Atemgasanalyse

Abb.1 Probennahme für die Atemgasanalyse
Abb.2 Atemgasprobe

Nachweis von Dopingsubstanzen in der Atemluft

Erstmalig wurde eine Methode zum Nachweis von Dopingsubstanzen in der Atemluft entwickelt.

Thevis M, Krug O, Geyer H, Schänzer W. Expanding analytical options in sports drug testing: Mass spectrometric detection of prohibited substances in exhaled breath. Rapid Commun Mass Spectrom. 2017 Aug 15;31(15):1290-1296.  
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Die Publikation fasst Ergebnisse eines Pilotprojektes zusammen und zeigt für die untersuchten Dopingsubstanzen die gute Nachweismöglichkeit dieser Substanzen in der Atemluft auf.

s.a. Beitrag im Deutschlandfunk vom 17.4.2017  

Die Atemgasanalyse ist aufgrund der beachtlichen Fortschritte der letzten Jahre in der Analysetechnik (wie GC-MS, GC-MS-MS und LC-MS-MS) und der damit verbundenen verbesserten Nachweisempfindlichkeit nun auch für einen Einsatz in der Dopinganalytik prinzipiell möglich.

Die Abnahme von Atemgasproben ist im Gegensatz zu der Abnahme von Blutproben nicht-invasiv und kann beliebig oft wiederholt werden. 

Abb.3 Atemgaskartusche
Abb,4 Atemgaskartusche (offen) mit Membran

Praktisches Vorgehen bei der Atemgasanalyse

Mit Hilfe der Atemgaskartusche (Abb.3) wird eine Atemgasprobe abgegeben, dazu atmet der Proband etwa 20 mal, bis der Atemvolumen-Kontrollbeutel gefüllt ist, durch die Kartusche (Abb. 1 und 2). In der Kartusche befindet sich eine aus Kunstfaser bestehende Membran, auf der die abgeatmeten Zielanalyten zurückgehalten werden (Abb. 4). Die Analyten werden im Labor wieder aus der Membran extrahiert und mit unterschiedlichen analytischen Techniken bestimmt.  

1.August 2017