Olympische Spiele in KölnRheinRuhr?!

Foto: Land NRW - Marius Becker

Das Rektorat der Deutschen Sporthochschule Köln begrüßt und unterstützt die Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes, dass sich Deutschland um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewirbt.

Internationale Sportgroßveranstaltungen können – bei verantwortungsvoller Planung und Umsetzung – nachhaltige positive Wirkungen für Gesellschaft, Sport und Gesundheit entfalten. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Bewegungsmangel, der Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Werte, der Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Sicherung ehrenamtlichen Engagements sowie der nachhaltigen Entwicklung öffentlicher Infrastruktur bietet eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele die Möglichkeit, langfristig tragfähige Impulse zu setzen.

Als einzige Sportuniversität Deutschlands verfügt die Deutsche Sporthochschule Köln über umfassende nationale und internationale sportwissenschaftliche Expertise. Sie ist bereit, diese Expertise in die Bewerbung, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele einzubringen und den Prozess wissenschaftlich fundiert zu begleiten. Zugleich sieht die Universität darin einen Ausdruck ihrer gesellschaftlichen Verantwortung: Ein zentrales Anliegen der Deutschen Sporthochschule Köln ist es, zu einer nachhaltigen, transparenten und verantwortungsvollen Ausgestaltung der Spiele beizutragen. Dabei sollen mögliche negative soziale, infrastrukturelle oder ökonomische Folgewirkungen frühzeitig erkannt, kritisch reflektiert und durch evidenzbasierte Konzepte vermieden werden.

Insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Good Governance, Inklusion, Gesundheitsförderung, Nachnutzung von Sportstätten sowie Evaluation gesellschaftlicher Effekte kann sportwissenschaftliche Forschung einen entscheidenden Beitrag leisten, um langfristige Mehrwerte für die ausrichtenden Kommunen und die Gesellschaft insgesamt zu sichern.

Die Deutsche Sporthochschule Köln ist seit 79 Jahren eng mit Köln und der Region KölnRheinRuhr verbunden und auf vielfältigen Ebenen regional, national und international vernetzt. Kompakte, nachhaltige und qualitativ hochwertige Olympische und Paralympische Spiele könnten dem Sport und der Sportinfrastruktur in der bevölkerungsreichsten Region Deutschlands wichtige und dauerhafte Entwicklungsimpulse geben. Vor diesem Hintergrund begrüßt das Rektorat insbesondere die nordrhein-westfälische Bewerbung von 17 Kommunen mit Köln als Leading City. Die Deutsche Sporthochschule Köln versteht sich als wissenschaftlicher Partner, der seine Expertise sowohl in die Vorbereitung der Bewerbung – einschließlich begleitender Beteiligungs- und Akzeptanzprozesse – als auch in die nationale und internationale Bewerbungsphase einbringen.

Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland bieten die Chance, ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges und wertebasiertes Modell international sichtbar zu machen. Die Deutsche Sporthochschule Köln sieht es als ihre Aufgabe an, diesen Prozess verantwortungsvoll, kritisch-konstruktiv und wissenschaftlich fundiert zu unterstützen.