Diabetes mellitus ist ein globales Gesundheitsproblem. Sport und Bewegung zählen als wirksame Möglichkeit, die Entstehung von Sekundärerkrankungen zu verhindern oder abzumildern. Klassische Sportprogramme werde aber auf Grund von fehlender Zeit oder Motivation oftmals nicht umgesetzt. Exercise Snacks bieten hier eine gute Alternative. Exercise Snacks, auch Bewegungssnacks genannt, sind kurze Bewegungseinheiten, in der Regel zwischen 1 bis 5 Minuten, die ohne Equipment in verschiedenen Alltagssituation durchgeführt werden können. Aktuell existieren bereits Studien, die einen positiven Effekt auf kardiovaskuläre und metabolische Parameter zeigen, und die folgende Studie soll klären, wie viel „Bewegungs-Snacking“ erforderlich ist, um bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 die erhöhten Blutzuckerwert nach Nahrungseinnahme zu reduzieren. Dazu werden 20 Proband*innen untersucht. Ingesamt durchlaufen sie 5 Termine, eine Voruntersuchung und 4 Varianten der zeitlichen Dauer von Bewegungssnacks.
Bewegungssnacks – „exercise Snacks“ – bezeichnen kurze, mehrmals täglich durchgeführte Bewegungseinheiten, die flexibel in den Alltag integriert werden können. Für Menschen, denen es schwerfällt, klassische Bewegungsempfehlungen einzuhalten, können Bewegungssnacks eine echte Hilfe sein. Positive Wirkungen von Bewegungssnacks auf kardiovaskuläre und metabolische Outcomes konnten bereits in zahlreichen Untersuchungen, mit beachtlicher Effektstärke vor allem bei unterminierten Personen, belegt werden. Das vorliegende Forschungsprojekt soll klären, wie viel „Bewegungs-Snacking“ nötig ist, um effektiv die prostprandiale Zeit in Hyperglykämie bei Menschen mit Typ-2 Diabetes mellitus zu reduzieren. In einer randomisiert-kontrollierten 4x4 Cross-Over-Studie werden bei untrainierten Personen mit Typ-2 mellitus in einem standardisierten Laborsetting bei Kontrolle der Nahrungszufuhr und des Bewegungsverhaltens Daten über kontinuierliches Glukosemonitoring erfasst.
Voraussetzungen für die Teilnahme:
Insgesamt 5 Termine
Arm 1: die Proband*innen erhalten kein Bewegungssnack.
Arm 2: die Proband*innen erhalten einen 3-minütigen Bewegungssnack bestehend aus im Wechsel: nicht tiefe Kniebeugen, tippeln auf der Stelle, Knieheben auf der Stelle
Arm 3: die Proband*innen erhalten einen 6-minütigen Bewegungssnack bestehend aus im Wechsel: nicht tiefe Kniebeugen, tippeln auf der Stelle, Knieheben auf der Stelle
Arm 4: die Proband*innen erhalten einen 9-minütigen Bewegungssnack bestehend aus im Wechsel: nicht tiefe Kniebeugen, tippeln auf der Stelle, Knieheben auf der Stelle
Alle Informationen finden Sie zusammengefasst auf dem Flyer zur Studie.
Kontakt
Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin
Ansprechperson:
Jana Bromand
J.Bromand@dshs-koeln.de