Ein zentrales Anliegen unserer Universität ist die Förderung von Frauen in ihrer wissenschaftlichen und beruflichen Karriere sowie die Gewinnung von Frauen für leitende wissenschaftliche und wissenschaftsunterstützende Positionen. Mit Blick auf die Konzeption von Fördermaßnahmen für eine Geschlechterparität an der Deutschen Sporthochschule Köln setzen wir auf struktureller und kultureller Ebene an. Darüber hinaus bieten wir die folgenden Maßnahmen zur Individualförderung und Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Frauen in Technik und Verwaltung in allen Karrierestufen an.
Mit TEAMWORKJob begleiten wir Sie als Bachelor- oder Master-Studentin in Zusammenarbeit mit dem Spoho-Career Service im Rahmen des CAREER FITNESS PROGRAMS auf Ihrem Karriereweg. Die nächsten Termine und weitere Informationen zum Programm TEAMWORKJob finden Sie auf der Seite des Career Service.
Mit dem Mentoring-Programm TEAMWORKScience unterstützen wir gezielt Wissenschaftlerinnen in der Qualifikationsphase, um die Potenziale und Kompetenzen hochqualifizierter Akademikerinnen zu stärken und langfristig den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen der Sportwissenschaft zu erhöhen. Weitere Informationen zu TEAMWORKScience finden (angehende) Promotionsstudentinnen im Intranet der Gleichstellung.
Mit dem Programm TEAMWORKprofessional wird die Sporthochschule zukünftig gezielt weibliche Postdocs sowie Frauen in (aktuellen oder zukünftigen) Führungspositionen in der Wissenschaft oder Technik und Verwaltung der Universität in ihrer Karriereentwicklung stärken, um ihnen langfristige Perspektiven im Wissenschaftssystem zu eröffnen.
Ein zentrales Anliegen ist es, die Chancen auf eine Professur oder eine Führungsposition im Wissenschaftssystem transparenter und planbarer zu gestalten, um dem frühzeitigen Drop-out qualifizierter Frauen entgegen zu wirken und langfristig den Frauenanteil auf sportwissenschaftlichen Professuren und in anderen Führungspostionen zu steigern.
TEAMWORKprofessional befindet sich aktuell im Aufbau und basiert auf den Zielen des Gleichstellungs- und Hochschulentwicklungsplans der Sporthochschule. Das Programm wird sowohl individuelle Coachingformate als auch fachliche und strukturelle Unterstützung rund um Karrierewege, Berufungsverfahren und wissenschaftliche Führung beinhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie im Intranet der Gleichstellung.
Mit dem Reisestipendium unterstützen wir Wissenschaftlerinnen in der Qualifikationsphase in ihrer Forschungskarriere. Gefördert wird eine Kongressreise ins In- und Ausland, die einen wichtigen Baustein in der Entwicklung der wissenschaftlichen Karriere der Antragstellerin darstellt. Weitere Informationen zum Antragsverfahen finden Sie als Wissenschaftlerin in der Qualifikationsphase auf den Intranetseiten der Gleichstellung.
Der Familienservice der Sporthochschule bietet darüber hinaus Angebote zur Unterstützung von Wissenschaftler*innen mit Familienaufgaben an. Informationen zu diesen Angeboten wie dem Vereinbarkeitscoaching oder dem Familienstipendium finden Sie auf der Intranetseite des Familienservice.
Interne Förderprogramme und weitere Angebote zur Unterstützung ihrer wissenschaftlichen Karriere finden Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen im Bereich Forschung.
Als Wissenschaftler*in in der Qualifikationsphase haben Sie außerdem die Möglichkeit, sich jederzeit im Familienservice der Sporthochschule oder in der Abt. Forschung und wissenschaftliche Qualifizierung beraten zu lassen oder auch ein beratendes Coaching durch die Gleichstellungsbeauftragte in Anspruch zu nehmen. Sprechen Sie uns jederzeit vertrauensvoll mit Ihren Anliegen und Fragen an. Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Bianca Biallas
Gleichstellungsbeauftragte
Theresa Hoppe
Referentin der Gleichstellungsbeauftragten
Weitere Anlaufstellen zur Unterstützung Ihrer Karriereentwicklung
Als Gender Bias werden systematische Verzerrungseffekte bezeichnet, die durch geschlechtsbezogene Stereotypisierungen und Vorurteile entstehen. Dabei werden Menschen aufgrund von Geschlechterstereotypen unbewusst oder bewusst unterschiedlich behandelt oder beurteilt. Gender Bias können nicht nur in alltäglicher Kommunikation und Interaktion wirken, sondern auch in Wissenschaft und Forschung, beispielweise bei der Entwicklung und Bewertung von Forschungsdesigns und -ergebnissen oder bei personalpolitischen Entscheidungen.
Der Gender Pay Gap beschreibt den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern. Hierbei wird zwischen dem unbereinigten und bereinigten Gap unterschieden. Der unbereinigte Gender Pay Gap gibt Auskunft über die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen, der nicht um Faktoren wie Beruf, Qualifikation oder Arbeitszeit bereinigt ist. Ursache für die große Lücke ist auch, dass Frauen u.a. häufiger in schlechter bezahlten Berufen und öfter in Teilzeit arbeiten. Beim bereinigten Gender Pay Gap werden deshalb vergleichbare Tätigkeiten und Qualifikationen berücksichtigt. Dieser fällt etwas geringer aus als der unbereinigte.
Die sogenannte gläserne Decke bezeichnet eine unsichtbare Barriere, auf die Frauen im Karriereverlauf stoßen – insbesondere dann, wenn sie in Führungspositionen aufsteigen wollen.
Diese Barriere ist nicht formal geregelt, wirkt aber durch strukturelle und ideologische Faktoren – etwa durch ungleiche Zugänge, Bewertungskriterien oder fehlende Vorbilder.
Das Gender Data Gap (auch «Gender Data Bias» genannt) beschreibt die Unterrepräsentation von Frauen in der Datenerhebung von Studien, da viele wissenschaftliche Studien ausschließlich mit Männern als Probanden durchgeführt werden. Wenn die Ergebnisse dieser Studien ungeachtet der körperlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen einfach auf Frauen übertragen werden, kann dies fatale Folgen haben (z.B. in Form einer Fehldosierung von Medikamenten, von medizinischen Fehldiagnosen, einer schlechteren Sicherheit für Frauen in Fahrzeugen oder einer diskriminierenden KI, die Voreingenommenheiten aus den Trainingsdaten lernt). Die fehlende Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede bei Datenerhebungen stellt aus diesem Grund eine Form von Geschlechterdiskriminierung dar.