05.02.2026 | News
Kurz vor dem Beginn der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 legt das Bundesinstitut für Sportwissenschaft erste Ergebnisse zur Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland vor, die aus einem Forschungsprojekt der Sporthochschule hervorgegangen sind. Ein Ergebnis: Nationale Identität und internationales Prestige sind langfristig stabile Konzepte, auf die der Spitzen- und Leistungssport nur kurzfristigen und geringen Einfluss zu nehmen scheint.
Univ.-Prof. Dr. David Jaitner, Leiter des Instituts für Pädagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule Köln, hat das Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland“ (GUIDE) in Zusammenarbeit mit Dr. Jannika John (Eberhard Karls Universität Tübingen) und Prof. Michael Mutz (Justus-Liebig-Universität Gießen) durchgeführt. Das Projektteam untersuchte, wie wichtig Sportler*innen für die Gesellschaft sind und was Menschen in Deutschland vom Spitzen- und Leistungssport erwarten.
Spitzen- und Leistungssport müssen sich ständig rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund gibt es anhaltende akademische und öffentliche Diskussionen darüber, ob sich der Wert des Spitzensports nicht nur danach messen sollte, wie erfolgreich die Sportler*innen sind und wie viele Rekorde und Medaillen sie aufstellen. Auch die öffentliche Akzeptanz und der gesellschaftliche Impact, das heißt, wie die Menschen Spitzen- und Leistungssport empfinden und wie er die Gesellschaft beeinflusst, sollten berücksichtigt werden. Es wird häufig als wissenschaflich belegt angenommen, dass die Gesellschaft von sportlichen Vorbildern profitiere und dass Spitzensport sportliche Werte und die nationale Identität stärken und das internationale Ansehen steigern würde. Diese Werte werden häufig als Grund angeführt, warum der Staat den Spitzensport in Deutschland unterstützt. Ist das wirklich so?
Das GUIDE-Projektteam will Fakten für diese sportpolitischen Diskussionen liefern und hat dazu zum einen systematische Literaturanalysen durchgeführt und zweitens eine Umfrage unter Jugendlichen und Erwachsenen gemacht. Bei der Bevölkerungsbefragung wurde unter anderem auch gefragt, was die Menschen über Spitzen- und Leistungssport denken. Mehrere Experimente halfen dabei. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Zwischenergebnisse, das Projekt läuft noch bis Ende Mai.
Ausgewählte Ergebnisse und Fazits:
Ausführliche Informationen zur Studie und die Factsheets mit den Ergebnissen finden Sie auf der Webseite des Bundesinstituts für Sportwissenschaft.
Kontakt: Univ.-Prof. Dr. David Jaitner