Sportpark Müngersdorf: Heimat der Sporthochschule

Führung durch den Sportpark Müngersdorf mit Sportgeschichtlern der Deutschen Sporthochschule bot Bürgerinnen und Bürgern viele Infos und interessante Anekdoten. 

Univ.-Prof. Dr. Stephan Wassong schilderte in seinem einführenden Vortrag die Entwicklung des Sports in Köln hin zu einem Kultur- und Massenphänomen. Insbesondere in den 1920er Jahren tat sich auf diesem Gebiet sehr viel, nicht zuletzt durch das Engagement des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer. Der sorgte u.a. für die Einrichtung des städtischen Amtes für Jugendpflege und Leibesübungen sowie für den Bau der Großsportanlage im Westen der Stadt, dem heutigen Sportpark Müngersdorf, mit dem Köln eine Vorreiterrolle für den städtischen Spielplatzbau in Deutschland einnahm.

Sportliche Großveranstaltungen wie Fußballländerspiele, die Deutschen Kampfspiele und das Deutsche Turnfest sorgten für internationale Strahlkraft, sodass sich Köln 1930 sogar für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 1936 bewarb – laut Professor Wassong der Beweis dafür, dass sich Köln schon damals ein tragfähiges Profil als Sportstadt aufgebaut hatte.

Beim anschließenden Rundgang über den Campus der Deutschen Sporthochschule und durch den Sportpark Müngersdorf zeigte Dr. Ansgar Molzberger, dass die Geschichte des Sportparks Müngersdorf untrennbar mit der Entwicklung der Deutschen Sporthochschule Köln verbunden ist. Die Hochschule, die ab 1947 zunächst noch in den Abel-Bauten des Müngersdorfer Stadions untergebracht war, bezog 1963 ihren heutigen Campus. Molzberger präsentierte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern interessante Infos und Anekdoten zur Grundsteinlegung, zur Olympiaeiche zu Ehren Toni Merkens, zur Wohnsituation der ersten Sporthochschulstudierenden u.v.m.. _______________________________________________________________

Das Ringseminar mit dem Titel "Kölns sportlicher Westen" (16. Juni 2015) war eine Veranstaltung des Kölner Themenjahres 2015 "Älter. Bunter. Kölner. Gesellschaft im Wandel". Nächster Termin ist der 8. September 2015 unter dem Motto "Besser Arm ab als arm dran?": Sport, den Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam erleben, bietet ideale Chancen sich zu begegnen, (Berührungs-)Ängste abzubauen, zum Nachdenken anzuregen und Vielfalt freudvoll zu erfahren. Im Ringseminar soll genau dies stattfinden.