Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Wie wollen wir heute leben, lernen, forschen und Sport treiben, damit auch zukünftige Generationen gute Perspektiven haben? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in vielen Bereichen des Hochschullebens.

Verantwortung gemeinsam gestalten

Nachhaltigkeit ist für uns an der Deutschen Sporthochschule Köln mehr als nur ein Ziel – sie ist ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses.

In Forschung, Lehre, Transfer und Campusentwicklung übernehmen wir Verantwortung für eine zukunftsfähige Gesellschaft und gestalten nachhaltige Entwicklungen im Sport aktiv mit. Dabei betrachten wir Nachhaltigkeit ganzheitlich – ökologisch, sozial und ökonomisch – und orientieren uns an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.

Unsere Handlungsfelder


An der Deutschen Sporthochschule Köln beschäftigen sich zahlreiche Institute und wissenschaftliche Einrichtungen mit Themen der Nachhaltigkeit. Mit unserer Forschung möchten wir zur Lösung aktueller und zukünftiger ökologischer sowie sozialer Herausforderungen beitragen. Über das Forschungsinformationssystem (FIS) sind unsere Forschungsaktivitäten öffentlich einsehbar.


Die Deutsche Sporthochschule Köln fördert Bildung für nachhaltige Entwicklung durch die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen in der Lehre. Aktuell befassen sich 62 Lehrveranstaltungen mit „Nachhaltigkeit im und durch Sport“. Dabei vermitteln wir unseren Studierenden Kompetenzen, um Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung inter- und transdisziplinär zu erkennen und zu bearbeiten.


Auf unserem Campus setzen wir vielfältige Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit um – von Trinkwasserspendern und Wärmerückgewinnung bis hin zur Förderung nachhaltiger Mobilität und familienfreundlicher Arbeitsbedingungen. Dabei verfolgen wir das Ziel, unsere sozialen, ökologischen und ökonomischen Leistungen kontinuierlich zu verbessern.


Die Sporthochschule bringt Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Sportpraxis ein – durch Kooperationen, Netzwerke und Wissenstransfer mit Verbänden, Institutionen und der Stadtgesellschaft.


Sustainable Development Goals

Wir verstehen Nachhaltigkeit als gemeinsame Verantwortung für unseren Campus, unser Zusammenleben und den bewussten Umgang mit Ressourcen. Dabei orientieren wir uns an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit miteinander verbinden.

Unser Ziel ist es, nachhaltiges Denken und Handeln im universitären Alltag sichtbar und zugänglich zu machen. Dazu gehören Projekte und Initiativen, die Ressourcenschonung, soziale Teilhabe, gegenseitige Wertschätzung und eine nachhaltige Sportkultur fördern.

Wir möchten Räume schaffen, in denen gemeinschaftliches Handeln möglich wird: durch Tauschangebote, selbstorganisierte Projekte, nachhaltige Nutzung von Materialien und einen reflektierten Umgang mit Konsum. Gleichzeitig verstehen wir Nachhaltigkeit nicht nur als ökologische Aufgabe, sondern auch als kulturellen Prozess, der Solidarität, Mitgestaltung und Verantwortung stärkt.

Gemeinsam möchten wir unseren Campus zu einem Ort entwickeln, an dem ein gesundes, aktives und nachhaltiges Universitätsleben gefördert wird.

Projekte und Initiativen


Die 16 Universitäten des Landes NRW haben sich im Jahr 2021 zur Humboldtn - die Nachhaltigkeitsinitiative der Universitäten in NRW zusammengeschlossen, um

  • das Thema Nachhaltigkeit in den Hochschulen aktiv zu fördern und
  • ein landesweites Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln.

Als Impulsgeberin wird Humboldtn damit Generationenverantwortung für die gesellschaftlichen Themen Nachhaltigkeit und nachhaltiges Handeln in Forschung, Lehre, Administration und Infrastrukturen verankern. Für diese Handlungsfelder werden sich die Universitäten gemeinsame Nachhaltigkeitsziele mit messbaren Indikatoren setzen. Eine entsprechende Rahmenerklärung wurde im Vorfeld der Auftaktveranstaltung von allen Universitäten des Landes Ende 2021 unterzeichnet. Darin setzen sich alle Universitäten in NRW gemeinsame standortübergreifende Ziele und haben mit Humboldtn eine Plattform ins Leben gerufen, die Expertisen und Kompetenzen bündelt, um sie langfristig für Wissenschaft und Gesellschaft verfügbar zu machen.

Professor Dr. Ralf Roth unterstreicht die Relevanz des Themas Nachhaltigkeit auch für die Deutsche Sporthochschule Köln: „Mit diesem kraftvollen Bündnis trägt die Deutsche Sporthochschule Köln dazu bei, zusammen mit den weiteren Partnerinnen und Partnern von Humboldtn ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten auf Basis ihrer gemeinsamen Expertise und Kompetenzen in der Nachhaltigkeits- forschung zu bündeln und zu intensivieren und auch insgesamt in der weiteren Hochschulentwicklung zu verankern. Damit werden insbesondere die Grundlagen für neue Perspektiven in der Forschung und bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses geschaffen.“

Weitere Infos: www.humboldt-n.nrw


Unser Green Campus Guide ist ein Wegweiser für Studierende und Beschäftigte mit praktischen Tipps für einen nachhaltigen Alltag an der Deutschen Sporthochschule Köln und darüber hinaus.

Zum Green Campus Guide (PDF)


Auf unserem Campus findet regelmäßig ein von Studierenden organisierter Kleidertausch statt. Jeden letzten Dienstag im Monat können im Hörsaalgang Kleidungsstücke abgegeben, getauscht oder mitgenommen werden. Die Aktion lebt von der Offenheit und Beteiligung aller, die gut erhaltene, aber ungenutzte Kleidung weitergeben und so Ressourcen teilen statt verschwenden.

Der Kleidertausch lädt dazu ein, das eigene Konsumverhalten bewusst zu hinterfragen: Was brauche ich wirklich? Wie können wir vorhandene Dinge länger nutzen und wertschätzen?

Auf diese Weise kann auf dem Campus eine nachhaltigere Sport- und Alltagskultur gefördert werden, die Energie- und Materialverbrauch sowie die damit verbundenen Emissionen reduziert.

Weitere Infos


Die Deutsche Sporthochschule Köln ist Partnerhochschule des Projektes NEIS (Nachhaltige Ernährung im Studienalltag) der Verbraucherzentrale NRW. Das Projekt zielt darauf ab, Studierenden Kompetenzen zu vermitteln, die eine abfallarme und klimaschonende Ernährung im Studienalltag umsetzbar machen und sie befähigen, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung im Sinne nachhaltiger Ernährung mitzuwirken.


Das Projekt Nachhaltige Sport[groß]veranstaltungen, gefördert durch das Bundesumwelt- und das Bundesinnenministerium (BMUV, BMI), unterstützt Sportveranstalter dabei, ihre Events nachhaltiger zu gestalten. Auf der Online-Platttform, gemeinsam entwickelt von der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Öko-Institut e.V., stehen neben zahlreichen Informationen und Best-Practice-Beispiele auch Planungstools zur Verfügung, Checklisten und ein Wirkungsrechner, der regionalökonomische Effekte erfasst und visualisiert. „Unser Ziel war es, ein Werkzeug zu schaffen, das Veranstalter jeder Größe dabei unterstützt, Nachhaltigkeit einfach und umsetzbar in ihre Veranstaltungen zu integrieren. Durch die Zusammenarbeit mit Athletinnen und Athleten, Veranstaltern, NGOs und zahlreichen weiteren Institutionen konnten wir eine Plattform entwickeln, die echte Praxisnähe bietet und individuell anwendbar ist“, erläutert Professor Ralf Roth, der der fachliche Leiter des Projekts ist. 

Zum Portal www.nachhaltige-sportveranstaltungen.de


Der im Verbundprojekt „Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen -berichten (HOCHN)“ erarbeitete Nachhaltigkeitskodex stellt die Ergebnisse des Projekts in verschiedenen Handlungsfeldern mit Maßnahmen, Methoden und Empfehlungen für eine nachhaltige Hochschulentwicklung vor.

Das dafür entwickelte Nachhaltigkeitsverständnis dient der Deutschen Sporthochschule Köln als Orientierung für die Implementierung hochschulspezifischer Maßnahmen in den Handlungsfeldern Nachhaltigkeitsberichterstattung, Governance, Lehre, Forschung und Betrieb. Die Ergebnisse des Projekts mit zahlreichen Leitlinien und Publikationen sind u.a. in einem Wiki frei verfügbar und abrufbar.


Unsere Universität ist Kooperationspartner von RENN.west. Die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West fördert die Kommunikation über Nachhaltigkeitskonzepte und gestaltet mit Diskursergebnissen Nachhaltigkeitsprozesse in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und auf Bundesebene mit. Das Ziel ist es, durch aktive Vernetzungs- und Informationsarbeit eine nachhaltige Entwicklung in unserer Region gelebte Praxis werden zu lassen.

https://www.renn-netzwerk.de/west


Campus Noster!

Das vom AStA koordinierte Projekt Campus Noster! (Unser Campus!) möchte den universitären Alltag gemeinsam gestalten und verbessern. Im Mittelpunkt stehen räumliche und kulturelle Strukturen, die ein aktives, solidarisches und gesundes Zusammenleben auf dem Campus ermöglichen.


Das universitäre Leben an der Deutsche Sporthochschule Köln befindet sich durch vielfältige gesellschaftliche und institutionelle Entwicklungen in einem stetigen Wandel. Aktuell prägen tiefgreifende Veränderungen unseren Campus und den gemeinsamen Hochschulalltag. „Campus Noster!“ möchte diese Prozesse kritisch, konstruktiv und gemeinschaftlich begleiten. Dabei verstehen wir uns als statusübergreifende und multiperspektivische Initiative, die Entwicklungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, Diskussionen anstößt und neue Impulse für ein lebendiges Campusleben setzt.

Die universitäre Gemeinschaft der „Spoho“ verstehen wir als einen lebendigen sozialen Raum, dessen Gestaltung in unser aller Verantwortung liegt. Unsere Perspektive orientiert sich dabei an fünf Aktionsfeldern: kritisch & nachhaltig, bewegt & entspannt, sozial & kulturell, divers & inklusiv sowie wertschätzend & achtsam. Diese Spannungsfelder helfen uns dabei, den Campus nicht nur als Lern- und Arbeitsort, sondern auch als gemeinschaftlichen Lebensraum zu denken und weiterzuentwickeln.


Dr. Helge Knioge
Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft

+49 221 4982-6114
h.knigge@dshs-koeln.de


Kontakt und weitere Infos

Nachhaltigkeitskommission