Dissertationen

Am Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung werden gegenwärtig mehrere Dissertationen zu sportpolitikwissenschaftlichen bzw. -historischen Themen und zu Fragestellungen der Freizeit- und Tourismusforschung verfasst. Einen Überblick zu den einzelnen Vorhaben bieten die nachfolgenden Projektskizzen:

Laufende Dissertationen

Awartani, Tamara

Working Title:
Fighting Youth Unemployment through Sports for Development – Palestine (West Bank & East Jerusalem)

Start of Research: 2016

Content:
Palestine is a country that is under lots of political and economic pressure associated with conflict and oppression from both the Israeli occupation and internal struggles between Fatah and Hamas political parties, thus the Palestinian society and especially youth have become increasingly split and suffering from many divisions and obstacles. One result is a very high unemployment rate amongst youth (39%). The dissertation will explore and analyse the role of sports for development (S4D) and the different interventions of S4D in increasing youth competencies and employability skills by focusing on the theoretical aspect of the education and employment system in Palestine, as well as comprehensive data from the field; youth, decision makers, policies, and statistics. It will also give an insight on the history of Palestine, the political implications, the economic and socio-cultural contexts, living conditions and youth immigration, the vocational education mindset and approach, and youth policies.  

tawartaninospam-­gmail.com

Katrin Bauer

Arbeitstitel: Sport in der Entwicklungspolitik - Entwicklung, Ansätze und Umsetzung in Deutschland

Projektbeginn: 2014

Inhalt:
Mit der Gründung eines Sektorvorhabens „Sport für Entwicklung“ in der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) Anfang 2013 setzte die deutsche Entwicklungspolitik ein Zeichen für Wandel und Neuausrichtung. Der Bereich „Sport für Entwicklung“ ist in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu einem übergreifenden Thema mit zahlreichen Verbindungen zu verschiedenen entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung geworden. Es wurde erkannt, dass Sport neben dem wichtigen Einsatz im Bildungsbereich auch mit Vorhaben in den Bereichen Gesundheitsförderung, Gewaltprävention, Gleichstellung der Geschlechter, gute Regierungsführung, Inklusion oder auch Umwelt kombiniert werden kann. Ziel des Vorhabens ist die Bestimmung des Stellenwerts und des Wandels des Sports in der Entwicklungspolitik Deutschlands in der Vergangenheit und in der Gegenwart.  

k.bauernospam-­dshs-koeln.de

Choi, Joohyun

Working Title:  An Analysis of Sports Development in South Korea: Case Studies of ‘School Sport’, ‘Sport for All’ and ‘Elite Sport’  

Projektbeginn: 2017

Inhalt:
Elite sport in South Korea has improved dramatically over the past 60 years. However, focusing only on elite sport policy by the government has led to problems and a gap between school sport, sport for all and elite sport, which is the center of the current debate in the sport policy area. Therefore, the purpose of this study is to analyze sports development in South Korea, where it lacks of data about sport policy which adopted the macro and meso level approaches.To achieve the goals mentioned above, the thesis is divided into three parts: (1) school sport, (2) sport for all and (3) elite sport. All subjects will deal with the development of sport policy and the structure of the sport system. The thesis will define the notion of sports development and introduce the Korean history and cultural background in the literature review. In addition, the research will analyze case studies of the three topics in terms of the process of sport policy change and structure of sport system in South Korea. Theoretical approaches will be conducted as groundwork. The research interprets sports development by integrating macro and meso levels of analysis to explain the complicated Korean society. Methodologically a literature and documentary inquiry will be also conducted and semi-structured interviews will be undertaken with senior officers and experts who relate to sport institutions and organizations in South Korea. A document analysis will be carried out by gathering documents and data where three cases will be examined in depth. The expected results should address not only an empirical but also theoretical relevance.

Consequently, this research will contribute to informing about sports developments in South Korea, which currently lacks information about international comparative data in sport policy area.   

Hemker, Lena

Arbeitstitel: Trendsportarten im Spannungsfeld sportgesellschaftlicher und sportökonomischer Einflüsse

Projektbeginn: 2017

Inhalt:
In den letzten Jahren sind vermehrt eine Vielzahl sog. Trendsportarten auf nationaler und internationaler Ebene entstanden. Im Zuge der Einführung und Weiterentwicklung dieser Sportarten spielen auch die Interessen relevanter Anspruchsgruppen (u.a. Sportgesellschaft, Sportmedien, Wirtschaft) sowie Einflüsse aus dem sportgesellschaftlichen und sportökonomischen Umfeld eine entscheidende Rolle. Seien es Unternehmen, die mithilfe zugeschnittener Vermarktungs- bzw. Sponsoringstrategien in Plattformen der Trendsportarten investieren, Verbände und Vereine, die sich mit einer möglichen Integration von Trendsportarten in das eigene Sportangebot auseinandersetzen oder die Medien, die das Bild immer neuer Trendsportarten prägen. Hinzu kommt die sportgesellschaftliche Dimension mit der Fragestellung, inwieweit Trendsportarten möglicherweise einen Wandel des traditionellen Sportverständnisses repräsentieren.
Die Dissertation zielt auf eine Tiefenanalyse von Trendsportarten mit dem Fokus auf sportgesellschaftliche und sportökonomische Einflüsse. Eine Auseinandersetzung mit diesem Spannungsfeld soll den derzeitigen Forschungsstand, der sich sehr stark auf die Besonderheiten von Trendsportarten gegenüber traditionellen Sportarten und dem Entwicklungszyklus von Trendsportarten konzentriert, maßgeblich erweitern und in einen stakeholderbasierten Ansatz integrieren. 

Klems, Pia

Werte im Sportverein 

Projektbeginn: 2013

Inhalt:
Ausgangspunkt der Dissertation ist eine intellektuelle Unzufriedenheit mit den Grundfragen zu den Werten des Sports. Scheinbar unreflektiert wird von der Sportpolitik und einigen kulturhistorischen Untersuchungen angenommen, was unter den Werten des Sports zu verstehen ist. Sowohl eine inhaltliche Auseinandersetzung, was die Werte des Sports sind im Rahmen, was unter Sport fällt, als auch die Erschließung der Gesamtheit an den Werten der Eigenwelt Sport erfolgt nicht im ausreichendem Maße. 

Die zentrale Zielsetzung der Dissertation besteht somit in der Klärung der Frage, welche Werte der Sport vertritt bzw. vertreten hat. Der Sportverein steht als einer der wichtigsten Organisationsformen des Sports und als Vertreter des organisierten Sports im Mittelpunkt der Betrachtung. Als Zugang zum Sportverein erfolgt die Untersuchung der Werte des Sportvereins anhand von Festschriften. Durch eine computergestützte Inhaltsanalyse werden die Werte des Sportvereins ermittelt. Die Untersuchung erfolgt im Forschungsrahmen des Ruhrgebiets und befasst sich mit dem Forschungszeitraum ab den 1960er Jahren.

p.stemmermannnospam-­dshs-koeln.de 

Kornbeck, Jacob

Die Diversifizierung des Politikfelds Sport durch  die Europäische Kommission: Zunehmender Zentralismus oder klassischer Fall von „Spill-Over“ im Multi-Level-Governance System?

Projektbeginn: 2010

Inhalt:
Die kumulative Dissertation zielt darauf, die Aktivitäten der Europäischen Kommission (insbesondere aber nicht ausschließlich in den Jahren 2001 2011) einer Analyse zu unterziehen, um Anzeichen einer Diversifizierung des Politikfelds Sport festzustellen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine Rückkopplung auf zwei theoretische Grundpositionen der europäischen Integration sowie deren Erforschung: „Spill-Over“ im Sinne von Föderalismus/Neofunktionalismus bzw. Multi-Level-Governance. Empirische Befunde liefern 15 zuvor veröffentlichte Arbeiten zu drei Problemfeldern: Artikulation EU-Sport; Anti-Doping; Bewegung im Sinne von Health-Enhancing Physical Activity (HEPA). Theoretisch inspiriert wurde die kritische Bestandsaufnahme vom Modell des reflektierenden Praktikers.

jacob.kornbecknospam-­edps.europa.eu 

Melzer, Marius

Die Veränderungen der nationalen Nachwuchsförderung im Basketball in Deutschland, Litauen und Spanien seit 1995 – Governance zwischen Europäisierung und Globalisierung?

Projektbeginn: 2012

Inhalt:

Marius Melzer forscht zur Frage, wie sich Europäisierungs- und Globalisierungseffekte auf die Ausgestaltung der nationalen Nachwuchsförderung im Basketballsport in Deutschland, Litauen und Spanien auswirken. Mit dieser Arbeit soll eine bestehende Forschungslücke geschlossen werden, da jenseits des Fußballs bislang kaum wissenschaftlich analysiert wurde, wie die Veränderungen des Spielermarktes nach dem Bosman-Urteil und weiterer Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes die Ausgestaltung von nationalen Nachwuchsförderungen beeinflusst haben. Basketball ist hierbei ein besonders interessanter Fall um Globalisierungseffekte zu untersuchen, da viele gut ausgebildete Spieler aus den USA versuchen in Europa eine Karriere zu beginnen. Der größere Markt zur Rekrutierung amerikanischer Spieler hat die Wichtigkeit einer hochqualitativen Nachwuchsförderung für die nationalen Spitzenvereine reduziert. Gleichzeitig bleibt die Nachwuchsförderung aber wichtig, vor allem für die Bildung einer spielstarken Nationalmannschaft, die der wichtigste Aufmerksamkeitsträger für eine Sportart ist.

Die Theoretische Fundierung bilden Ansätze aus der Sportglobalisierungs- und der Sporteuropäisierungsliteratur sowie des Sportgovernance. Diese ermöglichen es, die Interaktion des nationalen Basketballverbandes mit den nationalen Spitzenvereinen theoretisch zu reflektieren. Als Fallbeispiele wurden Deutschland als westeuropäisches Land, indem Basketball keine dominante Sportart ist, Litauen als osteuropäisches Land, wo Basketball der Nationalsport ist, und Spanien, die momentan erfolgreichste europäische Basketballnation, ausgewählt. Dabei dient die Auswertung von nationalen Nachwuchsförderungsdokumenten, die Analyse der Interaktion des nationalen Verbandes mit den Spitzenvereinen und die Untersuchung des Einflusses politischer Akteure zur Ermittlung des nationalen Governancearrangements zur Nachwuchsförderung In einem zweiten Schritt werden die Erkenntnisse durch Experteninterviews vertieft. Am Ende der Studie werden die nationalen Nachwuchsförderungen miteinander verglichen und Stärken und Schwächen der getroffenen Ausgestaltungen diskutiert. 

marius.melzernospam-­freenet.de 

Micic, Michael

"Spiritual Coaching" - Theologische, sozialwissenschaftliche und sportwissenschaftliche Perspektiven eines neuen Themen- und Berufsfeldes

Projektbeginn: 2011

Inhalt:

Gegenstand der interdisziplinär angelegten Studie ist eine Analyse der Sinndeutungen und Wertvorstellungen sowie der Lebensgestaltung von Profifußballspielern. Ziel ist es, herauszufinden, welchen Einfluss die genannten Faktoren auf das ganzheitliche Wohlbefinden und die sportliche Leistungsfähigkeit haben und wie sich der Umgang mit ihnen in deutschen Profifußballvereinen gestaltet. Darüber hinaus zielt das handlungsorientierte Forschungsvorhaben darauf, ein aus den erzielten Untersuchungsergebnissen abgeleitetes „Spiritual and Life Coaching“-Modell für den deutschen Profifußball zu entwickeln und dabei auch die Chancen und Grenzen bei der Implementierung einer solchen Betreuungsform zu reflektieren. Einen Schwerpunkt des Forschungsvorhabens bilden Analysen zum englischen Vereins- und brasilianischen Verbandsfußball, da sowohl bei der Mehrzahl der Vereine der Premier League als auch in der brasilianischen Nationalmannschaft Fragen zu Sinndeutungen und Wertvorstellungen sowie zur Lebensgestaltung von Profifußballspielern seit vielen Jahren im Rahmen einer geistlichen Betreuung durch sogenannte „Sport Chaplains“ behandelt werden. Darüber hinaus werden weitere relevante Quellen und Studien zum Forschungsgebiet, die vornehmlich aus dem angloamerikanischen Raum stammen, erfasst und analysiert. Für die Datenerhebung in verschiedenen deutschen Profifußballvereinen werden problemzentrierte, halbstandardisierte Leitfadeninterviews mit Verantwortlichen (z.B. Trainer, Manager, Geschäftsführer, Präsident) und Spielern geführt.

Ousu, Ali

Auswirkungen der Regimewechsel und Transformationsprozesse im Irak und in Ägypten auf den Sport

Projektbeginn: 2012

Inhalt:

Der Sport erfüllt gegenüber Staat und Gesellschaft zahlreiche Funktionen und wird mit unterschiedlichsten Bedeutungen versehen. Er dient der Bildung von nationalen Gruppenidentitäten, der Völkerverständigung, der Einübung von Kooperation und der Exponierung des Individuums. Dabei ist Sport ein weitgehend autonomes System, das immer auch eigenen Regeln und Dynamiken folgt und das gerade dadurch offen für Bedeutungszuweisungen und neue Funktionen wird, das zugleich aber von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt wird. Die Umwälzungen in der arabischen Welt sind im Begriff, die dortigen Gesellschaften tiefgreifend zu verändern. Sie werden auch das System des Sports gründlich verändern, indem sie die Rahmenbedingungen, aber auch die Funktionszuweisungen des Sports einem Wandel unterziehen. Das Dissertationsvorhaben will diese Veränderungen des Systems Sport – unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen und politischen Transformationsprozesse – im Irak und in Ägypten betrachten. 

Park, Jongchul

Sport for Development (SFD) in South Korea: An Analysis of Process of Sport Policy Change and Evaluation of SFD Programmes

Start of research: 2016

Content:
In recent years, sport is considered as a practical vehicle to deal with social, cultural, and economic issues around the world. In particular, diverse sport programmes have been emerged to achieve the initiatives created by the United Nations’ Millennium Development Goals. These initiatives are commonly called Sport for Development (SFD) programme or movement. 

 SFD programmes are concerned with sport participation, gender, socialisation, and education issues, and are directly related to children, women, disabled, and disadvantaged people. The implement of SFD is generally practiced by global North toward the global South, but several developing nations have recently implemented SFD programmes. This means that implementing SFD actions to promote social change is considered as a global trend around the world. 

South Korea has become a sports power in the world with the help of huge investment in elite athlete development system and successful holding mega event such as the 1988 Olympic Games and the 2002 FIFA World Cup. In addition, South Korea is a country of the unique example whose status has changed from an aid-recipient country to a donor country. As a result, Korean government has been trying to have interest in international outreach and cooperation through sports programmes. For instance, Dream Together programme and Dream programme have been implemented as a part of SFD action in South Korea.

 Despite increasing interests in SFD programmes, however, Korean sport policy in relation to SFD programmes tends to be political and short-termism for hosting mega event. Also, there has been little research for analysing change process of sport policy on SFD movement in South Korea compared to research, such as school sport, elite sport, and sport for all. In addition, the absence of scientific evidence of how sport activities contribute to dealing with social issues still indicates a significant gap between theory and practice.

Therefore, the aim of this thesis is to explore the change process of sport policy in South Korea in relation to Sport for Development (SFD). In addition, the thesis aims to evaluate and analyse Korean SFD programmes on the basis of Sport for Development Theory (SFDT), and then identify distinctive features of Korean SFD compared to international current SFD movement. Lastly, the thesis will pursue to suggest direction of improvement regarding SFD in South Korea.

 

 

Rodewald, Marion

Nationale Athletenvertretungen im Europäischen Vergleich 

Projektbeginn: 2011

Inhalt:
Athleten unterliegen nicht nur den Regeln ihrer Sportart, sondern auch den Statuten ihres Verbandes und des Nationalen Olympischen Komitees bzw. der nationalen Dachorganisation des Sportes in ihrem Land.

Im demokratischen Sinn sollten sie daher auch ein gewisses Mitspracherecht auf den unterschiedlichsten Ebenen des Sports ausüben können.

Die Einbindung von aktiven und ehemaligen Athleten in die Strukturen der übergeordneten Organisation wie dem NOK oder dem nationalen Sportdachverband auf nationaler Ebene in verschiedenen europäischen Ländern ist Gegenstand der geplanten Arbeit.

Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Unterschiede in der Auslegung der Regel 29.1 der Olympischen Charta in den 49 europäischen Olympischen Komitees bestehen. Wie sind aktive oder ehemalige Athleten in den NOKs vertreten? Darüber hinaus soll bei den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geprüft und diskutiert werden, inwieweit das Thema ‚Good Governance‘ in Bezug auf Sportler berücksichtigt wird.

Neben den nationalen Athletenvertretungen werden zudem die Athletenkommissionen auf europäischer Ebene (EOC Athletes‘ Commission) sowie auf internationaler Ebene (IOC Athletes‘ Commission) Gegenstand der Untersuchung sein. Auch die Strukturen und Aufgaben von Athletengewerkschaften werden in Augenschein genommen. Wie ist der Kontakt  und die Zusammenarbeit zu dieser Form der Athletenvertretung?

Ziel der Arbeit ist es erstmalig das Thema Athletenvertretungen in Europa wissenschaftlich zu untersuchen, die Unterschiede herauszuarbeiten und in einen politischen Kontext zu bringen.

Ücgüler, Ayla-Karen

Arbeitstitel: Spiritueller Yogatourismus als Prävention bei Stresszuständen. Potentiale und Grenzen von Yogatourismus für die Destinationsentwicklung: Das Beispiel Marokko.

Projektbeginn: 2016

Yoga und Meditation findet in der heutigen Zeit eine große Zustimmung in der Gesellschaft. Neue Yogastile entstehen und die jahrtausendalte Tradition aus Indien, die in den 1950er Jahren ihren Weg über die USA in die westliche Welt gefunden hat, wird modernisiert und an den Alltag der westlichen Gesellschaft angepasst. Yoga verspricht Entspannung, körperliche Stärkung, geistige Fitness und ein Gefühl des Einklangs mit Körper, Geist und Seele. Das Angebot im Sektor Yoga und Meditation wächst stetig an. Zeitschriften, Bücher, Kleidung, Workshops, Reisen – die Spiritualität ist längst zum wirtschaftlichen Sektor geworden. Welches ist die Zielgruppe dieses aufsteigenden Wirtschafts- und Gesellschaftszweiges? Ist die Motivation für Yoga und Yogatourismus der Stressfaktor, der in der heutigen Gesellschaft als Ursache für Volkskrankheiten steht? Welches sind die Hauptmotive der Zielgruppe für eine auf Yoga ausgerichtete spirituelle Reise? Ist es der Stress und die Flucht vor dem Alltag? Die Suche nach Ruhe und Erholung mit spirituellem Mehrwert? Diese Fragen sollen im Dissertationsvorhaben untersucht werden bevor ermittelt wird welche Auswirkungen, Chancen und Grenzen dies für die Destinationen haben, die spirituellen Tourismus anbieten. Wie wirkt sich spiritueller Tourismus im Bezug auf die Nachhaltigkeit aus? Wie kann spiritueller Tourismus in der Destinationsentwicklung und für soziale Projekte genutzt werden? Das Ziel dieses Vorhabens ist es, diese Fragen zu beantworten und ein Konzept für Destinationen am Beispiel Marokko aufzustellen.

 

Kontakt: ayla.uecgueler@gmail.com

 

 

 

 

 

 

Ulyanov, Illya

Sportpolitik der Ukraine von der Unabhängigkeit bis heute: Sportorganisation, Sportpartizipation und Sportförderungsprogramme im Breiten- und Freizeitsport 

Projektbeginn: 2012

Inhalt:

Das Ziel des Vorhabens besteht darin, die ukrainische Sportpolitik und deren Strukturen und Prozesse, welche unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung des Breiten- und Freizeitsports ausüben, zu analysieren. Dabei stehen die staatlichen Sportförderungsprogramme und Organisationsmaßnahmen zur Förderung und Entwicklung des Breiten- und Freizeitsports sowie die Sportpartizipation der ukrainischen Bevölkerung im Mittelpunkt. Seit der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 wurden zahlreiche Maßnahmen initiiert, um den Breiten- und Freizeitsport zu fördern. Diese Initiativen werden im Rahmen der Arbeit im Hinblick auf Erfolge und Grenzen analysiert. Ergänzt wird diese Betrachtung durch die Einbeziehung von Untersuchungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der initiierten Maßnahmen. Abschließend soll, auf Grundlage dieser Schritte, die Leistungsfähigkeit und Effizienz der ukrainischen Sportpolitik exemplarisch dargestellt werden.

Die Studie rekurriert auf politischen und rechtlichen Bedingungen unter Einbeziehung der historischen und gesellschaftlichen Besonderheiten des Landes. Externe Faktoren, die direkt oder indirekt die Entwicklung des Breiten- und Freizeitsports beeinflussten, werden ebenso berücksichtigt wie die jüngsten politisch-gesellschaftlichen Veränderungen der Ukraine. 

 

 

Witzani, Ursula

Youth Sport Policy in Europe
Cross-National Comparison and the Perspectives of Europeanization

Jugendsportpolitik in Europa – ein länderübergreifender Vergleich und Perspektiven einer Europäisierung

Projektbeginn: 2015

Inhalt:
Die Gesundheit und körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen ist gegenwärtig ein polarisierendes Thema. Als Grundstein für lebenslange Sportausübung füllt die Thematik Kinder- und Jugendsport heutzutage politische Agenden in Europa. Kritisiert werden fehlende Strukturen oder mangelnde Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren. Die wissenschaftliche Forschung hat sich dabei bis dato sehr zurückhaltend gezeigt. Eine ländervergleichende Untersuchung der Strukturen und Systeme konzentriert auf den Jugendsport gibt es in dieser Form noch nicht.

Ziel dieser Dissertation ist es daher das mehrdimensionale, komplexe Politikfeld „Jugendsport“ systematisch zu analysieren und auf multinationalem Level zu vergleichen. Es wird konkret die Fragen untersucht, welche Unterschiede in den ausgewählten Ländern in Hinblick auf die zu untersuchenden Kriterien im Jugendsportbereich vorliegen und wie diese Differenzen zu bewerten sind. Neben der multinationalen Länderanalyse und der Betrachtung auf supranationalem Level, wird das Politikfeld Jugendsport im europäischen Kontext dargestellt und in Hinblick auf einen Europäisierungsansatz diskutiert.

Dazu wird methodisch zunächst eine Literatur- und Dokumentenrecherche als Grundlage durchgeführt. Aufbauend darauf sollen Experteninterviews geführt und mit qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden. Durch die Theorie und Methodik soll eine anwendbare Kategorisierung entwickelt werden, um europäische Jugendsportsysteme mit einem umfassenden Design untersuchen zu können. 

Folglich zeigen die erwarteten Ergebnisse nicht nur empirische, sondern auch theoretische Relevanz. Es soll außerdem zu weiteren Forschungen angeregt werden, sowie nutzbringende Implikationen für die untersuchten Länder bereitstellen.