Leitbild

Die Forschungsschwerpunkte der „Abteilung für Trainingspädagogik und Martial Research“ umfassen:

  • empirisch-sozialwissenschaftliche Fragen zur Entstehung und Verbreitung combativer Stile und Formen, ihrer sozialisierenden Wirkung und kulturellen Bedeutung, etwa im Genre moderner Sport-, Pop- und Devianzkulturen,
  • neurowissenschaftliche Forschung zu Wirkungen kämpferischer Handlungen auf das zentrale Nervensystem sowie
  • Anwendungsforschungen zu Fragen und Problemen aus der Praxis.

Aktuell erforscht die Abteilung in Kooperation mit verschiedenen Polizeibehörden auf Bund- und Länderebene das Verhältnis von Realeinsatz und Trainingspraxis mit dem Ziel einer evidenzbasierten Professionalisierung bestehender Aus- und Fortbildungsstrukturen. Die Vielfalt von Gegenstandsbezügen, disziplinären Perspektiven und methodischen Ansätze bilden ein weltweites Alleinstellungsmerkmal der Abteilung.

Die wissenschaftliche und fachliche Expertise der Abteilung ist zudem bei Gerichten (Notwehr- und Körperverletzungsdelikte, Trainingsunfälle etc.), Versicherungen (Verletzungsformen, Gesundheitswirkungen etc.), Sportverbänden (Trainingsdesign, Trainer*innenausbildung, Beratung) und Schulen (Unterrichtsgestaltung, curriculare Vorgaben, Fort- und Weiterbildung etc.) gefragt. Die zentrale inhaltliche Schnittmenge zur Schwesterabteilung „Didaktik und Methodik der Sportarten“ besteht im Interesse an einer reflexiven Trainingspädagogik, die ausgehend von Fragestellungen aus der Praxis evidenzbasierte Lösungen für das Design von Lern- und Testumgebungen entwickelt und diese fortlaufend evaluiert und anpasst.