Schulsport- und Sportlehrer*innenbildungsforschung an der Sporthochschule

Das Zentrum für Sportlehrer*innenbildung (ZfSb) stellt Ihnen auf dieser Seite aktuelle und zeitnah abgeschlossene Forschungsaktivitäten zur Sportlehrer*innenbildung und zum Schulsport vor, welche unter Beteiligung von Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurden bzw. werden. Die Übersicht ebnet Ihnen den Weg für zukünftige Zusammenarbeiten; kontaktieren Sie hierzu bei Interesse an einem Thema gerne die entsprechende Ansprechperson.

 

Burnout-Prävention für angehende Sportlehrkräfte

Burnout-Prävention für angehende Sportlehrkräfte

In dem Projekt mit dem Titel „Zufriedenheit lernen – Burnout vorbeugen: Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Evaluation von theoriebasierten Interventionen zur bedürfnisorientierten Burnoutprävention von angehenden Sportlehrkräften“ geht es um die Entwicklung sowie die Bedarfs‑ und Machbarkeitsanalyse einer theoriegeleiteten Intervention zur Prävention von Burnout bei angehenden Sportlehrkräften. Aktuell befindet sich das Projekt in der Phase der Durchführung und Evaluation. Konkretes Ziel des Projektes ist eine langfristige Implementierung der Maßnahme als extracurriculares Angebot für Lehramtsstudierende an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Bei der Maßnahme handelt es sich um einen digitalen Workshop über vier Sitzungen á 90 Minuten, der bislang viermal durchgeführt wurde. Inhalte sind neben Psychoedukation über Burnout und der praxisbezogenen Vermittlung der psychologischen Grundbedürfnisse die Aktivierung und Weiterentwicklung eigener Ressourcen, Selbstreflexion über bisher genutzte Strategien im Umgang mit Belastung, wirkungsvolle Strategien im Umgang mit Stress, Methoden zum Zeit‑ und Selbstmanagement sowie der gezielte Einsatz von Entspannungsmethoden im Alltag. Ein Peer‑Austausch der teilnehmenden Studierenden untereinander spielt bei der Umsetzung der Inhalte im digitalen Format eine große Rolle. Hier wird mit unterschiedlichen digitalen Tools gearbeitet.

Das Projekt läuft noch bis September 2022.

Als Ansprechperson dient Ihnen Dr. Hanna Raven () vom Psychologischen Institut (Abteilung Gesundheit und Sozialpsychologie) (DSHS Köln).

CoP Sport (Community of Practice Sport)

CoP Sport (Community of Practice Sport)

Die CoP Sport ist Teil des Netzwerkes Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung (ComeIn), welches die Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen von Lehrpersonen über alle drei Phasen der Lehrer*innenbildung fokussiert.  Ziel der CoP Sport ist es „die spezifischen digitalen Kompetenzen von (angehenden) Sportlehrer*innen zu identifizieren sowie mediendidaktische Unterrichtskonzepte für den schulsportpraktischen Alltag zu entwickeln und zu evaluieren“. ComeIn wird im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.


Die CoP Sport wird geleitet von Frau Dr. Julia Mierau () vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft (DSHS Köln) und Herrn Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert () vom Psychologischen Institut (DSHS Köln).

Weiterführende Informationen zur CoP Sport finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zum Netzwerk ComeIn finden Sie hier.

 

Curriculumentwicklung zum Aufbau digitaler Kompetenzen in der...

Curriculumentwicklung zum Aufbau digitaler Kompetenzen in der Lehrer*innenbildung

Wenngleich Kinder und Jugendliche in einer digitalen Welt aufwachsen, ist nicht zwangsläufig davon auszugehen, dass sie zugleich über einen umfassenden, mündigen Umgang mit digitalen Medien verfügen. Die digitale Transformation bewirkt sowohl gewandelte allgemeinpädagogische Anforderungen durch veränderte digitale Angebotsstrukturen und Nutzungsmöglichkeiten, die einen mündigen Umgang erfordern, als auch konkrete gesellschaftliche Veränderungen des Gegenstandsbereichs Sport (durch z. B. digitale Möglichkeiten der Bewegungsvermittlung oder digitale Unterstützungsangebote wie Ernährungs- und Trainingsprogramme). Gilt es, den schulischen Kompetenzerwerb mithilfe professionellen Lehrer*innenhandelns zu sichern, werden in Verknüpfung mit dem Begriff der digitalen Mündigkeit zugleich auch Anforderungen an diesbezügliche (Vermittlungs-)Kompetenzen bei den Lehrkräften deutlich. Diese Kompetenzerweiterung erfordert konsequenterweise veränderte oder neue Strukturen in den lehrer*innenbildenden Studiengängen.

Den mit der digitalen Transformation verbundenen curricularen Anforderungen an den Erwerb digitaler Kompetenzen seitens der Studierenden wird innerhalb des Lehramtsstudiengangs sowohl fachspezifisch für das Unterrichtsfach Sport als auch fächerübergreifend in enger Verschränkung mit dem bildungswissenschaftlichen Studium begegnet.

Für die Re-Konzeption des Qualifikationsprofils der lehrer*innenbildenden Studiengänge an der DSHS Köln werden neben umfangreichen Recherchearbeiten ebenso interne und externe Expertinnen und Experten herangezogen. Die nachfolgende Identifikation geeigneter Lehr-/Lern- und Prüfungsformate sowie die Überarbeitung der Modulhandbücher treiben die digitale Transformation der Studiengänge dabei ebenso voran wie die Evaluation des internen Fortbildungsbedarfs der lehrenden Kolleg*innen. Die Implementation entsprechender hochschuldidaktischer Fortbildungsveranstaltungen ist dabei ein wesentliches Ziel des Projektvorhabens, um eine systematische Überführung der Erkenntnisse auf die Lehrveranstaltungsebene sicherzustellen.

Als Ansprechpersonen dienen Ihnen folgende Personen, die alle zum Institut für Sportdidaktik und Schulsport der Deutschen Sporthochschule Köln gehören:

Diabetes mellitus: Umgang von Lehrer*innen mit erkrankten...

Diabetes mellitus: Umgang von Lehrer*innen mit erkrankten Schüler*innen

Im Projekt wird das Ziel verfolgt, Empfehlungen für den Umgang von Lehrkräften mit Schülerinnen und Schülern mit der Erkrankung Diabetes mellitus zu erarbeiten. In einer ersten Studie wurden hierzu der Wissensstand/die Erste-Hilfe-Kompetenzen von Sportlehrkräften bei Diabetesnotfällen im Sportunterricht untersucht. Die Studie wurde von Herrn Prof. (FH) PD Dr. Christian Brinkmann () vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (DSHS Köln)/IST Hochschule Düsseldorf und Frau Nicola Zingraf (Abtei‑Gymnasium Brauweiler) durchgeführt. Zur Studie ist ein Zeitschriftenaufsatz veröffentlicht, welcher hier einsehbar ist.

(Didaktik und Methodik des) Badminton im Schulsport

(Didaktik und Methodik des) Badminton im Schulsport

Zum übergeordneten Thema Badminton in der Schule wird aktuell an der DSHS Köln am Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten (Abteilung Didaktik und Methodik der Sportarten) geforscht. In bislang drei Beiträgen wurden unterschiedliche Fragestellungen, unter anderem rund um die Didaktik und Methodik von Tennis im Schulsport bearbeitet:

  1. Hoffmann, D. (2020). Fehlerkorrekturen im Badminton aus funktionaler Perspektive. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung: sportartspezifische Perspektiven (1. Aufl., S. 199-206). Meyer & Meyer.
  2. Hoffmann, D. (2020). Vermittlung des Badmintonspiels am Beispiel des Racketspeedmodells in Schule und Verein. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung: sportartspezifische Perspektiven (1. Aufl., S. 189–198). Meyer & Meyer.
  3. Hoffmann, D. & Vogt, T. (2019). Badmintonspezifische Vermittlungsmodelle: Vergleich und Anwendbarkeit im Sportunterricht. Sportunterricht, 68(2), 59–65.

Für weiterführende Informationen und Fragen steht Ihnen Herr Daniel Hoffmann
() zur Verfügung.

(Didaktik und Methodik des) Tennis im Schulsport

(Didaktik und Methodik des) Tennis im Schulsport

Zum übergeordneten Thema Tennis in der Schule wird aktuell an der DSHS Köln am Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten (Abteilung Didaktik und Methodik der Sportarten) geforscht. In bislang vier Beiträgen wurden unterschiedliche Fragestellungen, unter anderem rund um die Didaktik und Methodik von Tennis im Schulsport bearbeitet:

  1. Grambow, R., Born, P., Meffert, D., & Vogt, T. (2021). Tennis im Sportunterricht – Ein Einstieg. Sportunterricht, 70(6), 269–275.
  2. Born, P., & Grambow, R. (2020). Eine kompetenzorientierte Einordnung zur Tennisvermittlung im Sportunterricht. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung. Sportartspezifische Perspektiven (S. 12–28). Meyer & Meyer.
  3. Born, P., Schlebusch, H., Grambow, R., Meffert, D. & Vogt, T. (2020). Tennis in der Schule: Eine Einschätzung zum Status Quo und der Umsetzbarkeit aus Lehrperspektive. SportPraxis, 61(1), 56-59.
  4. Born, P., Höfken, N. & Vogt, T. (2018). Tennisvermittlung in der Schule: Vielfalt inklusive. In S. Ruin, F. Becker, D. Klein, H. Leineweber, S. Meier & H. G. Uhler-Derigs (Hrsg.), Im Sport zusammenkommen – Inklusiver Schulsport aus vielfältigen Perspektiven (S.153-177). Hofmann.

Für weiterführende Informationen und Fragen steht Ihnen Herr Dr. Philipp Born
() zur Verfügung. 

#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung

#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung

Im Verbundprojekt wird eine App zur Unterstützung kreativer Prozesse in der Tanzvermittlung entwickelt. Neben technischen Fragen der Umsetzbarkeit wurde in einer viermonatigen Anwendungsphase an einer Schule untersucht, wie Jugendliche im Setting Sportunterricht mit der App umgehen. Eine Version der App ist hier kostenfrei öffentlich zugänglich.

#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt (Förderzeichen 01 JKD 1706 A und 01 JKD 1706 B). Das Projekt ist als interdisziplinäres Forschungsvorhaben angelegt, in welches Professor*innen drei verschiedener Hochschulstandorte leitend involviert sind:

Prof. Dr. Claudia Steinberg () vom Institut für Tanz und Bewegungskultur (DSHS Köln)

Prof. Dr. Florian Jenett (florian.jenett@­hs-mainz.de) aus dem Fachbereich Gestaltung/Kommunikationsdesign (Hochschule Mainz)

Prof. Dr. Tim Bindel (tbindel@­uni-mainz.de) aus der Abteilung Sportpädagogik/Sportdidaktik (Johannes Gutenberg‑Universität Mainz)

 

Weiterführende Informationen zum Projekt sowie zu dazugehörigen Veröffentlichungen können auf der Homepage eingesehen werden.

Das Verbundprojekt #digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Schwerpunktes „Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“, welcher an der Friedrich‑Alexander‑Universität Erlangen-Nürnberg angesiedelt ist. Weiterführende Informationen zum Förderschwerpunkt erhalten Sie hier.

Prävention und Gesundheitsförderung von Auszubildenden im Handwerk an...

Prävention und Gesundheitsförderung von Auszubildenden im Handwerk an berufsbildenden Schulen

Das Programm #missionmacher– mach dich fit für deine Zukunft (Laufzeit: 01.08.2019–15.04.2023) ist eine Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahme für Auszubildende im Handwerk an berufsbildenden Schulen. Das Programm soll zur Entwicklung gesundheitsfördernder Strukturen sowie zur Förderung eines gesundheitsbewussten Verhaltens von Auszubildenden im Handwerk beitragen. Dabei werden digitale und analoge Medien im Setting Schule genutzt, um das Thema Gesundheit zielgruppengerecht an die Auszubildenden heranzutragen. Die Umsetzung erfolgt mit Hilfe digitaler Tools (App, Website, Videos) sowie Face to Face Maßnahmen (Gesundheitstag und Unterrichtsreihen). Hiervon sollen nicht allein die Schüler*innen profitieren. Alle Akteure einer Schule werden durch das Programm und die Materialien unterstützt, sodass die Schule zu einem Ort wird, durch den Gesundheitsförderung realisiert werden kann. So beinhaltet das #missionmacher Programm auch spezifisch für die Zielgruppe der Lehrkräfte ausgearbeitete Maßnahmen. Auftraggeber und Multiplikator ist die IKK classic. Die fischimwasser GmbH fungiert mit der Deutschen Sporthochschule Köln (Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation, Abt. 1) als inhaltlicher Gestalter und Umsetzer. Das Institut für Bewegungstherapie ist zudem als wissenschaftlicher Partner für die Evaluation verantwortlich.

Weiterführende Informationen zum Programm erhalten Sie über die Programm-Homepage, auf welcher auch ein Videovortrag zu ersten Evaluationsergebnissen verlinkt ist. 

An der Deutschen Sporthochschule Köln steht Ihnen als Ansprechperson Freya Füllgraebe
() vom Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation zur Verfügung. Für Informationen zum Gesamtprojekt können Sie sich zudem direkt an die IKKclassic wenden ().

Schulsport 2030 - Motivation und Bewegungsförderung

Schulsport 2030 - Motivation und Bewegungsförderung

Das Projekt beschäftigt sich mit Kompetenzen von Sportlehrer*innen hinsichtlich der Motivierung von Schüler*innen. Diese Motivierungskompetenzen sollen in den unterschiedlichen Phasen der Lehrer*innenbildung (Universität, Vorbereitungsdienst, berufsbegleitend) vermittelt werden. Aufbauend auf den Befragungen mit den wesentlichen Akteur*innen in der ersten Förderphase und den daraus resultierenden Ergebnissen sowie entwickelten Konzeptionen für die Lehrer*innenausbildung sollen bestehende Lehr-/Lern-Werkzeuge weiterentwickelt und in Curricula verankert werden. Zudem werden neue Lehr-/Lernwerkzeuge entwickelt und erprobt. Dies soll den Sportlehrer*innen dabei helfen, ihre Potenziale im Kontext der Bewegungsförderung in der Schule optimal zu nutzen.

Das Projekt Motivation und Bewegungsförderung ist Teil des interdisziplinär angelegten Gesamtprojektes Schulsport2030, welches das Ziel verfolgt, Konzepte und Lehr-/Lernwerkzeuge zur Weiterentwicklung der Sportlehrer:innenbildung zu entwickeln unter der Leitlinie von nachhaltiger Information, Implementierung und Innovation. Das Projekt Schulsport2030 wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Laufzeit:

  • 07/2019 – 12/2023

Teilprojektleitung:

Projektmitarbeiterinnen:

Förderung:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

Mehr Infos können auf der Teilprojekthomepage „Motivation und Bewegungsförderung“ eingesehen werden.

Schulsport 2030 – Ringen und Kämpfen in der Schule: Diskrepanz...

Schulsport 2030 – Ringen und Kämpfen in der Schule: Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis

Obwohl „Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport“ als Bewegungsfeld und Sportbereich seit 1999 in den Rahmenvorgaben für den Schulsport in NRW verpflichtend verankert ist, gaben im Sommersemester 2021 von 95 befragten Sportstudierenden 66 % bzw. 71 % an, dass Ringen und Kämpfen in ihrer Schulzeit nicht im Sportunterricht thematisiert wurde. Vor diesem Hintergrund versucht das Projekt zu eruieren, warum Lehrkräfte in NRW „Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport“ nicht im Sportunterricht anbieten. Darauf aufbauend soll Unterrichtsmaterial entwickelt werden, welches eine Thematisierung des Bewegungsfeldes und Sportbereichs im Sportunterricht begünstigt. Zu diesem Zwecke werden über einen Zeitraum von zwei Jahren folgende Forschungsfragen bearbeitet:

  1. Welche Wissensressourcen nutzen Lehrkräfte bei der Auswahl der zu planenden Unterrichtsreihen, welche bei der konkreten Planung?
  2. Wie wird Ringen und Kämpfen in der Schule umgesetzt?
  3. Was sind limitierende Faktoren für eine Umsetzung von Ringen und Kämpfen aus Seiten der Lehrkräfte?
  4. Wie sieht Unterrichtsmaterial aus, das Lehrkräfte dazu ermutigt und befähigt, Ringen und Kämpfen in der Schule zu unterrichten? (unter Berücksichtigung der Ergebnisse zu den vorherigen Fragen)

Laufzeit

  • 03/2022 – 02/2024

Projektleitung und Ansprechpartner

Schulsport 2030 - Umgang mit Sportlehrer*innenstress

Schulsport 2030 - Umgang mit Sportlehrer*innenstress

Im Rahmen des Gesamtprojektes Schulsport2030 wird in diesem Teilprojekt vertiefend untersucht, inwiefern (angehende) Sportlehrkräfte (im Vergleich zu Kolleg*innen anderer Fächer) von Stress im Beruf betroffen sind, welchen Stressoren sie ausgesetzt sind sowie welche Stressbewältigungsstrategien sie besitzen und welche dieser Strategien für den Beruf hilfreich erscheinen. Hierzu wurden bereits mehrere wissenschaftliche Studien durchgeführt und veröffentlicht sowie Lehr‑/Lernwerkzeuge entwickelt. Aktuell erfolgen Studien zu folgenden Inhalten und Zielstellungen:

1. Das Lehr‑/Lernwerkzeug „Stresslabor“ wurde für die universitäre Lehre entwickelt, um Sportlehramtsstudierende auf den Umgang mit Stress im Sportunterricht vorzubereiten. Das Stresslabor besteht aus zwei Teilen, einer e-Learning-Einheit zur Wissensvermittlung und einer Seminareinheit, in der das Wissen anhand von realitätsnahen Videoausschnitten zu Situationen aus dem realen Sportunterricht angewendet wird. Dazu laufen folgende Studien:

  • Überprüfung der Wirksamkeit des „Stresslabors“: Das „Stresslabor“ wird auf seine Wirksamkeit überprüft, indem es in der Lehre erprobt und systematisch evaluiert wird.
  • Überprüfung der Wirksamkeit der e‑Learning‑Einheit zum „Stresslabor“: Mithilfe eines Wartegruppen-Kontrolldesigns soll überprüft werden, ob die e‑Learning‑Einheit zur stressbezogenen Wissensvermittlung eine sinnvolle Vorbereitung auf das Praxissemester darstellt.

2. Eine Querschnittsbefragung von Sportlehrkräften an Grundschulen wird durchgeführt, um zu überprüfen, inwiefern sich das Stresserleben von Grundschulsportlehrkräften vom Stresserleben von Sportlehrkräften aus einer Vergleichsstudie (u. a. Hauptschulen, Realschulen/Sekundarschulen, Gymnasien) unterscheidet.

3. Eine Interviewstudie mit Referendar*innen im Fach Sport beschäftigt sich mit den Zielstellungen, die situative affektive Reaktion von angehenden Sportlehrkräften in der Interaktion mit Schüler*innen im Sportunterricht zu beschreiben und das Zustandekommen der affektiven Reaktionen zu erklären.

Die Studien erfolgen teilweise in Kooperation mit der Universität Kiel.

Als Ansprechpartner*innen dienen Ihnen:

Weiterführende Informationen zum Projekt sowie dazugehörige Veröffentlichungen können auf der Projekthomepage eingesehen werden.

Das Projekt – Umgang mit Sportlehrer*innenstress ­– ist Teil des interdisziplinär angelegten Gesamtprojektes Schulsport 2030, welches das Ziel verfolgt, Konzepte und Lehr‑/Lernwerkzeuge zur Weiterentwicklung der Sportlehrer*innenbildung zu entwickeln unter der Leitlinie von nachhaltiger Information, Implementierung und Innovation. Das Projekt Schulsport 2030 wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Sportabstinenz durch Schulsport

Sportabstinenz durch Schulsport

In der Studie werden Einflussfaktoren von Sportunterricht für die Entwicklung einer Sportabstinenz ermittelt. Hierzu wurden insgesamt 40 problemzentrierte Leitfadeninterviews geführt. In den Interviews werden von den Interviewpartner*innen solche Erfahrungen aus dem Sportunterricht retrospektiv erinnert, die dazu geführt haben, dass sich ein Bereich ihrer Persönlichkeit über den Weg einer (Schul‑)Sportverweigerung zu einer Sportabstinenz entwickelt hat. Ziel des Projektes ist es, Sportlehrkräfte für diese Wirkrichtung von Sportunterricht zu sensibilisieren. Dies erscheint besonders wichtig, da ein negativer Einfluss von Sportunterricht auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen bislang weder erforscht ist, sowie Sportlehrkräfte selbst in der Regel über eine positiv besetzte Sport‑ und Sportunterrichtsbiografie verfügen. Die Studie wurde von Frau Dr. Carola Podlich
(podlich@­dshs-koeln.de) vom Institut für Sportdidaktik und Schulsport (DSHS Köln) durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie werden in Kürze als Zeitschriftenaufsatz eingereicht.

Sprachsensibler Sportunterricht

Sprachsensibler Sportunterricht

Das Projekt befasst sich mit dem sprachlichen Handeln von Sportlehrkräften vor dem Hintergrund der Querschnittsaufgabe der Sprachbildung sowie der fachlichen Idee eines reflektierten Sportunterrichts. Das methodische Vorgehen ist an einer pädagogischen Kasuistik orientiert und nähert sich dem Untersuchungsgegenstand auf der Basis von Fällen aus dem Sportunterricht, die videografisch aufgezeichnet, verschriftet und im Sinne einer interpretativen Unterrichtsforschung ausgewertet werden. Ansprechpartnerinnen sind Dr. Helga Leineweber
() vom Institut für Sportdidaktik und Schulsport (DSHS Köln) und Apl. Prof. Dr. Ilka Lüsebrink () vom Institut für Alltagskultur, Bewegung und Gesundheit (Pädagogische Hochschule Freiburg).

Weiterführende Informationen zum Projekt sowie zu dazugehörigen Veröffentlichungen können hier eingesehen werden.

Darüber hinaus werden in einem Teilprojekt von Schulsport 2030 Anforderungen und Probleme eines sprachsensiblen Sportunterrichts aus der Sicht von Grundschullehrkräften untersucht. Im Bereich der Grundschule sind der Umgang mit Heterogenität und die Förderung von Inklusion bislang kaum fachspezifisch ausgelotet worden. Dieser Leerstellen nehmen wir uns an und beleuchten in einem ersten Schritt die Herangehensweise von Lehrkräften an sprachlich heterogene Lerngruppen, wahrgenommene Herausforderungen und Handlungsstrategien im Rahmen einer Interviewstudie.

Stress im Sportlehramtsstudium

Stress im Sportlehramtsstudium

Im Längsschnitt angelegt werden in der Studie alltagsnah und situationsspezifisch (studienbedingte) körperliche und psychische Stressoren sowie Stressreaktionen von Sportlehramtsstudierenden erfasst. Die Studie wird im Rahmen der Hochschulinternen Forschungsförderung bis zum 15.09.2021 gefördert (Förderlinie 6). Perspektivisch wird angestrebt, auf den Befunden aufbauend Programme zur Gesundheitsförderung von Sportlehramtsstudierenden (weiter-)zu entwickeln. Durchgeführt wird die Studie von Frau
Carolin Bastemeyer () vom Psychologischen Institut (Abt. Gesundheit und Sozialpsychologie, DSHS Köln).

VisuFeed – Visuelles Feedback im Lehramtsstudium

VisuFeed – Visuelles Feedback im Lehramtsstudium

Im Projekt „VisuFeed“ – Visualisierung mittels 360°-Echtzeit-Bewegungsanalyse als Feedbackinstrument in der Sportlehrer*innenbildung – werden didaktische Szenarien entwickelt, die es den Sport‑Lehramtsstudierenden ermöglichen sollen, gymnastische Bewegungsgestaltungen unter Einbeziehung anatomischen Grundlagenwissens zielgerichtet und selbstbestimmt erarbeiten zu können. Hierzu visualisieren die Studierenden anatomische Funktionsweisen am eigenen Körper in Bewegung, wodurch der eigene Bewegungsvollzug aus einer externen Perspektive von Ihnen analysiert werden kann. Die Implementierung von VisuFeed in die Gymnastikausbildung des Sport‑Lehramtsstudiums soll die Anwendung und Vertiefung anatomischen Wissens im Kontext der bewegungs- und körperbildenden Gymnastik fördern. Studierende erhalten so die Möglichkeit, ihr Verständnis zugrundeliegender Funktionen (z. B. der Bereiche Kräftigung, Dehnung, Mobilisation) interdisziplinär zu verankern und differenzierteres Wissen hinsichtlich körperlicher Bewegungsvollzüge auszubilden. Zudem werden die Studierenden darin unterstützt, eigene Interventionen der gymnastischen Bewegungsgestaltung zu entwickeln und diese qualifiziert in Unterrichtskontexten (z.B. Schule, Verein) anzuleiten.

Auf dem Weg zur Implementierung von VisuFeed in ein didaktisches Lehrkonzept wird im Projekt sowohl eine formative Evaluation zur entwicklungsbegleitenden Optimierung des Lehrkonzeptes durchgeführt als auch eine summative Evaluation zur abschließenden Bewertung durchgeführt. Schwerpunktmäßig werden drei Aspekte in den Blick genommen:
a) der Einsatz von VisuFeed als Feedbackinstrument für das Erlernen gymnastischer Bewegungssequenzen, b) die Möglichkeiten der Visualisierung der Aufzeichnung eigener Bewegungen in Echtzeit (im Gegensatz zu Videoaufzeichnungen, die erst nach der Bewegungsausführung analysiert werden können) und c) die Benutzerfreundlichkeit des Systems hinsichtlich seiner intuitiven Nutzung sowie seiner Integration in die Lehre.

Laufzeit:
03/2022 – 04/2023 (anschließende Fortsetzung nach Ablauf der Förderphase geplant)

Projektleitung und Ansprechpartner:
Christian Büning () vom Institut für Tanz und Bewegungskultur (Deutsche Sporthochschule Köln)

Förderung:
Hochschulinterne Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre (digiFellow)

Kontakt

Sie arbeiten an der Deutschen Sporthochschule Köln und forschen zur Sportlehrer*innenbildung oder zum Schulsport?

Kontaktieren Sie uns gerne.

Dr. Anja Paul

+49 221 4982-4621

a.paul@­dshs-koeln.de