtathletik (Ausdauer) sowie Para Triathlon. Eine eigene Projekt-Homepage erhöht die Transparenz der Maßnahmen und erleichtert den Zugang für Talente, Trainer*innen und Vereine.
Zu den zentralen Strategien zählen niedrigschwellige Einstiegsformate wie das DBS-Sportartenkarussell, multisportive Schnupperwochenenden für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren, crosssportliche Trainingscamps zur Förderung grundlegender motorischer Fähigkeiten, systematische Maßnahmen zur Talentidenifikation sowie Talentransfer zwischen Sommer- und Winterdisziplinen, beispielsweise im Rahmen eines Zwei-Sportarten-Modells. Ergänzend wird durch die enge Vernetzung von Vereinen, Landesverbänden und Olympiastützpunkten der Aufbau durchgängiger Förderstrukturen unterstützt.
Der Beitrag analysiert zentrale Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und die Übertragbarkeit des ECA-Modells auf weitere Bereiche des Para Sports. Im Fokus stehen insbesondere die Erweiterung von Angebotsstrukturen, Ansätze inklusiver und leistungsorientierter Talententwicklung sowie die Qualifizierung und Entwicklung von Trainer*innen. Ziel ist die Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen und situativer Best-Practice-Beispiele für eine nachhaltige und chancengerechte Nachwuchsarbeit im deutschen Para Sport.

Dr. Wolfgang Killing
DBS-Projektkoordinator, DBS-Bildungsreferent Leistungssport
* 12.2.1953 Radevormwald
Sportliche Erfolge als Hochspringer
1976 Olympiateilnehmer
1978 Hallen-Europarekord mit 2,28 m, 3. Platz HEM, Mitglied Europaauswahl
Ausbildung
1980-1983 Trainerlizenzen C, B und A, Studium Trainerakademie Köln
1983-1987 Studium Sozialwissenschaften Uni Wuppertal
1988-1993 Promotion Sportwissenschaften und Lehrauftrag Sporthochschule Köln
Berufs- und Nebentätigkeiten
1975-2026 Vereinstrainer Leichtathletik
1982-2026 Autor von Fachpublikationen und -büchern
1987-2006 Bundestrainer Leichtathletik Hochsprung, Dreisprung, Teamleiter Sprung
1985-2026 Referent auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene
1988-2021 Organisator des internationalen Hoch-/Stabhochsprungmeetings Wuppertal
1989-2019 Initiierung und Durchführung von Forschungsprojekten
2006-2018 Leiter DLV-Trainerakademie Mainz, Wissenschaftskoordinator
2021-2026 DBS-Projektkoordinator, DBS-Bildungsreferent Leistungssport

Dr. Timo Klein-Soetebier
Deutsche Sporthochschule Köln
Academic Positions
Since 06/2014: Lecturer, Institute of Training Science and Sport Informatics, Department of
Cognition and Game Research, German Sport University Cologne.
Teaching and research focus: Table tennis, motor control, perception, and sport games.
10/2011 – 06/2014: Research Associate, Department of Sport and Health, Section of Sport
Psychology, University of Paderborn.
06/2010 – 09/2011: Research Associate, Institute of Sport Science, Section of Sport
Psychology and Movement Science, Saarland University.
Education
Ph.D. (Dr. phil.) in Sport Psychology, University of Paderborn, 2014.
Dissertation: The Fitts’ Law in Partner Interaction – Emergent Coordination Patterns and
Systematic Interaction Effects in Cooperative Tasks.
M.Sc. Intelligence and Movement, Bielefeld University, 2010.
B.A. Health and Management, Bielefeld University, 2007.
Research Interests
• Table tennis performance and pedagogy
• Cognitive and perceptual processes in sport games
• Motor learning and coordination under constraints
• Match analysis and tactical behaviour
• Sport-based rehabilitation (e.g., Table Tennis and Parkinson’s disease)
Abstract:
Tischtennisunterricht an Schulen – Wie können wissenschaftliche Erkennt-nisse in die (Unterrichts-)Praxis überführt werden?
Sportlehrkräfte berichten seit Jahren von einer rückläufigen sportmotorischen Leistungsfähig-keit ihrer Schüler:innen. Empirische Langzeituntersuchungen zur körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext stützen diesen Befund und verweisen auf deutliche Defizite in koordinativen und konditionellen Kompetenzbereichen (z. B. Bucksch et al., 2020). Vor diesem Hintergrund erscheinen insbesondere technisch-koordinativ anspruchs-volle Rückschlagsportarten wie Tischtennis im schulischen Setting als herausfordernd. Die Umsetzung entsprechender Unterrichtsvorhaben scheitert nicht selten an strukturellen Rahmen-bedingungen (z. B. eingeschränkte materielle Ausstattung) sowie an einer ausgeprägten intra-individuellen und interindividuellen Leistungsheterogenität (Klein-Soetebier, 2019).
Der Workshop greift diese Problemlage auf und zeigt auf, wie sich Tischtennis unter Berück-sichtigung sportdidaktischer und trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse auch unter restrikti-ven Bedingungen lernwirksam implementieren lässt. Anhand ausgewählter Übungs- und Spiel-formen werden methodische Vereinfachungsstrategien, Differenzierungsmaßnahmen sowie adaptive Aufgabenarrangements vorgestellt, die eine systematische Anbahnung technisch-tak-tischer Kompetenzen ermöglichen (Klein-Soetebier & Klingen, 2024).
Ergänzend wird ein strukturierter Überblick über aktuelle Entwicklungen im Tischtennissport und deren Implikationen für schulische Vermittlungsprozesse gegeben. Diskutiert werden unter anderem moderne Anfängermodelle, integrative Vermittlungskonzepte sowie technologische Innovationen zur Analyse und Optimierung von Schlagtechniken (z. B. sensorgestützte Diag-nostik, videobasierte Feedbacksysteme).
Literatur:
Bucksch, J., Häußler, A., Schneider, K., Finne, E., Schmidt, K., Dadacynski, K., & Sudeck, G. (2020). Bewegungs- und Ernährungsverhalten von älteren Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse der HBSC-Studie 2017/18 und Trends. Die Kinder- und Jugendgesund-heitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) der Weltgesundheitsorganisa-tion – Nationale Survey-Ergebnisse 2017/18, 22-38.
Klein-Soetebier, T. (2018). Tischtennis in der Schule vermitteln. Sportunterricht, 67(12), 66-71.
Klein-Soetebier, T. & Klingen, P. (2024). Tischtennis im Schulsport. Anregungen und Konzepte zur Gestaltung der eigenen Praxis. Springer Essentials, Springer Spektrum Berlin, Heidelberg.

Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert
Prorektor DSHS Köln
Kurzvita
Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert, Dipl.-Sportlehrer; approb. Arzt; Leiter der Abt. Gesundheit & Sozialpsychologie am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln; Trainerlizenzen im Hallenhandball und Schwimmen; Arbeitsschwerpunkte Motivations- und Emotionspsychologie, Team- und Gruppenforschung, Sport und psychische Störungen; Psychologie der Sportverletzung; 2004 2006 Professur für Sport und Gesundheit am Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg; seit 2006 Professur für Sport- und Gesundheitspsychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Lothar Linz
Leiter Trainerakademie Köln
Vita
- Geboren 25.08.1965
- 1986-92 Studium der Psychologie in Bochum (Abschluss: Diplom-Psychologe)
- Mehrjährige Ausbildungen in Pädagogischer Psychosynthese und in Systemischer Therapie nach Hellinger; Weiterqualifikation in Wingwave-Coaching, Entspannungstechniken, Meditation und Imaginationstechniken sowie zu sportpsychologischen Themen
- 1992-93 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FernUniversität Hagen und der Ruhr-Universität Bochum
- 1994-97 Selbstständiger Psychotherapeut im Rahmen der Gemeinschaftspraxis remedium in Bergisch Gladbach
- 1997-2020 Inhaber der Firma SportsGeist, einem sportpsychologischen Beratungsbüro für Spitzensportler und Trainer. U.a. Verbandspsychologe beim Deutschen Handball-Bund, beim Deutschen Hockey-Bund, beim Deutschen Ringer-Bund und bei Swiss-Volley. Von 2004 2024 leitender Sportpsychologe des Olympiastützpunkts Rheinland
- 2012 Zusammenschluss mit Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann, Prof. Dr. Jan Mayer und Markus Flemming zur Coaching Competence Cooperation
- 2020-24 Trainer-Mentor an der Trainerakademie Köln
- Seit 2024 Direktor der Trainerakademie Köln

Claus Lufen
Moderator
Kurzvita
Der gebürtige Niederrheiner arbeitet als Fernseh-Sportjournalist für die ARD.
Nach dem Abitur studierte er an der Deutschen Sporthochschule mit Schwerpunkt Sportpublizistik. Im entsprechenden Institut war Lufen als studentischer Mitarbeiter tätig. Seine Diplomarbeit machte er zum Thema "psychoregulative Maßnahmen im Profitennis".
Seit 30 jahren berichtet Claus Lufen von großen Sportereignissen wie Fußball-Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen.
Seine sportlichen Schwerpunkte sind dabei Fußball, leichtathletik, Beachvolleyball und Wintersport.

Lotte Meyberg
Deutsche Sporthochschule Köln
Vita
Lotte Meyberg hat ihr ernährungswissenschaftliches Bachelorstudium in Nutrition Science (B.Sc.) in den Vereinigten Staaten von Amerika (Georgia State University) absolviert. Durch ihre Begeisterung für den Leistungssport und eigene Erfahrungen im Laufsport ist sie daran interessiert, Athlet*innen durch eine individuell optimierte Ernährung und Nährstoffzufuhr bestmöglich zu unterstützen.
Ihre aktuellen Tätigkeiten in der Abteilung Sporternährung (Institut für Biochemie) umfassen unter anderem die Betreuung von (Nachwuchs-) Kaderathlet*innen (Initiative Momentum & OSP Rhein-Ruhr), sowie die Mitarbeit an verschiedenen Forschungsprojekten. Im Rahmen ihrer Masterarbeit (M.Sc.-Leistung, Training und Coaching im Spitzensport) befasst sie sich mit den ernährungsphysiologischen Aspekten eines relativen Energiedefizits im Sport (REDs) und den methodischen Ansätzen hierfür potenziell geeigneter Indikatoren.
Abstract
Nahrungsergänzungsmittel - (Un-)Genauigkeit bei Dosierungsanweisungen der Hersteller
Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) ist im Leistungssport weit verbreitet. Die Dosierungsmenge ist hierbei entscheidend für die Wirkungsweise und das Auftreten von Nebenwirkungen. Hersteller geben Empfehlungen zur Dosierungsmenge oft auf den Produktverpackungen an, wobei pulverförmigen NEM meist ein Messlöffel beigefügt ist, welcher einer bestimmten Produktmenge entsprechen sollte. Eigene Untersuchungen (n=194) ergaben teils nennenswerte Unterschiede zwischen der nach Herstellerangaben mittels beigefügter Messlöffel abgewogenen Dosierungsmenge und der angegebenen Dosierungsmenge (8±20%; p<0,01; -59% bis +80%). Herstellerangaben zur Dosierungsmenge sind zudem uneinheitlich, und Hinweise zum Füllungsgrad des beigefügten Messlöffels teilweise unspezifisch. Das Ausmaß der durch Unterschiede zwischen angegebener und abgemessener Dosierungsmenge, oder Unspezifität der Angaben, bedingten Mengenabweichungen ist nicht vernachlässigbar. Im Rahmen der Praxisdemonstration sollen die Teilnehmer*innen beispielhaft pulverförmige NEM kennenlernen, abwiegen und die Herausforderung der individuellen Dosierung des Produkts kennenlernen. Ungewollte Überdosierungen können je nach Produktkategorie zu Nebeneffekten wie gastrointestinalen Beschwerden oder unbeabsichtigter erhöhter Energieaufnahme führen, während Geringdosierungen die zu erzielende Wirkung potenziell mindern. Es ist daher empfehlenswert, dass Konsumenten die Dosierungsmengen eigenständig überprüfen und in Abhängigkeit des individuellen Bedarfs gestalten. Hersteller hingegen sollten Dosierungshinweise standardisieren, Angaben zum Füllungsgrad der Messlöffel präzisieren, und die Dosierungsmenge beigefügter Messlöffel kontrollieren.
Lina Neumair
Abstract:
Thema: Nachhaltige Nachwuchsgewinnung- förderung im Para Sport: Strategien, Strukturen, Zugänge und Chancen am Beispiel Exzellenzcluster Ausdauer Referent*in: L.Neumair & R.Kiefer, DBS
Die systematische Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchstalenten im Para Sport ist durch verschiedene strukturelle Barrieren erschwert, darunter eine geringe Sichtbarkeit der Sportarten, heterogene Behinderungsbilder, regionale Ungleichverteilungen von Angeboten sowie begrenzte Inklusionsmöglichkeiten im Regelsport. Die Plattorm parasport.de trägt dazu bei, Sichtbarkeit und Zugänglichkeit zu verbessern, indem sie bundesweit Informatonen zu Veranstaltungen, Einstiegsangeboten und Mitmachformaten bündelt. Ergänzend ermöglicht ein Vereinsfinder Sportanbietern eine größere Reichweite, während ein Sportartenfinder Interessierten eine Orienterung bietet, indem individuelle Interessen und Voraussetzungen mit geeigneten Para-Sportarten abgeglichen werden.
Deutschlandweit organisierte Einstiegsangebote schaffen zusätzliche Zugänge für Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Para-Sportarten. Aus zahlreichen dieser Formate haben sich nachhaltge Folgeangebote wie regelmäßige Trainingsgruppen, Lehrgänge und regionale Förderstrukturen entwickelt, die langfristige Entwicklungsperspektiven bis hin zum Leistungssport eröffnen.
Das seit 2023 modellhaft umgesetzte Exzellenzcluster Ausdauer (ECA) des Deutscher Behindertensportverband adressiert diese Herausforderungen mit einem interdisziplinären und sportartenübergreifenden Ansatz. Im Fokus stehen verschiedene Para-Ausdauersportarten, darunter Para Schwimmen, Para Kanu, Para Ski Nordisch/Biathlon, Para Radsport, Para Rudern, Para Leichtathletik (Ausdauer) sowie Para Triathlon. Eine eigene Projekt-Homepage erhöht die Transparenz der Maßnahmen und erleichtert den Zugang für Talente, Trainer*innen und Vereine.
Zu den zentralen Strategien zählen niedrigschwellige Einstiegsformate wie das DBS-Sportartenkarussell, multisportive Schnupperwochenenden für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren, crosssportliche Trainingscamps zur Förderung grundlegender motorischer Fähigkeiten, systematische Maßnahmen zur Talentidenifikation sowie Talentransfer zwischen Sommer- und Winterdisziplinen, beispielsweise im Rahmen eines Zwei-Sportarten-Modells. Ergänzend wird durch die enge Vernetzung von Vereinen, Landesverbänden und Olympiastützpunkten der Aufbau durchgängiger Förderstrukturen unterstützt.
Der Beitrag analysiert zentrale Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und die Übertragbarkeit des ECA-Modells auf weitere Bereiche des Para Sports. Im Fokus stehen insbesondere die Erweiterung von Angebotsstrukturen, Ansätze inklusiver und leistungsorientierter Talententwicklung sowie die Qualifizierung und Entwicklung von Trainer*innen. Ziel ist die Ableitung praxisorientierter Handlungsempfehlungen und situativer Best-Practice-Beispiele für eine nachhaltige und chancengerechte Nachwuchsarbeit im deutschen Para Sport.

Dr. Jeannine Ohlert
Deutsche Sporthochschule Köln
Kurzvita
Dr. Jeannine Ohlert, Diplom-Psychologin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln und zudem Teil des momentum Teams. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Prävention interpersonaler Gewalt im Sport, Gruppenprozesse sowie Persönlichkeitsentwicklung von Athlet*innen. Zudem ist sie als Referentin in der Aus- und Weiterbildung zum Thema Prävention interpersonale Gewalt in Vereinen und Verbänden tätig.
Abstract
Safe Sport - Grenzen psychischer Gewalt im Sport
Durch die öffentlichen Anklagen von Athlet*innen, dass sie psychische Gewalt im Sport erfahren haben, sind Trainer*innen mehr und mehr verunsichert, wo die Grenzen psychischer Gewalt zu sehen sind und welche Verhaltensweisen schon unter psychische Gewalt zu sehen sind. Im Workshop sollen diese Grenzen erarbeitet und diskutiert werden und gemeinsam mit den Trainer*innen Möglichkeiten für ein gewaltfreies Training diskutiert werden.
Klaus Pabst
Berufliche Tätigkeiten
07/2025 – heute Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) Stellvertretender Vorsitzender Verbandsgruppe Nordrhein
04/2003 - heute Deutsche Sporthochschule Köln Lehrbeauftragter Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten
09/1998 - heute 1. Jugend-Fußball-Schule Köln e.V./Fußball-Internat Köln 2. Vorsitzender
10/1996 - heute Philippka-Sportverlag - Fester freier Mitarbeiter Redaktion Fußballmedien Associate Editor "Success in Soccer"
04/1996 - heute taxofit 1. Jugend-Fußball-Schule Köln Geschäftsführender Trainer und Inhaber
03/2023 – 07/2025 Macromedia Akademie Lehrbeauftragter Sportwissenschaften, Neue Geschäftsfelder im Fußball
08/2012 – 06/2013 Viktoria Köln Sportlicher Leiter Nachwuchs
07/2005 – 06/2012 1. FC Köln Sportlicher Leiter U15 - U8
01/1994 - 06/1998 1. FC Köln Trainer im Basisbereich (U10, U9, U8)
Abstract:
Einzel-/Kleingruppentraining: Detail-Coaching im Fußball
„Mein Trainer sagt, mein Spielaufbau ist schlecht!“ Mit dieser Aussage kontaktierte uns der junge U17-Bundesligaspieler und suchte Rat. Was sich erstmal nach einer erheblichen technisch-taktischen Baustelle anhörte, stellte sich letztlich als Fehler im Detail heraus. Beim einfachen beidfüßigen Passspiel gegen eine Wand zeigte sich, dass die Fußspitze des jeweiligen Standbeines meist schräg stand und nicht in Passrichtung zeigte. Nach einigen Wochen Detailtraining folgte die Belohnung für den Spieler durch seinen Trainer: „Dein Spielaufbau hat sich zuletzt deutlich verbessert, Klasse, weiter so!“
Einzel- oder Kleingruppentraining ist also vor allem Detailcoaching, wozu ein Trainer im Mannschaftstraining normalerweise weder Zeit noch Kapazitäten hat. Hinter jeder Technik stecken eine Vielzahl Details, die es gilt zu erkennen, zu korrigieren und zu trainieren.
Effektiv für das Detail-Coaching sind Gruppen von einem bis zu vier Spielern, die ein ähnliches Leistungsniveau haben. Eine 75minütige Trainingseinheit gliedert sich dabei in folgende Teile:
- Technisches Aufwärmen und technisches Detailtraining: ca. 45 Minuten
- Positionstraining mit technisch-taktischen Hinweisen: ca: 30 Minuten
- Ggfs. Motivations-/Wettkampfaufgabe (Challenge): ca. 10 Minuten
Die Trainingsdemonstration zeigt verschiedene Trainingsformen zum technischen Detailtraining und fokussiert sich somit auf Teil 1 eines Einzel-/Kleingruppentrainings.

Bernhard Peters
Viele Jahre hat Bernhard Peters als Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft
erfolgreich gewirkt und unter anderem zwei Weltmeistertitel mit den Herren
gewonnen. Ab 2006 war er im Profifußball als Direktor Sport bei der TSG 1899
Hoffenheim und später beim Hamburger SV tätig. Dort arbeitete er täglich mit
Athleten, Trainern und Experten zusammen, um Werte, inhaltliche Leitlinien und
strategische Prozesse als Grundlage nachhaltigen Erfolgs zu etablieren. Während
seiner gesamten Laufbahn im Spitzensport hat Bernhard Strategie und Führung als
zwei zentrale Erfolgsfaktoren definiert. Mittlerweile gründete Bernhard Peters mit
BPTC Sports und dem High Performance Sports Institute mehrere Unternehmen zur
Entwicklung und Begleitung von Sportorganisationen, Führungskräften und Trainern.
LEBENSLAUF
• Ehem. Bundestrainer der deutschen Hockey-Nationalmannschaft (2000-
2006)
• Weltmeister 2002 und 2006
• Direktor Profifußball bei TSG 1899 Hoffenheim (2006–2014)
• Direktor Sport beim Hamburger SV (2014–2018)
• Gründer & Initiator des High Performance Sports Institute (HPSI) und von
BPTC Sports
• Berater, Speaker & Dozent im Bereich wertebasierte Führung und
strategische Sportentwicklung
ERFOLGE
• 2× Hockey-Weltmeister als Bundestrainer (2002, 2006)
• Aufbau der sportlichen Struktur bei TSG Hoffenheim in der Bundesliga
• Entwicklung und Etablierung strategischer Nachwuchskonzepte im
Profifußball
• Konzeption und Mitgestaltung des HSV Campus – eines der modernsten
Nachwuchsleistungszentren Deutschlands
• Einer der prägenden Köpfe für sportstrategisches Denken im deutschen
Leistungssport
• Gründungsmitglied und Teil der Hall of Fame der deutschen Trainerinnen
und Trainer des DOSB

Helena Pietsch
Bundestrainerin Nachwuchs in der Para Leichtathletik Deutscher Behindertensportverband e.V.
2006-2009 Studium Diplom Sportmanagement
2009 2019 Hauptamtliche Nachwuchstrainerin beim TSV Bayer 04 Leverkusen Verschiedene Referententätigkeiten
2010 B-Trainerin Leichtathletik (DLV)
2015 2019 Blocktrainerin Nachwuchs beim DBS (Honorarbasis)
ab 2019 Bundestrainerin Nachwuchs (Para Leichtathletik)
2020 2022 A-Trainerin Leistungssport Leichtathletik (DLV)
2024 Mitwirkung an der Para Leichtathletik Online Weiterbildung als Referentin zum Thema „Nachwuchssport“ und „Sprint mit Prothese“

Univ.-Prof. Dr. Georg Predel
Deutsche Sporthochschule Köln
Dr. Lena Riemer
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
Lizenziertes Untersuchungszentrum des DOSB

Michael Scharf
Direktor Leistungssport beim Landessportbund NRW e.V.
geb. 19.07.1961 in Bonn, wohnhaft in Bornheim-Hersel (bei Bonn)
2 Kinder Franziska 31 und Marie 28
verheiratet mit Katja Speelmans
Dipl. Sportlehrer und Dipl. Psychologe (Studium 1983 – 1992 Uni Köln und Uni Bonn)
Mitglied der evangelisch freikirchlichen Gemeinde Bonn
Berufliche Vita:
Leiter Olympiastützpunkt Rheinland von Juli 2004 bis Aug. 2018
Bundestrainer Frauen Moderner Fünfkampf 2002 2004 (Kim Raisner 5. Platz Athen 2004)
Geschäftsführer der Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 e.V. (Sportverein mit über 8500 Mitgliedern) (1993-2002)
Landestrainer Moderner Fünfkampf 1989 1992
Sportliche Vita:
Olympiakader 1988
Deutscher Meister 1987
Deutscher Mannschaftsmeister 1981, 1985,1987,1988
4 facher WM Teilnehmer (beste Platzierung im Einzel 9. Platz 1986)
Bronze Europapokal 1983
Bronze Militär Weltmeisterschaft 1983
Deutscher Junioren-Mannschaftsmeister 1982
sonstiges (Ehrenämter):
Vorsitzender der SSF Bonn 1905 e.V. von 1996 bis 2012 sowie 2024 2026
„Ehrenvorsitzender“ der SSF Bonn 1905 e.V.“ seit 2012
Präsident des Deutschen Verbandes für Mod. Fünfkampf von 2016 bis 2021
Mitglied im Präsidium des Landesverbandes für Mod. Fünfkampf NRW seit 1985 davon
Präsident des Landesverbandes für Mod. Fünfkampf NRW von 1997 2007
Vorsitzender des Stadtsportbundes Bonn von 2013 bis 2019
Vorstand der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG Rheinland) von 2004 bis 2018
Vorstand des Vereins Partner Sport und Bildung im Rhein Kreis Neuss von 2012 bis 2018
Mitglied im Beirat Leistungssportentwicklung des DOSB 2009 2014
Mitglied im Direktorenkreis des DOSB von 2009 2016
Sprecher der Olympiastützpunkte in Deutschland von 2008 2016

Dr. Marion Sulprizio
Diplom Psychologin, Deutsche Sporthochschule Köln
Abstract:
Leistung unter Druck
Viele Athlet:innen können ihre optimale Leistung im Wettkampf häufig nicht abrufen und berichten davon, dass der Druck zu groß gewesen sei. Im Workshop werden sportpsychologische Basics zum Thema „Leistung unter Druck“ vermittelt. Die Teilnehmenden lernen dabei sowohl psychologische Grundlagen als auch exemplarisch praktische Tools kennen, die sie mit ihren Athlet:innen oder Teams trainieren und auch für sich selbst nutzen können. Vor allem mit Blick auf die psychische Gesundheit von jungen Athlet:innen sollen folgende Fragen im Workshop beantwortet werden: Was ist Leistungsdruck? Warum versagen manche Athlet:innen im entscheidenden Moment? Welche Faktoren erhöhen den Druck? Wie kann im Training Druck simuliert werden? Welche mentalen Techniken können helfen?

Univ.-Prof. Dr. Patrick Wahl
Deutsche Sporthochschule Köln
Kurzvita
Patrick Wahl hat nach seinem Studium der Sportwissenschaften (Dipl.; DSHS Köln) und der Biologie (Sekundarstufe II, Universität zu Köln) 2011 an der Deutschen Sporthochschule Köln promoviert (Dr. rer. nat.). Der Titel der kumulativen Dissertation lautete „Die Effekte von Laktat und H+-Ionen auf die Hormonantwort und ihr Transport während hoch-intensiven Belastungen“. 2017 habilitierte er an der DSHS Köln zum Thema „Acute responses and long-term training adaptations to different metabolic and mechanical stimuli“ und erhielt die Lehrbefähigung und Lehrbefugnis für „Trainingswissenschaft“.
Von 2007 bis 2020 bekleidete er die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin) und war zudem bis 2017 am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik angestellt. Seit Gründung des „Deutschen Forschungszentrums für Leistungssport“ („momentum“) im Jahre 2006 bis 2020 war er verantwortlich für die Leistungsphysiologie und Leistungsdiagnostik. Zum Oktober 2020 wurde er auf die Professur für „Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung„ und zum Oktober 2021 auf die Forschungs-Professur für „Leistungsphysiologie und Trainingswissenschaften„ an die Medical School Hamburg berufen. Seit April 2022 hat Herr Wahl die Professur für Leistungsphysiolgie an der DSHS Köln angetreten.
Forschungsschwerpunkte
Patrick Wahl befasst sich sowohl mit grundlagen- als auch anwendungsorientierten Forschungsfragen. Ein wichtiges, verbindendes Paradigma auf einer allgemeinen Zielebene ist die Aufrechterhaltung und Verbesserung von psycho-physischer Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Die integrative Strategie im Bereich Grundlagenforschung ist die Identifizierung metabolischer, mechanischer und neuronaler Stimuli, bzw. deren Intensität und Volumen im Training, für das o.g. Paradigma. Im Speziellen untersucht er akute hormonelle, zelluläre, (epi-) genetische und immunologische, aber auch physiologische Reaktionen und langfristige Trainingsadaptationen in der Folge unterschiedlicher Trainingsreize im Ausdauer- (High-Intensity Training; High-Volume Training; Sprint-Interval Training) und Kraftbereich.
In der Anwendungs- und Praxisforschung beschäftigt er sich mit der Weiterentwicklung leistungsdiagnostischer Methoden, der Quantifizierung von Trainingsbelastungen mittels belastungsabhängigen Biomarker (u.a. durch Point-of-Care-Testing (POCT) aus Kapillarblut), Ermüdung und Regeneration, Trainings- und Belastungsmanagement, Hypoxie und Elektromyostimulation.
Sowohl im Grundlagenbereich wie auch in der anwendungsorientierten Forschung bestehen interdisziplinäre Ansätze und (internationale) Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen wie Universitäten und Spitzensportverbänden.
Abstract
Strategien und Anwendungsbeispiele für den Einsatz von KI im (Nachwuchs-)Leistungssport
Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse, Entscheidungsunterstützung und Individualisierung im (Nachwuchs-)Leistungssport. Der Vortrag gibt zunächst eine praxisorientierte Einführung in zentrale KI-Konzepte und -Werkzeuge. Im Fokus stehen vier strategische Anwendungsfelder: der Einsatz von Large Language Models (LLMs) zur Informationsaufbereitung und Kommunikation, die Nutzung von Research-AI-Tools zur evidenzbasierten Informationsgewinnung, der Einsatz von KI-gestützter Datenanalyse zur Auswertung sportartspezifischer Diagnostik- und Trainingsdaten sowie die perspektivische Anwendung von AI Agents und Retrieval-Augmented Generation (RAG) zur Automatisierung komplexer Arbeitsabläufe und Gewinnung gesicherter Informationen. Konkrete Beispiele aus der Praxis – etwa zur Auswertung von Trainingsdaten – zeigen auf, wie KI-Technologien effektiv in den sportlichen Alltag integriert werden können.
Michael Wolf
Schulleiter Elsa Brändström Realschule
Eliteschule des Sports
NRW-Sportschule
Eliteschule des Fußballs
Mitglied Lenkungsgremium der NRW-Sportschulen
A – Lizenz – Trainer Handball
Seit 2003 begleite ich das Verbundsystem Essen als Schulleiter. Als Mitglied des geschäftsführenden Regionalteams bin ich an der Organisation und Durchführung der Prozesse beteiligt. Die institutionalisierten Kommunikationsstrukturen, die Talententwicklung uns die Unterstützungsmechanismen des Verbundsystems zu leben und weiterzuentwickeln sind wesentliche Bestandteile meiner täglichen Arbeit. Die letzte Publikation (Dr. R. Rienhoff, M. Wolf et. al.) in der „Leistungssport“ (01/2023) beschäftigt sich genau mit diesem Thema.
(weitere folgen)
Projektteam
Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Bloch (Projektleitung und wissenschaftliche Leitung, DSHS Köln)
Dr. Eva Engelmeyer (Projektmanagement und Gesamtorganisation, DSHS Köln)
Aldo Sommer (Techn. Umsetzung, Regie Bild & Ton, Administration Streaming)
Cornelia Beissler (Techn. Umsetzung, Bildtechnik)
Tim Junge (Techn. Umsetzung, Tontechnik)
Valentin Holowitz (Kommunikation und Helfer:innenbetreuung, DSHS Köln)
Alexandra Wolke (Veranstaltungsmanagement)


