Asthma

Bei Asthma sind die Atemwegsschleimhäute chronisch entzündet. Foto: iStock.com/travellinglight

Definition

Beim Asthma (Asthma bronchiale) handelt es sich um eine chronische Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwegsschleimhaut auf verschiedene Reize. Bei einem Asthmaanfall kommt es zu einer Verengung des Bronchialtraktes der Lunge, was zu einer eingeschränkten Atmung und Sauerstoffaufnahme führt. Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit sind Zeichen eines Asthmaanfalls.

Als Sofortmaßnahme gegen einen Asthmaanfall bieten sich Wirkstoffe an, die eine Erweiterung der Bronchien bewirken. Dieses sind vor allem ß2-Agonisten, die an ß2-Rezeptoren der Bronchialmuskulatur binden. Dagegen werden Corticosteroide zur Behandlung der Entzündungserscheinungen appliziert.

Behandlung von Asthma und Doping

Für die Behandlung von Asthma sind nach den Regeln der WADA selbstverständlich alle Substanzen erlaubt, die nicht auf der Verbotsliste stehen.

Von den verbotenen Dopingsubstanzen sind bei der Anwendung von ß2-Agonisten und Corticosteroiden die besonderen Regelungen zu beachten. Grundsätzlich müssen Sportler, wenn sie zur medizinischen Behandlung ß2-Agonisten anwenden wollen, eine Therapeutische Ausnahmegenehmigung (TUE) beantragen (siehe auch ß2-Agonisten).

Bei der Anwendung von Corticosteroiden muss zwischen systemischen und lokalen Anwendungen unterschieden werden. Während systemische Applikationen verboten sind, sind lokale Applikationen (z.B. Inhalationspräparate) erlaubt (siehe auch Corticosteroide). 

Weiterführende Informationen

Informationen zu Asthma finden Sie unter:

www.asthma.de

www.atemwegsliga.de: Deutsche Atemwegsliga, umfangreiche Informationen zu Atemwegserkrankungen wie Asthma,  Asthma und Sport (Hinweise für Ärzte und Sportlehrer)

www.msd-deutschland.com: Informationen zu Asthma der Firma Merck & CoWas passiert bei einem Asthma-Anfall: Animation in Englisch www.mydr.com.au

 

Institut für Biochemie, Deutsche Sporthochschule Köln, 22.08.2013