60 Jahre nach der Immatrikulation

In ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte, der Deutschen Sporthochschule Köln, trafen sich 48 Diplomsportlehrerinnen und –lehrer vom 15. bis 17. Mai. Das erste große Ehemaligen-Treffen dieses Jahrgangs hatte 1982, 25 Jahre nach dem Diplom stattgefunden.

Aufgrund weiterer Prüfungen in anderen Studienfächern, Promotionen, Habilitationen und natürlich aufgrund von Familiengründungen war es in den Jahren direkt nach dem Abschluss nur zu einigen kleinen Treffen gekommen, ehe die Organisatorin, Bärbel Schöttler, beim 25-Jahres-Treffen zusagte, ab sofort im 5-Jahres-Rhythmus das Wiedersehen an der Sporthochschule auszurichten. Ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule erleichterte ihr die Organisation im Hinblick auf Räumlichkeiten, Adressrecherchen oder inhaltliche Ausrichtung. Bis 20023 wurde dieser 5-Jahres-Rhythmus aufrecht erhalten. Als dann die ersten pensioniert/berentet waren, gab‘s gleich drei neue Ideen:

  • den 5-Jahres auf einen 2-Jahres-Rhythmus umzustellen und
  • nicht alle Treffen in Köln durchzuführen sondern dort, wo sich eine/e Organisator/in findet,
  • die "Jubiläen" weiterhin in Köln zu feiern.

So gab es bisher Absolvententreffen in München, Basel, Braunlage, auf Mallorca, in Leer, Kiel/Oslo. Die beiden nächsten werden voraussichtlich 2015 in Luxemburg und 2016 am Chiemsee stattfinden. 2017 wird das eigentliche Jubiläum des Diplomabschlusses wiederum in Köln sein. Das Wiedersehen ist jedes Mal eine bunte Mischung aus Studienerinnerungen, dem Kennenlernen der jeweiligen Landschaft, einem kulturellen Programm und, falls möglich, Vorträgen über neue sportpraktische Erkenntnisse, gesundheitsorientierte Forschungsergebnisse oder physiotherapeutischen Tipps. So war es auch dieses Mal:

Es begann mit der Besichtigung des für die meisten  neuen (?) "RheinEnergie Stadions" und wahlweise einem Mittagessen in einer der früheren "Stammkneipen" oder – mitten unter der heutigen Studierendengeneration – in der Mensa. Am Nachmittag startete der offizielle Teil mit der Begrüßung im Hockey-Judo-Zentrum. Dem, inzwischen emeritierten, Rektor Prof. Dr. Walter Tokarski  ist es hoch anzurechnen, dass er sich an seinem vorletzten Arbeitstag und zwischen zwei wichtigen Sitzungen die Zeit nahm, um die Anwesenden zu begrüßen sowie die wesentlichen Veränderungen des heutigen Sportstudiums aufzuzeigen und auf Fragen einzugehen. Nach dieser eindrucksvollen Stunde berichtete Frank Nieder vom Institut für Bewegungs - und Sportgerontologie, nicht minder interessant, von eigenen und den Forschungsergebnissen seiner Kollegen. Als Leiter des Seniorensportprojektes "Fit für 100" lockerte er seinen Vortrag mit praktischen Übungen und Tipps für den Alltag auf. Den Abschluss dieses mit viel Neuem gespickten Nachmittags bildete der filmische Rückblick auf die Studienjahre der Anwesenden, die Jahre 1954 bis1957. Laut wurden oftmals Namen der Gefilmten genannt, die sich teilweise selbst nicht wieder erkannt hatten. Dr. Ansgar Molzberger hatte in den Archiven der SpoHo gesucht, war "fündig" geworden und hatte damit vielen Anwesenden eine große Freude gemacht. Für sein geplantes Projekt, „die Gründungsjahre der Deutschen Sporthochschule" zu dokumentieren, forderte er alle Anwesenden auf, alte Fotos, Filme und Zeitungsausschnitte zur Verfügung zu stellen. Allen drei Referenten an dieser Stelle nochmals unseren besten Dank!

In bewährter Manier hatte Ulrich Türner sein warmes und kaltes Buffet aufgebaut. Dank der gemütlichen Atmosphäre durch hübsch eingedeckte runde Tische kam es bis spät am Abend zu vielen guten Gesprächen.

Am zweiten Tag ging es wunschgemäß in den Bonner Raum; Professor Dieter Schmidt, ehemals am Sportinstitut der Uni Bonn tätig, hatte hier die Federführung. Ein Bus, der den ganzen Tag zur Verfügung stand, erleichterte die Durchführung der diversen Ausflüge und Besichtigungen. Mit der Zahnradbahn ging es zum Drachenfels, von wo aus einige wanderten, andere neben dem wunderbaren Blick auf den Rhein intensive Möglichkeiten des Gedankenaustausches über Studienerinnerungen und Berufsleben wahrnahmen. Ein kleiner Mittagsimbiss wurde in der Gaststätte Rheinaue eingenommen, und weiter ging es zum "Haus der Geschichte", bzw. der dortigen Wanderausstellung "Deutschland seit 1945".

Geplant waren eigentlich noch ein Bummel durch die Altstadt Bonns, eine Besichtigung des Beethovenhauses, des Innenhofes vom Bonner Münster und der Hofgartenwiese. Für dieses Programm reichte aber die Zeit nicht. Der Bus brachte die Gruppe zum Hotel oder gleich zum Junkersdorfer Hof, wo ein zweiter gemeinsamer Abend stattfand.

Den dritten Tag hatte Klaus Leveling organisiert. Bei all den anderen Treffen in Köln gehörten jedes Mal Domführungen, Besichtigung von diversen Museen oder Ausgrabungen mit zum Programm. Diesmal traf sich unsere Gruppe mit dem Kunsthistoriker C. Schmalstieg am Römisch-Germanischen Museum, der von dort aus zum Praetorium ging und die Führung unter das Motto "Köln von unten - Das römisch/fränkische Köln" gestellt hatte. Ein Rundgang durch die sich im Umbau befindende Innenstadt schloss sich an und endete zum Mittagessen im Keller des Weinhauses Brungs, direkt zwischen römischen Mauern.

Zum Schluss gilt ein besonderer Dank dem Ressort Hochschulmarketing & Career Service der Deutschen Sporthochschule, das die Organisation des Treffens sehr unterstützt hat.