KölnerKinderUni

Hier findet Ihr kurze Nachberichte zu den einzelnen Workshops der diesjähringen KinderUni. Unsere Dozenten und Dozentinnen hatten wieder viel Spaß mit Euch.


Beachvolleyball

Ein Hecht im Wüstensand?! Damit ist natürlich die Hechtabwehrhaltung im Beachvolleyball gemeint und diese Technik beherrschten die Kids schon nach dem eineinhalbstündigen Kurs erstaunlich perfekt. Die Bedingungen waren optimal, Baggern und Pritschen unter strahlend blauem Himmel und auf heißem Sand - Urlaubsfeeling pur. Die Spielfelder mussten aufgrund der Temperaturen von über 30 Grad zwischendurch mit Wasser besprenkelt werden, damit sich keiner der Sportler die Füße verbrennt. Fazit: Am Ende war die Begeisterung der TeilnehmerInnen für die Sportart Beachvolleyball entflammt. 

Gehirn, Wasser und Gleichgewicht?

Diese Antwort lag auf der Hand: „Zur Kühlung“, erwiderte einer der jungen Forscher auf die Frage, welche Funktionen denn das Wasser erfüllen soll, das jeder Mensch in seinem Kopf hat. Draußen brannte die Frühsommerhitze, im fünften Stock des Institutsgebäudes I beschäftigten die Kinder sich im Kurs „Gehirn, Wasser und Gleichgewicht“ mit den Besonderheiten des menschlichen Denkorgans. Am Ende wussten dann alle, dass das Wasser im Kopf eher zur Polsterung des Gehirns dient als zur Kühlung beim Grübeln. Außerdem hatten die Kids gelernt, wie der Gleichgewichtssinn funktioniert, und einen kühlen Kopf hatten die JuniorakademikerInnen bei den Balancierübungen bewahrt, die am Ende des Kurses gemeistert wurden.

Tennis für Jedermann

Aufschlag, Rückhand, Volley, Beinarbeit – Tennis ist eine der technisch anspruchsvollsten Spielsportarten überhaupt. Die Kinder im Kurs „Tennis für Jedermann“ hatten trotzdem sofort erste Erfolgserlebnisse, denn es gibt zahlreiche Tricks, um das Spiel mit dem Schläger zu vereinfachen und zu verlangsamen. Stolz bestaunten die Mütter und Väter auf ihren Schattenplätzen erstaunlich lange Ballwechsel, und die meisten Kids waren begeistert nach ihren ersten Erfahrungen mit dem fremden Sport.  

Kraftlabor

Dieses Jahr drehte sich im Kraftlabor alles ums Springen. Dozent Dr. Heinz Kleinöder hatte drei Stationen vorbereitet, an denen die Kinder alles über ihre Kraft in den Beinen und das Springen erfahren konnten. Mit Hilfe von Lichtschranken durfte jedes Kind seine Sprunghöhe messen. Eine Station weiter stemmten sich die Teilnehmer kämpferisch und mit rotem Kopf gegen die Beinpresse, um ihre maximale Kraft zu ermitteln. Damit im nächsten Jahr die Ergebnisse noch besser werden, wurde an Station drei auch gleich ein bisschen trainiert: Erst ohne Geräte, aber dann auch mit Wackelbrett und Vibrationsplatte. (Text: Sabine Lerche) 

Gestalten, Tanzen, Darstellen – Bewegungstheater

Passend zum Kölner Themenjahr, das sich 2017 auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem Lebenselixier Wasser befasst, verwandelten sich die Teilnehmer/innen am Kurs Gestalten, „Tanzen, Darstellen – Bewegungstheater“ in Wesen aus Flüssen, Seen und Ozeanen. Hoch konzentriert spielten die Kinder Kaulquappen, Krokodile, Quallen und Fische, und am Ende hatten sie sogar eine kleine Aufführung vorbereitet, die sie ihren Eltern vorspielen konnten. 

Bewegungsbaustelle

Auf die Geräte, fertig, los! In Halle 01 hieß es, spielen, toben und ausprobieren. Dort war für die Kinder eine große Bewegungslandschaft aufgebaut, die zum Klettern und Turnen einlud. Wie Tarzan an Tauen schwingen, mit Pedalos durch die Halle sausen, sich an Ringen von Kasten zu Kasten hangeln, balancieren und Trampolin springen. Für die Teilnehmer gab es viel zu entdecken, wobei sie sich ohne Vorgaben von außen ihre Bewegungswelt selbst gestalten durften. Betreut wurde das offene Programm, bei dem es vor allem um die Schulung und Erfahrung mit dem Gleichgewicht und bewegenden Materialen ging, von Dr. Boris Feodoroff.  (Text: Sabine Lerche)

Tauchen mit Atemgerät – Wie ein Fisch unter Wasser

Ganz aufgeregt und voller Vorfreude waren die Kinder am Mittwoch auf dem Weg Richtung Schwimmzentrum. Bevor es aber ins Wasser ging, mussten vorab noch ein paar wichtige Dinge geklärt werden. Wie kann ich denn unter Wasser jemandem sagen, dass es mir gut geht? Oder wie mache ich es verständlich, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist und ich gerne auftauchen möchte? Und wie ging das nochmal mit dem Druckausgleich? Aufmerksam wurde zugehört und dann ging es schon ins Wasser. Mit Hilfe der Studierenden konnte man unter Wasser viele verschiedene Übungen mit dem Atemregler ausprobieren und sich einmal ganz wie ein Fisch fühlen.    

Sport im Weltall – Wie? Wofür? Warum?

Mit einem eindrucksvollen Musikvideo von der Internationalen Raumstation ISS starteten die Kinder ihre Reise in das All, auf der u.a. sportliche Fragen zum Weltraum beantwortet wurden: Ist Sport für  Astronauten wichtig? Und warum? Wie funktioniert ein Laufband in Schwerelosigkeit? Wie kann ich meine Kraft mit einer Hantel trainieren, wenn diese leicht wie eine Feder ist? All das wurde lebhaft mit unserem Dozenten Stefan Schneider diskutiert, der schon einige Male selbst das Gefühl des schwerelos Seins auf so genannten Parabelflügen erleben durfte. Am Ende der Reise wussten sogar alle Kinder, was ein Liquid Ping Pong ist… 

Gewinnen mit Köpfchen

In diesem Kurs erwartete die Kinder eine Reihe von unterschiedlichen Spielen und Übungen. Mit dabei waren sowohl Geschicklichkeitsaufgaben als auch Spiele und kleine Wettkämpfe, die sich nur im Team und mit guter Kommunikation gewinnen ließen. Außerdem lernten die Kinder, ihren Puls zu finden und dann auch zu messen. Gegen Ende hatte Kursleiter Dr. Sylvain Laborde für die Teilnehmer noch ein paar Tipps und Tricks von den Profis, wie man sich nach einer Anstrengung schnell beruhigen oder durch eine Armkraftübung seinen Willen und Kopf stärken kann.  (Text: Sabine Lerche)

„Mit Köpfchen in die 1. Bundesliga" − Zur Strategie, Taktik und Kreativität im Jugend-Fußball

Wann gilt ein Tor, und wann gilt es nicht? Zählt zum Beispiel ein Treffer, wenn der Torwart den Ball mit den Händen ins eigene Tor befördert? In der Vorlesung mit unserem Dozenten Daniel Memmert stand zunächst ein bisschen Regelkunde auf dem Programm. Neben den offiziellen Regeln, die man im Fußball kennen sollte, kann es natürlich auch nicht schaden, ein paar kluge Statistiken in petto zu haben. So kann man beim nächsten gemeinsamen Fußballabend mit den Freunden glänzen. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass immerhin 40% aller Tore im Fußball Zufallsprodukte sind? Das ist fast jedes zweite Tor. Oder, dass pro Spiel durchschnittlich vier gelbe Karten gezeigt werden? Unser Dozent Daniel erklärte den Kindern auch noch, was die so genannte Spielanalyse ist und wie sie einem Team zum Erfolg verhelfen kann – wie beim Weltmeistertitel der deutschen Elf 2014. Fußballweltmeister werden ist der Traum vieler Kinder. Diesen Traum verfolgt aktiv auch der Nachwuchskicker des 1. FC Köln Marvin Rittmüller. Der Gast berichtete den Kindern, was er tagtäglich leistet, um seinem Berufswunsch Profifußballer Schritt für Schritt näher zu kommen. Und vielleicht seht Ihr Marvin ja in einigen Jahren dann auch mal im Fernsehen. 

Der Quell des Lebens – Wasser und seine Bedeutung für die sportliche Leistungsfähigkeit

Welchen Einfluss hat Wasser auf die sportliche Leistungsfähigkeit? Wozu ist Durst eigentlich gut? Warum schwitzen wir? Und wie merkt man, ob man zu viel oder zu wenig getrunken hat? Diesen und vielen weiteren spannenden Fragen ging Prof. Dr. Patrick Diel gemeinsam mit den Kindern auf den Grund. Anhand von kindgerechten Experimenten sammelten die Kursteilnehmer/innen Wissen zur Bedeutung von Wasser für Höchstleistungen, den Alltag und für das Leben, das ohne Wasser gar nicht existieren könnte. 

Akrobatik! Kunststücke zu zweit und große Pyramiden!

Die „Fantastischen Fünf“, die „Cookies“ und sogar die „Kletteraffen“ waren beim Akrobatikkurs mit unserer Dozentin Ilona Gerling in der Turnhalle unterwegs. Die kleinen Gruppen aus Kindern und Studenten hatten sich kreative Namen überlegt und übten fleißig kleinere und größere Pyramiden und Kunststücke. Auf dem großen Mattenboden und mit lauter Musik untermalt führte jede Gruppe am Ende eine kleine Show vor. Eltern und Geschwister durften bei der große Abschlusspyramide sogar dabei sein und Fotos machen – und natürlich lautstark applaudieren. 

Leichtkontakt-Boxen

Beim Leichtkontakt-Boxen geht es darum, die Schläge technisch sauber auszuführen und dem Gegner dabei nicht  weh zu tun. Das war auch Regel Nummer eins am Donnerstag in Halle 9, denn im Vordergrund stand stets die Vermittlung von Regeln, Ritualen und Sicherheit. Zuerst wurde sich mit vielen lustigen Spielen aufgewärmt, anschließend erste kleine Box-Übungen ausprobiert. Dann durften aber endlich die Boxhandschuhe angezogen werden, auf den Moment hatten sich die meisten gefreut und es wurde geboxt, was das Zeug hält.  

Mentale Stärke für Kinder

„Stärke Dich selbst“, so lautete das Motto dieses Kurses, in dem unser Dozent Marco Rathschlag Kindern und Eltern zeigte, was die Kraft positiver Gedanken bewirken kann. Denkst Du z.B. an etwas sehr Schönes, ist es viel schwieriger, Dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Negative Gedanken ziehen Dich hingegen eher runter. Marco erklärte, dass diese Technik auch Sportlern helfen kann, z.B. wenn sie großen Respekt vor einem wichtigen Wettkampf haben. Für eine Körperreise konnten sich alle Kursteilnehmer auf die großen blauen Matten legen und dank Marcos Stimme und leiser Musik entspannen. Zum Schluss zeigte Marco sogar noch, wie mentales Training Dein Selbstbewusstsein stärken kann. Gestärkt und entspannt gingen alle Kinder nach dem Kurs nach Hause.