Projekte

Balu und Du

Zwei Personen die einen Drachensteigen lassen in der "golden Hour" am frühen Abend
© pixabay

Zivilgesellschaftliches Engagement an der Deutschen Sporthochschule Köln

Balu und Du ist ein einjähriges Mentoring-Programm für Kinder im Grundschulalter, das studentisches Ehrenamt mit Entwicklungsförderung verbindet. 
Studierende der Deutschen Sporthochschule Köln („Balus“) begleiten jeweils ein Kind („Mogli“) in wöchentlichen Treffen und gestalten gemeinsam die Freizeit des Kindes mit Bewegung, Spiel und Sport. Ziel ist es, Kinder mit heraufordernden Lebensbedingungen in ihrer sozialen, persönlichen und motorischen Entwicklung zu stärken.

Laufzeit: Start jeweils zum Sommersemester für ein Jahr


Voraussetzungen: 

  • zwischen 17 und 30 Jahre alt
  • Mitarbeiter oder Studierende an der DSHS-Köln
  • eintragsfreies erweitertes Führungszeugnis

Kontakt und Anmeldung:
Dr. Anja Paul (Projektleitung und -koordination)
Telefon: +49 221 / 4982 -4621
E-Mail: bud-zfsb@­dshs-koeln.de

Warum dieses Projekt? 

Weil Kindheitserfahrungen nachhaltig die Persönlichkeitsentwicklung, das Selbstbild und die Bildungsbiografie eines Menschen prägen und gerade in der Grundschulzeit zentrale Weichen für Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen und Gesundheitsverhalten gestellt werden. 
Das Mentoring-Programm „Balu und Du“ setzt genau hier an: Es verbindet individuelle Beziehungsarbeit mit alltagsnaher Förderung und leistet damit einen wirksamen Beitrag zu sozialer Teilhabe und mehr Chancengerechtigkeit von Kindern im Grundschulalter.

An der Deutschen Sporthochschule Köln verknüpfen wir diesen Ansatz gezielt mit Bewegungsförderung. Denn eingeschränkte Zugänge zu Sport- und Freizeitangeboten können Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstwahrnehmung langfristig beeinträchtigen. Kinder, die sich im Sport als „nicht kompetent“ erleben, vermeiden Bewegung oft dauerhaft – mit Folgen bis ins Erwachsenenalter. In der verlässlichen 1:1‑Begleitung durch unsere Studierenden erfahren die Kinder hingegen Aufmerksamkeit, Ermutigung und Selbstwirksamkeit im Bewegungshandeln.

Gleichzeitig ist diese Beziehung auch ein Lernraum für die Studierenden: Indem sie Verantwortung übernehmen und die Kinder ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten, wird Empathie gestärkt, pädagogische Handlungssicherheit ausgebaut und kommunikative Kompetenz weiterentwickelt. So schafft das Projekt auf beiden Seiten nachhaltige Entwicklungsimpulse.

Mutter und Tochter fahren mit dem Fahrrad
© pixabay

Was passiert in diesem Projekt?

1. Tandem-Prinzip (Balu & Mogli)
Im Zentrum des Projekts stehen feste Tandems: Ein*e Student*in übernimmt als „Balu“ die Begleitung eines Grundschulkindes („Mogli“). Über zwölf Monate hinweg treffen sich beide einmal pro Woche für ein bis drei Stunden und gestalten die gemeinsame Zeit zusammen.

2. Erschließung von Bewegungsräumen
Bei gemeinsamen Aktivitäten entdecken „Balu“ und „Mogli“ Bewegungs-, Spiel- und Sportmöglichkeiten im Wohn- und Schulumfeld des Kindes und erschließen neue Bewegungsräume – vom Spielplatz über den Park bis hin zu Sportstätten. Im Vordergrund stehen Freude, Verlässlichkeit und das gemeinsame Erleben von Bewegung im Alltag. Hierfür werden Kosten für gemeinsame Aktivitäten bis 25€ monatlich erstattet; zugleich werden bewusst kostenfreie oder kostengünstige Angebote genutzt.

3. Pädagogische Begleitung und Qualifizierung
Die Studierenden werden an der Universität auf ihre Rolle als „Balu“ vorbereitet und während des gesamten Jahres professionell begleitet. Ein zweiwöchentliches Begleitseminar sowie die Reflexion in einem geschützten Online‑Tagebuch sichern die Qualität der Förderung und unterstützen die persönliche wie fachliche Entwicklung der Studierenden.

4. Auswahlverfahren
Die „Balus“ werden sorgfältig ausgewählt: Studierende bewerben sich aktiv und benötigen unter anderem ein eintragsfreies erweitertes Führungszeugnis.
Die Kinder werden durch Lehrkräfte oder andere schulische Fachkräfte für das Programm vorgeschlagen.

Balu und Du in den Medien

Engagement-Portal des Landes NRW

Förderung und Unterstützung

Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, dass Balu und Du auch in Zukunft praktische Hilfe für (noch) inaktive Kinder leisten kann: 
Eintritte in Sportstätten wie öffentliche Schwimmbäder oder Kletterhallen, Fahrkarten, Sportgeräte wie Springseile, Inline-Skates, Frisbees, Bälle, etc.

Wenn Sie das Programm finanziell unterstützen möchten, richten Sie Ihre Spende gerne an folgendes Konto:

Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE77370205000008261400
BIC: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: 40753 „Spende“

Die Deutsche Sporthochschule Köln ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Spenden für das Programm Balu und Du erfüllen die Voraussetzung einer Förderung gemeinnütziger Zwecke. Bei Spenden unter 300€ können Sie die Spende über Ihren Kontoauszug nachweisen. Für Spenden ab 300€ können wir Ihnen eine Zuwendungsbestätigung (vormals: Spendenbescheinigung) ausstellen.

Beteiligte / Partner

Dr. Anja Paul (Projektleitung und -koordination)
Am Sportpark Müngersdorf 6
Zentrum für Sportlehrer*innenbildung
50933 Köln

Telefon: +49 221 / 4982 -4621
E-Mail: bud-zfsb@­dshs-koeln.de

 

Balu und Du e.V. (Kooperationspartner)
Georgstraße 7
50676 Köln

Telefon: +49 221 / 341 8604072
E-Mail: info(at)balu-und-du.de

Neue Wege für die Schulsportlandschaft in NRW und darüber hinaus

Sind Sie (angehende) Lehrkraft, Fachleitung oder anderweitig im Schulsport involviert? Dann sind Sie hier genau richtig! Unsere Mission ist es, dass wissenschaftliche Erkenntnisse einfach in den Unterricht integriert werden können. Hierzu finden Sie Materialien und Ideen aus Forschung & Theorie praxisorientiert aufbereitet. Zudem ermöglicht ein geschützter Log-in-Bereich den Mitgliedern den Austausch und die Vernetzung zur Förderung von Wissen und Ideen.

Laufzeit: 01/2023 - 12/2027


Kontakt:
Dr. Tobias Arenz (Inhaltliche Projektleitung)
Lars Fischer (Projektmitarbeiter)
Anna Schlebusch, Mirjam Jarosch, Silvia Fekete (Hochschulmarketing und Projektkoordination): 

E-Mail: schulsportlandschaft(at)dshs-koeln.de


Links:

Zur Schulsportlandschaft

 

Warum dieses Projekt? 

Für uns als begeisterte Schulsport-Akteur*innen ist das keine Frage – einerseits, weil über den Wert von Schulsport nicht genug gesprochen werden kann: Schulsport bietet im Rahmen des Sportunterrichts, aber auch darüber hinaus in Sport-AGs, dem Sportförderunterricht, Sportfesten oder auch Schulsportfahrten ein besonderes Erfahrungsfeld für Kinder und Jugendliche; Schulsport fördert die körperlich-motorische, sozial-emotionale und intellektuelle Entwicklung der Heranwachsenden und Schulsport schafft wertvolle Teilhabemöglichkeiten an der außerschulischen Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur. Andererseits aber auch, weil Schulsport immer wieder polarisiert. Für die einen Schüler*innen stellt Sport in der Schule eine langersehnte Abwechslung im Unterrichtsalltag dar, für die anderen bedeutet er jedoch eine große Herausforderung – dabei nicht selten aufgrund ungünstiger körperlich-motorischer oder sozial-emotionaler Erfahrungen. Aber auch für Sportlehrkräfte ergeben sich vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen wachsende Anforderungen an die Gestaltung eines Sportunterrichts, der die Heranwachsenden gleichberechtigt fördert und nach individuellen Möglichkeiten zur Teilhabe befähigt. Gleiches gilt für außerunterrichtliche Sportangebote.

Was passiert in diesem Projekt? 

Im Mittelpunkt der Schulsportlandschaft stehen zwei Transferformate: ein Podcast und eine Videoreihe. In der Podcast-Reihe „Sportsachen“ spricht Stefan Bodemer (Sportmoderator und Spoho-Absolvent) mit Wissenschaftler*innen unserer Universität über wichtige Fragen unserer Zeit, die den Schulsport und seine Akteur*innen bewegen. In der Videoreihe „5 Fragen an“ geben Dozierende aus dem Lehramt einen Einblick in ihre Arbeit. Zusätzlich stellt die Landingpage der Schulsportlandschaft viele hilfreiche Materialien, Veranstaltungen und Fortbildungen, Buchempfehlungen und weitere Tipps für den Schulalltag bereit. Über einen kostenfreien Login-Bereich besteht die Möglichkeit, auf weiterführende Unterlagen zuzugreifen, untereinander in Kontakt zu treten, Zusammenarbeiten anzustoßen und Wissen, Können oder Ideen zu teilen.