Schulsport- und Sportlehrer*innenbildungsforschung an der Sporthochschule

Das Zentrum für Sportlehrer*innenbildung (ZfSb) stellt Ihnen auf dieser Seite aktuelle und zeitnah abgeschlossene Forschungsaktivitäten zur Sportlehrer*innenbildung und zum Schulsport vor, welche unter Beteiligung von Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurden bzw. werden. Die Übersicht ebnet Ihnen den Weg für zukünftige Zusammenarbeiten; kontaktieren Sie hierzu bei Interesse an einem Thema gerne die entsprechende Ansprechperson.

 

Diabetes mellitus: Umgang von Lehrer*innen mit erkrankten...

Diabetes mellitus: Umgang von Lehrer*innen mit erkrankten Schüler*innen

Im Projekt wird das Ziel verfolgt, Empfehlungen für den Umgang von Lehrkräften mit Schülerinnen und Schülern mit der Erkrankung Diabetes mellitus zu erarbeiten. In einer ersten Studie wurden hierzu der Wissensstand/die Erste-Hilfe-Kompetenzen von Sportlehrkräften bei Diabetesnotfällen im Sportunterricht untersucht. Die Studie wurde von Herrn Prof. (FH) PD Dr. Christian Brinkmann (c.brinkmann@­dshs-koeln.de) vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin (DSHS Köln)/IST Hochschule Düsseldorf und Frau Nicola Zingraf (Abtei‑Gymnasium Brauweiler) durchgeführt. Zur Studie ist ein Zeitschriftenaufsatz veröffentlicht, welcher unter https://link.springer.com/article/10.1007/s11553-019-00721-8 einsehbar ist.

CoP Sport (Community of Practice Sport)

CoP Sport (Community of Practice Sport)

Die CoP Sport ist Teil des Netzwerkes Communities of Practice NRW für eine Innovative Lehrerbildung (ComeIn), welches die Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen von Lehrpersonen über alle drei Phasen der Lehrer*innenbildung fokussiert.  Ziel der CoP Sport ist es „die spezifischen digitalen Kompetenzen von (angehenden) Sportlehrer*innen zu identifizieren sowie mediendidaktische Unterrichtskonzepte für den schulsportpraktischen Alltag zu entwickeln und zu evaluieren“ (https://www.uni-due.de/comein/cop-sport/). ComeIn wird im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Die CoP Sport wird geleitet von Frau Dr. Julia Mierau (j.mierau@­dshs-koeln.de) vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft (DSHS Köln) und Herrn Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert (kleinert@­dshs-koeln.de) vom Psychologischen Institut (DSHS Köln). Weiterführende Informationen zur CoP Sport sowie zum Netzwerk ComeIn können über die jeweilige Homepage eingesehen werden: CoP Sport (https://www.uni-due.de/comein/cop-sport/) und ComeIn (https://www.uni-due.de/comein/)

Stress im Sportlehramtsstudium

Stress im Sportlehramtsstudium

Im Längsschnitt angelegt werden in der Studie alltagsnah und situationsspezifisch (studienbedingte) körperliche und psychische Stressoren sowie Stressreaktionen von Sportlehramtsstudierenden erfasst. Die Studie wird im Rahmen der Hochschulinternen Forschungsförderung bis zum 15.09.2021 gefördert (Förderlinie 6). Perspektivisch wird angestrebt, auf den Befunden aufbauend Programme zur Gesundheitsförderung von Sportlehramtsstudierenden (weiter-)zu entwickeln. Durchgeführt wird die Studie von Frau Carolin Bastemeyer (c.bastemeyer@­dshs-koeln.de) vom Psychologischen Institut (Abt. Gesundheit und Sozialpsychologie, DSHS Köln).

#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung

#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung

Im Verbundprojekt wird eine App zur Unterstützung kreativer Prozesse in der Tanzvermittlung entwickelt. Neben technischen Fragen der Umsetzbarkeit wurde in einer viermonatigen Anwendungsphase an einer Schule untersucht, wie Jugendliche im Setting Sportunterricht mit der App umgehen. Eine Version der App ist kostenfrei öffentlich zugänglich (https://digitanz.de/#/posts/130). #digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt (Förderzeichen 01 JKD 1706 A und 01 JKD 1706 B). Das Projekt ist als interdisziplinäres Forschungsvorhaben angelegt, in welches Professor*innen drei verschiedener Hochschulstandorte leitend involviert sind:

Weiterführende Informationen zum Projekt sowie zu dazugehörigen Veröffentlichungen können auf der Homepage eingesehen werden.

Das Verbundprojekt #digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Schwerpunktes „Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“, welcher an der Friedrich‑Alexander‑Universität Erlangen-Nürnberg angesiedelt ist. Weiterführende Informationen zum Förderschwerpunkt erhalten Sie unter: https://www.dikubi-meta.fau.de/

Umgang mit Sportlehrer*innenstress

Umgang mit Sportlehrer*innenstress

Im Projekt findet eine vertiefende Untersuchung dessen statt, inwiefern (angehende) Sportlehrkräfte (im Vergleich zu Kolleg*innen anderer Fächer) besonders von Stress im Beruf betroffen sind, welchen Stressoren sie ausgesetzt sind sowie welche Stressbewältigungsstrategien sie besitzen und welche dieser Strategien für den Beruf hilfreich erscheinen. Hierzu wurden bereits mehrere wissenschaftliche Studien durchgeführt und veröffentlicht, sowie Lehr‑/Lernwerkzeuge entwickelt. Aktuell laufende Studien werden konkret mit folgenden Zielstellungen durchgeführt:

  1. Das Lehr‑/Lernwerkzeug „Stresslabor“ ist eine Seminareinheit für Sportlehramtsstudierende, in der diese videogestützt realitätsnah auf Umgang mit Stress im Unterricht vorbereitet werden sollen. Dazu laufen folgende Studien:
    1. Identifikation von Stimulusmaterial für das „Stresslabor“: Es wird Videomaterial aus dem Sportunterricht analysiert, um zu identifizieren, welche Situationen von Lehrkräften, Referendar*innen und Sportlehramtsstudierenden als stressreich eingeschätzt werden.
    2. Überprüfung der Wirksamkeit des „Stresslabors“: Das „Stresslabor“ wird auf seine Wirksamkeit überprüft, indem es in der Lehre erprobt und systematisch evaluiert wird.
    3. Überprüfung einer vorgeschalteten E‑Learning‑Einheit zum „Stresslabor“: Mit Hilfe eines Wartegruppenkontrolldesigns soll überprüft werden, ob die E‑Learning‑Einheit zur stressbezogenen Wissensvermittlung eine sinnvolle Vorbereitung auf das Praxissemester darstellt.
  2. Eine querschnittliche Befragung an Grundschulen wird durchgeführt, um zu überprüfen, inwiefern sich das Stresserleben von Sportlehrkräften an Grundschulen vom Stresserleben von Sportlehrkräften aus einer Vergleichsstudie (u. a. Hauptschulen, Realschulen/Sekundarschulen, Gymnasien) unterscheidet.
  3. Eine Interviewstudie mit Referendar*innen im Fach Sport beschäftigt sich mit den Zielstellungen, die situative affektive Reaktion von angehenden Sportlehrkräften in der Interaktion mit Schüler*innen im Sportunterricht zu beschreiben und das Zustandekommen der affektiven Reaktionen zu erklären.

Als Ansprechpartner*innen dienen Ihnen:

Weiterführende Informationen zum Projekt sowie zu dazugehörigen Veröffentlichungen können auf dessen Homepage eingesehen werden.

Das Projekt – Umgang mit Sportlehrer*innenstress ­– ist Teil des interdisziplinär angelegten Gesamtprojektes Schulsport 2030, welches das Ziel verfolgt, Konzepte und Lehr‑/Lernwerkzeuge zur Weiterentwicklung der Sportlehrer*innenbildung zu entwickeln unter der Leitlinie von nachhaltiger Information, Implementierung und Innovation. Das Projekt Schulsport 2030 wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

(Didaktik und Methodik des) Tennis im Schulsport

(Didaktik und Methodik des) Tennis im Schulsport

Zum übergeordneten Thema Tennis in der Schule wird aktuell an der DSHS Köln am Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten (Abteilung Didaktik und Methodik der Sportarten) geforscht. In bislang vier Beiträgen wurden unterschiedliche Fragestellungen, unter anderem rund um die Didaktik und Methodik von Tennis im Schulsport bearbeitet:

  1. Grambow, R., Born, P., Meffert, D., & Vogt, T. (2021). Tennis im Sportunterricht – Ein Einstieg. Sportunterricht, 70(6), 269–275.
  2. Born, P., & Grambow, R. (2020). Eine kompetenzorientierte Einordnung zur Tennisvermittlung im Sportunterricht. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung. Sportartspezifische Perspektiven (S. 12–28). Meyer & Meyer.
  3. Born, P., Schlebusch, H., Grambow, R., Meffert, D. & Vogt, T. (2020). Tennis in der Schule: Eine Einschätzung zum Status Quo und der Umsetzbarkeit aus Lehrperspektive. SportPraxis, 61(1), 56-59.
  4. Born, P., Höfken, N. & Vogt, T. (2018). Tennisvermittlung in der Schule: Vielfalt inklusive. In S. Ruin, F. Becker, D. Klein, H. Leineweber, S. Meier & H. G. Uhler-Derigs (Hrsg.), Im Sport zusammenkommen – Inklusiver Schulsport aus vielfältigen Perspektiven (S.153-177). Hofmann.

Für weiterführende Informationen und Fragen steht Ihnen Herr Dr. Philipp Born (p.born@­dshs-koeln.de) zur Verfügung. 

Sportabstinenz durch Schulsport

Sportabstinenz durch Schulsport

In der Studie werden Einflussfaktoren von Sportunterricht für die Entwicklung einer Sportabstinenz ermittelt. Hierzu wurden insgesamt 40 problemzentrierte Leitfadeninterviews geführt. In den Interviews werden von den Interviewpartner*innen solche Erfahrungen aus dem Sportunterricht retrospektiv erinnert, die dazu geführt haben, dass sich ein Bereich ihrer Persönlichkeit über den Weg einer (Schul‑)Sportverweigerung zu einer Sportabstinenz entwickelt hat. Ziel des Projektes ist es, Sportlehrkräfte für diese Wirkrichtung von Sportunterricht zu sensibilisieren. Dies erscheint besonders wichtig, da ein negativer Einfluss von Sportunterricht auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen bislang weder erforscht ist, sowie Sportlehrkräfte selbst in der Regel über eine positiv besetzte Sport‑ und Sportunterrichtsbiografie verfügen. Die Studie wurde von Frau Dr. Carola Podlich (podlich@­dshs-koeln.de) vom Institut für Sportdidaktik und Schulsport (DSHS Köln) durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie werden in Kürze als Zeitschriftenaufsatz eingereicht.

(Didaktik und Methodik des) Badminton im Schulsport

(Didaktik und Methodik des) Badminton im Schulsport

Zum übergeordneten Thema Badminton in der Schule wird aktuell an der DSHS Köln am Institut für Vermittlungskompetenz in den Sportarten (Abteilung Didaktik und Methodik der Sportarten) geforscht. In bislang drei Beiträgen wurden unterschiedliche Fragestellungen, unter anderem rund um die Didaktik und Methodik von Tennis im Schulsport bearbeitet:

  1. Hoffmann, D. (2020). Fehlerkorrekturen im Badminton aus funktionaler Perspektive. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung: sportartspezifische Perspektiven (1. Aufl., S. 199-206). Meyer & Meyer.
  2. Hoffmann, D. (2020). Vermittlung des Badmintonspiels am Beispiel des Racketspeedmodells in Schule und Verein. In T. Vogt (Hrsg.), Vermittlungskompetenz in Sport, Spiel und Bewegung: sportartspezifische Perspektiven (1. Aufl., S. 189–198). Meyer & Meyer.
  3. Hoffmann, D. & Vogt, T. (2019). Badmintonspezifische Vermittlungsmodelle: Vergleich und Anwendbarkeit im Sportunterricht. Sportunterricht, 68(2), 59–65.

Für weiterführende Informationen und Fragen steht Ihnen Herr Daniel Hoffmann (d.hoffmann@­dshs-koeln.de) zur Verfügung.

Burnout-Prävention für angehende Sportlehrkräfte

Burnout-Prävention für angehende Sportlehrkräfte

In dem Projekt mit dem Titel „Zufriedenheit lernen – Burnout vorbeugen: Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Evaluation von theoriebasierten Interventionen zur bedürfnisorientierten Burnoutprävention von angehenden Sportlehrkräften“ geht es um die Entwicklung sowie die Bedarfs‑ und Machbarkeitsanalyse einer theoriegeleiteten Intervention zur Prävention von Burnout bei angehenden Sportlehrkräften. Aktuell befindet sich das Projekt in der Phase der Durchführung und Evaluation. Konkretes Ziel des Projektes ist eine langfristige Implementierung der Maßnahme als extracurriculares Angebot für Lehramtsstudierende an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Bei der Maßnahme handelt es sich um einen digitalen Workshop über vier Sitzungen á 90 Minuten, der bislang viermal durchgeführt wurde. Inhalte sind neben Psychoedukation über Burnout und der praxisbezogenen Vermittlung der psychologischen Grundbedürfnisse die Aktivierung und Weiterentwicklung eigener Ressourcen, Selbstreflexion über bisher genutzte Strategien im Umgang mit Belastung, wirkungsvolle Strategien im Umgang mit Stress, Methoden zum Zeit‑ und Selbstmanagement sowie der gezielte Einsatz von Entspannungsmethoden im Alltag. Ein Peer‑Austausch der teilnehmenden Studierenden untereinander spielt bei der Umsetzung der Inhalte im digitalen Format eine große Rolle. Hier wird mit unterschiedlichen digitalen Tools gearbeitet.

Der Bedarf sowie die Machbarkeit der Maßnahme konnten in einer ersten Studie bestätigt werden. Ein Aufsatz zur Veröffentlichung der Ergebnisse wurde bei der Zeitschrift für Studium und Lehre in der Sportwissenschaft eingereicht. Aktuell läuft zudem eine Studie, die den Workshop systematisch anhand validierter Fragebögen zu Themen wie psychologischer Bedürfnisbefriedigung, Burnout, beruflicher Belastung und Zufriedenheit, Selbstwirksamkeitserwartung und Wohlbefinden evaluiert. Ergebnisse werden bis zum Jahresende 2021 erwartet und sollen 2022 als Beitrag bei der Zeitschrift Herausforderung Lehrer*innenbildung eingereicht werden.

Als Ansprechperson dient Ihnen Dr. Hanna Raven (h.raven@­dshs-koeln.de) vom Psychologischen Institut (Abteilung Gesundheit und Sozialpsychologie) (DSHS Köln).

Kontakt

Sie arbeiten an der Deutschen Sporthochschule Köln und forschen zur Sportlehrer*innenbildung oder zum Schulsport?

Kontaktieren Sie uns gerne.

Dr. Anja Paul

+49 221 4982-4621

a.paul@­dshs-koeln.de