Dissertationen

Am Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung werden gegenwärtig mehrere Dissertationen zu sportpolitikwissenschaftlichen bzw. -historischen Themen und zu Fragestellungen der Freizeit- und Tourismusforschung verfasst. Einen Überblick zu den einzelnen Vorhaben bieten die nachfolgenden Projektskizzen:

Laufende Dissertationen

Awartani, Tamara

Working Title:
Fighting Youth Unemployment through Sports for Development – Palestine (West Bank & East Jerusalem)

Start of Research: 2016

Content:
Palestine is a country that is under lots of political and economic pressure associated with conflict and oppression from both the Israeli occupation and internal struggles between Fatah and Hamas political parties, thus the Palestinian society and especially youth have become increasingly split and suffering from many divisions and obstacles. One result is a very high unemployment rate amongst youth (39%). The dissertation will explore and analyse the role of sports for development (S4D) and the different interventions of S4D in increasing youth competencies and employability skills by focusing on the theoretical aspect of the education and employment system in Palestine, as well as comprehensive data from the field; youth, decision makers, policies, and statistics. It will also give an insight on the history of Palestine, the political implications, the economic and socio-cultural contexts, living conditions and youth immigration, the vocational education mindset and approach, and youth policies.  

tawartani@­gmail.com

Bauer, Katrin

Arbeitstitel: Sport in der Entwicklungspolitik - Entwicklung, Ansätze und Umsetzung in Deutschland

Projektbeginn: 2014

Inhalt:
Mit der Gründung eines Sektorvorhabens „Sport für Entwicklung“ in der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) Anfang 2013 setzte die deutsche Entwicklungspolitik ein Zeichen für Wandel und Neuausrichtung. Der Bereich „Sport für Entwicklung“ ist in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu einem übergreifenden Thema mit zahlreichen Verbindungen zu verschiedenen entwicklungspolitischen Zielen der Bundesregierung geworden. Es wurde erkannt, dass Sport neben dem wichtigen Einsatz im Bildungsbereich auch mit Vorhaben in den Bereichen Gesundheitsförderung, Gewaltprävention, Gleichstellung der Geschlechter, gute Regierungsführung, Inklusion oder auch Umwelt kombiniert werden kann. Ziel des Vorhabens ist die Bestimmung des Stellenwerts und des Wandels des Sports in der Entwicklungspolitik Deutschlands in der Vergangenheit und in der Gegenwart.  

k.bauer@­dshs-koeln.de

Calzolari Soto, Victória

Calzolari Soto, Victória

Working Title: Impact and sustainability of sport-based social interventions in Latin America

Start of Research: 2020

Content
The purpose of this investigation is to analyse the impact and the sustainability of sport-based social interventions in Latin America by comparing the projects implemented by the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) on behalf of the German government in Brazil and in Colombia. As these interventions build on the existing activities and structures of governmental and non-governmental organizations and aim to create opportunities for development across several systemic levels, their study and evaluation offer the opportunity to have a comprehensive understanding of the “sport for development” sector in Latin America. Therefore, it will evaluate, at the micro, meso and macro levels, the two projects’ structure, implementation, impact, and sustainability, while considering the specific social and political contexts in which they take place. By identifying the social, political processes and mechanisms that contribute and support to the positive (and perhaps negative) outcomes, this investigation will contribute to the literature in sports sciences in a multidisciplinary manner. The findings will also support German and Latin American stakeholders in implementing evidence-based strategies in the future.

Choi, Joohyun

Working Title:  An Analysis of Sports Development in South Korea: Case Studies of ‘School Sport’, ‘Sport for All’ and ‘Elite Sport’  

Projektbeginn: 2017

Inhalt:
Elite sport in South Korea has improved dramatically over the past 60 years. However, focusing only on elite sport policy by the government has led to problems and a gap between school sport, sport for all and elite sport, which is the center of the current debate in the sport policy area. Therefore, the purpose of this study is to analyze sports development in South Korea, where it lacks of data about sport policy which adopted the macro and meso level approaches.To achieve the goals mentioned above, the thesis is divided into three parts: (1) school sport, (2) sport for all and (3) elite sport. All subjects will deal with the development of sport policy and the structure of the sport system. The thesis will define the notion of sports development and introduce the Korean history and cultural background in the literature review. In addition, the research will analyze case studies of the three topics in terms of the process of sport policy change and structure of sport system in South Korea. Theoretical approaches will be conducted as groundwork. The research interprets sports development by integrating macro and meso levels of analysis to explain the complicated Korean society. Methodologically a literature and documentary inquiry will be also conducted and semi-structured interviews will be undertaken with senior officers and experts who relate to sport institutions and organizations in South Korea. A document analysis will be carried out by gathering documents and data where three cases will be examined in depth. The expected results should address not only an empirical but also theoretical relevance.

Consequently, this research will contribute to informing about sports developments in South Korea, which currently lacks information about international comparative data in sport policy area.   

Hemker, Lena

Arbeitstitel: Trendsportarten im Spannungsfeld sportgesellschaftlicher und sportökonomischer Einflüsse

Projektbeginn: 2017

Inhalt:
In den letzten Jahren sind vermehrt eine Vielzahl sog. Trendsportarten auf nationaler und internationaler Ebene entstanden. Im Zuge der Einführung und Weiterentwicklung dieser Sportarten spielen auch die Interessen relevanter Anspruchsgruppen (u.a. Sportgesellschaft, Sportmedien, Wirtschaft) sowie Einflüsse aus dem sportgesellschaftlichen und sportökonomischen Umfeld eine entscheidende Rolle. Seien es Unternehmen, die mithilfe zugeschnittener Vermarktungs- bzw. Sponsoringstrategien in Plattformen der Trendsportarten investieren, Verbände und Vereine, die sich mit einer möglichen Integration von Trendsportarten in das eigene Sportangebot auseinandersetzen oder die Medien, die das Bild immer neuer Trendsportarten prägen. Hinzu kommt die sportgesellschaftliche Dimension mit der Fragestellung, inwieweit Trendsportarten möglicherweise einen Wandel des traditionellen Sportverständnisses repräsentieren.
Die Dissertation zielt auf eine Tiefenanalyse von Trendsportarten mit dem Fokus auf sportgesellschaftliche und sportökonomische Einflüsse. Eine Auseinandersetzung mit diesem Spannungsfeld soll den derzeitigen Forschungsstand, der sich sehr stark auf die Besonderheiten von Trendsportarten gegenüber traditionellen Sportarten und dem Entwicklungszyklus von Trendsportarten konzentriert, maßgeblich erweitern und in einen stakeholderbasierten Ansatz integrieren. 

Jin, Rui

Jin, Rui

Arbeitstitel
Von governmentaler Zentralverwaltung zur Governance-Organisation des Sports in der Volksrepublik China? - Community Sport und Fitnessklubs als neue Variante der Teilhabe eines Dritten Sektors für selbstorganisierten Sport am Beispiel der Stadt Shanghai

Projektbeginn: 2015

Inhalt
Als eine neue Organisationsform der chinesischen Sportklubs vereint das Modell von Community Sport und Fitness Klubs zumindest konzeptionell die wichtigsten Merkmale von nichtstaatlichen, nichtgewinnorientierten Organisationen und dem (selbst-)organisierten Sport an sich. Insofern zielt diese Arbeit zunächst darauf ab, das Phänomen von nichtstaatlichen, nichtgewinnorientierten Organisationen aus dem sich etablierenden Dritten Sektor Chinas sowie dem Sportbereich in Hinblick auf ihre Klassifikation, ihre Beiträge zur chinesischen Wirtschaft und Gesellschaft, ihre Legalität und auch ihre historische Entwicklung abzuhandeln. Anschließend werden die bestehenden Formen von chinesischen nichtstaatlichen, nichtgewinnorientierten Organisationen anhand der derzeitigen Rechtslage sowie rechtlicher Rahmenbedingungen hinsichtlich der politischen Maßnahmen zur ihrer Registrierung, Kontrolle und Verwaltung auseinandergesetzt. Die mögliche Zuordnung und Abgrenzung von non-profit Sportorganisationen einschließlich von non-profit Sportklubs soll im Anschluss erläutert werden.

Durch eine interdisziplinäre Perspektive aus politik-, sozialwissenschaftlichen (auf Makroebene) und organisationstheoretischen Ansätzen (auf Mesoebene) soll einerseits ein theoretischer Rahmen über eine Abwägung bzw. Ausdifferenzierung zwischen governmentaler Zentralverwaltung und governanceorientierter Selbstorganisation in Bezug auf den Dritten Sektor gebildet werden. Andererseits soll sich daraus ein zweidimensionales Erklärungsmodell mit entsprechenden Forschungshypothesen ergeben.

In den empirischen Erhebungen werden CSFKs, die zumindest auf eine wirtschaftlich und gesellschaftlich weiterentwickelte Region Chinas beschränkt sind, als repräsentative Stichprobe genau unter die Lupe genommen. Eine Bestandsaufnahme über organisationale Gestaltungen, Strukturen, Managementmaßnahmen von Mitgliedern, Personal, Sportinfrastruktur, Kooperation sowie Finanzierungsmaßnahmen und Angebotspolitik von CSFKs  soll angestellt werden. Anhand des induzierten Erklärungsmodells und der hypothetischen Forschungsfragen soll geklärt werden, wie die etablierten CSFKs als neue Variante vom organisierten Sport dem gesellschaftlichen Interesse am Sporttreiben im engeren Sinne nachgehen können. Darüber hinaus soll versucht werden, zu klären, ob und weshalb die CSFKs als Teil des dritten Sektors bürgerliche Belange an Partizipation bzw. Involvement an Selbstorganisation von Sporttreiben im weiteren Sinne verfolgen dürfen.

Madhushani, A. A. Lakshika

Madhushani, A. A. Lakshika

Micic, Michael

"Spiritual Coaching" - Theologische, sozialwissenschaftliche und sportwissenschaftliche Perspektiven eines neuen Themen- und Berufsfeldes

Projektbeginn: 2011

Inhalt:

Gegenstand der interdisziplinär angelegten Studie ist eine Analyse der Sinndeutungen und Wertvorstellungen sowie der Lebensgestaltung von Profifußballspielern. Ziel ist es, herauszufinden, welchen Einfluss die genannten Faktoren auf das ganzheitliche Wohlbefinden und die sportliche Leistungsfähigkeit haben und wie sich der Umgang mit ihnen in deutschen Profifußballvereinen gestaltet. Darüber hinaus zielt das handlungsorientierte Forschungsvorhaben darauf, ein aus den erzielten Untersuchungsergebnissen abgeleitetes „Spiritual and Life Coaching“-Modell für den deutschen Profifußball zu entwickeln und dabei auch die Chancen und Grenzen bei der Implementierung einer solchen Betreuungsform zu reflektieren. Einen Schwerpunkt des Forschungsvorhabens bilden Analysen zum englischen Vereins- und brasilianischen Verbandsfußball, da sowohl bei der Mehrzahl der Vereine der Premier League als auch in der brasilianischen Nationalmannschaft Fragen zu Sinndeutungen und Wertvorstellungen sowie zur Lebensgestaltung von Profifußballspielern seit vielen Jahren im Rahmen einer geistlichen Betreuung durch sogenannte „Sport Chaplains“ behandelt werden. Darüber hinaus werden weitere relevante Quellen und Studien zum Forschungsgebiet, die vornehmlich aus dem angloamerikanischen Raum stammen, erfasst und analysiert. Für die Datenerhebung in verschiedenen deutschen Profifußballvereinen werden problemzentrierte, halbstandardisierte Leitfadeninterviews mit Verantwortlichen (z.B. Trainer, Manager, Geschäftsführer, Präsident) und Spielern geführt.

Moustakas, Louis

Moustakas, Louis

Arbeitstitel: Together on the Field, United off of it? Defining, Mapping and Evaluating Sport and Social Cohesion Programmes in Europe

Forschungsbeginn: 2020

Inhalt
Angesichts des zunehmenden Wandels und der wachsenden Vielfalt in Europa wird die Förderung des sozialen Zusammenhalts als immer wichtiger für die Stabilität, das Wachstum und die Solidarität auf dem ganzen Kontinent angesehen. In der Tat haben zahlreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure auf nationaler und europäischer Ebene die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts und seiner verschiedenen Komponenten betont. Trotz der zunehmenden Aktivität und Anerkennung im Bereich des Sports und des sozialen Zusammenhalts gibt es nach wie vor große Wissenslücken in Bezug auf die Programmplanung für Sport und sozialen Zusammenhalt in Europa. Diese Kluft manifestiert sich auf drei Arten. Erstens haben wir nur begrenzte Kenntnisse über die Arten von Organisationen, die diese Programme durchführen und ihre Herangehensweise. Zweitens spiegeln diese Definitionen des sozialen Zusammenhalts trotz deren formaler Fülle nicht das tatsächliche Verständnis der Praktiker und Teilnehmer auf lokaler Ebene wider. Und schließlich fehlt es nach wie vor an Belegen für die Wirkung dieser Programme. Als Antwort auf diese Wissenslücken möchte die vorliegende Arbeit die Struktur, die Ansätze, die lokalen Definitionen und die Ergebnisse von Programmen für Sport und sozialen Zusammenhalt verstehen und abbilden. Anhand dieser verschiedenen Elemente versucht die vorliegende Arbeit letztlich folgende Frage zu beantworten: Was ist der Gesamtprozess, der den sozialen Zusammenhalt in europäischen Sportprogrammen hervorbringt?

Ousu, Ali

Auswirkungen der Regimewechsel und Transformationsprozesse im Irak und in Ägypten auf den Sport

Projektbeginn: 2012

Inhalt:

Der Sport erfüllt gegenüber Staat und Gesellschaft zahlreiche Funktionen und wird mit unterschiedlichsten Bedeutungen versehen. Er dient der Bildung von nationalen Gruppenidentitäten, der Völkerverständigung, der Einübung von Kooperation und der Exponierung des Individuums. Dabei ist Sport ein weitgehend autonomes System, das immer auch eigenen Regeln und Dynamiken folgt und das gerade dadurch offen für Bedeutungszuweisungen und neue Funktionen wird, das zugleich aber von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt wird. Die Umwälzungen in der arabischen Welt sind im Begriff, die dortigen Gesellschaften tiefgreifend zu verändern. Sie werden auch das System des Sports gründlich verändern, indem sie die Rahmenbedingungen, aber auch die Funktionszuweisungen des Sports einem Wandel unterziehen. Das Dissertationsvorhaben will diese Veränderungen des Systems Sport – unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen und politischen Transformationsprozesse – im Irak und in Ägypten betrachten. 

Park, Jongchul

Sport for Development (SFD) in South Korea: An Analysis of Process of Sport Policy Change and Evaluation of SFD Programmes

Start of research: 2016

Content:
In recent years, sport is considered as a practical vehicle to deal with social, cultural, and economic issues around the world. In particular, diverse sport programmes have been emerged to achieve the initiatives created by the United Nations’ Millennium Development Goals. These initiatives are commonly called Sport for Development (SFD) programme or movement. 

 SFD programmes are concerned with sport participation, gender, socialisation, and education issues, and are directly related to children, women, disabled, and disadvantaged people. The implement of SFD is generally practiced by global North toward the global South, but several developing nations have recently implemented SFD programmes. This means that implementing SFD actions to promote social change is considered as a global trend around the world. 

South Korea has become a sports power in the world with the help of huge investment in elite athlete development system and successful holding mega event such as the 1988 Olympic Games and the 2002 FIFA World Cup. In addition, South Korea is a country of the unique example whose status has changed from an aid-recipient country to a donor country. As a result, Korean government has been trying to have interest in international outreach and cooperation through sports programmes. For instance, Dream Together programme and Dream programme have been implemented as a part of SFD action in South Korea.

 Despite increasing interests in SFD programmes, however, Korean sport policy in relation to SFD programmes tends to be political and short-termism for hosting mega event. Also, there has been little research for analysing change process of sport policy on SFD movement in South Korea compared to research, such as school sport, elite sport, and sport for all. In addition, the absence of scientific evidence of how sport activities contribute to dealing with social issues still indicates a significant gap between theory and practice.

Therefore, the aim of this thesis is to explore the change process of sport policy in South Korea in relation to Sport for Development (SFD). In addition, the thesis aims to evaluate and analyse Korean SFD programmes on the basis of Sport for Development Theory (SFDT), and then identify distinctive features of Korean SFD compared to international current SFD movement. Lastly, the thesis will pursue to suggest direction of improvement regarding SFD in South Korea.

Kontakt

Seltmann, Maximilian

Seltmann, Maximilian

Working Title

Olympic Athletes as Political Players in the Sports World: A New Normative and Empirical Challenge to the Legitimacy of the Olympic Movement?

Content

The last years have seen an immense increase in athlete’s involvement in the politics of the Olympic Movement. The traditional form of athlete representation in Sport Governing Bodies of the Olympic Movement, called Athletes’ Commissions or Committees, have advanced their activities and more often stress the role of athletes as key players of the Olympic Movement. Besides this trend, employment related issues, usually found in professional sports, i.e. questions of wage, social security and collective bargaining, have come to the fore in Olympic sports as well, leading to the establishment of independent, athlete-lead organizations. While these organizations vary in their aims, scope and the context they operate in, they all point towards a similar point: Athletes demand a role in the power and decision-making structures of the Olympic Movement which is traditionally shaped by the notion of amateurism, voluntary engagement and solidarity among its stakeholders. This dissertation project analyzes which normative and empirical challenges arise due to this development of emancipating athletes. It builds on established theories of legitimacy and applies a variety of empirical methods to assess the institutional and individual role of athlete within the Olympic Movement. In so doing, the project informs reform options or Sport Governing Bodies and athletes’ organizations alike and illustrates a possible future for the Olympic Movement.

Ücgüler, Ayla-Karen

Arbeitstitel: Spiritueller Yogatourismus als Prävention bei Stresszuständen. Potentiale und Grenzen von Yogatourismus für die Destinationsentwicklung: Das Beispiel Marokko.

Projektbeginn: 2016

Yoga und Meditation findet in der heutigen Zeit eine große Zustimmung in der Gesellschaft. Neue Yogastile entstehen und die jahrtausendalte Tradition aus Indien, die in den 1950er Jahren ihren Weg über die USA in die westliche Welt gefunden hat, wird modernisiert und an den Alltag der westlichen Gesellschaft angepasst. Yoga verspricht Entspannung, körperliche Stärkung, geistige Fitness und ein Gefühl des Einklangs mit Körper, Geist und Seele. Das Angebot im Sektor Yoga und Meditation wächst stetig an. Zeitschriften, Bücher, Kleidung, Workshops, Reisen – die Spiritualität ist längst zum wirtschaftlichen Sektor geworden. Welches ist die Zielgruppe dieses aufsteigenden Wirtschafts- und Gesellschaftszweiges? Ist die Motivation für Yoga und Yogatourismus der Stressfaktor, der in der heutigen Gesellschaft als Ursache für Volkskrankheiten steht? Welches sind die Hauptmotive der Zielgruppe für eine auf Yoga ausgerichtete spirituelle Reise? Ist es der Stress und die Flucht vor dem Alltag? Die Suche nach Ruhe und Erholung mit spirituellem Mehrwert? Diese Fragen sollen im Dissertationsvorhaben untersucht werden bevor ermittelt wird welche Auswirkungen, Chancen und Grenzen dies für die Destinationen haben, die spirituellen Tourismus anbieten. Wie wirkt sich spiritueller Tourismus im Bezug auf die Nachhaltigkeit aus? Wie kann spiritueller Tourismus in der Destinationsentwicklung und für soziale Projekte genutzt werden? Das Ziel dieses Vorhabens ist es, diese Fragen zu beantworten und ein Konzept für Destinationen am Beispiel Marokko aufzustellen.

 

Kontakt: ayla.uecgueler@gmail.com

 

 

 

 

 

Witzani, Ursula

Youth Sport Policy in Europe
Cross-National Comparison and the Perspectives of Europeanization

Jugendsportpolitik in Europa – ein länderübergreifender Vergleich und Perspektiven einer Europäisierung

Projektbeginn: 2015

Inhalt:
Die Gesundheit und körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen ist gegenwärtig ein polarisierendes Thema. Als Grundstein für lebenslange Sportausübung füllt die Thematik Kinder- und Jugendsport heutzutage politische Agenden in Europa. Kritisiert werden fehlende Strukturen oder mangelnde Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren. Die wissenschaftliche Forschung hat sich dabei bis dato sehr zurückhaltend gezeigt. Eine ländervergleichende Untersuchung der Strukturen und Systeme konzentriert auf den Jugendsport gibt es in dieser Form noch nicht.

Ziel dieser Dissertation ist es daher das mehrdimensionale, komplexe Politikfeld „Jugendsport“ systematisch zu analysieren und auf multinationalem Level zu vergleichen. Es wird konkret die Fragen untersucht, welche Unterschiede in den ausgewählten Ländern in Hinblick auf die zu untersuchenden Kriterien im Jugendsportbereich vorliegen und wie diese Differenzen zu bewerten sind. Neben der multinationalen Länderanalyse und der Betrachtung auf supranationalem Level, wird das Politikfeld Jugendsport im europäischen Kontext dargestellt und in Hinblick auf einen Europäisierungsansatz diskutiert.

Dazu wird methodisch zunächst eine Literatur- und Dokumentenrecherche als Grundlage durchgeführt. Aufbauend darauf sollen Experteninterviews geführt und mit qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden. Durch die Theorie und Methodik soll eine anwendbare Kategorisierung entwickelt werden, um europäische Jugendsportsysteme mit einem umfassenden Design untersuchen zu können. 

Folglich zeigen die erwarteten Ergebnisse nicht nur empirische, sondern auch theoretische Relevanz. Es soll außerdem zu weiteren Forschungen angeregt werden, sowie nutzbringende Implikationen für die untersuchten Länder bereitstellen.

Wu, Danlin

Wu, Danlin

Arbeitstitel

Understanding the Sport Policy Process in China: The Dialectical Relationships between Actors, Contexts and Policy Networks

Forschungsbeginn: 2020

Inhalt

Die Reform schuf seit den 1970er Jahren ein beispielloses Potenzial für das Verständnis bürokratischer Beziehungen und politischer Prozesse in China, auch im Sportbereich. In jüngster Zeit wurde dem sportpolitischen Prozess wachsende Aufmerksamkeit geschenkt, und zwar in Bezug auf sein Verhältnis zur Politik, die Rolle der Autorität, die Interaktion während des Prozesses, die Art und Weise, wie Sportpolitik gemacht wird, oder auch, ob es einen Weg gibt, die "Black Box" der Sportpolitik in China zu öffnen. Policy Networks, als ein sehr aufschlussreiches theoretisches Tor zum Verständnis des sportpolitischen Prozesses in China, wurde in der abgeschlossenen Masterarbeit von Danlin Wu getestet. In Anlehnung an die empirische Studie bildet das Policy Network für den Sport in China eine stärker integrierte politische Gemeinschaft, die aus den inneren Bereichen der parteiinternen koexistierenden Staatsbürokraten und den äußeren Kreisen sporadischer und themenbezogener QUANGOs und anderer Akteure besteht.

Als Erweiterung der Masterarbeit möchte diese Dissertation die dialektischen Beziehungen zwischen diesen Schlüsselelementen (d.h. Akteuren, Netzwerken, kontextuellen Faktoren usw.) im politischen Prozess weiter generieren. Das Meso-Level Framework of Policy Network wird in den Mittelpunkt der Analyse gestellt, und es werden Variablen auf Makroebene bezüglich des Fragmentierten Autoritarismus und des chinesischen Modells der Konsensentscheidung hinzugefügt, um den Erklärungsnutzen für den sportpolitischen Prozess in China zu verbessern. Die geplante Dissertation verfolgt einen qualitativen Forschungsansatz. Diesem Zweck dienen Interviews mit einschlägigen Experten, Wissenschaftlern und offiziellen Stellen vor Ort sowie eine Inhaltsanalyse beider Politikdokumente, Regierungsberichte, offizielle Publikationen, Korrespondenz zwischen den Netzwerkakteuren, persönliche Archive, Sitzungsprotokolle, Interviewprotokolle und so weiter. Folglich kann der dialektische Nexus sowohl in abstrakter als auch in konkreter Form im sportpolitischen Prozess in China erforscht werden.

Zheng, Sophia Yaqian

Zheng, Sophia Yaqian