Sportwissenschaftliche Expertise im Bundeskanzleramt
Die Deutsche Sporthochschule Köln war am 11. März 2026 beim Expertentreffen zum Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“ im Bundeskanzleramt in Berlin vertreten. Dr. Ilka Staub (dvs Kommission Schwimmen) und Prorektor Prof. Tobias Vogt nahmen dabei in Vertretung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft teil.
Zu dem Austausch waren Expertinnen und Experten aus Sport, Wissenschaft, Verbänden und Politik eingeladen, um gemeinsam über die inhaltliche Ausgestaltung des neuen Modellvorhabens zu beraten. Der Deutsche Bundestag hat hierfür über die Staatministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein für das Jahr 2026 Fördermittel von bis zu fünf Millionen Euro vorgesehen; auch in den folgenden drei Jahren sollen Mittel in vergleichbarer Höhe bereitgestellt werden. Ziel des Programms ist es, die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern – insbesondere in sozial benachteiligten Lebenslagen sowie in Regionen mit eingeschränkter Bäderinfrastruktur.
Neben den Konsortialführern Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Deutscher Schwimmverband waren zahlreiche Organisationen aus Sport, Wissenschaft und Bildung vertreten, darunter Verbände der Schwimmausbildung, Vertreter*innen des Schulsports, kommunale Spitzenverbände sowie Institutionen aus dem Bereich Inklusion und Leistungssport.
Nach einer kurzen Einführung zum geplanten Förderrahmen stand ein rund zweieinhalbstündiger fachlicher Austausch im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem mögliche Maßnahmen, strukturelle Herausforderungen in der Schwimmausbildung sowie innovative Ansätze, die über bestehende Programme hinausgehen und einen nachhaltigen Mehrwert schaffen können. Das Modellvorhaben befindet sich derzeit in der Konzeptionsphase.
Mit ihrer Beteiligung bringt die Deutsche Sporthochschule Köln sportwissenschaftliche Expertise in einen zentralen politischen Prozess ein – mit dem Ziel, evidenzbasierte Lösungen zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland einzubringen.
