Die Diagnose Krebs reißt Kinder und Jugendliche mit ihren Familien für Monate aus ihrem gewohnten Umfeld. Aufgrund der intensiven medizinischen Therapie mit vielen, teilweise langfristigen Krankenhausaufenthalten sind die Aktivitätsmöglichkeiten extrem eingeschränkt und auch nach der Therapie bewegen sich die Betroffenen deutlich weniger als gesunde Gleichaltrige. Doch gerade Bewegung und Sport sind wichtig für die Gesamtentwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Bewegung und Sport während allen Phasen der medizinischen Therapie durchführbar sind. Belastungen der Therapie können besser bewältigt, Spätfolgen vermieden und die Lebensqualität langfristig erhöht werden. Daher bietet die Deutsche Sporthochschule Köln in Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße Köln spezifische sporttherapeutische Angebote an.
Ziel ist es, den Nebenwirkungen der medizinischen Therapie (z.B. Osteonekrosen, Muskelabbau, neurologische Defizite) aktiv entgegenzuwirken, um diese zu verhindern. Außerdem sollen Kinder und Jugendliche durch den Sport neue Lebensfreude gewinnen und wieder aktiv am Leben teilnehmen.
Mobilisation, Spiele, Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining, Bewegungsparcours, Vibrationstraining
Das stationäre Sportangebot erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Ärztinnen/Ärzten und wird durch funktionelle Testungen überwacht.
Das Training findet in altersentsprechenden Kleingruppen statt. Auch Geschwisterkinder und Freund*innen können am Sport teilnehmen. Es besteht ggf. die Möglichkeit eines Einzeltrainings.
Spielerisches Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining
Das ambulante Sportangebot erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Ärztinnen/Ärzten und wird durch regelmäßige Sporttestungen überwacht.
Altersspezifische Motoriktestungen
Die Motoriktestungen erfolgen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ärztinnen/Ärzten.
In regelmäßigen Abständen bieten wir verschiedene Sport-Aktionstage und Kurse an, bei denen mit unserer Begleitung neue Sportarten kennengelernt werden können, beispielsweise: Klettern, Tennis, Schwimmen und vieles mehr.
Gerne können auch Geschwisterkinder und Freund*innen an den Sport-Aktionstagen und Kursen teilnehmen.
Arbeitsgruppe „Sport- und Bewegungsförderung in der Kinderonkologie“
Dr. Julia Däggelmann und Dr. Sarah Otten
Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
Abteilung Molekulare und Zelluläre Sportmedizin
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Da das Programm für die betroffenen Familien kostenlos ist, sind wir bis zur nachhaltigen Sicherung der Sportangebote durch die Krankenkassen auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Spendenkonto: Deutsche Sporthochschule Köln
IBAN: DE77370205000008261400
BIC: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: „40126 Spende Kinderonkologie“
Rotary Club Rhein-Erft, Pänz vun Kölle e.V., Wir helfen – der Unterstützungsverein von M. DuMont Schauberg e.V., VOR-TOUR der Hoffnung e.V., Tour der Hoffnung e.V. sowie allen privaten Spender*innen.
15-jähriger Teilnehmer des stationären Sportprogramms