Akromegalie

Bei der Akromegalie kommt es zur Vergrößerung von Gesichtsweichteilen und Extremitäten wie Händen und Zehen. Foto: iStock.com/TPopova

Definition

Krankhaft bedingte Vergrößerung der Akren nach der Wachstumsphase. Ursache ist in der Regel eine Überproduktion von Wachstumshormon (Somatotropin) in den Zellen des Hypophysenvorderlappens. Hierbei kommt es zu Veränderungen der Gesichtszüge durch vermehrtes Wachstum der Gesichtsweichteile wie Nase, Ohren, Unterkiefer, Lippen und Zähne sowie zur Vergrößerung der nichtknöchernen Extremitäten wie Zehen, Füße und Hände.

Auszug aus dem Österreichischen Akromegalie Register www.akromegalie-register.at:

"Unzureichend behandelt führt die Akromegalie zu einer Verkürzung der Lebenserwartung. 30% der Patienten leiden an einer arteriellen Hypertonie, 20% an einer cardio-cerebrovaskulären Erkrankung, 20% an einem Diabetes mellitus und 55% an einer Schlafapnoe. Diese Ko-Morbidität steigt mit der Höhe der STH-Konzentration. Die Mortalität der Akromegalie wird von den kardiovaskulären Ursachen angeführt. In 60% sterben die Patienten an einem kardiovaskulären Ereignis. In 25% der Fälle sind respiratorische Erkrankungen Todesursache. Krebserkrankungen – besonders Dickdarmkrebs – treten möglicherweise häufiger auf."

Weiterführende Informationen

Glossar

Akren: Die distalen Teile des Körpers wie Finger, Hände, Zehen, Füße, Kinn, Nasen, Augenbrauen und Jochbögen.