EHM: erste Präsenzphase vor dem Bildschirm

Webex-Meeting mit den EHM-Studierenden: David Davis, Trainer von Telekom Veszprem, und der ehemalige spanische Handballnationalspieler Carlos Prieto, im Online-Austausch.

Die aktuelle Pandemie stellt die Teilnehmenden des sechsten European Handball Manager Studiums in ihren Vereinen und Verbänden vor große Herausforderung. Trotzdem oder gerade deswegen stellen sich die Teilnehmenden aus acht Ländern dem einjährigen Zertifikatsstudium zum European Handball Manager an der Deutschen Sporthochschule Köln. Die erste von insgesamt drei Präsenzphasen haben sie in der vergangenen Woche erfolgreich im Online-Modus absolviert.

Die aktuellen Teilnehmenden des Zertifikatsstudiums „European Handball Manager“ haben angesichts der aktuellen Pandemie eine Vielzahl von Herausforderungen in ihren Vereinen und Verbänden zu meistern. Sie stellen sich in diesen schwierigen Zeiten für den Sport aber noch einer weiteren Herausforderung und studieren berufsbegleitend u.a. Grundlagen der Sportökonomie, strategisches Sportmanagement und Sport-Governance. Die Inhalte der ersten beiden von insgesamt fünf Modulen wurden online vermittelt, Ende November folgen die sportrechtlichen Grundlagen.

Der sechste Jahrgang konnte sich zudem auf einige Neuerungen und Verbesserungen freuen. Dank der maßgeschneiderten Studienbriefe und E-Learning-Einheiten konnte in der Präsenzphase erstmals das Thema Leadership in mehreren Seminareinheiten berücksichtigt werden. Hierfür konnte Jacqueline Mueller von der Loughborough University London gewonnen werden, die den Teilnehmenden das Thema praxisnah und anwendungsbezogen vermittelte. „Neben den Managementkompetenzen brauchen erfolgreiche Handball-Manager auch Leadership-Skills. Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten sind diese mehr denn je gefragt und diese kann man trainieren“, so Dozentin Jacqueline Mueller.

Am letzten Tag der ersten Präsenzphase nahmen sich Carlos Prieto, der als Spieler in vielen europäischen Topklubs und für die spanische Nationalmannschaft spielte und hierbei zahlreiche nationale und internationale Titel gewann, gemeinsam mit dem aktuellen Trainer von Telekom Veszprem, David Davis, die Zeit, um die Beziehungen und mögliche Probleme zwischen Spieler*innen und Manager*innen sowie zwischen Trainer*in und Manager*in zu thematisieren. Für die meisten Teilnehmenden war dies das Highlight nach einer anstrengenden Studienwoche vor dem Bildschirm. „Die beiden Einheiten haben wieder einmal gezeigt, wie wichtig so ein Austausch zwischen Spielern, Trainern und Managern ist. Die unterschiedlichen Perspektiven zu schärfen, die andere Seite besser zu verstehen und Verständnis zu entwickeln, stärkt unheimlich die Führungskompetenz von Managern“, so das Fazit von Carlos Prieto.