Institut für Soziologie und Genderforschung

Institut für Soziologie und Genderforschung
Besucher*innenadresse: Kirchweg 2, 50858 Köln
Postadresse: Am Sportpark Müngersdorf 6, 50933 Köln

Abt. Sportsoziologie: Institutgebäude VI, 4. OG
Karina Esch, Tel.: +49 221 4982-7240, E-Mail:

Abt. Diversitätsforschung: Institutsgebäude VI, 5. OG
Alexandra Wolke, Tel.: +49 221 4982-7241, E-Mail:

Das Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln deckt mit den beiden Arbeitsbereichen ein breites Forschungsfeld ab, in dem sowohl grundlagenorientierte als auch angewandte Forschung stattfindet. Gegenstand der Forschungen ist alles, was Sozialität ausmacht, d.h. konkret, die wechselseitige Konstitution von sozialen Strukturen (bspw. gesellschaftliche Normen und Werten) und sozialem Handeln in sportbezogenen Kontexten (bspw. Sportunterricht, Sportberichterstattung). Mit dieser generellen Perspektive werden in den beiden Arbeitsbereichen ‚Sportsoziologie‘ und ‚Gender-& Diversity Studies‘ unterschiedliche gesellschaftliche Phänomene fokussiert und analysiert. Hierzu gehören u.a.

In der Lehre ist das Institut in allen Bachelorstudiengängen sowie in den meisten Masterstudiengängen und dem Promotionsstudium der DSHS vertreten und hat das Ziel, Forschung und Lehre so zu verbinden, dass Studierenden mit aktuellen Themen Reflexionswissen und Handlungskompetenzen vermittelt bekommen.

Abteilungen des Instituts

Institutsleitung & Leitung Abteilung Diversitätsforschung

Univ.-Prof. Dr. Bettina Rulofs
Univ.-Prof. Dr.

Bettina Rulofs

Telefon +49 221 4982-7230
E-Mail
Website Forschungsprofil
Abteilung

Sekretariat

 Karina Esch

Karina Esch

Sekretariat Abt. Sportsoziologie

Telefon +49 221 4982-7240
E-Mail
 Alexandra Wolke

Alexandra Wolke

Sekretariat Abt. Diversitätsforschung

Telefon +49 221 4982-7241
E-Mail

Aktuelles

2023 - All-in & Win project has been brought to life

2023 - All-in & Win project has been brought to life

We are happy to announce to you the ‘All-In & Win’ project. This Erasmus+ Sport project has been brought to life to increase knowledge & awareness to recognize discrimination in grassroots sports towards members of the LGBT+ community.

Within the All-In & Win project, the European Football for Development NetworkEuropean Hockey Federation, FEDERACIÓ CATALANA DE HOCKEY, Czech Hockey Federation, University of Cyprus, Federatia Romana de Fotbal, John Blankenstein Foundation, Deutsche Sporthochschule Köln aim for the acceptance of LGBT+ and creating a safe & inclusive sport climate for people who identify themselves within the LGBT+.

The objectives of the programme are:

-Social inclusion in and through sport

-Promote social cohesion through sport

-Promote active citizenship

-Promote voluntary activity in sport

-Enhance social and bridging capital of athletes

-Creating a safer environment for athletes within their club or organization

 

Find out more about the project: https://bit.ly/3XLbyss

2023: Podcast Outsport-Studie mit Dr. Birgit Braumüller

2023: Podcast Outsport-Studie mit Dr. Birgit Braumüller

Das Outsport-Projekt ist auf europäischer Ebene die erste Initiative, die wissenschaftliche Erkenntnisse über die Phänomene von Homo- und Transfeindlichkeit im Sport gesammelt hat. Ziel des Projektes war es, die Themen Homo- und Transfeindlichkeit im Sport durch Kommunikation, Sensibilisierung, Ausbildung und Forschung zu adressieren und innovative und pädagogische Ansätze zur Vorbeugung von Gewalt und zur Bekämpfung von Diskriminierung im Sport auf der Grundlage der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität zu präsentieren.

Die Deutsche Sporthochschule Köln führte die Studie durch, woran Birgit Braumüller maßgeblich beteiligt war.

 

In dieser Folge erfahrt Ihr:

– Welches die beliebtesten Sportarten in der Queeren Community sind.

– Aus welchen Sportarten sich viele Queerios ausgegrenzt fühlen.

– Welches die häufigsten persönlichen negativen Erfahrungen sind, die queere Personen im Sport machen.

– Welche Prozesse die Studie angestoßen hat?

– Und: Welche Pläne Birgit und ihr Netzwerk für die Zukunft haben.

 

Hier der Link zum Podcast:

https://sichtbar-sportlich.de/podcast/outsport-europaeisches-forschungsprojekt-zu-lgbti-im-sport/

2023: Interview mit Frau Dr. Fabienne Bartsch zum Thema "Sport im...
2023: Erster wesentlicher Erfolg im SGS Projekt

2023: Erster wesentlicher Erfolg im SGS Projekt

Pünktlich zum neuen Jahr konnte das Team des EU-Projektes SGS - Sport for all Genders & Sexualities als ersten wesentlichen Erfolg den Good Practices Report fertigstellen. 

Das 75-seitige Dokument beinhaltet eine Zusammenstellung bewährter Praktiken von institutioneller Eingliederung mehrgeschlechtlicher Athlet*innen in den fünf Partnerländern (Spanien, Italien, Österreich, Deutschland und den Niederlanden).

In Form einer Analyse der aktuellen Situation soll dieser Bericht nationalen und internationalen Sportorganisationen helfen, den tatsächlichen Bedarf von Regelwerken für Inklusion zu erkennen und den Impuls setzen, solche Regelwerke einzuführen.

Die gesammelten "good practices" sind eine breite Vielfalt an Initiativen, Programmen und Aktivitäten, die die Inklusion von transsexuellen, intersexuellen und nicht-binären Menschen im sportlichen Kontext fördern. Sie garantieren nicht nur einen Einstieg in den Sport sondern beabsichtigen ein dauerhaftes Engagement existierende Barrieren bezüglich Beteiligung, Sozialisierung und motorisches Lernen für alle Menschen im Sport abseits des Binarismus zu erkennen.

Unser Vorschlag für Ihre Neujahrsvorsätze lautet deshalb: Laden Sie den Good Practice Report sogleich über den folgenden Link herunter und starten Sie das neue Jahr mit einer guten Lektüre. 

t3://file?uid=591199

2022: Rückblick auf die 27. Jahrestagung der dvs-Kommission...

2022: Rückblick auf die 27. Jahrestagung der dvs-Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung in Leipzig

Unter dem Motto „Inklusion – Diversität – Geschlecht: Ein (un)geklärtes Beziehungsgefüge in der Sportwissenschaft“ fand vom 24.-26.11.2022 die 27. Jahrestagung der dvs-Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig statt. Vorangeschaltet war der Tagung ein Workshop für Wissenschaftler*innen in der Qualifikations- bzw. frühen Karrierephase.

Die Abteilung Diversitätsforschung war mit mehreren Beiträgen an der Tagung beteiligt. Prof. Dr. Bettina Rulofs bereicherte die Veranstaltung mit einer Keynote mit dem Titel „Gewalt, Macht und Differenzordnungen im Sport – Zusammenhänge aus Perspektive der Diversitätsforschung“ und brachte sich zudem beim Qualifikationsworkshop als Mentorin ein. Dr. Fabienne Bartsch stellte in einem gemeinsamen Vortrag mit Prof. Dr. Bettina Rulofs aktuelle Befunde zum Thema „Diversitätssensible und diskriminierungsfreie Sprache im Grundschulsport“ vor und wurde darüber hinaus bei der Mitgliederversammlung als Vertreterin der Wissenschaftler*innen in der Qualifikations- bzw. frühen Karrierephase in den Sprecher*innenrat der Kommission wiedergewählt. Einen weiteren Beitrag aus der Abteilung Diversitätsforschung steuerten Marilen Neeten, Annika Söllinger, PD. Dr. Marc Allroggen und Prof. Dr. Bettina Rulofs bei. Sie präsentierten empirische Ergebnisse zu „Interpersonaler Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Sport“ aus dem europäischen Forschungsprojekt CASES.

Insgesamt war es eine gewinnbringende und spannende Veranstaltung, für deren Organisation wir Prof. Dr. Heike Tiemann und ihrem Team von der Universität Leipzig herzlich danken möchten.

 

2022: BundesNetzwerkTagung des queeren Sports erhält den...

2022: BundesNetzwerkTagung des queeren Sports erhält den DOSB-Ethikpreis zum 5. Jubiläum

 „Die BuNT ist ein offener Raum des Weiterdenkens, des Umdenkens, des Neudenkens, des konsequenten inklusiven Denkens.“ (Elsbeth Beha, Laudatorin für den DOSB-Ethikpreis 2022)

Köln, 6.12.2022

Die BundesNetzwerkTagung des queeren Sports (BuNT) hat in diesem Jahr doppelten Grund zu feiern: Nach einem erfolgreichem 5. Jubiläum wird sie mit dem DOSB-Ethikpreis ausgezeichnet.

Die digitale Auftaktwoche der BuNT 2022 bot wieder viele niedrigschwellige und praxisnahe Angebote für mehr als 100 Menschen. Die im Anschluss in der Deutschen Sporthochschule in Köln durchgeführte Präsenzveranstaltung vom 4.-6. November begeisterte ein großes Fachpublikum aus organisiertem Sport, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Medien durch ein vielfältiges und informatives Programm. Beide Formate der BuNT boten ein perfektes Umfeld, um sich über queere Belange im Sport zu informieren, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Die große Bedeutung der Förderung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Sport und dem Schutz vor Diskriminierung unterstrich nicht nur die Teilnahme von Sven Lehmann, dem Queer-Beauftragten der Bundesregierung sowie von Josefine Paul (Ministerin des Landtags NRW) an der diesjährigen Veranstaltung. Die BuNT wurde zudem mit dem DOSB-Ethikpreis 2022 ausgezeichnet – für besondere Verdienste der Förderung ethischer Werte im Sport.

„Die jährliche Tagung BuNT ist einzigartig in Deutschland und somit ein Leuchtturm. Sie bietet eine Plattform für die relevanten Interessen- und Anspruchsgruppen, die es bis dahin nicht gegeben hat. Durch ihren Kampf gegen nach wie vor vorhandene Diskriminierungen von LSBTIQ* in der Gesellschaft und im Sport und der Förderung der Vielfalt und Chancengleichheit setzt sich die BuNT herausragend für die ethischen Werte im Sport ein. Ebenso bietet die BuNT dem organisierten Sport die Möglichkeit, sich dem Thema anzunähern und Veränderung durch breite Expertise zu unterstützen“ sagte Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, die Vorsitzende des Kuratoriums zur Verleihung des DOSB-Ethikpreises.

Dieser Preis untermauert besonders auch die Relevanz der BuNT als Motor für Vielfalt im organisierten Sport. Das Organisationsteam fordert daher besonders von der Politik eine Unterstützung zur langfristigen finanziellen und personellen Sicherung der BuNT.

Die Dokumentation der Ergebnisse aller BuNT-Veranstaltungen 2022 folgt.

 

Organisation und Ausrichtung der BuNT 2022: Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V. in Kooperation mit: Deutsche Sporthochschule Köln, SC Janus e. V. und Stadtsportbund Düsseldorf e.V. Unterstützt und mitgestaltet durch (in alphabetischer Reihenfolge): 100% SPORT I Deutscher Olympischer Sportbund e. V. | FUMA Fachstelle Gender & Diversity NRW | Landessportbund Berlin e.V. | Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. I Landessportverband Schleswig-Holstein e.V. I LAG Lesben in NRW I Queeres Netzwerk Niedersachsen I Queeres Netzwerk Nordrhein-Wesfalen I Seitenwechsel -Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e.V.| Sportjugend Hessen I Vorspiel SSL Berlin e.V. | Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans NRW | Stadtsportbund Köln | Lesben- und Schwulenverband

2022: Sport für alle!

2022: Sport für alle!

Wir brauchen Ihre Hilfe! Teilnehmen können alle, die in den letzten 12 Monaten (oder länger aufgrund von Covid-19) in Sportvereinen aktiv sind oder waren - sei es als Sportler*in, Trainer*in oder Funktionär*in. Durch die Teilnahme an der Umfrage tragen Sie dazu bei, ein genaues Bild der Situation von Frauen und LGBTI+ Menschen (lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und weiterer sexueller und geschlechtlicher Identitäten) im organisierten Sport in Europa zu zeichnen.

 

Unterstützen Sie das Team von SGS indem Sie an der Befragung teilnehmen: https://ww2.unipark.de/uc/SGS/

 

Diese Befragung ist ein wichtiger Teil des EU-Projekts ‚SGS - Sport für alle geschlechtlichen und sexuellen Identitäten‘. Unter der Leitung der Deutschen Sporthochschule (DSHS) wird die Situation von Frauen und LGBTI+ Menschen im europäischen Breitensport genauer untersucht. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weitere Aufklärungs-, Sensibilisierungs- und Veränderungskampagnen im europäischen Breitensport dienen, um den Sport für alle Geschlechter und Sexualitäten zu fördern. Die Ergebnisse werden im Jahr 2023 auf der Projektwebsite veröffentlicht.

Selbstverständlich werden alle Daten anonym und vertraulich behandelt. Außerdem hat die Ethikkommission der DSHS die Umfrage genehmigt.

2022: PM Couragiert und energisch gegen jede Art von Gewalt im Sport

2022: PM Couragiert und energisch gegen jede Art von Gewalt im Sport

Spoho-Wissenschaftlerin Gitta Axmann erhält 12. NRW-Preis Mädchen & Frauen im Sport in der Kategorie „gewaltfrei“.

Schon während ihres Studiums an der Sporthochschule in den 1990er Jahren interessierte sich Gitta (eigentlich Birgit) Axmann für die besondere Rolle von Frauen und Mädchen im Sport – ein Thema, das sie bis heute nicht losgelassen hat. Für ihr mittlerweile 30 Jahre andauerndes Engagement haben der Landessportbund (LSB) und die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen ihr nun den NRW-Preis für Mädchen und Frauen im Sport verliehen. Der Preis ist eine Würdigung jener Frauen, die sich engagiert, kreativ und mutig für die Belange von Mädchen und Frauen im Sport einsetzen. Er zeichnet laut LSB die besten der vielfältigen Aktivitäten und Leistungen von Mädchen und Frauen in den unterschiedlichen Feldern des Sports aus.

Der 12. NRW-Preis für Mädchen und Frauen im Sport wurde bei einer Preisverleihung am 22. Oktober 2022 in Duisburg in fünf Kategorien vergeben: sozial, innovativ, engagiert, gewaltfrei und emanzipiert. Gitta Axmann erhält den Preis in der Kategorie „gewaltfrei“ und wird damit als eine Frau ausgezeichnet, die couragiert und energisch gegen jede Art von Gewalt im Sport eintritt.

Weiter geht's in der Pressemitteilung.

 

2022: Save the date - Bundesnetzwerktagung des queeren Sports

2022: Save the date - Bundesnetzwerktagung des queeren Sports

Gemeinsam für die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport.

 

Sei mit dabei! Anmeldung ab August.

30.10. - 03.11.2022 DIGITAL

Workshops, Inputs, Wissenstransfer etc.

04.11. - 06.11.2022 DEUTSCHE SPORTHOCHSCHULE KÖLN

Podiumsdiskussionen mit spannenden Gäst*innen aus Sport, Politik und Wissenschaft, Workshops, Vorträge u.v.m.

 

2022: SGS partner meeting in Cologne

2022: SGS partner meeting in Cologne

With the German Sport University Cologne (GSU), one of the top sport universities in Europe was host of the first SGS meeting.

 

From August 25 to 26, the partners from Spain, Italy, the Netherlands, Germany and Austria met in person for the first time. In intense meetings, the focus, apart from administrative matters, was mainly on two main points.

 

First, the survey for the scientific study on the social structures in European grassroot sports that impact the situation of female and LGBTI+  athletes in Europe was revised. Coordinator of this working point is the GSU. For this purpose, three external experts in the field were consulted. Rens Cremers (Mulier Institute, Netherlands), Birgit Palkzill and Heidi Scheffel (Landessportbund Nordrhein-Westfalen, Germany) were able to contribute their years of experience within the framework of a symposium. After the results will be incorporated within the next weeks and a strategy for the dissemination of the survey has been worked out, the survey will probably start in October. 

The second focus was on a review of the results to date of the collection of best practices in the field of transgender in sport. After a presentation by coordinator Diversport (Spain), next steps were decided to finalize this Working Point soon.

In addition, the partner Landessportbund Nordrhein-Westfalen presented the first draft concepts for the national working groups in the field of sexual and gender diversity in sport.

 

Apart from the intensive meetings, there was still some time for sports. A joint dinner in a beach bar next to the GSU campus invited to a fun game of beach volleyball during sunset.

 

After this meeting all partners are well prepared to tackle the next tasks and to move the project forward!

 

More information about the project you find here:

https://www.fairplay.or.at/en/projects/sport-for-all-genders-and-sexualities

2022: EU Projekt „Sport for all Genders and Sexualities“ geht an den...

2022: EU Projekt „Sport for all Genders and Sexualities“ geht an den Start

Mit dem ERASMUS+ Projekt „Sport for all Genders and Sexualities“ (SGS) baut das Institut für Soziologie und Genderforschung (Abt. Sportsoziologie) seine Expertise über die Situation von LGBTQ Personen im Sport aus dem vorhergegangenen EU Projekt OUTSPORT , sowie dem auf dessen Ergebnissen basierenden Sammelband weiter aus.

 

Ziel:

Das EU Verbundprojekt „Sport for all Genders and Sexualities“ will mit verschiedenen wissenschaftlichen und praktischen Ansätzen eine integrative und offene Sportkultur für alle Personen unab­hängig der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in Europa fördern (zum Verbundprojekt).

Dies erfordert zunächst eine Analyse, welche Geschlechternormen und -stereotype im organisierten Sport vorherrschen und wie diese spezi­fische Prozesse und Strukturen der Diskriminierung von Mädchen/Frauen sowie LGBTQ Perso­nen im Sport bedingen.

Aufbauend auf dieser Grundlagenforschung, werden im Rahmen des Projekts konkrete Maßnah­men zur Etablierung einer offenen Sportkultur und zur Inklusion aller Per­sonen unabhängig der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität entwickelt. Die Forschungsergebnisse und gewonnenen Praxiserfahrungen werden für eine zukünftige und nachhaltige Nutzung einer breiten Öffentlich­keit über die Website des Projektes zur Verfügung gestellt.

 

Forschung / Methoden:

Die Sportsozio­logie führt unter der Leitung von Prof. Ilse Hartmann-Tews und Dr. Birgit Braumüller die grundlegende Forschung für die praxisorientierten Ziele des Projektes durch. Sie besteht aus folgenden drei Teilprojekten:

(1) Scoping Review über die Erfahrungen von Transgender*-, nicht-binä­ren und queeren Athlet*innen in verschiedenen Kontexten des Sports.

(2) Online Befragung von Athlet*innen und Funktionsträ­ger*innen aus dem organisierten Sport in den Partnerländern (Deutschland, Niederlande, Österreich, Spanien und Ungarn) zu Wahrnehmung von und Erfahrungen mit Geschlechterstereotypen und inklusiven/exklusiven soziale Strukturen.

(3) Erhebung und Dokumentation von Best-Practice-Beispielen institutio­neller Inklusion von Mädchen/Frauen und LGBTQ+ Personen aus den betei­ligten Partnerländern.

 

Projektlaufzeit:

01.04.2022 – 30.09.2024

 

Kontakt:

Univ.-Prof Dr. phil. Ilse Hartmann-Tews (i.hartmann-tews@­dshs-koeln.de)
Dr. phil. Birgit Braumüller (b.braumueller@­dshs-koeln.de)

2022: PM Wie sicher ist der Verbands- und Vereinssport?

2022: PM Wie sicher ist der Verbands- und Vereinssport?

Mit über 4.300 befragten Vereinsmitgliedern und rund 300 beteiligten Sportverbänden stellt die SicherImSport-Studie die bislang größte Studie zu Gewalterfahrungen im organisierten Sport in Deutschland dar. Erste Ergebnisse des Projektes SicherImSport wurden bereits im Herbst 2021 veröffentlicht. Nun legt der Forschungsverbund der Deutschen Sporthochschule Köln, des Universitätsklinikums Ulm und der Bergischen Universität Wuppertal bei einer Fachtagung im Sport- und Olympiamuseum in Köln den Abschlussbericht vor.

Eine zusammenfassende Darstellung der Forschungsergebnisse findet sich in der Pressemeldung:

Wie sicher ist der Verbands- und Vereinssport?

 

2022: ARD-Dokumentation „Missbraucht - Sexualisierte Gewalt im...

2022: ARD-Dokumentation „Missbraucht - Sexualisierte Gewalt im Schwimmsport“

Die ARD hat jüngst die Dokumentation „Missbraucht – Sexualisierte Gewalt im deutschen Schwimmsport“ ausgestrahlt (50 Min., Film von Hajo Seppelt, Bettina Malter, Josef Opfermann und Arne Steinberg). In dem Film berichten mehrere Betroffene von ihren Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Schwimmsport, u.a. der Wasserspringer Jan Hempel – einer der erfolgreichsten Wasserspringer der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Die Berichte der Betroffenen zeigen eindrücklich wie es auch im Sport zu Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt kommen kann. Ein Thema, das im Institut für Soziologie und Genderforschung unter Leitung von Professorin Bettina Rulofs in den letzten Jahren, intensiv erforscht wurde. Für die Dokumentation wurde Bettina Rulofs vom Team um Hajo Seppelt interviewt. Ausschnitte daraus sind in der Dokumentation enthalten.

Hier der Link zum Film: „Missbraucht - Sexualisierte Gewalt im Schwimmsport“

https://www.daserste.de/sport/sportschau/sendung/missbraucht-sexualisierte-gewalt-im-deutschen-schwimmsport-100.html

Links zu Hintergrund-Interviews mit Prof. Dr. Bettina Rulofs zum Film:

Fragen zu sexualisierter Gewalt und Antworten von Bettina Rulofs – Begleitmaterial zur ARD-Dokumentation

https://www.ardmediathek.de/video/sportschau/soziologin-der-taeter-testet-erst-einmal/das-erste/Y3JpZDovL3Nwb3J0c2NoYXUuZGUvMzU3MGM0N2MtMTU1ZC00MTY5LWIxZWItNzkwODhkNjYzOTU1

Missbrauch im Sport - Wenn aus Nähe Gewalt wird; Bettina Rulofs im Gespräch mit Nicole Dittmer auf Deutschlandfunk Kultur

https://www.deutschlandfunkkultur.de/sexueller-missbrauch-sport-fall-hempel-bettina-rulofs-100.html

2022: Abschlussbericht im Projekt TraiNah veröffentlicht

2022: Abschlussbericht im Projekt TraiNah veröffentlicht

Das Forschungsprojekt »TraiNah« wurde vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft für die Dauer von zwei Jahren gefördert und ist ein interdisziplinäres Verbundprojekt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm. Projektleiterinnen an der Deutschen Sporthochschule Köln sind die Professorinnen Bettina Rulofs und Ilse Hartmann-Tews im Institut für Soziologie und Genderforschung. Das Projekt wurde von verschiedenen Sportverbänden in Deutschland unterstützt.

»TraiNah« fokussiert die Beziehungen zwischen Trainer*innen und Athlet*innen und betrachtet Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention sexualisierter Gewalt im Nachwuchsleistungssport. Im Rahmen des Projektes wurden qualitative und quantitative Befragungen von Trainer*innen und Athlet*innen vorgenommen, jeweils mit dem Ziel zu untersuchen, welche besonderen Risiken für sexualisierte Gewalt im Nachwuchsleistungssport existieren, wie die Balance zwischen Nähe und Distanz gelingen kann, wie Trainer*innen Handlungssicherheit entwickeln können und junge Athlet*innen vor sexualisierter Gewalt schützen können. Basierend auf den Ergebnissen des Projektes wurde ein Workshop konzipiert, der den Sportverbänden nun zum Einsatz in der Fort- und Weiterbildung von Trainer*innen zur Verfügung gestellt wird.

Im Abschlussbericht werden zentrale Befunde des Projektes zusammengefasst. Weitere Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachjournalen sind in Vorbereitung.

Sie finden den vollständigen Bericht hier.

Das Projekt imForschungsnewsletter.

2022: Abschlussbericht im Projekt CASES veröffentlicht

2022: Abschlussbericht im Projekt CASES veröffentlicht

Die Berichte im Projekt Child Abuse in Sport: European Statistics (CASES) wurden nun veröffentlicht.

CASES ist ein Forschungskonsortium, das von Januar 2019 bis Dezember 2021 durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert wurde. Die Leitung lag bei Prof. Mike Hartill (Edge Hill University, Lead) und Prof. Bettina Rulofs (Deutsche Sporthochschule Köln / Bergische Universität Wuppertal, Co-Lead). Insgesamt waren sieben Universitäten aus sechs europäischen Ländern sowie nationale und internationale Sportverbände an dem Projekt beteiligt.

In dem Forschungsprojekt wurden die Prävalenz, Formen, Merkmale und Konstellationen von interpersonaler Gewalt im Kinder- und Jugendsport an einer Stichprobe von über 10.000 Personen in sechs europäischen Ländern untersucht.

Die Ergebnisse wurden in einem englischsprachigen Gesamtreport sowie einem deutschsprachigen Bericht mit Fokus auf den Ergebnissen in Deutschland zusammengefasst und für ein breites Publikum verständlich aufbereitet. Hierzu wurden auch anschauliche Factsheets sowie ein Poster erstellt.

Weitere Auswertungen und Publikationen in wissenschaftlichen Fachjournalen werden folgen.

2022: PM »Safe Clubs« geht an den Start

2022: PM »Safe Clubs« geht an den Start

Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Prävention von sexualisierter und interpersonaler Gewalt planen in den kommenden drei Jahren die Deutsche Sporthochschule Köln und das Universitätsklinikum Ulm. Finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Verbundvorhaben als konsequentes Nachfolgeprojekt der »Safe Sport«-Studie die drei wichtigen Handlungsfelder Analyse, Prävention und Intervention im Umgang mit sexualisierter bzw. interpersonaler Gewalt im Fokus.

Zu den zentralen Bausteinen des Projekts gehört zum einen die Unterstützung und Weiterbildung von Athlet*innen, Trainer*innen und Vereins- bzw. Verbandsmitarbeiter*innen. Außerdem sollen gemeinsam mit ausgewählten Vereinen Risikoanalysen zum Thema sexualisierte Gewalt durchgeführt und darauf basierend Schutzprozesse entwickelt werden. Um Athlet*innen, Trainer*innen und Vereinsmitarbeiter*innen für das Thema zu stärken, ist im Projektverlauf die Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Workshops zum Thema Empowerment von Athlet*innen geplant. Für Ansprechpersonen zum Kinderschutz in den Landessportbünden und -jugenden sowie in den Vereinen sollen konkrete Hilfestellungen entwickelt werden, damit Vereine bei Verdachtsfällen oder bei konkreten Vorfällen kompetent agieren können.

Ein zentrales Projektziel ist die Unterstützung von Sportvereinen bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien für den Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierte und interpersonale Gewalt im Sport. Hierfür sollen konkrete Transferprodukte im Sinne unterschiedlicher Tools – z.B. Online-Tutorials, Leitfäden etc. – zum Einsatz vor Ort in den Sportvereinen entwickelt werden. Bei Projektende werden diese über die beteiligten Praxispartner*innen allen Sportvereinen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Das Projekt trägt damit unmittelbar zur Prävention von sexualisierter bzw. interpersonaler Gewalt im organisierten Sport in Deutschland bei. Zudem können die drei Projektleitungen Dr. Jeannine Ohlert und Univ.-Prof.‘in Bettina Rulofs (beide Deutsche Sporthochschule Köln) sowie PD Dr. Marc Allroggen (Universitätsklinikum Ulm) durch die BMBF-Förderung ihre bewährte Zusammenarbeit aus dem Projekt »Safe Sport« fortsetzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

2021: 'Performance sells' – was Medien ändern müssten

2021: 'Performance sells' – was Medien ändern müssten

Marginalisierung von Sportlerinnen in der Sportberichterstattung

Der Anteil der Texte und Bilder über Sportlerinnen beträgt in der alltäglichen Sportberichterstattung mitunter nur 10%, was als klare Marginalisierung von Sportlerinnen interpretiert werden kann. Auch werden sie anders dargestellt als Sportler - mit Folgen für die Wahrnehmung und Attraktivität des Sports von Frauen in der Gesellschaft. 

Was sich hier ändern muss und welche Barrieren einem Wandel in der Medienwelt entgegenstehen erläutert Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews in einem Interview mit dem norddeutschen Rundfunk (NDR, 24.07.2021).

https://www.nd-aktuell.de/die-woche/rubrik/sport

2021: PM Queere Belange im Sport

2021: PM Queere Belange im Sport

Queere Belange im Sport werden bis heute häufig als Randthema behandelt. Queer ist ein Sammelbegriff, der alle Formen sexueller Orientierung vereint. Zur virtuellen Tagungswoche der queeren Sportvereine, an der auch die Deutsche Sporthochschule Köln mitwirkte, gibt es nun eine umfangreiche Tagungsdokumentation.

Eine ganze Woche lang bot die Bundesnetzwerktagung (BuNT) der queeren Sportvereine im November ein umfassendes virtuelles Programm aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden zu queeren Belangen im Sport. Zusammengestellt worden war das Angebot von bundesweiten Teams, unter denen auch das Institut für Soziologie und Genderforschung der Sporthochschule vertreten war.

Eine Aufarbeitung und Zusammenstellung der Veranstaltungen erfolgte im Nachgang der Tagung durch das Organisationsteam. Nun erschien der 35-seitige Bericht. „Alle Teilnehmenden waren sich am Ende der BuNT-Woche einig: Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit dürfen keinen Platz auf den Sportplätzen, in den Hallen und Schwimmbädern haben. Die über 90.000 Sportvereine sowie die vielen Dach- und Fachverbände sollen in Zukunft versuchen, den Sport in Deutschland so diskriminierungsarm und chancengleich wie möglich zu gestalten“, heißt es im Vorwort der Dokumentation.

Die Eröffnung der Tagung war Spoho-Professorin Ilse Hartmann-Tews vorbehalten, Leiterin des Instituts für Soziologie und Genderforschung. Sie lieferte mit ihrem Vortrag zur OUTSPORT-Studie Einblicke in die erste wissenschaftliche Erhebung, die sich auf europäischer Ebene mit dem Schwerpunkt Homo- und Transnegativität beschäftigt und 2018 erstmals objektive sowie zuverlässige Daten zu Diskriminierungserfahrung der Zielgruppe LSBTIQ im Sport quantitativ erhoben hat.

Einen weiteren Beitrag zur Tagung und zum jetzt erschienen Tagungsband lieferte Dr. Birgit Braumüller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Genderforschung. Gemeinsam mit einer Kollegin leitete sie den Workshop „Sag was! – wie reagieren auf LSBTIQ*-Feindlichkeiten im Sport“. Die Teilnehmer*innen lernten verschiedene Methoden und Fallbeispiele kennen, verbale Diskriminierung zu erkennen und darauf zu reagieren.

Die kompletten Ergebnisse der BundesNetzwerkTagung 2020 und die Zusammenfassung aller Veranstaltungen können Sie auf dieser Homepage einsehen und herunterladen.

2021: Spitzensportlerinnen klagen über Sexismus, Diskriminierung und...

2021: Spitzensportlerinnen klagen über Sexismus, Diskriminierung und Nachteile gegenüber Männern

Eine aktuelle Umfrage des Südwestrundfunks unter mehr als 700 Spitzensportlerinnen in Deutschland zeigt, dass Frauen und Männer im Spitzensport ungleich behandelt werden und dies überwiegend zum Nachteil der Spitzensportlerinnen.

Prof. Ilse Hartmann-Tews und andere Expert:innen ordnen die Erfahrungen der Spitzensportlerinnen in die Ergebnisse eigener Untersuchungen und den internationalen Forschungsstand ein und bestätigen in vielfacher Hinsicht eine Ungleichbehandlung.

Zum Beitrag geht es hier.

Eine WDR-Reportage zu veralteten Rollenbildern und wenig Anerkennung für Frauen im Spitzensport kann hier angesehen werden.

2021: Erste Ergebnisse von TraiNah auf internationaler Konferenz...

2021: Erste Ergebnisse von TraiNah auf internationaler Konferenz vorgestellt

Am 11. und 12.03.2021 findet–in diesem Jahr virtuell–die Tagung der Initiative Safe Sport International statt (Titel: Athletes’ voices – NOW. Placing the athlete experience at the centre of sport safeguarding), auf der auch das Team des Forschungsprojekts TraiNah mit einer Präsentation vertreten ist. Neben der Vorstellung von ersten Ergebnissen aus der Interviewbefragung wird das Konzept der Trainer*innen-Workshops in den vier Partnerverbänden erläutert und diskutiert.

Die vorgestellten Erkenntnisse aus den Interviews mit Trainer*innen und Athlet*innen bilden hierbei die Grundlage der zweistündigen Workshops, von denen die Hälfte bereits in den letzten Monaten (in Präsenz) durchgeführt worden ist. Diese sollen, wie auch die anstehenden Multiplikator*innen-Schulungen, zu einem besseren Verständnis und der Prävention von sexualisierter Gewalt im (Nachwuchstleistungs-)Sport beitragen. 

Zur Tagung geht es hier.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

2020: fairplaid und Equaletics starten Kampagne für mehr...

2020: fairplaid und Equaletics starten Kampagne für mehr Chancengerechtigkeit

30.000€ Fördertopf für die Verbesserung der sportlichen Rahmenbedingungen von Mädchen und jungen Frauen

Stuttgart – fairplaid leistet in Zusammenarbeit mit Equaletics einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von Mädchen und jungen Frauen im Sport.
Mit der Kampagne #FemaleFutureAthletes wird dafür gezielt ein Fördertopf über 30.000€ zur Verfügung gestellt, um Individual-, Mannschafts- oder Vereinssportlerinnen
unter 21 Jahren aller Sportarten die Möglichkeit zu geben, die Bedingungen und die Infrastruktur ihres eigenen sportlichen Umfeldes selbst aktiv zu verbessern.
Die Förderung kann z.B. für Projekte rund um die Anschaffung von modernem Equipment, neuer Teamwear oder dem Aufbau einer weiblichen Nachwuchsabteilung
genutzt werden. “Es ist tatsächlich einfach viel zu häufig immer noch der Fall, dass der weibliche Nachwuchs beispielsweise mit dem aussortierten Equipment der
gleichaltrigen Jungs trainieren und spielen muss. Und genau solche Umstände tragen dazu bei, dass einfach weniger Mädchen motiviert sind, ihren Weg im Sport zu
gehen und in der Konsequenz eben in vielen Sportarten deutlich unterrepräsentiert sind. Hier wollen wir entgegenwirken”, so Torsten Lührs, Geschäftsführer von fairplaid.


Von den Hindernissen mit denen Mädchen und Frauen tagtäglich im Sport konfrontiert sind, weiß auch Equaletics zu berichten. Deswegen hat es sich der neu gegründete
Verein zum Ziel gesetzt, gerade für Sportlerinnen mehr Chancengerechtigkeit im Sport herzustellen und auch mit verhärteten und überholten Klischees, unzureichender
Medienberichterstattung und dem oftmals unzureichenden Zugang zu Ressourcen und Fördergeldern endgültig Schluss zu machen. „Bisher kommt leider immer noch nur
sehr langsam Bewegung in den Sport, um den Zugang und die Rahmenbedingungen für benachteiligte Gruppen zu verbessern. Der Sport betont immer wieder,
welch wichtige gesellschaftliche Funktion er erfüllt. Equaletics möchte dazu beitragen, dass der Sport dieser Funktion auch tatsächlich gerecht wird und es letztendlich
wirklich keine Rolle mehr spielt, welches Geschlecht man hat, woher man kommt oder ähnliche Faktoren. Die 30.000€ Fördertopf-Kampagne mit fairplaid ist dafür ein
erster Schritt“, so die Vorsitzende Lisa Kalina.


Um von dem Fördertopf zu profitieren, kann unter fairplaid.org/equaletics ein Crowdfunding-Projekt angelegt werden. Was genau gefördert werden soll,
darüber entscheiden die Projektstarter/innen selbst. Innerhalb von max. 60 Tagen können dann Gelder von Freunden/innen, Vereinsmitgliedern,
Arbeitskollegen/innen oder Unternehmen für das eigene Projekt eingesammelt werden. Für jede Unterstützung über 10€ werden aus dem Fördertopf noch
einmal 20€ oben drauf gelegt. Zudem steht jedem Projekt ein persönlicher Projekt-Coach von fairplaid zur Seite, um gerade auch völlig unerfahrene
Projektstarter/innen dabei zu unterstützen, ihr fairplaid Crowdfunding-Projekt erfolgreich zu beenden. Die Förderung startet ab dem 1. Januar 2021 für drei Monate.
Projekte können jedoch ab sofort angelegt werden, um rechtzeitig zu starten.


Die Förderung ist dabei Teil einer Fördertopfserie, die fairplaid im Rahmen des kürzlich erreichten Meilensteins gestartet hat. Denn so wurden nun bereits mehr als
10 Millionen € an Sportler/innen, Mannschaften und Vereine in ganz Deutschland über fairplaid-Crowdfunding ausgeschüttet - mit über 1.700 erfolgreichen Projekten
und mehr als 125.000 aktiven Unterstützer/innen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bereits so viele Aktive und Vereine im Sport unterstützen konnten. Wir wissen
aber auch, dass es noch viele Bereiche im Sport gibt, die auch weiterhin zu wenig Sichtbarkeit erfahren und daher oftmals einfach vernachlässigt werden.
Durch gemeinsame Kampagnen mit Partnern wie Equaletics wollen wir den Fokus auf diese Bereiche legen und den Akteuren/innen die Möglichkeiten geben, sich aktiv
dafür einzusetzen, die sportlichen Rahmenbedingungen in ihrem eigenen Umfeld selbst zu verbessern”, so Torsten Lührs.


Vorgemacht haben es bereits Projekte wie die Eichkampgirls, der TuS Neukölln 1865 oder die SV Rhein-Main Baskets Langen, die über ein fairplaid-Projekt erfolgreich
den eigenen weiblichen Nachwuchs stärken konnten. Und das diesen erfolgreichen Vorbildern, möglichst viele weitere folgen, dafür möchten fairplaid und Equaletics sorgen.


Über Equaletics:
Equaletics ist ein Verein (in Gründung), der es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Chancengerechtigkeit im Sport zu schaffen. Dafür möchte er jedoch nicht nur an einer,
sondern gleich an mehreren Stellschrauben drehen. So soll unter anderem politische Arbeit geleistet und so Missstände angegangen werden. Unterstützt wird diese
durch Forschungsarbeit, die von Equaletics sowohl durchgeführt als auch angestoßen wird. Zudem initiiert der Verein auch konkrete Projekte, um Mädchen* und Frauen* im Sport
zu fördern. Denn wir finden: Sport ist für alle da und es wird Zeit, dass dieses Ideal endlich Realität wird!


Über fairplaid:
Mit fairplaid lassen sich Projekte und Anschaffungen wie neue Teamwear, Renovierungen oder ein neuer Kunstrasenplatz auch ohne Sponsoring realisieren. Vereine, Mannschaften
oder Athleten/innen können dazu ganz einfach unter fairplaid.org ein fairplaid-Projekt anlegen und mit Unterstützung der fairplaid-Coaches erfolgreich durchführen. Dahinter steckt
die Vision, dass alle unabhängig von Sportart oder Level faire und gleiche Möglichkeiten haben sollen, seiner Leidenschaft zu folgen, ohne dabei auf finanzielle Hindernisse zu stoßen.


PRESSEKONTAKT FAIRPLAID:
Frederik Gallois, PR und Kommunikation, E-Mail: f.gallois@fairpaid.org
Telefon: + 49 152 38 52 89 92
Sophienstraße 26, 70178 Stuttgart
www.fairplaid.org


PRESSEKONTAKT EQUALETICS:
Lisa Steffny, Vorstand Kommunikation, E-Mail: lisa.steffny@equaletics.org
Telefon: 0176 / 70887965
Postfach 26 02 01, 50515 Köln
www.equaletics.org

 

Ansprechpartnerin im Institut für Soziologie und Genderforschung: Univ.-Prof. Dr. phil. Ilse Hartmann-Tews

Redaktionelle Aufbereitung im Institut für Soziologie und Genderforschung: Simone Krautmacher

2020: Save the date: Die BundesNetzwerkTagung der queeren...

2020: Save the date: Die BundesNetzwerkTagung der queeren Sportvereine (BuNT) geht online!

Vom 22. – 28. November 2020 gibt es im Rahmen der dritten BuNT ein vielfältiges digitales Angebot rund um queere Belange im Sport. Denn sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport geht uns alle an!

Der Sport-November 2020 steht ganz im Zeichen von Diversität und Vielfalt: Eine Woche lang bieten die Veranstaltenden der BuNT ein umfassendes virtuelles Programm aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden zu queeren Belangen im Sport. Zusammengestellt von bundesweiten Teams werden die einzelnen Veranstaltungen aus unterschiedlichen Regionen der Republik zu verschiedenen Zeitpunkten online durchgeführt. Die BuNT-Veranstaltungswoche richtet sich an alle Interessierte aus dem (organisierten) Sport, der Politik, Verwaltung oder Wissenschaft sowie weiteren gesellschaftlichen Institutionen. Alle sind eingeladen, sich zu informieren, einzubringen und mitzugestalten!

Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit gehören bis heute zum Alltag! Individuelle und strukturelle Diskriminierung machen die aktuelle Situation von LSBTI*1 häufig noch schwierig – auch im Sport. Coming-Outs, wie das von Thomas Hitzlsperger im Jahr 2017 sowie erfolgreiche Projekte zur Förderung von Vielfalt konnten schon einiges bewirken, aber es bleibt noch viel zu tun. Queere Belange finden in den über 90.000 Sportvereinen, den Fach- und Dachverbänden des Sports oder auch im nicht-organisierten Sport noch immer nicht die notwendige Berücksichtigung.


Die Ziele der Tagungswoche sind neben Information und Aufklärung zu den Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport auch der Abbau von Vorurteilen und Stereotypen sowie die Aufarbeitung der Forderungen der BuNT 2018 und 2019:
- Austausch und Vernetzung
- Aufklärung und Sensibilisierung
- Strukturen und Ansprechpersonen für queere Belange im organisierten Sport
- Aus- und Fortbildungsinhalte für Menschen im Sport
- Satzungsgemäße Regelungen zu Antidiskriminierung in Vereinen und Verbänden
- Intensivierung der Forschung zum Thema
- Konzeption inklusiver und barrierearmer Regelungen für trans*, inter* und nicht-binäre Sporttreibende.

Das Organisationsteam der BuNT 2020 setzt sich zusammen aus:
Deutscher Olympischer Sportbund | Eurogames 2020, Diversity Abteilung | Landessportbund Nordrhein-Westfalen | Landessportbund Sachsen-Anhalt | Seitenwechsel - Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e. V. | Stadtsportbund Düsseldorf | Startschuss Hamburg e. V. | Vorspiel SSL Berlin e. V.
Die BuNT-Woche wird u. a. unterstützt durch: Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Soziologie und Genderforschung | FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW | Georg-August-Universität Göttingen | Landessportbund Berlin

Das Programm sowie Informationen zur Teilnahme finden Siehier

2020: Vorstellung des Lehrpreisfilms "Managing Diversity"

2020: Vorstellung des Lehrpreisfilms "Managing Diversity"

Jährlich vergibt die Deutsche Sporthochschule Köln Lehrpreise an besonders herausragende Lehr- und Lernkonzepte. Gemeinsam mit verschiedenen Lehrpreisträger*innen der Jahre 2015 bis 2018 hat die Abteilung Studium und Lehre nun Lehrpreisfilme über die von der Lehrpreisjury ausgezeichneten Lehrkonzepte erstellt. In den Kurzvideos zeigen die Preisträger*innen Möglichkeiten und Herausforderungen ihrer Lehrkonzepte auf und geben den Zuschauer*innen Einblicke in ihre Unterrichtsstruktur.

Das Seminar SQ2 „Managing Diversity“ ist integriert im Modul „Sozialkompetenz“ des Studienbereichs Schlüsselqualifikationen und ist verpflichtend für alle Bachelor-Studierenden im Laufe ihres Studiums. Seit 2017 heißt das SQ2-Seminar „Diversity-Kompetenz“, um dem hohen Praxisanteil des Seminars Rechnung zu tragen. Mit im Schnitt zehn Seminaren pro Semester hat das Lehrteam mit den Dozierenden Anno Kluß, Diana Emberger, Meike Schröer, Gitta Axmann, Dr. Bettina Rulofs (Institut für Soziologie und Genderforschung) und Dr. Babett Lobinger (Psychologisches Institut) 2015 den Lehrpreis in der Kategorie Seminare erhalten.

„Wir als Lehrteam wollen den Studierenden dabei eine grundständige Reflexionskompetenz im Umgang mit Unterschieden in der Gesellschaft vermitteln. Es geht darum, sich der Unterschiede bewusst zu werden, zu lernen damit umzugehen und so Diskriminierungen zu vermeiden“, so Bettina Rulofs über die grundlegende Zielsetzung des Seminars. Mit Inhalten aus verschiedenen Fachbereichen vermitteln die Dozierenden Wissen zur Diversität in Gesellschaft und Sport und stellen den Studierenden Studien aus der Soziologie, Psychologie, den Kulturwissenschaften, aber auch aus den Erziehungswissenschaften zur Verfügung. Das Herzstück ihrer Seminare ist das "forschende Lernen", also Studienprojekte, in denen das Gelernte im Feld umgesetzt und angewandt wird. „Während der Seminare und auch noch danach merkt man den meisten Studierenden an, dass sich durch die Auseinandersetzung mit dem Thema und den Kontakt zu verschiedenen Gruppen etwas in ihrer Sichtweise verändert hat, das auch bleibt.“

„Der Mehrwert ist, dass sie einen Zugang zu sozialen Gruppen und Menschen bekommen, mit denen sie sich vorher nicht getroffen hätten, und ein Gefühl dafür bekommen, dass Leute wirklich unterschiedlich sind“, meint Anno Kluß. So ist aus diesem Seminar 2015 beispielsweise der Verein „Grenzenlos in Bewegung – SpoHo aktiv e.V.“ entstanden. Eine Gruppe von Studierenden hatte sich mit dem Thema „Sport mit Geflüchteten“ beschäftigt und daraufhin den Verein gegründet. Bis heute organisiert der Verein Sportprojekte für Geflüchtete im Großraum Köln und zeigt durch den Einsatz engagierter Studierender, wie Integration mithilfe von Sport funktionieren kann.

„Das ist lebensnah, das ist echt. Da hören die Studierenden die Geschichten, die die Menschen aus ihren verschiedenen und zum Teil fremden Lebenswelten erzählen“, unterstreicht Meike Schröer. Babett Lobinger stellt heraus, dass „die Studierenden im Seminar lernen, sich selbst zu hinterfragen und dabei eigene Werte reflektieren.“ Methodisch lebt das Seminar von den „vielen Interaktionsübungen und deren Auswertungsrunden. Hier werden die Studierenden in einem geschützten Rahmen in die Lage versetzt, anders zu sein“, merkt Gitta Axmann an.

Diana Emberger bringt es auf den Punkt: „Wenn es uns gelingt, den Studierenden das zu vermitteln, blicken sie hoffentlich auf den Sportkontext und sehen, was Ungleichheit, Gleichheit, Chancengleichheit und Fairness für den Sport bedeuten.“

Das komplette Video „Managing Diversity“ gibt es hier

2020: Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention...

2020: Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention sexualisierter Gewalt: Umgang mit Nähe und Distanz im Verbundsystem Nachwuchsleistungssport (TraiNah)

Das Ziel des Projektes ist es, Erfahrungen von Trainer*innen und Athlet*innen zum Thema Nähe und Distanz  im Nachwuchsleistungssport zu sammeln und zu analysieren. Anschließend sollen hierauf aufbauend Handlungsstrategien zum angemessenen Umgang mit Nähe und Distanz entwickelt werden, um die Handlungssicherheit von Trainer*innen zur Prävention von sexualisierter Gewalt zu stärken.

Um diese Ziele zu erreichen und die Perspektive sowohl von Trainer*innen als auch von Athlet*innen im Nachwuchsleistungssport einzubeziehen, werden eine Interview-Studie und eine Online-Befragung durchgeführt, die sich an Trainer*innen sowie an Athlet*innen im Nachwuchsleistungssport richten.

Informationen zur Teilnahme an den Interviews finden Sie hier:

Interviews mit Athlet*innen

Interviews mit Trainer*innen

Informationen zur Befragung finden Sie hier:

Athlet*innen-Befragung

Trainer*innen-Befragung

Auf die Online-Befragung kann auch direkt zugriffen werden:

https://ww2.unipark.de/uc/TraiNah_Train/ (für Trainer*innen)

https://ww2.unipark.de/uc/TraiNah_Athl/.(für Athlet*innen)

 

Kontakt für die Onlinebefragung:

Dr. Jeannine Ohlert

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Uniklinikum Ulm

Jeannine.ohlert@­uniklinik-ulm.de bzw. Tel: 0221-4982 8728