Vom Hobby zum Beruf: DSHS Personal Trainer Christian Leurs im Interview

01.03.2026 | Weiterbildung Blog


Personal Trainer Absolvent Christian Leurs; Foto: Fabian Rudolf Fotografie
Personal Trainer Absolvent Christian Leurs; Foto: Fabian Rudolf Fotografie

Personal Training hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Kundinnen erwarten heute nicht nur einen individuell abgestimmten Trainingsplan, sondern eine umfassende und professionelle Betreuung auf Basis fundierter Kenntnisse. Das Zertifikat DSHS Personal Trainer an der Deutschen Sporthochschule Köln bereitet angehende Trainer*innen genau darauf vor: wissenschaftlich fundiert, praxisorientiert und nah an den Anforderungen eines dynamischen Berufsfeldes. Im Interview berichtet Absolvent Christian Leurs von seinen Erfahrungen im Zertifikat und erklärt, weshalb der Beruf heute so vielseitig ist.

Vom eigenen Interesse zum Personal Trainer Zertifikat

UW: Was war Deine Motivation, das Zertifikat „Personal Trainer“ zu absolvieren?

Christian Leurs: Bereits während meines Lehramtstudiums an der DSHS (2013-2019) fand ich die Option attraktiv, nebenberuflich Personal Training anzubieten. Ich beschäftige mich mittlerweile seit fast 20 Jahren mit Kraft- und Fitnesstraining und habe den Wunsch, anderen Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen und ihnen zu zeigen, wie sie ihre Ziele erreichen können. Von dem Personal Trainer Zertifikat habe ich mir erhofft, dass mir neben den neuesten trainingswissenschaftlichen Inhalten gezeigt wird, wie ich diese Vision in die Tat umsetzen kann.

UW Wie bist Du ursprünglich auf das Programm aufmerksam geworden?

Christian Leurs: Ich bin über die Homepage der DSHS auf das Zertifikat aufmerksam geworden. Nachdem ich den Umfang und die Inhalte der Ausbildung mit anderen Personal-Trainer-Zertifikaten verglichen hatte, war mir klar, dass die Personal-Trainer-Ausbildung an der DSHS für mich die beste Wahl ist.

UW: Hattest Du bereits Berufserfahrung im Trainingsbereich, oder war das Zertifikat Dein Einstieg in die Praxis?

Christian Leurs: Obwohl ich bereits während meines Sportstudiums einige kleinere Trainerausbildungen an der DSHS absolviert und vereinzelt Freund*innen und Bekannte trainiert habe, war das Personal Trainer Zertifikat mein Einstieg in die berufliche Praxis. Ich habe kurz danach angefangen, Kurse in einem Fitnessstudio in Bonn zu geben und meine ersten Personal Training Klient:innen zu trainieren.

Praxiswissen für Training, Selbstständigkeit und Kommunikation

UW: Welche Themen oder Module fandest Du besonders spannend oder prägend?

Christian Leurs: Neben den wichtigen trainingswissenschaftlichen Inhalten ist mir insbesondere das Modul zum Thema Selbstständigkeit mit einer erfahrenen Personal Trainerin, die bereits seit Jahren in diesem Bereich arbeitet, in guter Erinnerung geblieben. Dabei wurden viele praxisrelevante Fragen geklärt und Beispiele besprochen. Darüber hinaus fand ich es gut, dass auch rechtliche Aspekte und Marketing sowie Inhalte der Sportpsychologie ausführlich thematisiert wurden.

UW: Was war für Dich die größte Herausforderung während der Ausbildung?

Christian Leurs: Die größte Herausforderung der Ausbildung war für mich das zeitliche Commitment neben der Vollzeitberufstätigkeit. Man sollte sich vor Beginn der Personal Trainer Ausbildung über den Umfang der Präsenzveranstaltungen und die zusätzliche Zeit, die man zum Lernen benötigt, bewusst sein. Wenn man dazu bereit ist, sind die vielen Wochenenden es aber mehr als wert!

UW: Welche Kompetenzen haben Dich besonders gestärkt – fachlich oder persönlich?

Christian Leurs: Neben den schon genannten Modulen wurden fachlich insbesondere Kompetenzen im Bereich der Anatomie und Biomechanik, Ernährung sowie des Kraft- und Ausdauertrainings gestärkt. Methodisch wurde vermittelt und praktisch erprobt, wie man potenzielle Kund:innen von der Anamnese über die Trainingsgestaltung bis hin zur Überprüfung des Trainingserfolgs begleitet. Im Bereich der persönlichen Kompetenzen und Soft Skills wurde insbesondere an der Kommunikation mit Klient*innen gearbeitet.

Personal Training als vielseitiges Berufsfeld

UW: Welche Art von Kundschaft betreust Du heute hauptsächlich – und wie profitieren diese von Deinem Wissen aus dem Zertifikat?

Christian Leurs: Da ich selbst seit einigen Jahren schwerpunktmäßig Calisthenics mache, betreue ich hauptsächlich Menschen, die mit Calisthenics ihre eigene Körperkontrolle verbessern möchten, neue Skills (wie z.B. Handstand oder Muscle Up) lernen wollen oder Muskulatur aufbauen und Fett abnehmen möchten. Auch wenn Calisthenics-Training nicht explizit in der Personal Trainer Ausbildung thematisiert wurde, sind viele der gelernten Trainingsprinzipien und -grundsätze darauf übertragbar. Viel wichtiger finde ich aber noch die zuvor genannten Soft Skills, die in vielen praktischen Anwendungsbeispielen während des Zertifikats gestärkt wurden.

Welche Voraussetzungen sollten Personal Trainer*innen mitbringen?

UW: Welche Voraussetzungen sollte man Deiner Meinung nach mitbringen, um im Personal-Training erfolgreich zu sein?

Christian Leurs: Die wichtigste Voraussetzung, um als Personal Trainer erfolgreich zu sein, ist meiner Meinung nach, ein ernsthaftes Interesse daran zu haben, Menschen zu helfen. Nur wer das hat und es schafft, eine echte Verbindung zu seinen Klient:innen aufzubauen, wird langfristig erfolgreich sein. Ein entsprechendes Fachwissen ist wichtig, hauptsächlich werden Kund:innen aber aufgrund deiner Persönlichkeit mit dir trainieren wollen (oder eben nicht). Ferner finde ich es wichtig, dass man sich kontinuierlich weiterbildet und immer offen für Neues ist. Die Fitnessbranche entwickelt sich ständig weiter. Wer sich an veralteten Grundsätzen festklammert und nicht bereit ist, diese kritisch zu hinterfragen, hat meines Erachtens keine Zukunft in diesem Bereich.

Sie möchten Ihr Wissen im Personal Training vertiefen und Kund*innen professionell begleiten?

Das Zertifikat DSHS Personal Trainer verbindet trainingswissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Inhalten zu Trainingsplanung, Kommunikation, Marketing und Selbstständigkeit. Wir hoffen, sie bald begrüßen zu dürfen!