Gesund aufwachsen mit Sport

Foto: dsj

Das MOVE FOR HEALTH-Forschungsprojekt liefert Nachweise dafür, dass sich Bewegung, Spiel und Sport sowie eine Vereinszugehörigkeit positiv auf das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen auswirken.

Die Deutsche Sportjugend (dsj) veröffentlicht die Forschungsergebnisse des MOVE FOR HEALTH-Forschungsprojekts im Rahmen des Expert*innen-Hearings „(Mental) Fit durch Bewegung, Spiel und Sport. Mehr MOVE im Leben junger Menschen“ am 22. und 23. Februar 2024 in Berlin und stellt sie Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis vor. An der Studie waren auch Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs und Dr. Fabienne Bartsch von der Deutschen Sporthochschule Köln beteiligt. Die Ergebnisse zu mentaler Gesundheit im Kinder- und Jugendsport seien richtungsweisend für den organisierten Sport – so die dsj – und gesellschaftspolitisch relevant, denn neueste Erkenntnisse in dem Feld seien längst überfällig gewesen. Die letzte repräsentative Kinder- und Jugendsportstudie (MediKuS) wurde vor fast zwölf Jahren umgesetzt, schreibt die dsj in ihrer Pressemitteilung.

„Die Studie unterstreicht, was wir in der Praxis des Kinder- und Jugendsports schon lange wissen”, sagt Stefan Raid, 1. Vorsitzender der dsj. „Eine logische Folge aus den Ergebnissen ist, mehr und weiter in die Kinder- und Jugendarbeit im Sport zu investieren. Schließlich zeigen die Wissenschaftler*innen des Verbundes in ihren Forschungsprojekten, wie wertvoll die Arbeit des Kinder- und Jugendsports ist. Eine intensivere Förderung des Kinder- und Jugendsports in Vereinen bedeutet somit auch, das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu fördern.“ Als wissenschaftliche Projektpartner arbeiteten bei der Studie die Universität Münster, die Humboldt-Universität zu Berlin und das Institut für Soziologie und Gender forschung der Spoho zusammen; die Leitung des Forschungsprojektes lag beim Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster.

Die Studie hat unter anderem ergeben, dass Jugendliche, die sportlich aktiver sind, seltener einen schlechten Gesundheitszustand aufweisen und grundsätzlich seltener unter Sorgen, Stress oder Ermüdung leiden als Nichtaktive. Auch eine Mitgliedschaft im Sportverein ist positiv assoziiert mit dem Gesundheitszustand der jungen Menschen. Es zeigt sich, dass unter den Vereinsmitgliedern Stress, Ermüdungs- oder Sorgengefühle seltener erlebt werden und eine höhere Lebenszufriedenheit besteht als bei Nichtmitgliedern. Ein weiteres Ergebnis: Armut und die sozialen Lebensverhältnisse sind entscheidende Faktoren in Bezug auf die tägliche Bewegung und die Teilhabe im Sportverein.

„Die Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen psycho-sozialer Gesundheit und körperlicher Aktivität bei Kindern und Jugendlichen zeigen das große Potenzial von Bewegung, Spiel und Sport auf, darauf muss man nun aufbauen“, fasst Projektleiter PD Dr. Dennis Dreiskämper von der Universität Münster zusammen. „Regelmäßige, längsschnittliche Untersuchungen sind notwendig, um zu verstehen, wie mehr Kinder und Jugendliche von diesen Potenzialen langfristig profitieren können. Deswegen freuen wir uns, dass wir die Untersuchungen auch 2024 fortsetzen werden können.“

Alle Informationen zur MOVE Kampagne gibt es auf www.move-sport.de. Alle Details zur Methodik und zu den Ergebnissen lesen Sie in der Ergebnisbroschüre der dsj.