Institut für Soziologie und Genderforschung

Institut für Soziologie und Genderforschung
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

Institutsgebäude II, 3. OG, Raum 305-312
Institutsgebäude III, 2. OG, Raum 201-208 

E-Mail sekretariatsoz@­dshs-koeln.de
Telefon +49 221 4982-2380 / -7240
Fax +49 221 4982-8190 /-8250

Das Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln deckt mit den beiden Arbeitsbereichen ein breites Forschungsfeld ab, in dem sowohl grundlagenorientierte als auch angewandte Forschung stattfindet. Gegenstand der Forschungen ist alles, was Sozialität ausmacht, d.h. konkret, die wechselseitige Konstitution von sozialen Strukturen (bspw. gesellschaftliche Normen und Werten) und sozialem Handeln in sportbezogenen Kontexten (bspw. Sportunterricht, Sportberichterstattung). Mit dieser generellen Perspektive werden in den beiden Arbeitsbereichen ‚Sportsoziologie‘ und ‚Gender-& Diversity Studies‘ unterschiedliche gesellschaftliche Phänomene fokussiert und analysiert. Hierzu gehören u.a.

In der Lehre ist das Institut in allen Bachelorstudiengängen sowie in den meisten Masterstudiengängen und dem Promotionsstudium der DSHS vertreten und hat das Ziel, Forschung und Lehre so zu verbinden, dass Studierenden mit aktuellen Themen Reflexionswissen und Handlungskompetenzen vermittelt bekommen.

Leitung

Univ.-Prof. Dr. phil. Ilse Hartmann-Tews
Univ.-Prof. Dr. phil.

Ilse Hartmann-Tews

Telefon +49 221 4982-3770
E-Mail
Website Forschungsprofil

Kontakt/Sekretariat

 Simone Krautmacher

Simone Krautmacher

Tel.: +49 221 4982-7240

Telefon +49 221 4982-3850 +49 221 4982-4881
E-Mail

Aktuelles

2021: 'Performance sells – was Medien ändern müssten

2021: 'Performance sells – was Medien ändern müssten

Marginalisierung von Sportlerinnen in der Sportberichterstattung

Der Anteil der Texte und Bilder über Sportlerinnen beträgt in der alltäglichen Sportberichterstattung mitunter nur 10%, was als klare Marginalisierung von Sportlerinnen interpretiert werden kann. Auch werden sie anders dargestellt als Sportler - mit Folgen für die Wahrnehmung und Attraktivität des Sports von Frauen in der Gesellschaft. 

Was sich hier ändern muss und welche Barrieren einem Wandel in der Medienwelt entgegenstehen erläutert Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews in einem Interview mit dem norddeutschen Rundfunk (NDR, 24.07.2021).

https://www.nd-aktuell.de/die-woche/rubrik/sport

2021: PM Queere Belange im Sport

2021: PM Queere Belange im Sport

Queere Belange im Sport werden bis heute häufig als Randthema behandelt. Queer ist ein Sammelbegriff, der alle Formen sexueller Orientierung vereint. Zur virtuellen Tagungswoche der queeren Sportvereine, an der auch die Deutsche Sporthochschule Köln mitwirkte, gibt es nun eine umfangreiche Tagungsdokumentation.

Eine ganze Woche lang bot die Bundesnetzwerktagung (BuNT) der queeren Sportvereine im November ein umfassendes virtuelles Programm aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden zu queeren Belangen im Sport. Zusammengestellt worden war das Angebot von bundesweiten Teams, unter denen auch das Institut für Soziologie und Genderforschung der Sporthochschule vertreten war.

Eine Aufarbeitung und Zusammenstellung der Veranstaltungen erfolgte im Nachgang der Tagung durch das Organisationsteam. Nun erschien der 35-seitige Bericht. „Alle Teilnehmenden waren sich am Ende der BuNT-Woche einig: Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit dürfen keinen Platz auf den Sportplätzen, in den Hallen und Schwimmbädern haben. Die über 90.000 Sportvereine sowie die vielen Dach- und Fachverbände sollen in Zukunft versuchen, den Sport in Deutschland so diskriminierungsarm und chancengleich wie möglich zu gestalten“, heißt es im Vorwort der Dokumentation.

Die Eröffnung der Tagung war Spoho-Professorin Ilse Hartmann-Tews vorbehalten, Leiterin des Instituts für Soziologie und Genderforschung. Sie lieferte mit ihrem Vortrag zur OUTSPORT-Studie Einblicke in die erste wissenschaftliche Erhebung, die sich auf europäischer Ebene mit dem Schwerpunkt Homo- und Transnegativität beschäftigt und 2018 erstmals objektive sowie zuverlässige Daten zu Diskriminierungserfahrung der Zielgruppe LSBTIQ im Sport quantitativ erhoben hat.

Einen weiteren Beitrag zur Tagung und zum jetzt erschienen Tagungsband lieferte Dr. Birgit Braumüller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Genderforschung. Gemeinsam mit einer Kollegin leitete sie den Workshop „Sag was! – wie reagieren auf LSBTIQ*-Feindlichkeiten im Sport“. Die Teilnehmer*innen lernten verschiedene Methoden und Fallbeispiele kennen, verbale Diskriminierung zu erkennen und darauf zu reagieren.

Die kompletten Ergebnisse der BundesNetzwerkTagung 2020 und die Zusammenfassung aller Veranstaltungen können Sie auf dieser Homepage einsehen und herunterladen.

2021: Spitzensportlerinnen klagen über Sexismus, Diskriminierung und...

2021: Spitzensportlerinnen klagen über Sexismus, Diskriminierung und Nachteile gegenüber Männern

Eine aktuelle Umfrage des Südwestrundfunks unter mehr als 700 Spitzensportlerinnen in Deutschland zeigt, dass Frauen und Männer im Spitzensport ungleich behandelt werden und dies überwiegend zum Nachteil der Spitzensportlerinnen.

Prof. Ilse Hartmann-Tews und andere Expert:innen ordnen die Erfahrungen der Spitzensportlerinnen in die Ergebnisse eigener Untersuchungen und den internationalen Forschungsstand ein und bestätigen in vielfacher Hinsicht eine Ungleichbehandlung.

Zum Beitrag geht es hier.

Eine WDR-Reportage zu veralteten Rollenbildern und wenig Anerkennung für Frauen im Spitzensport kann hier angesehen werden.

2021: Erste Ergebnisse von TraiNah auf internationaler Konferenz...

2021: Erste Ergebnisse von TraiNah auf internationaler Konferenz vorgestellt

Am 11. und 12.03.2021 findet–in diesem Jahr virtuell–die Tagung der Initiative Safe Sport International statt (Titel: Athletes’ voices – NOW. Placing the athlete experience at the centre of sport safeguarding), auf der auch das Team des Forschungsprojekts TraiNah mit einer Präsentation vertreten ist. Neben der Vorstellung von ersten Ergebnissen aus der Interviewbefragung wird das Konzept der Trainer*innen-Workshops in den vier Partnerverbänden erläutert und diskutiert.

Die vorgestellten Erkenntnisse aus den Interviews mit Trainer*innen und Athlet*innen bilden hierbei die Grundlage der zweistündigen Workshops, von denen die Hälfte bereits in den letzten Monaten (in Präsenz) durchgeführt worden ist. Diese sollen, wie auch die anstehenden Multiplikator*innen-Schulungen, zu einem besseren Verständnis und der Prävention von sexualisierter Gewalt im (Nachwuchstleistungs-)Sport beitragen. 

Zur Tagung geht es hier.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

2020: fairplaid und Equaletics starten Kampagne für mehr...

2020: fairplaid und Equaletics starten Kampagne für mehr Chancengerechtigkeit

30.000€ Fördertopf für die Verbesserung der sportlichen Rahmenbedingungen von Mädchen und jungen Frauen

Stuttgart – fairplaid leistet in Zusammenarbeit mit Equaletics einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von Mädchen und jungen Frauen im Sport.
Mit der Kampagne #FemaleFutureAthletes wird dafür gezielt ein Fördertopf über 30.000€ zur Verfügung gestellt, um Individual-, Mannschafts- oder Vereinssportlerinnen
unter 21 Jahren aller Sportarten die Möglichkeit zu geben, die Bedingungen und die Infrastruktur ihres eigenen sportlichen Umfeldes selbst aktiv zu verbessern.
Die Förderung kann z.B. für Projekte rund um die Anschaffung von modernem Equipment, neuer Teamwear oder dem Aufbau einer weiblichen Nachwuchsabteilung
genutzt werden. “Es ist tatsächlich einfach viel zu häufig immer noch der Fall, dass der weibliche Nachwuchs beispielsweise mit dem aussortierten Equipment der
gleichaltrigen Jungs trainieren und spielen muss. Und genau solche Umstände tragen dazu bei, dass einfach weniger Mädchen motiviert sind, ihren Weg im Sport zu
gehen und in der Konsequenz eben in vielen Sportarten deutlich unterrepräsentiert sind. Hier wollen wir entgegenwirken”, so Torsten Lührs, Geschäftsführer von fairplaid.


Von den Hindernissen mit denen Mädchen und Frauen tagtäglich im Sport konfrontiert sind, weiß auch Equaletics zu berichten. Deswegen hat es sich der neu gegründete
Verein zum Ziel gesetzt, gerade für Sportlerinnen mehr Chancengerechtigkeit im Sport herzustellen und auch mit verhärteten und überholten Klischees, unzureichender
Medienberichterstattung und dem oftmals unzureichenden Zugang zu Ressourcen und Fördergeldern endgültig Schluss zu machen. „Bisher kommt leider immer noch nur
sehr langsam Bewegung in den Sport, um den Zugang und die Rahmenbedingungen für benachteiligte Gruppen zu verbessern. Der Sport betont immer wieder,
welch wichtige gesellschaftliche Funktion er erfüllt. Equaletics möchte dazu beitragen, dass der Sport dieser Funktion auch tatsächlich gerecht wird und es letztendlich
wirklich keine Rolle mehr spielt, welches Geschlecht man hat, woher man kommt oder ähnliche Faktoren. Die 30.000€ Fördertopf-Kampagne mit fairplaid ist dafür ein
erster Schritt“, so die Vorsitzende Lisa Kalina.


Um von dem Fördertopf zu profitieren, kann unter fairplaid.org/equaletics ein Crowdfunding-Projekt angelegt werden. Was genau gefördert werden soll,
darüber entscheiden die Projektstarter/innen selbst. Innerhalb von max. 60 Tagen können dann Gelder von Freunden/innen, Vereinsmitgliedern,
Arbeitskollegen/innen oder Unternehmen für das eigene Projekt eingesammelt werden. Für jede Unterstützung über 10€ werden aus dem Fördertopf noch
einmal 20€ oben drauf gelegt. Zudem steht jedem Projekt ein persönlicher Projekt-Coach von fairplaid zur Seite, um gerade auch völlig unerfahrene
Projektstarter/innen dabei zu unterstützen, ihr fairplaid Crowdfunding-Projekt erfolgreich zu beenden. Die Förderung startet ab dem 1. Januar 2021 für drei Monate.
Projekte können jedoch ab sofort angelegt werden, um rechtzeitig zu starten.


Die Förderung ist dabei Teil einer Fördertopfserie, die fairplaid im Rahmen des kürzlich erreichten Meilensteins gestartet hat. Denn so wurden nun bereits mehr als
10 Millionen € an Sportler/innen, Mannschaften und Vereine in ganz Deutschland über fairplaid-Crowdfunding ausgeschüttet - mit über 1.700 erfolgreichen Projekten
und mehr als 125.000 aktiven Unterstützer/innen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bereits so viele Aktive und Vereine im Sport unterstützen konnten. Wir wissen
aber auch, dass es noch viele Bereiche im Sport gibt, die auch weiterhin zu wenig Sichtbarkeit erfahren und daher oftmals einfach vernachlässigt werden.
Durch gemeinsame Kampagnen mit Partnern wie Equaletics wollen wir den Fokus auf diese Bereiche legen und den Akteuren/innen die Möglichkeiten geben, sich aktiv
dafür einzusetzen, die sportlichen Rahmenbedingungen in ihrem eigenen Umfeld selbst zu verbessern”, so Torsten Lührs.


Vorgemacht haben es bereits Projekte wie die Eichkampgirls, der TuS Neukölln 1865 oder die SV Rhein-Main Baskets Langen, die über ein fairplaid-Projekt erfolgreich
den eigenen weiblichen Nachwuchs stärken konnten. Und das diesen erfolgreichen Vorbildern, möglichst viele weitere folgen, dafür möchten fairplaid und Equaletics sorgen.


Über Equaletics:
Equaletics ist ein Verein (in Gründung), der es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Chancengerechtigkeit im Sport zu schaffen. Dafür möchte er jedoch nicht nur an einer,
sondern gleich an mehreren Stellschrauben drehen. So soll unter anderem politische Arbeit geleistet und so Missstände angegangen werden. Unterstützt wird diese
durch Forschungsarbeit, die von Equaletics sowohl durchgeführt als auch angestoßen wird. Zudem initiiert der Verein auch konkrete Projekte, um Mädchen* und Frauen* im Sport
zu fördern. Denn wir finden: Sport ist für alle da und es wird Zeit, dass dieses Ideal endlich Realität wird!


Über fairplaid:
Mit fairplaid lassen sich Projekte und Anschaffungen wie neue Teamwear, Renovierungen oder ein neuer Kunstrasenplatz auch ohne Sponsoring realisieren. Vereine, Mannschaften
oder Athleten/innen können dazu ganz einfach unter fairplaid.org ein fairplaid-Projekt anlegen und mit Unterstützung der fairplaid-Coaches erfolgreich durchführen. Dahinter steckt
die Vision, dass alle unabhängig von Sportart oder Level faire und gleiche Möglichkeiten haben sollen, seiner Leidenschaft zu folgen, ohne dabei auf finanzielle Hindernisse zu stoßen.


PRESSEKONTAKT FAIRPLAID:
Frederik Gallois, PR und Kommunikation, E-Mail: f.gallois@fairpaid.org
Telefon: + 49 152 38 52 89 92
Sophienstraße 26, 70178 Stuttgart
www.fairplaid.org


PRESSEKONTAKT EQUALETICS:
Lisa Steffny, Vorstand Kommunikation, E-Mail: lisa.steffny@equaletics.org
Telefon: 0176 / 70887965
Postfach 26 02 01, 50515 Köln
www.equaletics.org

 

Ansprechpartnerin im Institut für Soziologie und Genderforschung: Univ.-Prof. Dr. phil. Ilse Hartmann-Tews

Redaktionelle Aufbereitung im Institut für Soziologie und Genderforschung: Simone Krautmacher

2020: Save the date: Die BundesNetzwerkTagung der queeren...

2020: Save the date: Die BundesNetzwerkTagung der queeren Sportvereine (BuNT) geht online!

Vom 22. – 28. November 2020 gibt es im Rahmen der dritten BuNT ein vielfältiges digitales Angebot rund um queere Belange im Sport. Denn sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport geht uns alle an!

Der Sport-November 2020 steht ganz im Zeichen von Diversität und Vielfalt: Eine Woche lang bieten die Veranstaltenden der BuNT ein umfassendes virtuelles Programm aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden zu queeren Belangen im Sport. Zusammengestellt von bundesweiten Teams werden die einzelnen Veranstaltungen aus unterschiedlichen Regionen der Republik zu verschiedenen Zeitpunkten online durchgeführt. Die BuNT-Veranstaltungswoche richtet sich an alle Interessierte aus dem (organisierten) Sport, der Politik, Verwaltung oder Wissenschaft sowie weiteren gesellschaftlichen Institutionen. Alle sind eingeladen, sich zu informieren, einzubringen und mitzugestalten!

Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit gehören bis heute zum Alltag! Individuelle und strukturelle Diskriminierung machen die aktuelle Situation von LSBTI*1 häufig noch schwierig – auch im Sport. Coming-Outs, wie das von Thomas Hitzlsperger im Jahr 2017 sowie erfolgreiche Projekte zur Förderung von Vielfalt konnten schon einiges bewirken, aber es bleibt noch viel zu tun. Queere Belange finden in den über 90.000 Sportvereinen, den Fach- und Dachverbänden des Sports oder auch im nicht-organisierten Sport noch immer nicht die notwendige Berücksichtigung.


Die Ziele der Tagungswoche sind neben Information und Aufklärung zu den Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport auch der Abbau von Vorurteilen und Stereotypen sowie die Aufarbeitung der Forderungen der BuNT 2018 und 2019:
- Austausch und Vernetzung
- Aufklärung und Sensibilisierung
- Strukturen und Ansprechpersonen für queere Belange im organisierten Sport
- Aus- und Fortbildungsinhalte für Menschen im Sport
- Satzungsgemäße Regelungen zu Antidiskriminierung in Vereinen und Verbänden
- Intensivierung der Forschung zum Thema
- Konzeption inklusiver und barrierearmer Regelungen für trans*, inter* und nicht-binäre Sporttreibende.

Das Organisationsteam der BuNT 2020 setzt sich zusammen aus:
Deutscher Olympischer Sportbund | Eurogames 2020, Diversity Abteilung | Landessportbund Nordrhein-Westfalen | Landessportbund Sachsen-Anhalt | Seitenwechsel - Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e. V. | Stadtsportbund Düsseldorf | Startschuss Hamburg e. V. | Vorspiel SSL Berlin e. V.
Die BuNT-Woche wird u. a. unterstützt durch: Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Soziologie und Genderforschung | FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW | Georg-August-Universität Göttingen | Landessportbund Berlin

Das Programm sowie Informationen zur Teilnahme finden Siehier

2020: Vorstellung des Lehrpreisfilms "Managing Diversity"

2020: Vorstellung des Lehrpreisfilms "Managing Diversity"

Jährlich vergibt die Deutsche Sporthochschule Köln Lehrpreise an besonders herausragende Lehr- und Lernkonzepte. Gemeinsam mit verschiedenen Lehrpreisträger*innen der Jahre 2015 bis 2018 hat die Abteilung Studium und Lehre nun Lehrpreisfilme über die von der Lehrpreisjury ausgezeichneten Lehrkonzepte erstellt. In den Kurzvideos zeigen die Preisträger*innen Möglichkeiten und Herausforderungen ihrer Lehrkonzepte auf und geben den Zuschauer*innen Einblicke in ihre Unterrichtsstruktur.

Das Seminar SQ2 „Managing Diversity“ ist integriert im Modul „Sozialkompetenz“ des Studienbereichs Schlüsselqualifikationen und ist verpflichtend für alle Bachelor-Studierenden im Laufe ihres Studiums. Seit 2017 heißt das SQ2-Seminar „Diversity-Kompetenz“, um dem hohen Praxisanteil des Seminars Rechnung zu tragen. Mit im Schnitt zehn Seminaren pro Semester hat das Lehrteam mit den Dozierenden Anno Kluß, Diana Emberger, Meike Schröer, Gitta Axmann, Dr. Bettina Rulofs (Institut für Soziologie und Genderforschung) und Dr. Babett Lobinger (Psychologisches Institut) 2015 den Lehrpreis in der Kategorie Seminare erhalten.

„Wir als Lehrteam wollen den Studierenden dabei eine grundständige Reflexionskompetenz im Umgang mit Unterschieden in der Gesellschaft vermitteln. Es geht darum, sich der Unterschiede bewusst zu werden, zu lernen damit umzugehen und so Diskriminierungen zu vermeiden“, so Bettina Rulofs über die grundlegende Zielsetzung des Seminars. Mit Inhalten aus verschiedenen Fachbereichen vermitteln die Dozierenden Wissen zur Diversität in Gesellschaft und Sport und stellen den Studierenden Studien aus der Soziologie, Psychologie, den Kulturwissenschaften, aber auch aus den Erziehungswissenschaften zur Verfügung. Das Herzstück ihrer Seminare ist das "forschende Lernen", also Studienprojekte, in denen das Gelernte im Feld umgesetzt und angewandt wird. „Während der Seminare und auch noch danach merkt man den meisten Studierenden an, dass sich durch die Auseinandersetzung mit dem Thema und den Kontakt zu verschiedenen Gruppen etwas in ihrer Sichtweise verändert hat, das auch bleibt.“

„Der Mehrwert ist, dass sie einen Zugang zu sozialen Gruppen und Menschen bekommen, mit denen sie sich vorher nicht getroffen hätten, und ein Gefühl dafür bekommen, dass Leute wirklich unterschiedlich sind“, meint Anno Kluß. So ist aus diesem Seminar 2015 beispielsweise der Verein „Grenzenlos in Bewegung – SpoHo aktiv e.V.“ entstanden. Eine Gruppe von Studierenden hatte sich mit dem Thema „Sport mit Geflüchteten“ beschäftigt und daraufhin den Verein gegründet. Bis heute organisiert der Verein Sportprojekte für Geflüchtete im Großraum Köln und zeigt durch den Einsatz engagierter Studierender, wie Integration mithilfe von Sport funktionieren kann.

„Das ist lebensnah, das ist echt. Da hören die Studierenden die Geschichten, die die Menschen aus ihren verschiedenen und zum Teil fremden Lebenswelten erzählen“, unterstreicht Meike Schröer. Babett Lobinger stellt heraus, dass „die Studierenden im Seminar lernen, sich selbst zu hinterfragen und dabei eigene Werte reflektieren.“ Methodisch lebt das Seminar von den „vielen Interaktionsübungen und deren Auswertungsrunden. Hier werden die Studierenden in einem geschützten Rahmen in die Lage versetzt, anders zu sein“, merkt Gitta Axmann an.

Diana Emberger bringt es auf den Punkt: „Wenn es uns gelingt, den Studierenden das zu vermitteln, blicken sie hoffentlich auf den Sportkontext und sehen, was Ungleichheit, Gleichheit, Chancengleichheit und Fairness für den Sport bedeuten.“

Das komplette Video „Managing Diversity“ gibt es hier

2020: Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention...

2020: Trainer*innen als zentrale Akteur*innen in der Prävention sexualisierter Gewalt: Umgang mit Nähe und Distanz im Verbundsystem Nachwuchsleistungssport (TraiNah)

Das Ziel des Projektes ist es, Erfahrungen von Trainer*innen und Athlet*innen zum Thema Nähe und Distanz  im Nachwuchsleistungssport zu sammeln und zu analysieren. Anschließend sollen hierauf aufbauend Handlungsstrategien zum angemessenen Umgang mit Nähe und Distanz entwickelt werden, um die Handlungssicherheit von Trainer*innen zur Prävention von sexualisierter Gewalt zu stärken.

Um diese Ziele zu erreichen und die Perspektive sowohl von Trainer*innen als auch von Athlet*innen im Nachwuchsleistungssport einzubeziehen, werden eine Interview-Studie und eine Online-Befragung durchgeführt, die sich an Trainer*innen sowie an Athlet*innen im Nachwuchsleistungssport richten.

Informationen zur Teilnahme an den Interviews finden Sie hier:

Interviews mit Athlet*innen

Interviews mit Trainer*innen

Informationen zur Befragung finden Sie hier:

Athlet*innen-Befragung

Trainer*innen-Befragung

Auf die Online-Befragung kann auch direkt zugriffen werden:

https://ww2.unipark.de/uc/TraiNah_Train/ (für Trainer*innen)

https://ww2.unipark.de/uc/TraiNah_Athl/.(für Athlet*innen)

 

Kontakt für die Onlinebefragung:

Dr. Jeannine Ohlert

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Uniklinikum Ulm

Jeannine.ohlert@­uniklinik-ulm.de bzw. Tel: 0221-4982 8728