Zertifikatsübergabe Sportförderunterricht
Am 17.03.2026 wurden die diesjährigen 26 Absolvent*innen der Zusatzqualifikation Sportförderunterricht ausgezeichnet. Lena Brack (Institut für Sportdidaktik und Schulsport) und Anke Raabe-Oetker (Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation) verliehen feierlich die Zertifikate. Auch Elmar Kugel, Dezernent der Bezirksregierung Köln, ließ Glückwünsche ausrichten.
Im Sportförderunterricht sollen Schüler*innen in kleinen Gruppen und ohne Notendruck, ergänzend zum obligatorischen Sportunterricht, über vielfältige Bewegungsangebote ganzheitlich gefördert werden. Dieses zusätzliche Angebot ist damit ein wichtiger Baustein zur Erfüllung des Doppelauftrags des Schulsports: der Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur sowie der Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport.
Im Rahmen der zweisemestrigen kostenlosen Zusatzqualifikation wurden die Studierenden darauf vorbereitet, Schüler*innen mit unterschiedlichen emotionalen, sozialen und motorischen Bedürfnissen in heterogenen Lerngruppen ganzheitlich zu fördern. Schwerpunkte lagen dabei auf den Möglichkeiten der Differenzierung und Individualisierung von Bewegungsangeboten. Zudem wurden verschiedene diagnostische Verfahren vermittelt, um die Lernausgangslagen der Lernenden zu analysieren und Fördermaßnahmen entsprechend zu planen. Ein zentraler Bestandteil der Qualifikation war die Praxisphase an kooperierenden inklusiven Schulen. Hier hatten die Studierenden die Möglichkeit, förderorientierte Bewegungsangebote eigenständig zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Dabei wurden unter anderem psychomotorische Ansätze praktisch erprobt und in realen Unterrichtssituationen umgesetzt. Die Teilnehmenden hoben diesen engen Theorie-Praxis-Transfer als besonders gewinnbringend hervor.
In den Rückmeldungen der Studierenden wurde deutlich, dass der Sportförderunterricht nicht als „Defizitprogramm“ wahrgenommen wurde, sondern vielmehr als positives und wertschätzendes Angebot. „Die Kinder wirkten dankbar und nahmen die Teilnahme als Privileg wahr“, erzählt der Absolvent Maximilian Krischer. Absolventin Sarah Rabe formuliert rückblickend: „‚Guter‘ Sportförderunterricht bedeutet für mich vor allem, Orientierung zu geben, individuelle Stärken wahrzunehmen, kleine Fortschritte wertzuschätzen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Kinder angenommen fühlen.“
Die Zusatzqualifikation wird in Kooperation mit der Bezirksregierung sowie inklusiven Schulen durchgeführt und kann künftig einmal pro Semester unter der Leitung von Lena Brack, Anke Raabe-Oetker und Andrea Kurth angeboten werden.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite zur Zusatzqualifikation Sportförderunterricht.
