Marcel Scharf

 Marcel Scharf

HG, Raum 506a

Institut für Pädagogik und Philosophie

E-Mail M.Scharfnospam-­dshs-koeln.de
Telefon +49 221 4982-4530
Fax +49 221 4982-8450
Website Forschungsprofil

Dissertationsthema:

Dopingkontrollen mit System: Zum Verhältnis von Funktion und Nebeneffekten des Anti-Doping Administration and Managementsystems (ADAMS) auf die Privatsphäre von Athleten

Das vorliegende Promotionsprojekt von Marcel Scharf (Deutsche Sporthochschule Köln, Erstbetreuer: Univ.-Prof. Dr. Swen Körner) ist Teil einer größer angelegten Untersuchung zum ADAMS, welches in Kooperation mit Nils Zurawski (Uni Hamburg) durchgeführt und begleitet wird von der Athletenkommission (Deutscher Olympischer Sport Bund) sowie dem Institut für Biochemie (Deutsche Sporthochschule Köln).

Abstract:

Als Teil des nationalen und internationalen Dopingkontrollsystems verfolgt das Anti-Doping Administration and Managementsystem (ADAMS) das Ziel, die Integrität des Sports aufrechtzuerhalten und die Sportler vor dem Ge- und Missbrauch verbotener Substanzen oder Methoden zu schützen. Wissenschaftlich ungeklärt sind bislang die Folgen dieser Maßnahme auf der Ebene persönlicher Freiheits- und Privatheitsansprüche. Welchen Einfluss ADAMS auf die Athleten nimmt, wissen lediglich sie selbst. Daher ist es Ziel dieser Arbeit, die Erwartungen von Spitzenathleten im deutschen Sportsystem und deren Einstellung gegenüber dem ADAMS sowohl qualitativ als auch quantitativ, mittels offenem Interview und Fragebogen, zu erheben und darzulegen. Hierbei werden Themenfelder wie Datenschutz, Schutz der Privatsphäre und das Recht auf Freiheit ausführlich und aus subjektiver Sichtweise der Athleten untersucht. Parallel soll die Genese des ADAMS aus politischer, rechtlicher, ethischer, medialer und öffentlicher Perspektive und dessen Legitimation dargestellt werden. Dazu zählt unter anderem, in welchem Kontext ein solches System und die verantwortlichen Organisationen, wie die NADA und WADA, entstanden sind und sich ein Kontrollsystem wie das ADAMS entwickeln konnte.

Mit der sachlichen Auseinandersetzung in dieser Arbeit können schließlich sowohl dem ADAMS als auch der Dopingprävention wichtige Informationen geliefert werden. Diese sollen dazu dienen, neue Denkweisen zu eröffnen, die aus Sicht der Athleten bestehenden Probleme zu berücksichtigen und um neue Modelle in der Dopingbekämpfung und -prävention zu entwickeln.  

Publikationen

  • Scharf, M. & Steinmann, A. (angenommen/accepted). Gendoping - Grenzen? Umgang mit Gendoping / Gentechnologie im Spitzensport: Dürfen wir alles, was wir technisch können? In: DOPING,  Ausgabe 4/2016, S. 18-22.  
  • Körner, S., Scharf, M. & Steinmann A. (2016). An Approach to Doping of the future. Doping and Anti-Doping in Elite Sports. The Journal of Health, Environment, & Education, 8. doi.org/10.18455/08004 
  • Körner, S., Schardien, S., Steven-Vitense, B., Albach, S., Dorn, E., Arenz, T. & Scharf, M. (2016). Gendoping - Doping der Zukunft? Unterrichtseinheit Gendoping im Leistungssport. (2. Aufl.) Schorndorf: Hofmann.
  • Körner, S., Schardien, S., Steven-Vitense, B., Albach, S., Dorn, E.,  Arenz, T. & Scharf, M. (2016). Gene Doping - The Future of Doping? Teaching Unit. Gene Doping in Competitive Sports. Peter Lang.
  • Scharf, M. (2016). Präsentation Action Program gene technology in competitive sport (AGICS): (2016). Vortrag beim BMBF Statusseminar, Berlin, Deutschland, 25.04.2016-26.04.2016.  
  • Scharf, M. & Zurawski, N. (2015). Das Anti-Doping-Gesetz: Doping, Sport und Überwachung aus AthletInnen-Sicht. Neue Kriminalpolitik 2015 (4).
  • Scharf, M. & Zurawski, N. (2015). Anti-doping protecting clean athletes – Who protects their privacy? Performance Enhancement & Health, 3 (2), 108-109.  

 

 

 

Kontakt

Abteilung: Pädagogik
Tel.: +49 221 4982-3810                               
Fax: +49 221 4982-8450