Die Deutsche Sporthochschule Köln hat eine verbindliche Ordnung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis sowie Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten. Damit wird wissenschaftliche Integrität als Grundprinzip abgesichert – von sauberer Methodik über Dokumentation bis zur verantwortlichen Autorschaft. Die Ordnung ist zugleich Teil der institutionellen Qualitätssicherung und orientiert sich an anerkannten Standards im deutschen Wissenschaftssystem.
Für Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis und bei vermutetem wissenschaftlichem Fehlverhalten sieht die Ordnung unserer Universität Ombudspersonen als vertrauliche Anlaufstellen vor. Anfragen werden unter Wahrung der Vertraulichkeit entgegengenommen – gerade auch bei sensiblen Konfliktlagen. Ziel ist, frühzeitig zu beraten, zu vermitteln und – wenn nötig – in geordnete Verfahren zu überleiten.
Wenn es um Missbrauch im wissenschaftlichen Sinne geht (also z.B. Datenmanipulation, Plagiate, unzulässige Autor*innenschaften oder andere Formen wissenschaftlichen Fehlverhaltens), setzen wir auf klare Regeln und ein geregeltes Verfahren. Zentral ist dabei: Prävention, vertrauliche Beratung (u.a. über Ombudspersonen) und – bei begründetem Verdacht – ein strukturiertes Vorgehen nach der einschlägigen Ordnung. So soll sowohl der Schutz der Hinweisgebenden als auch die Fairness gegenüber Betroffenen gewährleistet werden, während die Integrität der Forschung gesichert bleibt.
Die Deutsche Sporthochschule Köln hat eine Open Science Policy verabschiedet und bekennt sich damit zu Strategien, die wissenschaftliche Prozesse möglichst offen, zugänglich, überprüfbar und nachnutzbar machen. Open Science wird dabei ausdrücklich auch im Kontext der Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis verstanden. Praktisch umfasst das unter anderem Themen wie Open Access, Forschungsdaten, Transparenz und verantwortungsvolle Nachnutzung von Ergebnissen.
Unsere Universität ist CoARA beigetreten und hat das „Agreement on Reforming Research Assessment (ARRA)“ im Februar 2024 unterzeichnet; zudem wird sie als Gründungsmitglied des National Chapter genannt. Damit unterstützen wir eine Forschungsbewertung, die stärker auf Qualität, Erkenntnisgewinn und vielfältige Beiträge (z.B. Open Science, Team Science, Nachwuchsförderung) schaut – statt nur auf einfache Metriken. Das Thema wird universitätsseitig aktiv kommuniziert und weiterentwickelt.
Die gegenwärtige Forschungsbewertung wird von bibliometrischen und weiteren quantitativen Indikatoren dominiert. Das kann Fehlanreize schaffen und wird der Vielfalt wissenschaftlicher Leistungen nicht gerecht. Mit dem Projekt ARRA-Tools4U soll eine grundlegende Reform der Forschungsbewertung auf institutioneller Ebene angestoßen werden. Das Projekt wird von der Deutschen Sporthochschule Köln in Kooperation mit der Universität Bielefeld durchgeführt und von der VolkswagenStiftung gefördert.
An unserer Universität ist Diversity als bewusster Umgang mit Vielfalt verankert – mit dem Ziel, Chancengleichheit und Teilhabe unabhängig von unter anderem Geschlecht, Nationalität, Alter, Behinderung, familiären Verpflichtungen, sozialer Herkunft oder sexueller Orientierung zu gewährleisten. Das Diversity Management betont ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander als Grundlage des Hochschullebens. Dabei wird auch auf verbindliche Regelungen zum Schutz vor Diskriminierung und Belästigung verwiesen.
Die Deutsche Sporthochschule Köln wurde im Frühjahr 2023 mit dem HR Excellence in Research Award ausgezeichnet – auf Basis ihres HRS4R-Prozesses (EU Charta & Code). Damit verpflichten wir uns, gute Rahmenbedingungen für Forschende systematisch weiterzuentwickeln – etwa in Rekrutierung, Arbeitsbedingungen, Karriereentwicklung und Führung. Das Thema ist zudem in strategischen Maßnahmen und Dokumenten der Universität sichtbar weitergeführt.
Weitere Infomationen zu HR Excellence in Research bzw. zur Human Resources Strategy for Researchers (HRS4R) finden Sie auf unserer Webseite.
Aufgabe
Die Ombudspersonen für Forschung werden durch das Rektorat bestellt. Sie fungieren als Ansprechpartner für Mitglieder und Angehörige der Universität, die Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens vorzubringen haben.
Otmar Bock
Ombudsperson für Forschung
Tobias Vogt
Prorektor Forschung & Transfer
Claudia Combrink
Leiterin Stabsstelle Forschung & Transfer / Abteilung Forschung und wiss. Nachwuchs