Europäische Kommission

Horizon 2020

Ab 2014 ist Horizon 2020 das zentrale Förderprogramm der EU Kommission für Forschung und Innovation. Als Förderprogramm zielt es darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen sowie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. 

Im Wesentlichen lässt sich Horizon 2020 in 7 Schwerpunktbereiche unterteilen, die im Folgenden einzeln dargestellt sind. Jeweils aktuelle Ausschreibungen im Rahmen von Horizon 2020 finden Sie sowohl im Participant Portal, als auch auf der Seite der Deutschen Sporthochschule Köln (aktuellen Ausschreibungen).

Zusätzlich versuchen wir Ihnen regelmäßig aktuelle Fördermöglichkeiten mit spezfischem Bezug zu Ihrer Forschung per Mail zukommen zu lassen.

Excellent Science

Excellent Science besteht vorrangig aus Instrumenten zur Förderung wissenschaftsgetriebener grundlagenorientierter Forschung, sowohl für Einzelforschende als auch für Verbünde: 

Der ERC fördert eine als Pionierforschung oder Frontier Research...

Der ERC fördert eine als Pionierforschung oder Frontier Research bezeichnete grundlagenorientierte Forschung. Der Begriff Frontier Research verdeutlicht das neue Verständnis einer bahnbrechenden und visionären Forschung, bei welcher die Grenzen zwischen Grundlagen und angewandter Forschung, zwischen klassischen Disziplinen sowie zwischen Forschung und Technologie aufgehoben werden. Der ERC ergänzt die thematischen Bereiche des Rahmenprogramms mit Fördermaßnahmen, die es Wissenschaftler/innen erlauben, Projektvorschläge völlig themenoffen und ohne unmittelbare Anwendung durchzuführen. Insgesamt steht ein Budget von 13.095 Millionen € für die Implementierung von ERC-Fördermaßnahmen unter Horizon 2020 zur Verfügung. 

  • ERC Starting Grant für junge, exzellente WissenschaftlerInnen am Anfang ihrer Karriere (2-7 Jahre nach Erlangung des PhD) – bis zu 2 Millionen € für eine Dauer von 5 Jahren
  • ERC Consolidator Grant für bereits unabhängige, exzellente WissenschaftlerInnen (7-12 Jahre nach Erlangung des PhD) – bis zu 2,75 Millionen € für die Dauer von 5 Jahren
  • ERC Advanced Grant für erfahrene WissenschaftlerInnen mit bedeutenden Forschungserrungenschaften innerhalb der letzten 10 Jahre – bis zu 3,5 Millionen € für die Dauer von 5 Jahren
  • ERC Proof of Concept Grants für ERC-FörderempfängerInnen, die das Markt- bzw. Innovationspotenzial ihrer ERC-Forschungsergebnisse testen wollen – bis zu 150.000 € für eine Dauer von 12 Monaten
  • ERC Synergy Grants für kleine Gruppen von Einzelpersonen – bis zu 15 Millionen € für eine Dauer von bis zu 6 Jahren 
Future and Emerging Societies (FET)

FET fördert die exzellenzorientierte Verbundforschung mit dem Ziel, neue innovative Technologiefelder zu öffnen. Angesprochen werden dabei auch neue Akteure, wie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie intensiv forschende KMUs. Die FET-Projekte - im 7. Forschungsrahmenprogramm bei den Informations- und Kommunikationstechnologien angesiedelt – sind in Horizon 2020 für Forschende aus allen wissenschaftlichen Disziplinen offen. 40% des Budgets sind für thematisch offene Einzelvorhaben ("FET Open") reserviert. Daneben werden themengebundene Forschungscluster ("FET Proactive") und Großprojekte ("FET Flagships") gefördert.

Marie Skłodowska-Curie actions

Ziel der MSCA-Maßnahmen ist die Schaffung eines starken Pools von europäischen Forschenden und von F&E-Personal sowie die Steigerung der Attraktivität Europas für Forschende.

Gefördert werden Netzwerke zur Doktorandenausbildung, Forschungsaufenthalte erfahrener Forschender, Personalaustauschprogramme und Mobilitätsprogramme. Dabei werden (bestehende) europäische und internationale Partnerschaften zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Forschungsinfrastrukturen, Unternehmen, Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) und anderen sozioökonomischen Akteuren genutzt und weiter gefördert. Die Ausschreibungen sind themenoffen ("Bottom-up"). Ein wichtiges Kriterium für die Teilnahme ist die Mobilität der Forschenden.

Die Zielgruppen sind:

  • Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Forschungsinfrastrukturen, Unternehmen, Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) und andere sozioökonomische Akteure.
  • Nachwuchswissenschaftler/innen / Doktorand/innen: "Early-stage researchers" (keine abgeschlossene Promotion und weniger als vier Jahre Forschungserfahrung nach der Graduierung). Teilnahmemöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler/innen bestehen im Rahmen von Stellen bei MSCA-geförderten Einrichtungen. Eine direkte Bewerbung in den MSCA-Maßnahmen, z. B. für individuelle Promotionsprojekte, ist nicht möglich. 
  • Erfahrene Wissenschaftler/innen: "Experienced researchers" (abgeschlossene Promotion oder mindestens vier Jahre Forschungserfahrung nach der Graduierung).
  • Personal aus den Bereichen Technik und Management: In einzelnen Maßnahmen bestehen Teilnahmemöglichkeiten auch für technisches Personal bzw. Personal mit Management-Tätigkeiten. 

Arten von Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen:

Research networks (ITN): support for Innovative Training Networks

ITNs unterstützen gemeinsame Weiterbildungs- und/oder Doktorandenprogramme, die von Universitäten, Forschungseinrichtungen und nicht-wissenschaftlichen Einrichtungen gemeinsam durchgeführt werden. Die Trainingsprogramme für ForscherInnen bieten Erfahrungen außerhalb der akademischen Welt und ermöglichen damit die Entwicklung von Innovationen und wichtigen Fähigkeiten der Teilnehmenden für den Arbeitsmarkt. ITNs beinhalten darüber hinaus Promotionsvorhaben im Bereich der Industrie, in denen nicht-wissenschaftliche Organisationen in Bezug auf Arbeitszeit des Forschers/der Forscherin und die Betreuung eine Rolle zukommt, die derjenigen der Universitäten gleichgestellt ist. Außerdem sind von mehreren Universitäten gemeinsam vergebene Doktortitel ebenso Bestandteil dieser Förderlinie.

Nicht-europäische Organisationen können zusätzliche Partner in ITNs werden und den DoktorandInnen im Rahmen ihrer Ausbildung die Möglichkeit geben, Erfahrungen außerhalb von Europa zu sammeln.

Individual fellowships (IF): support for experienced researchers undertaking mobility between countries, optionally to the non-academic sector

IFs unterstützen die Mobilität von WissenschaftlerInnen innerhalb von Europa und über Europa hinaus, sowie die Steigerung der Attraktivität des EU-Forschungsraumes für WissenschaftlerInnen aus dem Ausland. Die Förderung umfasst in der Regel das Gehalt für zwei Jahre, eine Mobilitätspauschale sowie Forschungskosten und indirekte Kostenpauschalen für die Gast-Einrichtung. (Einzelne) ForscherInnnen reichen Ihren Antrag auf Förderung gemeinsam mit der geplanten Gast-Institution ein. Anträge werden nach Forschungsqualität, Karrierechancen des Forschers/der Forscherin und Unterstützung durch die Gast-Institution bewertet. Falls dies die Auswirkungen des IF verbessert, können WissenschaftlerInnen einen Teil ihres Fellowship auch an einer weiteren Einrichtung in Europa verbringen.

International and inter-sectoral cooperation through the Research and Innovation Staff Exchanges (RISE)

RISE unterstützt die kurzzeitige Mobilität von F&E-Personal aller Karrierestufen. Eingeschlossen sind darin ebenso Nachwuchspersonal (post-graduate) und erfahrenes Personal (Management), wie Verwaltungs- und technisches Personal. Gefördert werden Partnerschaften zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie nicht-wissenschaftlichen Einrichtungen innerhalb und außerhalb von Europa.

Co-funding (COFUND) of regional, national and international programmes that finance fellowships involving mobility to or from another country

Marie Skłodowska-Curie-Maßnahmen umfassen zusätzlich Bewilligungen für regionale, nationale oder internationale Programme zur Förderung von Weiterbildungen im Bereich der Forschung bzw. zur Karriereförderung. COFUND Programme unterstützen dabei die grenzüberschreitende Mobilität von WissenschaftlerInnen sowie die Bereitstellung guter Arbeitsbedingungen. Gefördert werden Doktoranden- und Fellowship-Programme.

The European Researchers' Night (NIGHT)

NIGHT ist ein europaweiter öffentlicher Event, der das Interesse, insbesondere junger Menschen, an wissenschaftlichen Karrieren fördern soll. Die Aktivitäten beziehen sich auf die Öffentlichkeit und können verschiedene Formen annehmen. Sie können bspw. praktische Experimente, Wissenschafts-Shows, Debatten oder Ratespiele umfassen. NIGHT findest jedes Jahr in der Regel am letzten Freitag im September statt.

European Research Infrastructures, including e-Infrastructures

Dieser Bereich fördert die Vernetzung bestehender Forschungsinfrastrukturen, erhöht dadurch den transnationalen Zugang (die Nutzung von Einrichtung durch Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Ländern) und treibt die gemeinsame Implementierung von Forschungseinrichtungen und -anlagen von gesamteuropäischem Interesse voran.

Antragstellung in Horizon 2020

Horizon 2020 Übersicht

Tipps zur Antragstellung und Hintergrundinformationen der NKS-SWG

Den Leitfaden "Antragstellung in Horizon 2020" der Deutschen Sporthochschule Köln erhalten Sie auf Wunsch bei der Forschungsservicestelle.

Industrial Leadership

Leadership in Enabling and Industrial Technologies (LEIT)

Das Einzelziel "Führende Rolle bei grundlegenden und industriellen Technologien" (LEIT) fasst die Fördertätigkeiten in den Bereichen Schlüsseltechnologien und industrielle Technologien zusammen. Daran anknüpfend werden auch beispielsweise Demonstration, Pilotprojekte oder Konzeptnachweise gefördert, die nahe am Markt angesiedelt sind.

Forschungsschwerpunkte sind dabei:

  • Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)
  • Nanotechnologien
  • Fortgeschrittene Werkstoffe
  • Biotechnologie
  • Fortgeschrittene Fertigung und Verarbeitung
  • Raumfahrt
Access to risk finance

Das politische Ziel, über Forschung und Innovation mehr Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen, scheitert zu oft an fehlenden Finanzmitteln bzw. an der fehlenden Bereitschaft, Projekte mit wirtschaftlichen und technischen Risiken zu finanzieren. Diese Lücke zwischen Forschung, Entwicklung und Innovationen soll geschlossen und der Markteintritt neuer und verbesserter Produkte und Dienstleistungen gefördert werden. Daher strebt der Bereich "Zugang zur Risikofinanzierung" an, die jeweiligen Marktdefizite zu beheben, indem Kreditfazilitäten bzw. Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt werden.

Innovation in SMEs

Das neue KMU-Instrument richtet sich an alle Arten von KMU mit einem hohen Innovations- und Wachstumspotenzial. Es handelt sich dabei um ein Querschnittsinstrument, da es sowohl innerhalb der Bereiche "Grundlegende und industriellen Technologien (LEIT)" als auch "Gesellschaftliche Herausforderungen" gilt. Innerhalb dieser beiden Bereiche können mit dem KMU-Instrument Projekte nach dem Bottom-up-Prinzip gefördert werden. Dies geschieht in einem einzigen zentralisierten Verwaltungssystem mit gleichen Ausschreibungskriterien. Projektskizzen sollen kontinuierlich eingereicht werden können.

Das KMU-Instrument orientiert sich an dem amerikanischen SBIR-Konzept (Small Business Innovation Research). Dieses Konzept leistet einen Beitrag dazu, dass Forschungsergebnisse in Form von neuartigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen verwertet werden können.  Das KMU-Instrument ist in drei Phasen gegliedert, in denen Forschungsergebnisse umfassend von der Erstellung einer Machbarkeitsstudie über Demonstration und die Prototypenentwicklung bis zur Vermarktung des Produkts gefördert werden. In Phase 3 (Kommerzialisierung) erhalten KMU einen erleichterten Zugang zu Finanzinstrumenten (Kredite, Bürgschaften, Risikokapital), aber keine direkte Förderung aus Horizont 2020.

Societal Challenges

Die Ziele und Inhalte der Gesellschaftlichen Herausforderungen in Horizon 2020 wurden in sieben Themenkomplexen gebündelt und lassen sich in verschiedene ‚Topics‘ unterteilen. Alle verlangen nach interdisziplinär entwickelten innovativen Lösungen. Im Wesentlichen handelt es sich bei den Societal Challenges um Verbundforschungsprojekte, an denen mindestens drei Partner aus drei verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten beteiligt sein müssen. 

Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen

Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen

Gefördert werden Projekte zur Vermeidung, Überwachung, Behandlung und Heilung von Krankheiten, Invalidität und verminderter Funktionalität sowie zur Organisation von Gesundheits- und Pflegesystemen. Projekte sollen möglichst das gesamte Spektrum des Forschungs- und Innovationszyklus abdecken und zur Übertragung von Forschungsergebnissen in die Versorgung beitragen. Im Unterschied zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm werden vor allem die Fördermöglichkeiten für Prävention und Gesundheitsförderung sowie zur Alterung der Bevölkerung erweitert.

Um die Übertragung und Anwendung von Forschungsergebnissen aus diesem Themenkomplex in Kliniken und anderen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zu gewährleisten, wird diese Challenge durch zusätzliche Fördermaßnahmen in den Bereichen Public-Public-Partnership (P2P) sowie Public-Private-Partnership (PPP) ergänzt:

Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und...

Unter der Challenge "Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und limnologische Forschung und Biowirtschaft" werden Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefördert. Wichtige Prinzipien sind dabei die Verbesserung von Leistung, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit (Ressourcenschonung) der Produktionsketten sowie der Gesundheitswert und die Sicherheit biobasierter Produkte für den Endverbraucher. Im Gegensatz zum Vorläuferprogramm werden die Ökosystemleistungen bzw. die Entwicklung des ländlichen Raums stärker berücksichtigt.

Sichere, saubere und effiziente Energie

Gefördert werden Projekte, die auf die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energiequellen angesichts zunehmender Ressourcenknappheit, stetig steigender Energiebedarfe und des weiter voranschreitenden Klimawandels unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen abzielen.

Intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr

Die EU-Förderung der Verkehrsforschung und -innovation soll die Maßnahmen der Mitgliedstaaten ergänzen und den Fokus auf solche mit einem klaren europäischen Mehrwert lenken. Es sollen europaweite, interoperable oder multimodale verkehrstechnische Lösungen erarbeitet werden, um Engpässe im Verkehrssystem zu vermeiden, Treibhausgasemissionen und andere umweltschädliche Aspekte zu reduzieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu vermindern.

Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe

Die Gesellschaftliche Herausforderung "Klima, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe" (Societal Challenge 5) enthält eine große Vielfalt von Forschungs- und Innovationsschwerpunkten. Ein Ziel ist, für die nachhaltige Nutzung, die Erhaltung und die Wiederverwertung von Ressourcen neue Wege zu beschreiten. Es werden primär Lösungen gesucht, um die Auswirkungen menschlicher Einflüsse auf natürliche Ressourcen zu minimieren oder zu vermeiden. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Umgang der Gesellschaft mit dem Klimawandel

Europa in einer sich verändernden Welt

Sozial-, wirtschafts- und geisteswissenschaftliche Themen sind schwerpunktmäßig in der gesellschaftlichen Herausforderung "Integrative, innovative und reflektierende Gesellschaften" verortet. Ziel ist die Schaffung eines tief gehenden, gemeinsamen Verständnisses der komplexen, multidimensionalen gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen Europa steht. Dazu gehören z. B. demografischer Wandel, soziale Ungerechtigkeit, digitale Kluft, Armut, Integration, Migration, die Forderung einer Kultur der Innovation und Kreativität und gleichzeitig ein Vertrauensverlust in die Hüter der Demokratie.

Sichere Gesellschaften

Im Rahmen dieser Herausforderung werden innovative Technologien, Lösungen, Prognoseinstrumente und Erkenntnisgrundlagen entwickelt, um Sicherheitsrisiken und Gefährdungsszenarien frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder deren Schadwirkungen zu begrenzen. Innovationen im Sicherheitsbereich betreffen auch Konzepte zur besseren Organisation der Überwachung sensibler Strukturen sowie die Verbesserung der rechtlichen Bedingungen.

Spreading excellence and widening participation

Die beträchtlichen Unterschiede in den Forschungs- und Innovationsleistungen in Europa sollen durch spezifische Maßnahmen verringert bzw. Exzellenz- und Innovationspotenzial freigesetzt werden. Diese umfassen die folgenden Fördermöglichkeiten:

Teaming

Ziel der Teambildung ist die Schaffung neuer (oder die umfassende Aufwertung bestehender) Exzellenzzentren in FEI-schwachen Mitgliedstaaten und Regionen. Der Schwerpunkt wird auf der Vorbereitungsphase für den Auf- oder Ausbau und die Modernisierung solcher Einrichtungen liegen, die durch einen Prozess der Teambildung mit einem führenden Partner in Europa erleichtert werden soll. 

Twinning

Ziel der Partnerschaften ist es, einen bestimmten Forschungsbereich in einer aufstrebenden Einrichtung durch Verbindungen zu mindestens zwei international führenden Einrichtungen in diesem Bereich wesentlich zu stärken. Dabei wird ein umfassendes Paket von Maßnahmen zur Festigung dieser Verbindung unterstützt, wie z. B. Personalaustausch, Expertenbesuche oder kurzfristige Schulungen vor Ort.

EFR-Lehrstühle (ERA-Chairs)

Mit der Einrichtung von EFR-Lehrstühlen sollen herausragende WissenschaftlerInnen für Einrichtungen mit einem eindeutigen Potenzial für Exzellenz in der Forschung interessiert werden, damit diese Einrichtungen ihr volles Potenzial freisetzen können.

Policy Support Facility (PSF) - Fazilität für Politikunterstützung

Mit diesem Instrument soll die Gestaltung, Durchführung und Bewertung nationaler bzw. regionaler forschungs- und innovationspolitischer Maßnahmen verbessert werden. Die Fazilität wird auf freiwilliger Basis Expertenberatung für Behörden auf nationaler oder regionaler Ebene bieten.

Science with and for Society

Im Rahmen der Förderlinie Science with and for Society sollen junge Menschen ihr Interesse an der Wissenschaft entdecken und Wissenschaftlerinnen unter besseren Bedingungen ihre Potenziale entfalten können. Außerdem können Produkte, Dienstleistungen etc. nur exzellent und relevant sein, wenn Bedürfnisse und Werte von Bürgern und Bürgerinnen von Beginn an in die Forschung eingebunden werden. Auswirkungen und Folgen von Forschung sollen deshalb abgewogen werden, einem ethischen Rahmen entsprechen und im Hinblick auf die Gesellschaft verantwortungsvoll sein. Die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung sollen zugänglich sein, damit neue Forschung optimal darauf aufbauen kann und exzellente Forschende sollen damit vertraut gemacht werden, wie sie ihre Forschung allgemeinverständlich der Öffentlichkeit vermitteln können.

Konkret gefördert werden Aktivitäten in den folgenden Bereichen:

  • Junge Menschen und Wissenschaft
  • Geschlechtergleichstellung
  • Einbindung der Gesellschaft
  • Wissenschaftsbildung
  • Zugang und Nutzung von Forschungsergebnissen, Open Access
  • Governance für verantwortungsvolle Forschung und Innovation sowie Ethik

European Institute of Innovation and Technology (EIT)

Das Europäische Innovations und Technologieinstitut (European Institute of Innovation and Technology, EIT) wurde 2008 gegründet und soll sich zum Aushängeschild europäischer Innovation entwickeln. Die Arbeit des EIT wird durch eine Reihe von Cluster Verbünden, den sogenannten "Wissens und Innovationsgemeinschaften" (Knowledge and Innovation Communities, KICs) durchgeführt. Ab 2014 wird das EIT zu einem eigenständigen Teil von Horizont 2020. Für die Laufzeit von Horizont 2020 sind 2,7 Milliarden Euro für das EIT vorgesehen, davon 2,5 Milliarden Euro für sämtliche KICs. 

Ziel des EIT ist es, die Innovationskapazität der Mitgliedstaaten zu steigern und damit einen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum in Europa zu leisten. Dies soll durch eine Integration aller Bereiche des "Wissensdreiecks" (Bildung, Forschung und Innovation) erreicht werden: In den KICs arbeiten Einrichtungen aller Seiten des Wissensdreiecks als internationale Verbünde von Clustern auf höchstem Niveau zusammen.

Joint Research Center (JRC)

Die Gemeinsame Forschungsstelle (engl. Joint Research Centre, JRC) ist eine Generaldirektion (GD) der Europäischen Kommission (KOM) mit Sitz in Brüssel. Herzstück des JRC sind seine sieben Forschungsinstitute in insgesamt fünf europäischen Ländern.

Das JRC hat den Auftrag, die Konzeption, Entwicklung, Umsetzung und Überprüfung der Gemeinschaftspolitik durch nachfrageorientierte wissenschaftlich-technische Arbeiten zu unterstützen. Dabei fungiert es als Referenzzentrum für Wissenschaft und Technologie der Europäischen Kommission. Das JRC unterstützt den europäischen Gesetzgebungsprozess in allen Phasen des Politikzyklus. Dabei kooperiert es eng mit den Generaldirektionen der Kommission und mit relevanten nationalen und regionalen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen in den EU-Mitgliedstaaten. Das JRC arbeitet unabhängig von nationalen oder privaten Interessen.