Dr. Inga Oelrichs startet Projekt zum sportjournalistischen Berufsfeld

Foto: Inga Oelrichs

In Zeiten des Medienumbruchs steht der Sportjournalismus stark unter Druck. Im digitalen Raum machen zahlreiche Akteure der journalistischen Berichterstattung Konkurrenz. Dadurch verlieren die Inhalte traditioneller Medien an Bedeutung, was sich wiederum auf die Geschäftsmodelle im Journalismus auswirkt.

Zudem stellt die Nutzung neuer Technologien und Ausspielwege eine Herausforderung für die Berichterstatter dar. Wie genau sich die Entwicklungen auf das Berufsfeld der Sportjournalist:innen auswirken, ist offen. Die letzte repräsentative Berufsfeldstudie im Sportjournalismus liegt 30 Jahre zurück. Der aktuelle Forschungsstand basiert lediglich auf Fallstudien und nicht repräsentativen Befragungen. 

Die neu aufgelegte Studie „Sportjournalist*innen in Deutschland. Eine Berufsfeldstudie zu Situation und Perspektiven des Sportjournalismus“ soll Abhilfe schaffen und aktuelle Erkenntnisse zur Arbeit im Sportjournalismus liefern. Zentrale Inhaltsbereiche der Studie sind die Struktur des Berufsfeldes, die Arbeitsroutinen, das Rollenselbstverständnis, die Innovationsaffinität und die Kompetenzen der Sportjournalist:innen.

Die Befunde sind wichtig, um

  • das Ausmaß der Veränderungen im Berufsfeld zu erforschen und daraus auf die Zukunftsfähigkeit des Sportjournalismus zu schließen,
  • die Leistung des Sportjournalismus für Gesellschaft und Sport zu bewerten,
  • einen Rahmen für die Einordnung von Befunden aus Fallstudien zu schaffen,
  • sie für die zukunftsorientierte Gestaltung des Studiengangs Sportjournalismus
    (SPJ) an der Deutschen Sporthochschule zu nutzen.

Im Rahmen der Studie werden zwei Befragungen durchgeführt. Die erste richtet sich an die Redaktionsleitungen aller Sportredaktionen in Deutschland. Die zweite Befragung zielt auf Mitglieder ausgewählter Redaktionen. 

Das Projekt erhielt im Dezember die hochschulinterne Forschungsförderung der Deutschen Sporthochschule Köln für eine Laufzeit von 24 Monaten. Antragstellerin und Projektleiterin ist Dr. Inga Oelrichs.